Zeitverlust

So, jetzt geht es los

So, jetzt geht es los

Die Woche ist wieder im Fluge vorbei gezogen. Es hatte schon den Anschein, der Sommer wäre gekommen. Nichts war. Bitter kalt, der Husten will einfach nicht weg gehen und die Müdigkeit würde mich normalerweise in meiner Höhle vorm Feuer halten. Aber nein, der Ironman ist angekommen. Auch wenn die Menschlein auf dem Titelblatt wohl kaum einen BMI größer 40 haben werde ich das Paralleluniversum mal mit meinem abgleichen und sehen, ob so etwas wirklich möglich ist. Couchpotato, dass bin ich eigentlich gar nicht. Zu hohes Wohlfühlgewicht höchstens, Plussize.  Mann kann es schön reden aber das studieren hat mich einfach eingedickt. Das Frühlingserwachen lässt auch noch auf sich warten, aber das Buch ist ja da. Ob Leitfaden oder Animation, wir werden sehen. Unser Anatom der Woche ist der Hyrtl.
Hyrtl, Joseph (1811-1894) österreichischer Anatom und Namensgeber des Hyrtl Plexus. Wir kennen den Plexus als Plexus thyroideus impar oder auch Plexus venosus thyroideus impar. Letzteres lässt eine Verwechslung eher weniger zu. Der Plexus venosus thyroideus impar ist ein venöses Geflecht, welches das Blut aus der Schilddrüse drainiert.
Der venöse Abfluss der Schilddrüse erfolgt meistens über den kräftig ausgebildeten Venenplexus, der im Regelfall über die Vena thyroidea inferior in die Vena brachiocephalica der linken Seite mündet. Zusätzlich drainieren weitere Venen aus der Schilddrüse in die Vena jugularis interna.
Aufgrund des gut entwickelten venösen Netzes kann es bei Tracheotomien zu starken Blutungen aus dem Plexus venosus thyroideus impar kommen. Jetzt noch schnell zu den Bluteiweißen.
Plasmaproteine sind im Blutplasma enthaltene Proteine. Im Blutplasma kommen ca. 100 verschiedene Proteine (und Glykoproteine) vor. Ihr Gewichtsanteil liegt bei 6-8 g/100 ml.
Hinweis: Der häufig als Synonym verwendete Begriff Serumprotein umfasst alle Plasmaproteine abzüglich des Fibrinogens.
Die Synthese der Plasmaproteine erfolgt überwiegend in der Leber und in den lymphatischen Organen.
Die Biosynthese von Glycoproteinen erfolgt nach der Translation durch die sogenannte posttranslationale Modifikation. Dabei werden Glycosylreste, die an Nucleosid-diphosphat gebunden sind (sog. aktivierte Form) mittels Glycosyltransferasen an Proteine geknüpft.
Durch die Serumelektrophorese lassen sich die Plasmaproteine in Banden auftrennen. Dabei lassen sich im Groben fünf Fraktionen unterscheiden. Folgend sind die 5 Fraktionen und für jede Fraktion einige Beispielsubstanzen genannt:
Albumine
Alpha-1-Globuline
Saures Alpha-1-Glykoprotein
Thyroxinbindendes Globulin (TBG)
Transcortin
HDL
Alpha-2-Globuline
Coeruloplasmin
Pseudocholinesterase
Alpha-2-Antiplasmin
Alpha-2-Makroglobulin
Haptoglobin
Beta-Globuline
Beta2-Mikroglobulin
Transferrin
C-reaktives Protein
Fibrinogen
Gamma-Globuline (Immunglobuline)
Immunglobulin A
Immunglobulin G
Immunglobulin M
Zu den Plasmaproteinen gehören zudem auch die Komponenten des Komplementsystems und die Gerinnungsfaktoren.
Ein Laborparameter, mit dem die Plasma- bzw. