Die Katzen und ich

19. Februar 2018 geschrieben von Drdoliddle
Heizung ist auch wieder dran und drobst

Heizung ist auch wieder dran und drobst

Die letzten Tage durfte ich Katzenvater sein. Das Leben mit so ein paar kleinen ist schon etwas besonderes. Vor längerem habe ich Francis und Felidae des Autors Akif Pirincci gelesen. Das geht mir nun nicht mehr aus dem Kopf. Sind die kleinen schlauer als man meint? Ich hatte sogar immer den Eindruck, als wollte die beiden mir Geschichten erzählen, mich doch bitte schleunigst zum Toilettenreinigen bewegen oder eben ihr Dosen oder Tüten auf zumachen. Des Nachts, zu jeder Zeit kamen sie dann, mal meckernd oder schnurrend, zum kuscheln. Tagsüber irgendwo herumliegend oder eben durch die Katzenklappe verschwindend, zu Abenteuern im Keller oder Garten, wer weiß. Vielleicht feierten sie auch Fasching mit den anderen der Nachbarschaft oder lasen eines der vielen Bücher, wenn ich nicht da war. Aber die Art wie sie auf einem Tapsen oder sie einem ihren Willen darlegten, schon besonders. Trennung tat weh, es tapst halt sonst keiner auf mir rum. Karneval ist um, meine Bücherladung ist angekommen, es geht um Atkins, Ketone Diät und Paleo Ernährung. Ich denke noch nicht zu spät, es gibt noch einige mit guten Vorsätzen obwohl man mit den schlechten ja noch garnicht durch sein dürfte. Eine Erkältung will sich nun auch noch heranschleichen, da habe ich einfach zu viel herumgewuselt, dabei sind mir die Energien flöten gegangen. Gleich meinen Hawaiianischen Superdrink gemischt und ein paar Medis beim Arzt bestellt, dann bekomme ich das in den Griff. Also, erwartet spannende Impressionen von den Diäten, die Smothie Detox Geschichte hatte sehr gut funktioniert und freut ich auf den Anatomen der Woche, der Magendie.
Magendie, Francois (1783-1855) französischer Physiologe und Namensgeber des Foramen Magendii, der Apertura mediana ventriculi quarti. Die Apertura mediana ventriculi quarti ist die kaudale median gelegene Öffnung des vierten Hirnventrikels (Ventriculus quartus cerebri), die in die Cisterna cerebellomedullaris des Subarachnoidalraumes mündet.
Die Apertura mediana ermöglicht gemeinsam mit den Aperturae laterales die Kommunikation der Hirnventrikel mit dem Subarachnoidalraum.
Jetzt kommen wir zur Abwehr- b.z.w. Immunreaktion, die wir nicht in aller Ausführlichkeit brauchen. Das Immunsystem ist das Abwehrsystem biologischer Organismen gegenüber fremden Substanzen oder Lebewesen. Es unterscheidet zwischen eigenen und fremden Strukturen und dient damit der Erhaltung der individuellen Integrität. Über ein Immunsystem verfügen nicht nur Menschen und Tiere, sondern auch Pflanzen und – in stark reduzierter Form – sogar Mikroorganismen.
Die Komplexität eines Immunsystems nimmt mit der phylogenetischen Entwicklungsstufe eines Bioorganismus zu: Je komplexer die zu schützende Struktur, desto vielschichtiger das Immunsystem. Beim Menschen besteht das Immunsystem aus spezialisierten Proteinen (Antikörpern), Immunzellen und Immunorganen. Es ist der Träger der Immunantwort unseres Körpers.
Bakterien, Viren, Pilze und einzellige bzw. mehrzellige Parasiten sind die typischen Krankheitserreger, auf die das Immunsystem reagiert. Darüber hinaus moduliert auch die Psyche die Aktivität des Immunsystems. So gilt z.B. chronischer Stress als psychogener Immunsuppressor.
Das menschliche Immunsystem ist aus mehreren Komponenten zusammengesetzt. Man unterscheidet zwischen einem zellulären und einem humoralen Teil.
Zum zellulären Immunsytem gehören spezialisierte Immunzellen, die entweder frei beweglich (z.B. im Blut) oder ortsständig in den verschiedenen Geweben vorkommen. Dazu zählen:
Granulozyten
Makrophagen
Dendritische Zellen
Natürliche Killerzellen
T-Lymphozyten
T-Helferzellen
Regulatorische T-Zellen
Zytotoxische T-Zellen
B-Lymphozyten
Das humorale Immunsystem ist der Teil des Immunsystems, der nicht auf Zellen, sondern auf Plasmaproteinen basiert. Zu ihnen gehören:
Antikörper
Komplementfaktoren
Interleukine
Im erweiterten Sinn sind auch die Haut und die Schleimhäute Teil des Immunsystems, da sie durch ihre Barrierefunktion das unkontrollierte Eindringen von Antigenen in die Körpergewebe verhindern. Diese Barrierefunktion gewährleisten sie durch einen besonders engen, nahezu lückenlosen Zellverbund, der durch Kollagene zusätzlich verstärkt wird.
Haut und Schleimhaut bieten aber nicht nur einen mechanischen Schutz, sondern verteidigen den Körper zusätzlich durch Oberflächensekrete, die chemische Abwehrsubstanzen wie antimikrobielle Peptide, Immunglobulin A, Lysozyme und Defensine enthalten. Im Gastrointestinaltrakt und in Teilen des Urogenitaltrakts unterhalten sie darüber hinaus eine saprophytäre Bakterienflora, die pathogene Erreger in Schach hält.
Die Antwort des Immunsystems auf Antigene bezeichnet man als Immunreaktion. Diese Immunreaktion lässt sich nach mehreren Aspekten einteilen:
Die Immunreaktion nach beteiligten Komponenten durch zelluläre Immunreaktion oder humorale Immunreaktion
Die Immunreaktion nach Spezifität durch unspezifische Immunreaktion und spezifische Immunreaktion
Die Immunreaktion nach Kontakthistorie durch primäre Immunreaktion und sekundäre Immunreaktion
Die Immunreaktion nach Entwicklungszeitpunkt durch angeborene Immunreaktion oder auch adaptive Immunreaktion
Auch die Immuntoleranz ist eine Form der Immunantwort. Abschliessend behandeln wir in der Untersuchung des Bewegungsapparates die Inspektion der Hüfte. Diese erfolgt am stehenden Patienten, wir beurteilen die Beckenstellung, die Symetrie der Beckenschaufeln, die Beinlängen mit eventuellen Differenzen und die Beugebeweglichkeit. Beim Säugling kann man Hüftgelenksdysplasien über asymetrische Falten erkennen. Das setzt Kenntnisse der Anatomie voraus. Danach wird durch Palpation der Trochanteren, Symphyse und Knochen auf besondere Schmerzhaftigkeit untersucht. Es folgt die Funktionsprüfung durch die Neutral-Null-Methode, die hatten wir ja schon in vorausgegangenen Artikeln behandelt.

Karneval Hellau

12. Februar 2018 geschrieben von Drdoliddle
Smoking Schuhe

Smoking Schuhe

Es ist wieder Karneval. Ich bin beim letzten Buch von Cordula Neuhaus angelangt, habe noch zwei spannende Termine mit einer Koryphäe auf dem ADHS Gebiet und erwarte demnächst die Riesenlieferung der Diätbücher. Im folgenden wird es dann um die Ketone, die Atkins und die Paleodiät gehen. Wir wollen doch mal sehen, ob wir nicht Alle in den Bikini oder korrespondierend in den Mankini passen können. Der Handwerker wurstelt nun schon die zweite Woche in der Bude rum und es sieht hervorragend aus. Dafür mache ich ihm auch noch die Zähne. Die hat er sich bei mehreren Flex-Unfällen heraus gebrochen. Außerdem ist da noch die eine oder andere Hautapparenz herauszuschneiden, ein Riesenspaß. Ich weiß garnicht ob ich es schon erwähnt hatte, eines der Vergesslichkeitssymptome des ADHS, aber in Zusammenarbeit mit einem lieben Freund und seiner Fantastischen Frau, kann ich folgende Gesundheitsleistungen anbieten oder vermitteln: Anwendungsspektrum in der neuen Klinik
Chronisch entzündliche Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates
Degenerative und posttraumatische Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates
Reflektorisch beeinflussbare Funktionsstörungen innerer Organe
in Kollaboration mit Ärzten und Fachpersonal
Haarentfernung mit Laser
Tattoo Entfernung
Faltenunterspritzung (Filler)
Botox ®
Cellulite Behandlung mit Cellfina ®
Chemische Peelings
Behandlung von Besenreisern
Fraktioniertes Laserlifting
Schwerpunkte:
Ambulante Operationen
Hautkrebsvorsorge
Venenkrankheiten
Allergologie
Balneo-Phototherapie
Laserbehandlung
Kinderdermatologie.
Jetzt will ich die ganze Zeit noch eine Bedienungsanleitung für den Umgang mit ADHS Typen schreiben und komme nicht auf den Punkt. Hier gibt es erst einmal ein paar Besonderheiten, die es nicht in dieser Form im DSM 5/6 oder im ICD 10/11 für ADHS gibt. Bei deutlich ausgeprägter Symptomatik (wie bei mir) finden sich folgende „Besonderheiten“.
Ausgeprägter Gerechtigkeitssinn für sich und andere
auffallend gutes Aufnahmevermögen und Gedächtnis für subjektiv interessantes
Bei Interesse extreme Konzentrationsfähigkeit bis hin zur Hyperfokussierung
Spontane Hilfsbereitschaft, Empathiefähigkeit, Fürsorglichkeit
Hypersensibilität für Stimmungen, Schwingungen oft auch Gerüche
Nicht nachtragend
Zähigkeit
Guter Orientierungssinn
Kreativität, Phantasie und Experimentierfreudigkeit
Schauspielerisches Talent
Maßlosigkeit
Rastlosigkeit
Probleme schwirren tagelang im Kopf herum
Kein dosieren können der Kräfte in Graphomotorischer Umsetzung
Rechtschreibschwäche bis hin zu Legasthenie
Kaum Zusammenfassungsgabe durch Abrufschwäche
Mangelhaft ausreifende Fähigkeit zur realistischen Selbst- und Eigenleistungseinschätzung
und leider vieles mehr.
Ganz oder garnicht, das macht natürlich auch Sorgen. Dann ist es auch noch hereditär, dass bedeutet, mein Sohn hat es auch. Hoffentlich brennt bald das Licht des Kizomba und Salsa in mir, dann rockt der Bär. Gnothi seauton. Wir kommen zum Anatomen der Woche, der Mackenrodt.
Mackenrodt, Alwin (1859-1925) deutscher Gynäkologe und Pathologe und Namensgeber des Mackenrodt-Bandes. Wir kennen es als Ligamentum cardinale uteri oder eben als Mackenrodt-Ligament. Das Ligamentum cardinale uteri ist ein Bindegewebszug am kaudalen Ende des Ligamentum latum uteri.
Das paarige Ligamentum cardinale entspringt an der Seite der Portio supravaginalis cervicis und am lateralen Scheidengewölbe. Von dort zieht es zur seitlichen Wand des kleinen Beckens. Es wird von den stärksten Faserzügen des seitlichen Parametriums gebildet und enthält glatte Muskulatur.
Ungefähr 2 cm lateral der Portio supravaginalis cervicis unterkreuzt der Ureter die Arteria uterina im Ligamentum cardinale.
Sind wir schon wieder beim Heilpraktiker, Anatomie und Physiologie, Vorbereitung zur mündlichen Prüfung. Heute, Sesambein. Unter einem Sesambein versteht man einen kleinen Knochen, der – meist im Bereich eines Gelenks – in eine Sehne eingebettet bzw. eingewachsen ist.
Sesambeine dienen als Abstandshalter der Sehne gegenüber den umliegenden Knochen und als eine Art Umlenkrolle. Dadurch wird die biomechanische Wirkung der Sehne optimiert, die eine bessere Hebelwirkung erzielt. Sesambeine verhindern darüber hinaus eine Druckschädigung der Sehne in ihrem Verlauf über das Gelenk.
Patella – das größte Sesambein des Menschen
Fabella – Sesambein des lateralen Gastrocnemiuskopfes (Musculus gastrocnemius)
Ossa sesamoidea der Hand
Os pisiforme
2-3 weitere Sesambeine im distalen Bereich der Ossa metacarpalia.
Ossa sesamoidea des Fußes (Ossa sesamoidea pedis)
Und wie gehabt folgt die Untersuchung des Bewegungsapparates, Heute der schmerzhafte Bogen, painful Arc. Als painful arc bezeichnet man Schmerzen, die bei einer Abduktion des Armes gegen einen Widerstand zwischen 60 bis 120° auftreten.
Der Nachweis eines „painful arc“ ist ein klinischer Hinweis für das Vorliegen eines Impingement-Syndroms. Die Ursache liegt darin, dass in diesem Bereich die Sehne des Musculus supraspinatus und die Bursa subacromialis unter dem Acromion eingeklemmt werden. Dies führt zur Entzündung und Schwellung der Bursa und des umgebenden Gewebes. Dies wiederum verstärkt die Enge, der Schmerz wird stärker und das Gelenk wird zunehmend in Schonhaltung gebracht. Die Folge ist eine Kapselschrumpfung und eine daraus resultierende Gelenksteife. Dann los Ihr Jecken, sehen uns nächste Woche

Winterstille und der Frost

5. Februar 2018 geschrieben von Drdoliddle
Augen-Op, Resultat folgt, Patient sehr zufrieden

Augen-Op, Resultat folgt, Patient sehr zufrieden

Da ist sie schon wieder, die unberührte Haut des Morgens
Stille, nur von fröhlichem Gesang unterbrochen
Alles umhüllt,
vom üppigen Geräusch der Nacht. Väterchen Winter hat noch einmal sein Mäntelchen über unsere Länder gelegt. Gerade, wo ich die Rollläden Dämme und der Innenputz trocknen muss. Natürlich bei offenem Fenster. Die Körper der Anatomie würden sich sicher bei mir wohlfühlen, aber in diesem besonderen Fall nehme ich keine Arbeit mit nach Hause. Die Telekom hat mich natürlich auch in einem digitalen Vakuum gelassen, die Umschaltung hat nicht funktioniert. Ich wollte so schön eine Anleitung schreiben, wie man denn mit Adhs Personen umgehen sollte, to-do’s und not-to.do’s. Kommt beim nächsten Mal. Tethering über das Handy. Der Anatom der Woche ist Macewen.
Macewen, William (1848-1924) englischer Chirurg und Namensgeber der Foveola supramentalis, einer kleinen dreckigen Grube über der Öffnung des Meatus acusticus externus. Die hört auch noch auf den schönen Namen Foveola suprameatica processus zygomatici ossis temporalis, oder eben Macewens Dreieck.
Kommen wir jetzt zur Anatomie und Physiologie, der des Wirbels. Unter einem Wirbel versteht man das knöcherne Grundelement der Wirbelsäule. Normalerweise besteht die menschliche Wirbelsäule aus 34 solcher Wirbel.
Man unterteilt die Wirbel nach ihrer Lokalisation in:
Halswirbel (7)
Brustwirbel (12)
Lendenwirbel (5)
Kreuzwirbel (5)
Steißbeinwirbel (4-5)
Jeder Wirbel besteht aus einem Wirbelkörper (Corpus vertebrae), einem Wirbelbogen (Arcus vertebrae) und verschiedenen Fortsätzen (Processus vertebrae), die je nach Lokalisation des Wirbels variieren können.
Wirbelkörper und Wirbelbogen umschließen das Wirbelloch (Foramen vertebrale). Die Gesamtheit der Wirbellöcher bildet den Wirbelkanal (Canalis vertebralis), in dem das Rückenmark verläuft.
In der Medianebene ragt vom Wirbelbogen ein unpaarer Dornfortsatz (Processus spinosus) nach dorsal.
Jeder Wirbel besitzt zwei nach lateral weisende, paarige Querfortsätze (Processus transversi). Sie sind in den verschiedenen Abschnitten der Wirbelsäule sehr unterschiedlich deutlich ausgeprägt.
Darüber hinaus weist jeder Wirbel 4 Gelenkfortsätze (Processus articulares) auf, über die er mit den Gelenkfortsätzen der beiden benachbarten Wirbel verbunden ist.
Zwischen den Wirbelkörpern zweier benachbarter Wirbel befinden sich die Bandscheiben (Disci intervertebralis), welche zusammen mit den Wirbelkörpern die Symphysis intervertebralis bilden. Die Brustwirbel artikulieren zusätzlich über das Rippen-Wirbel-Gelenk mit den Rippen.
Zwischen den einzelnen anatomischen Elementen der Wirbel ziehen eine Vielzahl von Bändern, die die Statik der Wirbelsäule sichern.
Ligamentum longitudinale anterius: an der Vorderfläche der Wirbelkörper
Ligamentum longitudinale posterius: an der Hinterfläche der Wirbelkörper
Ligamenta flava
Ligamenta intertransversaria: zwischen den Querfortsätzen
Ligamenta interspinalia: zwischen den Dornfortsätzen
Ligamentum supraspinale: zwischen den Spitzen der Dornfortsätze
Ligamentum nuchae: zwischen Hinterhaupt und Ligamentum supraspinale
Ligamentum sacrococcygeum posterius superficiale
Ligamentum sacrococcygeum posterius profundum: Fortsetzung des Ligamentum longitudinale posterius
Ligamentum sacrococcygeum anterius: Fortsetzung des Ligamentum longitudinale anterius
Ligamenta sacrococcygea lateralia
Die Wirbel entwickeln sich durch enchondrale und perichondrale Ossifikation aus einer zentralen und zwei lateralen Knochenanlagen.
Kommen wir jetzt noch geschwind zur Untersuchung der Schulter mit Hilfe des Nackengriffes. Als Nackengriff wird in der Orthopädie und Neurologie ein klinischer Test zur Beurteilung der Außenrotations- und Abduktionsbewegung im Schultergelenk bezeichnet. Es handelt sich um einen globalen Bewegungstest zur Überprüfung der Gelenkbeweglichkeit.
Der Nackengriff kann im Stehen oder Sitzen ausgeführt werden. Der Patient wird zunächst gebeten, die offenen Hände simultan über den Kopf und anschließend an den Nacken zu führen. Ist eine Seitendifferenz beobachtbar, kann diese mit Hilfe der Bestimmung des jeweiligen „Daumen-Vertebra prominens-Abstand“ quantifiziert werden. Hierzu wird der Patient gebeten, eine Hand nach der anderen mit abduziertem Daumen an den Nacken zu führen. Der jeweilige Abstand zwischen Daumen und Dornfortsatz des siebten Halswirbelkörpers entspricht dem „Daumen-Vertebra prominens-Abstand“ und erlaubt einen semiquantitativen Seitenvergleich.
Unterschiede im Seitenvergleich können auf eine Schädigung der für die Abduktion und/oder Außenrotation zuständigen Schultermuskulatur bzw. eine Schädigung der sie versorgenden Nerven hinweisen. An der Abduktion bis 70° ist dabei insbesondere der Musculus supraspinatus der Rotatorenmanschette, ferner der Musculus deltoideus beteiligt. Ist die Bewegungseinschränkung bilateral vorhanden, kann dies entsprechend ein Hinweis auf eine beidseitige Störung sein. Dann ist ja bald Faschingstrallalla und ich wünsche Euch eine super Woche

Sieht doch ganz gut aus

Sieht doch ganz gut aus

Syndrom der Extreme

30. Januar 2018 geschrieben von Drdoliddle
Neues Bauprojekt

Neues Bauprojekt

Ich hoffe es nervt noch nicht, aber ich will noch etwas tiefer in die ADHD Anatomie eindringen. Draußen regnet es eh, könnte immer noch hybernieren bis zum Sommer und meine Rücken bringt mich auch noch um. Es soll also immer noch um das Syndrom der Extreme gehen, verbunden mit Toret in unterschiedlichsten Ausprägungen und die Abweichung vom Normalfall. Feststellbar ist, dass es einfach keinen Mittelweg gibt, selten Grauzonen im Denken und Handeln und vor allem nicht im Gefühlsbereich. Verglichen wird es oft mit einem digitalen Wahrnehmungs oder Reaktionsstil, alles ist heiß oder kalt, hell oder dunkel, an oder aus. Jede Spontanidee führt zu sofortiger Begeisterung, blitzartig entstehender Wut (bei mir gerne Rohrspatztorret im Privaten) Trauer, Ärger und einfach nicht beherrschbarer Ausdruckmässigung. Ich kann einfach nicht nix sagen. Es muss immer was passieren, fertig, fertig bekommt man nichts. Ich bin immer dem spontan einsetzenden Affekt ausgeliefert. Fast zwanghaft. Natürlich, wie alle Betroffenen gibt es da Bewältigungsstrategien, Obszönitäten entlassen den Betroffenen nur wenn er alleine ist, und dann sind da die rigorosen Tagesrituale, Schlüssel immer an die gleiche Stelle, Morgenrituale, Abendrituale, Rituale und Bewältigungsstrategien, dass passt doch. Fehlende innerpsychische Regulationsmechanismen zur Emotionsmodulation, fast ein wenig Borderline, natürlich immer individuell ausgeprägt, und auch oft nicht lang anhaltend. Emotionaler Kontrollverlust, vor allem unter Substanzeinfluß wie Alkohol, aber das kennen wir auch bei „normalen“ Menschen. In der Partnerschaft findet man auch den dichotonen Bewertungsstil, (entweder positiv für mich oder negativ für mich). Dieser ergibt zu oft einen spontanen Wechsel in der Partnereinschätzung. Verliere ich mich da schon wieder in Gedankenzabelei? Erst mal eine Pause. Wer ist denn unser Anatom der Woche, der Luys.
Luys, Jules Bernard (1828-1897) französischer Neurologe und Namensgeber des Corpus Luysii oder uns besser bekannt als Nucleus subthalamicus. Der Nucleus subthalamicus gehört entwicklungsgeschichtlich zum Diencephalon. Da dieser Kern jedoch eine wichtige Rolle im extrapyramidalmotorischen System (EPMS) spielt, wird er funktionell zu den Basalganglien gezählt.
Der Nucleus subthalamicus ist ein Kerngebiet im ventralen Diencephalon und liegt medial der Capsula interna. Er steht afferent und efferent vor allem mit dem Pallidum in Verbindung. Dabei wird er vom motorikfördernden Teil des Pallidums gehemmt und wirkt auf den motorikhemmenden Teil des Pallidums erregend (exzitatorisch, glutamaterg). Deshalb übernimmt er eine wichtige hemmende Funktion von Bewegungsimpulsen.
Eine Läsion des Nucleus subthalamicus führt zum Krankheitsbild des Ballismus oder bei einseitiger Störung zum Hemiballismus. Beim letzten Mal sind wir über die Galle hergefallen. Damit ist die Lage und Aufgabe im groben abgehandelt und wir gehen weiter zur Atmung. Atmung ist ein biologischer Prozess, bei dem molekularer Sauerstoff aufgenommen, in die Zellen transportiert und dort in der Atmungskette zu Wasser reduziert wird. Im Gegenzug wird Kohlendioxid produziert und abgegeben.
In der Medizin bzw. Biologie wird nach anatomisch-physiologischen und biochemischen Aspekten die äußere und die innere Atmung (Zellatmung) unterschieden:
Äußere Atmung: Der Atemgaswechsel, der bei der Lungenatmung stattfindet. Dabei wird Sauerstoff aus der Umgebung aufgenommen und Kohlendioxid abgegeben. Das Produkt der äußeren Atmung ist der Atem.
Innere Atmung: Der biochemische Prozess der Zellatmung, bei dem organische Verbindungen zwecks Gewinnung von ATP zu energiearmen Stoffen oxidiert werden.
Im folgenden wird nur die äußere Atmung besprochen.
Beim Atmen strömt die Luft über die Atemwege in den Körper. Der Eintritt kann über die Mundhöhle (Mundatmung) oder über die Nase (Nasenatmung) erfolgen.
Bei der Nasenatmung werden größere Fremdkörper durch Nasenhaare im Bereich des Naseneingangs aufgehalten. Anschließend strömt die Atemluft durch die Nasenhöhle, wo sie durch die Nasenschleimhaut gereinigt, angefeuchtet und angewärmt wird. Über den Rachen (Pharynx) wird sie weiter zum Kehlkopf (Larynx) geleitet. Dort markieren die Stimmbänder die Grenze zwischen den oberen und unteren Atemwegen. Kaudal des Larynx beginnt die Luftröhre (Trachea). Sie verzweigt sich distal in zwei Hauptbronchien, dann innerhalb der Lunge weiter in zahlreiche Äste, die Bronchien. Aus ihnen entspringen die noch kleineren Bronchiolen. Um den Abtransport von Fremdkörpern zu gewährleisten, die mit der Atemluft aufgenommen werden, sind die Atemwege mit einem spezialisierten Epithel ausgekleidet, dem respiratorischen Flimmerepithel.
Am Ende der Atemwege befinden sich schließlich die Lungenbläschen (Alveolen) der Lunge, durch deren dünne Membran Sauerstoff in die Kapillargefäße übertritt und auf umgekehrtem Weg Kohlendioxid aus dem Blut an die Lunge abgegeben wird.
Im Laufe der Evolution haben Tiere verschiedene Möglichkeiten entwickelt, um an den lebenswichtigen Sauerstoff zu kommen. Man unterscheidet:
Hautatmung, bei der der Gasaustausch über die gesamte Körperoberfläche erfolgt.
Kiemenatmung, bei der der Gasaustausch über dünne, durchblutete Hautausstülpungen, die Kiemen, erfolgt. Sie kommt bei vielen Wirbellosen und bei Fischen vor.
Tracheenatmung über röhrenförmige Einstülpungen der Körperhaut. Sie kommt bei Insekten vor.
Lungenatmung mit Hilfe von in den Körper eingestülpten Säcken, die als Lungen bezeichnet werden. Sie kommt z.B. bei lungenatmenden Schnecken und bei Lurchen, Kriechtieren, Vögeln und Säugetieren einschließlich des Menschen vor.
Beim Menschen ist die Atmung das Ergebnis einer koordinierten Muskeltätigkeit, die zum Heben und Senken des Thorax (Brustatmung) und des Zwerchfells (Bauchatmung) führt. Dabei entsteht ein Atemstrom, der die Atemluft durch die Atemwege in die Lunge befördert, wo der eigentliche Gasaustausch stattfindet.
Bei der Einatmung (Inspiration) vergrößert sich durch die Tätigkeit der Atemmuskulatur und Atemhilfsmuskulatur das Volumen des Thorax. Dabei dehnt sich die Lunge aus und es entsteht ein Unterdruck, Luft strömt durch die Atemwege in die Lunge. Damit die Lunge den Atemexkursionen des Thorax folgt, befindet sich zwischen Lunge und Brustkorb bzw. Zwerchfell eine dünne seröse Gewebeschicht, die aus zwei Blättern bestehende Pleura. Die Lunge wird von der Pleura visceralis umgeben. Ihr gegenüber befindet sich an der Innenseite des Brustkorbs, sowie auf dem Zwerchfell und dem Mediastinum die Pleura parietalis. Beide Pleurablätter kleben unter Einwirkung von Kapillarkräften aneinander wie zwei Glasplatten, zwischen denen sich ein Flüssigkeitsfilm befindet. Das ermöglicht einerseits die Verschieblichkeit der beteiligten Strukturen und verhindert andererseits durch den im Brustraum vorhandenen Unterdruck einen Kollaps der Lungen bzw. ermöglicht deren Entfaltung.
Bei der Ausatmung (Exspiration) entspannt sich die Atemmuskulatur wieder und die Luft strömt durch den Überdruck durch die Atemwege hinaus. Die Exspiration kann durch den aktiven Einsatz der Atemmuskulatur auch forciert werden.
Gesteuert wird die Atmung durch das Gehirn beziehungsweise das Atemzentrum in der Medulla oblongata. Ausschlaggebend ist dabei die Reaktion von Chemorezeptoren auf den Kohlendioxidgehalt, beziehungsweise den Kohlendioxid-Partialdruck des Blutes. Übersteigt dieser einen gewissen Schwellenwert, setzt der Atemreiz ein. Rezeptoren, die auf den pH-Wert des arteriellen Blutes sowie einen Sauerstoffmangel (Hypoxie) reagieren, haben nur eine zweitrangige Bedeutung als Atemreiz.
Eine weitere Kenngröße der Atmung ist die Atemfrequenz. Sie beträgt beim
Erwachsenen 12-15 pro Minute
Jugendlichen 16-20 pro Minute
Kleinkind rund 25 pro Minute
Säugling rund 30 pro Minute
Neugeborenen rund 40 pro Minute
Atemstörungen werden im ICD-10 unter „Symptome, die das Kreislaufsystem und das Atmungssystem betreffen“ in der Diagnosengruppe R06 zusammengefasst.
Eine verminderte Atmung bzw. Lungenbelüftung bezeichnet man als Hypoventilation, eine gesteigerte Belüftung als Hyperventilation. Eine gestörte Atmung nennt man Dyspnoe, die daraus resultierende Beeinträchtigung des pulmonalen Gasaustausches „respiratorische Insuffizienz“. Steht die Atmung vollkommen still, spricht man von einer Apnoe.
Darüber hinaus unterscheidet man eine Reihe vom Atemstörungen, bei denen die Atemtiefe und/oder der Atemrhythmus in charakteristischer Weise gestört ist. Dazu zählen:
Biot-Atmung
Cheyne-Stokes-Atmung
Kussmaul-Atmung
Maschinenatmung
Schnappatmung
Paradoxe Atmung
Inverse Atmung
Pathologische Veränderungen des Atemapparats erfasst man klinisch durch die Auskultation der Lunge, bei der mit Hilfe eines Stethoskops die Atemgeräusche und Atemnebengeräusche abgehört werden.
Weiter gehende diagnostische Aussagen ermöglicht die bildgebende Diagnostik der Lunge (Röntgen, MRT, CT) oder die Bronchoskopie. Die systematische Überprüfung und Analyse der Atemtätigkeit bzw. -funktion erfolgt mit Hilfe der Lungenfunktionsdiagnostik.
Kommen wir zur inneren Atmung, der Zellatmung. Als Zellatmung wird das Zusammenspiel mehrerer kataboler Stoffwechselprozesse in einer Zelle bezeichnet, bei denen die Energie aus organischen Molekülen freigesetzt und für die Synthese von ATP genutzt wird. Man spricht von Atmung, da Sauerstoff in diesem Prozess der finale Elektronenakzeptor ist.
Bei der Oxidation von Kohlenhydraten, Fettsäuren und Aminosäuren werden Elektronen auf die Redoxcoenzyme NAD und FAD übertragen. Diese werden anschließend in der Atmungskette genutzt, um einen Protonengradient über der inneren Mitochondrienmembran aufzubauen. Dieser dient wiederrum als Energiequelle für die Synthese von ATP. Hierbei wird Sauerstoff zu Wasser oxidiert.
Zu den Stoffwechselwegen der Zellatmung gehören im engeren Sinne der Citratzyklus, die Atmungskette und die ATP-Synthase. In der Literatur wird häufig auch die Glykolyse mit zur Zellatmung gezählt. In den Citratzyklus gehen allerdings auch Verbindungen aus der Oxidation von Fettsäuren (β-Oxidation) und aus dem Abbau von Aminosäuren ein. Das bedeutet also, dass in der Zellatmung nicht nur Elektronen aus Glukose auf Sauerstoff übertragen werden.
Abschliessend behandeln wir die Untersuchung der Schulter, hier, mit dem Innenrotationstest durch den sogenannten Schürzengriff. Der Schürzengriff wird in der Orthopädie und der Neurologie zur Feststellung eines Innenrotations- und Adduktionsdefizites der Schulter verwendet. Er ist ein unspezifischer Bewegungstest zur Überprüfung der Gelenkbeweglichkeit.
Der Schürzengriff kann bei stehendem oder sitzendem Patienten durchgeführt werden. Dabei wird der Patient dazu angewiesen seinen Arm nach hinten und innen zu drehen, so als ob er eine Schürze zubinden wollte. Der Griff kann aktiv durch den Patienten selbst oder auch passiv durch den Untersucher ausgeführt werden, der dann die Hand des Patienten entsprechend bewegen soll. Wenn der Patient mit den Handrücken den 7. Brustwirbel berühren kann, so kann von einem normalem Bewegungsausmaß ausgegangen werden. Das erreichte Bewegungsausmaß ist jedoch altersabhängig und sollte mit den Normwerten verglichen werden. Der Schürzengriff überprüft die Funktion des Schultergelenks (articulatio glenohumeralis), des gesamten Schultergürtels, des Ellenbogengelenks, des Handgelenks und des Daumens. Der Test gilt als vergleichsweise unspezifisch, da Funktionseinschränkungen eines Gelenks jeweils durch ein anderes kompensiert werden können und deswegen ein falscher Eindruck entstehen kann. Er wird meist in Kombination mit dem Nackengriff getestet.
Obwohl es sich um einen globalen klinischen Test handelt, dient der Schürzengriff vor allem der Beurteilung der Funktion der Innenrotatoren und Adduktoren des Schultergelenks und somit insbesondere des Musculus subscapularis, des wichtigsten Innenrotators der Rotatorenmanschette. Seitendifferenzen können auf Muskel- oder Nervenschäden in der eingeschränkten Extremität hinweisen. Dann wieder eine schöne Woche, bis zum nächsten Mal.

