Die Fächer im Überblick Alle Fächer und Themengebiete, für die du einen Schein erwerben musst, sind in den ersten vier Semestern auf dem Stundenplan vertreten. Daneben gibt es zwei weitere Pflichtleistungen: den Erste-Hilfe-Kurs und das 90-tägige Pflegepraktikum, die du bis zur Meldung zur Prüfung absolviert haben musst. Die Approbationsordnung (siehe dazu auch AppO Anlage 1 zu § 2 Abs. 1 Satz 2, § 41 Abs. 2 Nr. 9) verlangt in den ersten vier Semestern in folgenden Fächern entweder Praktika, Kurse oder Seminare:
Praktika:
Physik, Chemie, Biologie, Physiologie, Biochemie/Molekularbiologie, Berufsfelderkundung, Einführung in die Klinische Medizin, Medizinische Terminologie
Seminare (jeweils mit klinischen Bezügen):
Anatomie, Physiologie, Biochemie/Molekularbiologie, Medizinische Psychologie/ Soziologie
Kursus:
Makroskopische Anatomie, Mikroskopische Anatomie, Medizinische Psychologie/ Soziologie
Es gibt also vier große Fachgebiete: Anatomie, Physiologie, Biochemie/Molekularbiologie und Medizinische Psychologie/Soziologie. Die anderen Fächer wie Biologie, Chemie, Physik werden meist im Vorfeld der Kurse zum Erwerb des Grundlagenwissens belegt, sind aber in der Prüfung später nicht so relevant. So wirst du im schriftlichen Teil der Prüfungen wesentlich mehr Fragen in Anatomie als in der zugeordneten Biologie für Mediziner gestellt bekommen.
Für die Fächer Physik/Physiologie und Chemie und Biochemie/Molekularbiologie gilt ähnliches. Die drei Praktika in Terminologie, Berufsfelderkundung sowie die Einführung in die klinische Medizin sind ebenfalls eher randständig. Zusätzlich zu den oben genannten Fächern und Praktika musst du den Erste-Hilfe-Kurs und das Krankenpflegepraktikum ableisten.
Für die Fächer hat der Gesetzgeber in der Approbationsordnung beschrieben, was thematisch auf dem Stundenplan steht:
Anlage 10 (zu § 23 Abs. 2 Satz 2, § 41 Abs. 2 Nr. 9)
Prüfungsstoff für den Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung Prüfungsaufgaben zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung betreffen das medizinische Grundlagenwissen über die Körperfunktionen, insbesondere sind die naturwissenschaftlichen Fächer auf die medizinisch relevanten Inhalte auszurichten. Die Prüfungen schließen Aspekte ein, die die Verknüpfung dieses Grundlagenwissens mit klinischen Anteilen sichern, wie:
- Methodik, Durchführung und Ergebnisse der körperlichen Untersuchung und weiterer diagnostischer Verfahren (z.B. diagnostische Eingriffe; laborgestützte, bildgebende, elektrophysiologische und andere apparative Diagnostik; grundlegende psychodiagnostische Ansätze),
- therapeutische einschließlich pharmakotherapeutische Interventionen,
- das Verständnis von Krankheitsentstehung, -bewältigung und -prävention,
- die Gestaltung der Arzt-Patient-Beziehung.