Freimaurer und Anatomie

22. Januar 2018 geschrieben von Drdoliddle
Neujahrsempfang

Neujahrsempfang

Ja, Ihr habt es sicher schon geahnt. Was ist denn da wieder los. Der haltlose Anatomiker hat den Weg in die Freimaurerei gefunden. Auf einer der Gästeabende, darüber erzähle ich an anderer Stelle, hat einer der Brüder gesagt, Freimaurer kann man nicht werden, man wird als solcher geboren. Ich, der ja immer schon an Schicksal und Bestimmung geglaubt hat, fühlte sich dann der letzten Zweifel beraubt. Ich werde jetzt nicht anführen wer da alles schon dabei war und will mich auch nicht über die Rituale und Eindrücke auslassen, aber, wie auch bei ADHD und der Medizin wird es jetzt den Faktor Freimaurerei und Anatomie in diesem Tagebuch öfter geben. Es ist ein Schritt in eine neue Werteperspektive, will ich mal sagen (dass mit dem „mal“ nervt mich immer noch). Hier ein Excerpt, was das denn so ist, für mich, den groben Stein behauenden Lehrling: Was ist Freimaurerei?
Daheim ist sie Güte,
im Geschäft ist sie Ehrlichkeit,
in Gesellschaft ist sie Höflichkeit,
bei der Arbeit ist sie Anständigkeit!
Für den Unglücklichen ist sie Mitleid,
für den Schwachen ist sie Hilfe,
für den Starken ist sie Vertrauen.
Dem Gesetz gegenüber ist sie Treue,
gegen das Unrecht ist sie Widerstand.
Beim Reuigen ist sie Verzeihen,
für den Glücklichen ist sie Mitfreude.
Vor Gott ist sie Ehrfurcht und Liebe. Daran muss ich wachsen, Gnothi seauton. Unser Anatom der Woche war einer der renommiertesten Anatomen des 19 Jhdts, Luschka.
Luschka, Hubert (1820-1875) deutscher Anatom und fleissiger Forscher. Ich ratter die jetzt mal runter, Glomus coccygeum, Ramus meningeus nervi spinalis, Tonsilla pharyngealis, Apertura lateralis ventriculi quarti, das Puzzle wäre nicht komplett wenn hier nicht die deutschen namen dazu kämen, Luschka-Nerv, die Luschka-Mandel, das Luschka Foramen und das Luschka-Gelenk. Als Glomus coccygeum, oder auch Steißbeinknötchen, Steißknäuel, Luschka’s Glomus bezeichnet man einen rudimentären Gefäßplexus in einer Rinne der unteren Coccygealwirbel des Os coccygis. Es wird von einem Endast der Arteria sacralis mediana mit Blut gespeist. In den meisten Fällen ist er um die 4mm groß oder kleiner.
Das Glomus coccygeum ist im Vergleich zu seiner Umgebung eher derb und kann leicht gräulich imponieren. Da es in lockeres Bindegewebe und Fettgewebe eingebettet ist, kann es meist leicht identifiziert werden.
Oft kommt es zur Ausbildung kleiner Nebenknötchen.
Das Gefäßknäuel ist umkapselt und von reichlich fibrillärem Bindegewebe umgeben. Es kann auch in mehrere Gebilde unterteilt sein. Im Bindegwebe finden sich einzelne Nervenfasern.
Im Gegensatz zum normalen Bau eines Blutgefäßes, zeigt sich beim Glomus coccygeum keine wirkliche Muskelschicht (Muscularis). Stattdessen befinden sich dort Zellen, die dicht gestaffelt aneinanderliegen. Diese Glomuszellen sind wohl Abkömmlinge glatter Muskelzellen und vermutlich an der Thermoregulation des Körpers beteiligt.
Die Glomuszellen sind eher klein und zeigen einen mäßigen Zytoplasmagehalt.
Die Ramus Meningeus nervi spinalis oder auch Luschka-Nerven, zweigen sich außerhalb des Wirbelkanals in verschiedene Äste auf:
Ramus anterior (auch: Ramus ventralis)
Ramus posterior (auch: Ramus dorsalis)
Ramus communicans albus
Ramus communicans griseus
Ramus meningeus
Der Ramus meningeus ist ein rückläufiger Ast der Spinalnerven, der die Meningen, die Zwischenwirbelgelenke, das Periost (Knochenhaut) des Spinalkanals und den hinteren Anteil des Anulus fibrosus disci intervertebralis des jeweiligen Rückenmarkssegmentes sensibel versorgt.
Die Tonsilla pharyngea ist ein unpaares lymphatisches Organ, das im Epipharynx (Rachendach) lokalisiert ist. Die Tonsilla pharyngea ist zu unterscheiden von der Tonsilla palatina (Gaumenmandel), die paarig angelegt ist.
Die Tonsilla pharyngea besteht aus lymphatischem Gewebe mit zahlreichen Lymphfollikeln und ist Teil des Waldeyerschen Rachenrings. Sie liegt wie die Tonsilla lingualis unpaarig vor. Ihr Gewebe ist von zahlreichen seromukösen Drüsen durchzogen, die in flache Buchten auf der Oberfläche der Tonsille münden. Letztere ist mit dem für die Atemwege typischen respiratorischen Flimmerepithel überzogen.
Die Tonsilla pharyngea ist Teil des Immunsystems und dient der Infektabwehr. Sie stellt eine Barriere für Krankheitserreger dar, die z.B. über die Nasenschleimhaut in den Rachen gelangen.
In der Kindheit kann die Tonsilla pharyngea zum Ausgangspunkt adenoider Vegetationen (Adenoide) werden, die man umgangssprachlich als „Polypen“ bezeichnet.
Als Aperturae laterales ventriculi quarti bezeichnet man zwei laterale Öffnungen des vierten Hirnventrikels in den Subarachnoidalraum.
Die Aperturae laterales entspringen unterhalb der unteren Kleinhirnstiele (Pedunculi cerebellares inferiores). Sie bilden die Austrittsstelle der sich als Bochdalek-Blumenkörbchen in den Subarachnoidalraum vorbuckelnden Plexus choroidei.
Die Aperturae laterales ermöglich gemeinsam mit der Apertura mediana die Kommunikation der Hirnventrikel mit dem Subarachnoidalraum.
In der englischsprachigen Literatur wird das Foramen dem Stockholmer Anatomen Ernst Axel Henrik Key und Retzius (1832-1901) zugesprochen und als Key-Retzius-Öffnung bezeichnet.
Die Uncovertebralgelenke sind kleine, sekundäre Gelenke zwischen den Wirbelkörpern der Halswirbelsäule.
Die superiore Fläche eines Halswirbelkörpers ist wie eine Wanne geformt. Sie weist an den Seiten kleine Ausläufer nach oben auf, die man als Processus uncinati bezeichnet. Sie umschließen die untere Fläche des darüber liegenden Wirbelkörpers. Durch dieses „Umschließen“ entsteht eine direkte Gelenkverbindung zwischen den beiden Wirbelkörpern. Mit der Ausbildung der Processus uncinati kommt es zu korrespondierenden Spaltbildungen im Bereich der Zwischenwirbelscheiben („Uncovertebralspalten“), die als funktionelles Gegenstück der Uncovertebralgelenke angesehen werden.
Uncovertebralgelenke sind nur bei Erwachsenen nachweisbar, nicht jedoch bei Kindern. Ihre Bedeutung wurde zunächst kontrovers diskutiert.
Und lassen wir nun der Arteria testicularis ihren gebogenen Lauf, kommen wir zur Untersuchung des Bewegungsapparates, letztes Mal die Palpation der Schulterknochen und nun die Funktionsprüfung, die Neutral-Null-Methode.
Die Neutral-Null-Methode, kurz NNM, ist ein orthopädischer Index, der die Beweglichkeit (Motilität) eines Gelenkes angibt.
Die Beweglichkeit wird als dreistelliger Code ausgedrückt, wobei die Bewegung von der Neutral-Null-Stellung aus in Winkelgraden angegeben wird. Somit kann jede Bewegung und auch jede Bewegungseinschränkung eindeutig angegeben werden.
Die erste Ziffer beschreibt immer eine Bewegung, die vom Körper wegführt, also Extension, Abduktion, Pronation, Retraktion, Ulnarabduktion, Elevation, Retroversion oder Horizontalextension.
Die zweite Ziffer ist meistens eine Null und bedeutet, dass das Gelenk die Normal-Null-Stellung einnehmen kann. Trifft dies nicht auf das Gelenk zu, so steht die Null entweder vor dem Wert der minimalen Beugung oder nach dem Wert der minimalen Streckung (bei den anderen Bewegungsrichtungen analog dazu)
Die dritte Ziffer beschreibt Bewegungen zum Körper hin, wie Flexion, Adduktion und Supination.
Es existiert aber kein verbindlicher Standard, so dass das Bewegungsausmaß auch andersherum angegeben werden kann. Sollte ein Gelenk mehrere Bewegungsachsen haben, so wird für jede ein eigener Code angegeben.
Die Referenzwerte für das Hüftgelenk lauten:
Extension/Flexion: 10-0-120
Abduktion/Adduktion: 45-0-30
Außenrotation/Innenrotation: 50-0-40
Die Referenzwerte für das Kniegelenk lauten:
Extension/Flexion: (5-10)-0-130
Exorotation/Endorotation (bei gebeugtem Knie): (30-40)-0-10
Die Referenzwerte für das obere Sprunggelenk lauten:
Dorsalextension/Plantarflexion : 20 bis 30-0-40 bis 50
Beim kontrakten Spitzfuß kann die Beweglichkeit wie folgt eingeschränkt sein:
Dorsalextension/Plantarflexion: 0-20-40
Die Nullstellung wird also hier nicht erreicht. Es sind nur Bewegungen von 20° innerhalb der Plantarflexion möglich.
Die Referenzwerte für das Schultergelenk sind:
Abduktion/Adduktion: 180-0-20 bis 40
Bei einer fiktiven Einschränkung der Abduktion/Adduktion von 180-90-0 wäre nur eine Bewegung von 90° möglich, nämlich den Arm aus der senkrechten Hebung in die waagerechte Position zu bringen.
Abschliessend behandeln wir die Gallenblase, Vesica billeares, auch eines meiner Prüfungsthemen gewesen, überhaupt wollte mich der Gute mit dem Coelliacalen Strunk gut quälen, hab aber alle Abgänge gewusst, sehr zu seinem Verdruss, Lord Helmchen. Die Gallenblase dient als Speicherorgan für maximal 30-80 ml Galle. Durch den Entzug von Wasser wird die Galle eingedickt und kann damit vermehrt gespeichert werden.
Die Gallenblase ist birnenförmig und liegt an der Unterseite der Leber in der Fossa vesicae felleae. Sie ist mit der Facies visceralis der Leber durch feste Bindegewebszüge (Teile der Glisson-Kapsel) verbunden. Die dem Darm zugewandte Seite ist mit Peritoneum überzogen. Sie ist etwa 8 cm lang und 4-5 cm breit. Sie wird unterteilt in
Fundus vesicae biliaris (Gallenblasenboden)
Corpus vesicae biliaris (Gallenblasenkörper)
Collum vesicae biliaris (Gallenblasenhals)
Im Gallenblasenhals und im Ductus cysticus liegt eine spiralige Schleimhautfalte, die Plica spiralis (Heister-Klappe), die als Verschlussapparat dient und den Abfluss der Galle verhindert.Die Gallenblase wird durch die Arteria cystica arteriell versorgt. Diese stammt aus dem Ramus dexter der Arteria hepatica propria. Die gleichnamigen Venen münden im Ligamentum hepatoduodenale in die Pfortader.
Die Gallengänge und die Gallenblase werden vom Plexus hepaticus, der aus dem Plexus coeliacus gespeist wird, vegetativ innerviert. Die hormonell induzierte Kontraktion der Gallenblasenmuskulatur und die Erschlaffung des Verschlussapparates werden durch die autonome Stimulation der Gallenblase bzw. Gallenwege verstärkt. Der Plexus hepaticus enthält zudem auch afferente Schmerzfasern. Zusätzlich verlaufen weitere Schmerzafferenzen aus dem Peritoneum über der Gallenblase im rechten Nervus phrenicus aus dem Plexus cervicalis. Dies ist auch der Grund, wieso Schmerzen im Bereich der Gallenblase auch in die rechte Schulter projizieren können (Dermatom C4).
Die Gallenblase kann bei Vergrößerung getastet werden. Sie befindet sich unterhalb des Leberrandes, medial der Klavikularlinie und tritt atemabhängig unter dem rechten Rippenbogen hervor.
Klinische Zeichen bei der Palpation sind das Murphy-Zeichen und das Courvoisier-Zeichen.
Die Gallenblasenwand besteht aus der Tunica mucosa, die ein einschichtiges hochprismatisches Epithel mit zahlreichen Mikrovilli besitzt. Die Epithelzellen produzieren einen glykoproteinhaltigen Schleim, der die Tunica mucosa vor der Galle schützt. Charakteristisch sind die starken, gelegentlich bis zur Tunica muscularis reichenden Einfaltungen der Schleimhaut, die je nach Dehnungszustand ein unterschiedliches Bild aufweisen (Rokitansky-Aschoff-Krypten). Oft sind sogenannte Schleimhautbrücken erkennbar.
Eine Lamina muscularis mucosae und eine Tela submucosa fehlen.
Die Tunica muscularis besteht aus scherengitterartig geflochtenen Muskelzellen.
Die bindegewebige Lamina subserosa bildet einen fließenden Übergang zur Capsula fibrosa (Glisson-Kapsel) der Leber.
Die Tunica serosa bedeckt die Bereiche, die nicht mit der Leber verwachsen sind.
4 Physiologie[bearbeiten]
Die Galle, die in der Leber gebildet wird, gelangt über den Ductus hepaticus communis und den Ductus choledochus zum Duodenum. Wird die Einmündungsstelle durch den Musculus sphincter ampullae hepatopancreaticae geschlossen, so kann die Galle nicht in den Darm abfließen und wird über den Ductus cysticus in die Gallenblase geleitet und hier gespeichert. Eine Entleerung der Gallenblase erfolgt durch Kontraktion der Wandmuskulatur. Die Kontraktion wird durch das von den endokrinen Zellen der Darmwand produzierte Hormon Cholecystokinin-Pancreozymin (CKK) und durch Acetylcholin aus parasympathischen Fasern des Nervus vagus angeregt.
Die häufigste Erkrankung der Gallenblase ist das Gallensteinleiden (Cholelithiasis). Es entsteht durch eine Störung im Cholesterinstoffwechsel und tritt bei ca. 15 % der Erwachsenen auf. Gallensteine können eine Gallenkolik verursachen. Da habt Ihr jetzt ja was zu tun, eine schöne Woche

Lust, die liebe Lust

15. Januar 2018 geschrieben von Drdoliddle
Bald Freimaurer

Bald Freimaurer, die nächste Tür?

Lust, nein, Lust hab ich noch keine. In den Tag schlafen und hybernieren bis die Sonne endlich wieder kommt. Dann hab ich mir noch ein paar Bilder von Nordgriechenland angesehen, Mannomann ist es da schön. Tebartz van Elst, wo habe ich den Namen nur schon Mal gehört. Ach ja, der Pfarrer mit der goldenen Wanne. Recht hat er. Wenn er schon nicht mit den Geschöpfen Gottes dann doch wenigstens mit Mammon. So, der hat aber gar nichts mit dem Buch zu tun, keine Verwandtschaft oder gleichen. Harter Tobak, ist bislang noch gar nicht so auf ADHD eingegangen und ich bin schon bei 116 von 164 Seiten. Das war die Empfehlung zum Thema eines befreundeten Psychiaters. Auf das nächste treffen freue ich mich. Was haben wir diese Woche denn so gehabt. Dissektion meines iberischen Wildschweinschinkens und kompletter Verzicht auf Spirituosen aller Art, eigentlich wie jedes Jahr. Mein Rücken bringt mich immer noch um den Verstand und von der Reha noch nichts gehört. Die dysexekutive Hypothese zum Autismus geht von der Beobachtung aus, das Menschen mit Autismus oft Schwierigkeiten haben. 10 Tage lese ich das nun schon. Es wird immer klarer, dass man eigentlich nichts darüber weiß und sich Gedanken macht, wie man es Schlüsseln kann. In dem neuen ICD 11 oder dem DSM 5. Es kamen schon Ratschläge, ich solle doch ein paar Monate nach USA gehen, dort würde ich dann die Fortschritte erfahren und mit nach BRD mitnehmen können. Echt jetzt. Nord Korea, das hätte mich überrascht. Ich bekomme noch paoxysmalen Lagerungsschwindel, bin dann wohl doch als Kind fallen gelassen worden. Immer engere Zeit- und Verhaltensnormierungen lassen immer mehr biologisch Gesunde als Gestörte erscheinen, die dann als erwünschte Nebenwirkung manchen Sparten des Medizinbetriebs als neue Kunden zugeführt werden. Na gut, 50 gute Seiten und die vermutlichen Parallelen können es ja auch golden Beschreiben, wenn gut. Die rsten Wochen sind also durch, habe keine guten Vorsätze, bin mit den schlechten ja noch garnicht durch. Wir machen uns jetzt über den Anatomen der Woche her, der Lugaro.
Lugaro, Ernesto (1870-1940) italienischer Psychiater und Namensgeber der Lugaro-Zellen oder Neuron fusiforme horizontale corticis cerebelli, das sind Nervenzellen des Kleinhirns mit inhibierender Funktion. Lugaro-Zellen liegen im Stratum granulosum direkt unter den Purkinje-Zellen. Es handelt sich um inhibierende Interneurone mit spindelförmigen Perikaryon, deren Längsachsen parallel zur Purkinje-Zellschicht laufen. Mit den Axonen der Purkinje-Zellen bilden sie Synapsen. Axone der Lugaro-Zellen können entweder ins Stratum moleculare aufsteigen oder in die Substantia alba deszendieren. Von der weißen Substanz steigen sie wohl wieder auf und kontaktieren Korb- und Sternzellen des Stratum moleculare. Umgekehrt kommen auch Informationen aus den Axonen der Purkinje-Zellen in den Lugaro-Zellen an. Die Axone der Lugaro-Zellen haben wahrscheinlich nur Kontakte zu inhibierenden Neuronen des Kleinhirns wie Stern-, Korb- und Golgi-Zellen.
Die Lugaro–Zellen verschalten verschiedene Neuronengruppen mit den Purkinje-Zellen und haben eine wesentliche Bedeutung für die Funktion des Kleinhirns. Die Synapsen der Lugaro-Zellen mit den Purkinje-Zellen sind nur unter bestimmten Bedingungen aktiv. Die Anwesenheit von Serotonin scheint dabei eine zentrale Rolle zu spielen.
So, bleiben wir auch dieses Jahr unserer Linie treu und gehen zum Heilpraktiker über. Hier, der Verdauungskanal. Wir hatten das letzte Woche schon ziemlich datailliert, ich hatte natürlich überlesen, das ein Teil meines anderen Artikels nicht die Embryologie berücksichtigte und so ist der Hinterdarm natürlich nicht der Mastdarm. Als Hinterdarm bezeichnet man in der Embryologie einen Teil des Verdauungstraktes, der vom linken Drittel des Colon transversum bis zur Kloake reicht.
Der Hinterdarm endet zunächst blind in der Kloake und ist durch die Membrana cloacalis von der ektodermalen Afterbucht, dem Proctodaeum getrennt. Sein Ende ist mit der Allantois und dem Ductus mesonephricus Verbunden. Anders als beim Mitteldarm erfolgt hier keine Darmdrehung, statt dessen wird dieser Teil durch den aus dem Nabelzölom rückkehrenden Mitteldarm auf die linke Seite verdrängt. Wir bleiben aber bei unserem Verdauungskanal auf dem Niveau des Heilpraktikers, seine Aufgabe, die Nahrung enzymatisch aufzuschließen und in aufnahmebereite Baustaiene zu spalten, damit sie vom Körper aufgenommen werden können. Wissen müssen wir an dieser Stelle nur, dass die Nahrung mechanisch zerkleinert wird, vermischt und aufgeschlossen durch die Peristaltik weiterbewegt dem Verdauungsprozess bereitgestellt wird. Zum Schluß wird noch die Flüssigkeit entzogen und der Rest ausgeschieden.
Jetzt sind wir schon bei der Untersuchung des Bewegungsapparates, Untersuchung der Schulter, die Palpation. Durch das Klopfen der uns bekannten Strukturen achten wir auf Schmerzhaftigkeit und eventuelle Verhärtungen. Wenn man das so beschreibt ist es so viel länger, als wenn man es dann durchführt. Das war es für diese Woche, eine schöne Woche Euch allen.

Gnothi seauton- Erkenne Dich selbst

8. Januar 2018 geschrieben von Drdoliddle
Gnothi seauton

Gnothi seauton

Eben habe ich einen spannenden Artikel gelesen. Endoproteasen und Endopeptidasen zur Erkennung von Bakterienbefall, dass ist ja mal eine geile Erfindung. Kaugummi der mit Peptidsequenzen belegt ist, die bei Bakterienbefall und in Zukunft wohl auch Streptokokken und Virenbefall von den Endopeptidasen zerschnitten wird und dabei einen Bitterstoff freisetzt. Endopeptidasen sind zur Gruppe III der EC-Klassifikation gehörige Enzyme, die die hydrolytische Spaltung von Peptidbindungen im Inneren einer Peptidkette katalysieren und damit Peptide in kleinere Fragmente zerlegen, die von Exopeptidasen in einzelne Aminosäuren aufgeschlossen werden können. Bedeutende Vertreter der Endopeptidasen sind Pepsin, Trypsin, Plasmin oder Chymotrypsin. Herr erleuchte mich, wie geht das chemisch. Bakterienenzyme? Klingt gut, verstanden hab ich es aber nicht. Bleiben wir lieber noch ein wenig bei meinem neuen, alten Baby. Der psychopathologisch oft nicht klar verwertbaren Persönlichkeitsstruktur und seine eventuell die sich daraus ergebenden dysfunktionalen Konsequenzen. Ihr wisst schon, die häufig angesprochene neuronale Entwicklungsstörung ADHD oder ADS. In Ermangelung an ätiologischem Erkenntnisgewinn durch diagnostische Innovationen, muss die Beobachtung zur Feststellung veränderter Persönlichkeitseigenschaften mit seinen Konsequenzen für den Betroffenen gedeutet werden. Aber zu welchem Massstab. Was ist denn nun normal, was ist die Persönlichkeit, wann, oder besser ab wann gelten Symptome und Eigenschaften als pathologisch. Ist es überhaupt eine Entwicklungsstörung, oder nur eine andere Entwicklung anstelle einer neuropsychiatrischen Erkrankung. Erst durch das Erkennen des Umstandes pekuliärer Eigenschaften einer Persönlichkeit kann das Verhalten verziehen werden- Sei sie autistisch oder holistisch (eine nicht vollständige Erklärbarkeit des Ganzen aus den Eigenschaften seiner Teile) ist sie das Instrument, mit dem die Melodie des Lebens gespielt wird, ob man will oder nicht. Weiter bin ich noch nicht.Kommen wir nun zum Anatomen der Woche, dem Lubarsch.
Lubarsch, Otto (1860-1691) deutscher Pathologe und Entdecker des Lubarsch-Kristalloids. Als Lubarsch-Kristalloid bezeichnet man eine von mehreren kristalloiden Strukturen im Zytoplasma in der Nähe des Zellkerns von Spermatogonien des Typ A.
Das spermatogoniale Kristalloid von Lubarsch findet sich im Zytoplasma in der Nähe des Kerns, ist stabförmig und erscheint unter dem Elektronenmikroskop mit maximalen Abmessungen von 7 × 1,4 μ. Die Kristalloide bestehen aus dicht gepackten Filamenten in paralleler Anordnungen von mit 80-130 Å. Auf makromolekulärer Ebene unterscheiden sie sich von den in den Sertoli-Zellen befindlichen Kristalloiden Strukturen. Eine metabolische Funktion wird diskutiert. Fast klingt es schon wie meine mündliche Prüfung, denn da ging es in der Organeprüfung auch erst um Darm und plötzlich bekam ich noch die Hoden rein geschmissen, nun andersherum machen wir jetzt den Verdauungskanal, natürlich nicht auf mikroskopischer Ebene.
Unter dem Begriff Verdauungstrakt werden die Organe bzw. Organsysteme zusammen gefasst, die der Aufnahme, der Verkleinerung, dem Weitertransport und der Resorption der Nahrung dienen.
Im klinischen Sprachgebrauch wird der Begriff häufig auch synonym mit „Gastrointestinaltrakt“ verwendet, obwohl letzterer streng genommen nicht den Kopfteil des Verdauungstraktes (Mundhöhle, Zunge etc.) einbezieht. Hier der Weg der Nahrung:
Mundhöhle und Zunge
Zähne und Zahnhalteapparat
Oropharynx
Speicheldrüsen
Ösophagus
Magen
Dünndarm
Duodenum
Jejunum
Ileum
Anhängende Drüsen
Pankreas
Leber
Gallenblase
Dickdarm
Caecum
Colon
Sigmoid
Rectum
Anus
In der Embryologie wird der Verdauungstrakt in folgende Abschnitte unterteilt:
Kopfdarm (oberer Vorderdarm)
Mundhöhle
Pharynx
Rumpfdarm
unterer Vorderdarm
Mitteldarm
Mastdarm
Wie Ihr seht, handelt es sich um ein durchgehendes Rohr vom Mund bis zum Anus. Der enzymatisch durch Speichel vorbereitete und durch die Zähne zerkleinerte Speisebrei gelangt über die Mundhöhle im Schluckakt in den Mundrachenraum, über den Kehlkopfraum, über die Speiseröhre in den Magen. Dort wird durchgemischt bis der Chymus vom Pförtner (Pylorus) in den Dünndarm übergeben wird. Mehrere Meter folgen, Zwölffingerdarm, Leerdarm und Krummdarm, dann wieder eine Klappe (Bauhinnsche Klappe) die Ileozökalklappe. Siphonartig hängt da der Blinddarm mit seinem Wurmfortsatz dran und es geht wieder Aufwärts im Dickdarm, aufsteigender Teil, unter der Leber vorbei der Querliegende und dann der absteigende Anteil des Dickdarms genannt. Jetzt nochmal eine S-förmige Schlenkerei, wieder Ringverschluss, Ampullar Recti, gasdichter Verschluß und raus ist der Sch…. Sollte man eigentlich gleich eine schöne Geschichte draus machen. Aber nicht heute.
Im letzten Teil kommt wieder die Untersuchung des Bewegungsapparates, erstmal die Schultern. Zuerst die Inspektion des Schultergürtels, seine Symetrie, geführte und auch selbstständig ausgeführte Bewegungen nach unseren Kenntnissen der Anatomie und eine Palpation der knöchernen Strukturen. Angaben über Schmerzen, Dermatomausfälle werden dann Rückschlüsse geben können. Jetzt aber ab in die schöne Woche

Frohes neues Jahr

1. Januar 2018 geschrieben von Drdoliddle
Und etzt gekämpft

Und jetzt gekämpft

Vor drei Monaten haben wir gewählt. Bis jetzt sind wenigstens schon mal die Diäten erhöht. Erst mal mehr verdienen, dann entscheiden ob und was und vor allem mit wem und für wen, wenn überhaupt, gearbeitet wird. Das mit den Diäten wird bei vielen jetzt ja auch im neuen Jahr ein Thema sein. No Carbs. Meine Güte, wie kann man in den festlichen Tagen nur so zulegen. So Leute, schleicht Euch schön ins neue Jahr, auf das Alte wird der Deckel drauf gemacht. Altlasten sollten keine mitgekommen sein, auch wenn da noch dieser eine kleine Blitzer war, aber wir beginnen 2018 mit Freude und vielen neuen Freunden. Gute Wünsche an die Fremden, wenn ich darf, mache ich auch dieses Jahr noch weiter. Unser Anatom des Jahres ist der Lower.
Lower, Richard (1631-1691), britischer Anatom und Namensgeber des Tuberculum intervenosum atrii dextrii, auch gerne reduziert zum Tuberculum intervenosum, dem Lower‘s tubercle. Als Tuberculum intervenosum bezeichnet man eine kleine Vorwölbung auf der Hinterseite des rechten Herzvorhofs (Atrium cordis dextrum), direkt zwischen der Vena cava superior und Vena cava inferior. So haben wir das Jahr schon einmal mit Herz begonnen.
Wir machen auch noch etwas weiter. Mit der Hämolyse, was unser Herz durchfließt. Unter Hämolyse versteht man die Auflösung von Erythrozyten durch Zerstörung der Zellmembran mit Übertritt von Hämoglobin in das Plasma. Das entsprechende Adjektiv lautet hämolytisch.
Hämolysen können durch verschiedene Grunderkrankungen, durch mechanische Prozesse oder genetische Dispositionen entstehen. Zu den Ursachen zählen:
Physiologische Hämolyse (Erythrozytenalter)
Mechanische Überbeanspruchung (extrakorporaler Kreislauf, Herzklappenersatz)
Thermische Schädigung (Erhitzung)
Osmotische Schädigung (hyper- oder hypoosmolare Flüssigkeiten)
Immunreaktion gegen Membranbestandteile (Rhesusinkompatibilität)
Toxische Zerstörung (Schlangengift)
Parasiten (Malaria)
Bakterielle Enzyme (Streptokokken , vgl. Blutagar)
Strukturelle Minderwertigkeit (Sichelzellenanämie)
Eine Hämolyse kann innerhalb des Gefäßsystems (intravasal) oder außerhalb des Gefäßsystems (extravasal) auftreten, z.B. bei einem (Hämatom) oder Abbau der Erythrozyten im Retikulo-endothelialen System.
Hämolyse kann auch ex vivo auftreten, z.B. durch unsachgemäße Blutentnahme (Scherkräfte bei Anwendung von zu hohem Sog), unkontrollierte Erwärmung beim Versuch, einen Warmtransport durchzuführen, oder Einfrieren von Vollblut.
Diese Handhabungsfehler kommen auch bei Erythrozytenkonzentraten in Frage. Erythrozytenkonzentrate müssen deshalb vor der Transfusion optisch auf Hämolyse geprüft werden (lackartige Verfärbung).
Durch die Hämolyse werden Erythrozyten zerstört und Hämoglobin sowie andere zytoplasmatische Bestandteile (vor allem Lactatdehydrogenase und Kalium) freigesetzt und im Blut nachweisbar.
In der Konsequenz kann es – je nach Ausmaß der Hämolyse – zu Anämie, Ikterus und Hämoglobinurie mit den entsprechenden Folgen (z.B. Crush-Niere) kommen. Eine fortdauernde Hämolyse, die nicht durch Erythropoese kompensiert werden kann, führt zum Krankheitsbild der hämolytischen Anämie.
Eine Hämolyse kann durch Bestimmung einiger labormedizinischer Werte nachgewiesen werden. Die zu bestimmenden Werte umfassen:
LDH
Haptoglobin
indirektes Bilirubin
Kalium (bei massiver Hämolyse)
freies Hämoglobin im Serum
Das Serum kann nach Zentrifugation einfach optisch auf Verfärbung geprüft werden. Im Urin kann eine Hämoglobinurie nachgewiesen werden (Erythrozyten-Testfeld des Urinteststreifens). Bei reaktiv gesteigerter Blutbildung ist außerdem die Retikulozytenzahl erhöht.
In der Labormedizin ist Hämolyse ein bekanntes präanalytisches Problem. Hierbei ist zu unterscheiden, ob es sich um echte, pathologische Hämolyse oder ein Artefakt handelt.
Die Zerstörung von untergemischten Erythrozyten in bakteriellen Nährböden macht man sich bei der Erregerdifferenzierung von zu Nutze.
Bekanntestes Beispiel sind die Streptokokken. Aufgrund des Wachstumsverhaltens auf Blutagar unterscheidet man drei Formen der bakteriellen Hämolyse:
Alpha-Hämolyse
Beta-Hämolyse
Gamma-Hämolyse.
Und da sind wir auch schon bei der letzten Untersuchung, der des Bewegungsapparates. Der

Betreute Musik

Betreute Musik

, kurz HWA, ist eine klinische Messgröße, die im Rahmen der Diagnostik der Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) eingesetzt wird.
Der Hinterkopf-Wand-Abstand wird gemessen, in dem sich der stehende Patient mit dem Rücken an eine Wand anlehnt. Bei normaler Stellung und Beweglichkeit der Wirbelsäule, insbesondere der Halswirbelsäule sollte es möglich sein, mit dem Hinterhaupt (Okziput) die Wand zu berühren. Eine Vergrößerung des Abstands (> 0 cm) gilt als pathologisch und stellt einen typischen Befund bei der Spondylitis ankylosans dar.
So, einen schönen Beginn des Jahres 2018

Was man sich wünscht

26. Dezember 2017 geschrieben von Drdoliddle
Mit dem Weihnachtsmann

Mit dem Weihnachtsmann

Was wünschte ich mir. Ich kann mir eigentlich Alles wünschen, es ist ja immer die Frage, wer es einem gibt, oder aber man es sich selbst besorgen kann. Wunschlos Glücklich. Glück ist doch nur so ein Wort. Gesund, ja, das wäre schon schön. Hat man aber selbst wenig und andere noch weniger Einfluss. Also Wünsche ich mir was ich will. Meinem Sohn zeige ich oft das Haus mit den drei Kronen. Da möchte ich gerne meinen Preis bekommen. Das ist auch so schick von innen. Aber die Entdeckungen sind Elementar. Was kann ich dafür tun. Viel Weihnachten einfach nur wollen. Soll der Moment kommen, wird er das. Darauf freue ich mich schon. Geschenke dieser Weihnachten, ich habe doch alles. Lächeln in der früh, kaum Hunger den ich nicht zu stillen vermag und im Vergleich zu anderen Orten der Welt, es ist alles da. Auch mein Sohn, den ich weiter gebe, der hoffentlich auch sehr alt werden kann und dem es nicht schlechter geht als mir. Er könnte nur etwas öfter bei mir sein, das wird sich sicher schon finden. Was machen wir nun, kurz vor Weihnacht. Unser Anatom der Woche schon und ein neues Buch, das ich mir gerade bestellt habe, zwischen Normvariante, Persönlichkeitsstörung und neuropsychiatrischer Krankheit, Autismus und ADHS. Tebartz van Elst hat es geschrieben, ist aber nicht der mit dem schönen Kloster. Sicher eine der spannendsten Fragen der Neuzeit, was ist normal, was ist Persönlichkeit und was die Abweichung, von was eben. Aber erst gehen wir mit dem Anatomen der Woche los. Es passt ja wieder alles zusammen. Ludovici.
Ludovici, Pierre Charles Alexander Louis (1787-1872) französischer Lungenarzt und Namensgeber des Angulus Ludovici, uns besser bekannt als der Angulus sterni. (Wegen sterni meinte ich jetzt, passt das zur Weihnacht). Der Angulus sterni ist der stumpfe Winkel zwischen dem Manubrium und dem Corpus des Brustbeins (Sternum) in der Sagittalebene. Die Gelenkfläche für die 2. Rippe (Incisura costalis secunda) befindet sich auf dieser Höhe.
Jetzt muss ich sagen, ich habe auch schon Strukturen gefunden, die so noch keinen Namen haben. Aber wie bekommt man denn da seinen Namen hin. Schwieriger als bei den Planeten. Und besser noch, wenn er denn auch in der Literatur bleibt, wie der Bochdalek. Fange schon wieder an zu Jammern. Kommen wir ganz schnell zur Untersuchung der Wirbelsäule, Finger-Boden Abstand war das letzte Mal, kommen wir jetzt zur Untersuchung der Beweglichkeit der Halswirbelsäule. Kinn-Jugulum-Abstand. Als Kinn-Jugulum-Abstand bezeichnet man die Untersuchungsmethode zur Feststellung der Beweglichkeit der Halswirbelsäule.
Der Patient wird bei geradem Stand aufgefordert, sein Kinn zum Brustbein zu bewegen.
Bei uneingeschränkter Beweglichkeit berührt das Kinn das Brustbein.
Bei Erkrankungen wie Morbus Bechterew, rheumatoider Athritis oder Affektionen der Halswirbelsäule vergrößert sich dieser Abstand. Da werde ich noch eine Zusammenfassung machen, denn die ganzen Untersuchungen gehen in einem durch und sollten auch nicht bei Traumapatienten durchgeführt werden. Auch muss man sich Frage stellen, was man denn mit den erhaltenen Daten anstellen will, geben sie doch nur selten eine Ursache preis. Datensammelwut habe ich da schon gelesen. Schließen wir heute noch mit den Erys ab.
Als Erythrozyten bezeichnet man die scheibenförmigen zellulären Elemente des menschlichen Bluts, die den Blutfarbstoff Hämoglobin enthalten.
Erythrozyten sind Zellen ohne Organellen, die aufgrund des fehlenden Zellkerns (Nucleus) nicht mehr zur Zellteilung fähig sind. Die gelegentlich noch Reste von Kernmaterial enthaltenden frühen Erythrozyten bezeichnet man als Retikulozyten.
Die Zellen haben eine bikonkave, abgeplattete Form mit einen Durchmesser von rund 7,5 µm und einer Dicke von ca. 2,5 µm (Normalverteilung nach der Price-Jones-Kurve). Sie enthalten weder ein endoplasmatisches Retikulum noch Ribosomen oder Mitochondrien. Der Energiegewinn erfolgt über anaerobe Glykolyse. Hauptbestandteil der Erythrozyten ist das Protein Hämoglobin, das ihnen ihre charakteristische rote Farbe verleiht und für den Sauerstofftransport verantwortlich ist. Die Hämoglobinmenge im Zytosol eines einzelnen Erythrozyten beträgt zwischen 28 und 36 Pikogramm (MCH). Jeder Erythrozyt enthält damit rund 280 Millionen Hämoglobinmoleküle.
Die spezielle Form der Erythrozyten vergrößert die Oberfläche der Zellen und verbessert dadurch den Gasaustausch. Zusätzlich wird die Flexibilität verbessert, was den Erythrozyten ermöglicht, durch Kapillaren zu wandern, deren Durchmesser kleiner ist als sie selbst. Im Falle des Passierens enger Kapillaren können sich Erythrozyten verformen oder im Rahmen der Pseudoagglutination zu sogenannten Rouleaux zusammenlagern, um die Gefäße zu passieren.
Ein unter der Zellmembran befindliches und in diese einstrahlendes dichtes strukturgebendes Netz von Filamenten, das erythozytäre Zytoskelett, ermöglicht das Aufrechterhalten der bikonkaven Form. Einige Proteine, etwa Spektrin oder Ankyrin, sind für die Struktur essentiell.
Erythrozyten können neben der typischen bikonkaven Form auch in davon abweichender Gestalt vorliegen. Einige Formvarianten sind im Folgenden aufgeführt:
Akanthozyt: Stachelzelle bei gestörten Phospholipidmetabolismus
Anulozyt: Ringform bei hochgradigen Anämien
Dakryozyt: Tränenförmiger Erythrozyt (tear drop cell)
Diskozyt: Bikonkave Scheibenform im strömenden Blut
Echinozyt: Stechapfelform in hypertonen Lösungen
Fragmentozyt: Abnorme Zellform infolge intravasaler Hämolyse
Makrozyt: Vergrößerung bei Makrozytose, Perniziosa oder Folsäuremangel
Megalozyt: Vergrößerung bei megaloblastärer Anämie
Mikrozyt: Verkleinerung bei Eisen- oder Hämoglobinmangelerkrankungen
Mikrosphärozyt: Kleine, kugelförmige Erythrozyten bei Kugelzellenanämie
Poikilozyt: Abnorme Formgebung bei Perniziosa, Eisenmangelanämie oder Knochenmarkschädigungen
Schistozyt: Abnorme Zellform aufgrund mechanischer Schädigung
Sichelzelle: Formveränderung bei Sichelzellanämie
Sphärozyt: „Aufgeblähte“ Kugelform in hypotonen Lösungen
Stomatozyt: Gefaltete Napfform beim Passieren enger Kapillaren
Targetzelle: Ringförmige Anordnung des Hämoglobins bei Thalassämien, toxischen oder Eisenmangelanämien
Die Verkleinerung und Vergrößerung der Erythrozyten bei unterschiedlichen Formen der Anämie bezeichnet man als Anisozytose.
Erythrozyten sind zuständig für den Sauerstofftransport im Blut. Die Zellen nehmen in den Lungenkapillaren Sauerstoff aus den Alveolen auf und binden es an das Hämoglobin. Der Vorgang der Sauerstoffaufnahme vollzieht sich sehr schnell. Die Kontaktdauer zwischen Erythrozyt und Alveolarraum beträgt nur etwa 0,3 Sekunden.
Der an Hämoglobin gebundene Sauerstoff wird von den Erythrozyten in die Kapillaren der Körperperipherie transportiert. Dort wird der Sauerstoff wieder an das Gewebe abgegeben, was man als Desoxygenierung des Blutes bezeichnet.
In geringerem Umfang sind Erythrozyten auch für den Kohlendioxidtransport verantwortlich. Sie geben in der Lunge das in Form von Bicarbonat vorliegende oder an Hämoglobin gebundene Kohlendioxid ab.
Erythrozyten fördern die Bildung von Bicarbonat im Blut, da sie α-Carboanhydrasen enthalten, welche die im Plasma sehr langsam ablaufende Reaktion von Kohlenstoffdioxid und Wasser zu Kohlensäure um etwa das 107- fache beschleunigen.
Erythrozyten werden im Knochenmark im Verlauf der Erythropoese aus hämatopoetischen Stammzellen gebildet, passieren verschiedene Zwischenstufen (Erythroblastenstadium, Metamyelozytenstadien), und gelangen von dort aus in den Blutstrom. Jugendliche Erythrozyten enthalten Reste von rRNA, die lichtmikroskipisch als feine gitterartige Strukturen sichtbar sind (vgl. Retikulozyt).
Zu ihrer Entwicklung ist das von den Nieren gebildete Hormon Erythropoetin nötig. Erythrozyten sind Verbrauchszellen. Sie werden nach einer Lebensdauer von etwa 120 Tagen in Leber, Milz und Knochenmark von Makrophagen abgebaut. Das in ihnen enthaltene Eisen wird von den Makrophagen in Form von Hämosiderin zwischengelagert und wiederverwendet.
Da Erythrozyten keine Mitochondrien enthalten, müssen sie die notwendige Energie für ihren Stoffwechsel auf andere Weise erzeugen. Die Energiegewinnung erfolgt daher auf dem Weg der Glykolyse und wird durch das Enzym Pyruvatkinase vermittelt. Erythroyzten enthalten ein spezielles Isoenzym der Pyruvatkinase, das man als PKR bezeichnet. Fehlt dieses Enzym, kommt es zu schwerwiegenden Funktionsstörungen, die zur Hämolyse führen.
Im Blutkreislauf eines gesunden Erwachsenen zirkulieren zwischen 24 bis 30 Billionen Erythrozyten (24-30 x 1012), die eine Gesamtoberfläche von mehr als 4.500 m² aufweisen. Das entspricht einer Fläche, die größer ist als ein halbes Fußballfeld. Im Rahmen der Erythropoese werden täglich rund ein Prozent der Erythrozyten erneuert, was einer Bildungsrate von mehr als 3.000.000 Erythrozyten pro Sekunde entspricht.
Auf der Membranoberfläche der Erythrozyten befindet sich ein dichter Mantel aus Glykoproteinen, welche die Blutgruppen eines Menschen determinieren. Diese Glykoproteine stellen starke Oberflächenantigene dar, die vom Immunsystem als körpereigen oder körperfremd erkannt werden können. Die Funktion vieler dieser Transmembranproteine ist heute aufgeklärt. Die wichtigste menschliche Blutgruppe, das AB0-System, basiert auf Unterschieden in einfachen Kohlenhydratketten. Erythrozyten tragen, im Gegensatz zu Thrombozyten, wenige oder gar keine HLA-Antigene.
Die Erythrozytenzahl ist einer der am häufigsten bestimmten Laborwerte des menschlichen Bluts. Ihr Referenzwert beträgt:
bei Männern 4,8-5,9 Mio./µl bzw. 4,8-5,9/pl
bei Frauen 4,3-5,2 Mio./µl bzw. 4,3-5,2/pl
Die Indizes MCH, MCV und MCHC sind weitere wichtige Kennwerte zur Charakterisierung von Erythrozyten:
MCH: Diese Abkürzung steht für Mean Corpuscular Haemoglobin und gibt den mittleren Hämoglobin-Gehalt eines einzelnen Erythrozyten an.
MCV: Diese Abkürzung steht für Mean Corpuscular Volume und gibt das mittlere Volumen eines einzelnen Erythrozyten an.
MCHC: Diese Abkürzung steht für Mean Corpuscular Haemoglobin Concentration und gibt die mittlere Hämoglobin-Konzentration im Erythrozyten an.
Falls nicht ohnehin andere Laborwerte wie Hämatokrit und Hämoglobin/Liter zur Verfügung stehen, kann aus jeweils zwei der Werte der dritte berechnet werden. Hierfür gilt:
MCHC = MCH / MCV
Die Erythrozytenverteilungsbreite (EVB) beschreibt die Spanne zwischen kleinsten und größten Erythrozyten. Eine erhöhte EVB ist Hinweis auf Anisozytose.
Genauere Aussagen über die Erythrozytenmorphologie können mikroskopisch im sogenannten „Roten Differentialblutbild“ getroffen werden.
Die grafische Darstellung der Erythrozytenmesswerte mit Hilfe eines Hämatologiegerätes bezeichnet man als Erythrozytogramm. Die Ergebnisse für MCV und MCH werden dabei als Punktwolke ausgegeben.
Stoffwechselstörungen, Eisen- oder Vitaminmangel, myeloproliferative Erkrankungen und genetische Veränderungen (z.B. Sichelzellenanämie) können zu pathologischen Veränderungen der Erythrozyten und/oder zum Erythrozytenmangel und damit zum Mangel an Hämoglobin führen. Diese Störungen werden in der klinischen Medizin unter dem Begriff „Anämie“ zusammengefasst.
Daneben können verschiedene Leukämien und myeloproliferative Erkrankungen die Bildung von Erythrozyten negativ oder positiv beeinflussen (beispielsweise bei der Erythrämie).
Ein paar schöne Feiertage noch und einen guten Rutsch

Wintertraum und Weihnachtsmarkt

18. Dezember 2017 geschrieben von Drdoliddle
Leselänge ist gleich Armlänge

Leselänge ist gleich Armlänge

Was ist das Jahr wieder aufregend. Ich bekomme doch tatsächlich einen Praxisraum mit Expansionsmöglichkeit und, jetzt haltet Euch fest, bestimmt hundert Parkplätze die auch als Hubschrauberlandeplatz funktionieren können. Fall der Scheich kommt. Hahaha, natürlich alles Träumereien, aber was haben wir um die Weihnachtszeit, wenn nicht Träume und gute Vorsätze für das neue Jahr. Der Praxisraum ist genau zwischen meinem Sportstudio und dem ehemaligen Ort meines medizinischen Schaffens, viele fragen schon, wann es denn losgeht, dabei steht noch nicht einmal die Liege drin. Geplant ist ein breites Anwendungsspektrum, Therapie von chronisch entzündlichen Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, Behandlung von degenerativen und posttraumatische Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates sowie reflektorisch beeinflussbaren Funktionsstörungen innerer Organe. Es kommt noch besser. Ich kann auf die OP- Räume eines nahe gelegenen Zoos zurückgreifen und habe eine befreundete Tierärztin, die irgendwie auch nicht als Tierärztin arbeitet bislang. Dann behandeln wir halt Mensch und Tier, in Kollaboration mit Ärzten und Fachpersonal aus meinem Freundeskreis gibt es
Haarentfernung mit Laser, Tattoo Entfernung, Faltenunterspritzung (Filler), Botox ®
Cellulite Behandlung mit Cellfina ®, Chemische Peelings, Behandlung von Besenreisern, fraktioniertes Laserlifting und meine Dermakollegen decken ambulante Operationen, Hautkrebsvorsorge, Venenkrankheiten, Allergologie, Balneo-Phototherapie, Laserbehandlung Kinderdermatologie und vieles mehr ab. Das ist doch was, alles noch ein Traum. Wir kommen gleich zum Anatomen der Woche, der Lockwwood.
Lockwood, Charles Barrett (1856-1914), englischer Chirurg und Anatom und Namensgeber des Lockwood-Bandes, dem Ligamentum supensorium bulbi oculi.
Als Ligamentum suspensorium bulbi oculi bezeichnet man Anteile der Bänder des Aufhänge-, Halte- und passiven Bewegungsapparates der Augen im inneren der Augenhöhlen (Orbita). Es besteht aus den unteren Teilen der Haltebänder (Retinacula bulbi), dem unteren Teil des Ringbandes der Tenonschen Kapsel, dem Ligamentum palpebrae und der Membrana intermuscularis im Bereich der unteren Augenmuskeln.
Das Ligamentum suspensorium bulbi oculi gleicht physiologisch einer „Hängematte“, in der der Augapfel ruht und dient darüber hinaus, unterstützt von medialen und lateralen Hemmbändern (Check-Ligamenten), dessen Gleichgewicht und stabiler Lage.
Reißen die Bänder im Rahmen eines Schädeltraumas, so kann dies zu Schielen (Strabismus) führen. Auch bei einer Orbitabodenfraktur sind häufig die Fasern des Lockwood-Ligamentes betroffen.
Für den Heilpraktiker, jaja, ich weiß, wieder etwas aprubt, aber wir kommen zur Blutbildungsstätte beim Erwachsenen, der Erythropoese, ich sage deshalb Erwachsenen, weil beim ungeborenen Kind die Blutbildung auch in Leber und Milz stattfindet. Die Bildung der Blutzellen erfolgt aus den Stammzellen und später dann erfolgt die Differenzierung in Erythrozyten, Thrombozyten und Leukozyten. Als Erythropoese bezeichnet man die Bildung von reifen Erythrozyten aus hämatopoetischen Stammzellen des blutbildenden Knochenmarks. Die Erythropoese ist ein Teil der Hämatopoese.
Die Erythropoese erfolgt nach der allgemeinen Modellvorstellung in sieben morphologisch unterscheidbaren Schritten in Kompartimenten des Knochenmarks und des peripheren Blutes. Bei der Bezeichnung der einzelnen Schritte gibt es in der Literatur teilweise unterschiedliche Angaben. Die Bezeichnung Normoblast als Synonym für Erythroblast gilt inzwischen als veraltet.
Teilungskompartiment des Knochenmarks vollzieht sich folgendermassen.
E1: Bildung von Proerythroblasten aus multipotenten myeloischen Stammzellen
E2: Entstehung von Makroblasten durch Teilung
E3: Entstehung von basophilen Erythroblasten/Normoblasten durch Teilung
E4: Differenzierung zu polychromatischen Erythroblasten/Normoblasten durch Teilung; letztes mitotisches Stadium, danach Verlust der Teilungsfähigkeit
2.2 Reifungskompartiment des Knochenmarks[bearbeiten]
E5: Weitere Entwicklung zu orthochromatischen (oxyphilen) Erythroblasten/Normoblasten
E6: Verlust der Zellkerne, Entstehung von Retikulozyten
2.3 Peripheres Blut[bearbeiten]
E7: Endgültige Reifung zum kern- und organellenlosen Erythrozyten
Im Verlauf der Erythropoese entstehen aus jedem Proerythroblasten damit 16 reife Erythrozyten. Durch sogenannte differentielle Zellteilungen reift jeweils nur ein Teil der Stammzellen zu Blutzellen heran, während andere Zellen undifferenziert als multipotente Stammzellen im Knochenmark verbleiben.
Mit zunehmender Differenzierungsstufe nimmt der Gehalt an Hämoglobin in den Zellen zu, bis er in den Erythrozyten eine Konzentration von etwa 20 mM erreicht. Im Gegenzug stoßen die roten Blutzellen im Verlauf ihrer Entwicklung die Organellen und schließlich auch den Nucleus aus, so dass sie die Fähigkeit zur Mitose, zur Proteinbiosynthese und zur aeroben Glykolyse verlieren.
Dazu können wir folgende Merkhilfe benutzen:
„Probleme machen bald Pollys Ortschaft recht einmalig.“
Proerythroblast Probleme
Makroblast machen
Basophiler Erythroblast bald
Polychromatischer Erythroblast Pollys
Orthochromatischer Erythroblast Ortschaft
Retikulozyt recht
Erythrozyt einmalig
Im Normalfall werden täglich ungefähr 1% der Erythrozyten neu gebildet. Die Zahl der Erythrozyten wird jedoch vom Organismus dem Sauerstoffbedarf angepasst. Daher läuft bei Anämien die Erythropoese gesteigert ab. Auch Anpassungen an große Höhen und Schwangerschaften gehen mit einer gesteigerten Erythropoese einher. Faustregel: Die Erythropoese kann bei Bedarf bis auf das 10fache ansteigen und sie braucht dafür 10 Tage.
Die Regulation der Erythropoese erfolgt vor allem durch das hormonell aktive Glykoprotein Erythropoetin. Dieses wird bei Sauerstoffmangel vermehrt von juxtaglomerulär gelegenen endokrinen Zellen der Niere in Form eines Precursormoleküls synthetisiert und freigesetzt; im Blut wird es von seinem Trägermolekül Erythrogenin abgespalten und kann über die Blutbahn ins Knochenmark gelangen, wo es an Erythropoetinrezeptoren der myeloischen Stammzellen bindet und damit eine vermehrte Teilungs- und Differenzierungsrate dieser Zellen auslöst.
Verschiedene Erkankungen beeinflussen die Erythropoese. Sie läuft bei Schädigungen des erythropoetinsynthetisierenden Apparats der Niere sowie bei Beeinträchtigung der Teilungsfähigkeit der myeloischen Stammzellen in geringerem Maße ab; chronische Infektionen und rheumatische Erkrankungen beeinflussen ebenfalls die Bildung roter Blutzellen (renale Anämie, Anämie bei chronischer Erkrankung). Wichtigste Ursache einer unzureichenden Erythropoese ist aber der Mangel an Substraten (Eisen, Vitamin B12, Folsäure).
Dagegen führen Tumorerkrankungen mit gesteigerter Erythropoetinsynthese oder gesteigerter Teilungsfähigkeit der Blutvorläuferzellen zu teilweise massiv verstärkter Erythropoese. Ein renaler Sauerstoffmangel durch Zystennieren oder Nierenarterienstenosen beeinflussen den Erythropoetin-Spiegel und regulieren damit die Blutbildung hoch.
Spannend, gell. Deshalb auch gleich weiter zur Orthopädie und der Untersuchung der Wirbelsäule und der Datensammelwut, die immer noch vorherrscht. Der Finger-Boden-Abstand, kurz FBA, ist ein relativ unspezifisches Maß zur Einschätzung der Beweglichkeit von Wirbelsäule, Hüfte und Becken. Er wird regelmäßig als Verlaufskontrolle bei Wirbelsäulenerkrankungen (z.B. Spondylitis ankylosans) und im Rahmen berufsgenossenschaftlicher Untersuchungen gemessen.
Der Abstand zwischen den Fingerspitzen und dem Boden wird bei maximaler Vorneigung des Oberkörpers mit herabhängenden Armen gemessen. Die Beine des Patienten bleiben derweil gestreckt.
Bei jungen beweglichen Menschen beträgt der Finger-Boden-Abstand in der Regel zwischen 0 cm und 10 cm. Negative Werte sind möglich, wenn die Fingerspitzen über den Kontakt des Bodens hinaus gebeugt werden können. Zur Messung negativer Werte muss der Untersuchte auf eine erhöhte Stufe gestellt werden.
Im Rahmen einer Verlaufskontrolle bei Wirbelsäulenerkrankungen können die gemessenen Werte durch (parallel zur Problematik mit der Wirbelsäule) bestehenden Beugekontrakturen oder Beweglichkeitsstörungen des Hüftgelenkes verfälscht werden. Das war ein langes Wochenende, ich wünsche eine schöne Woche.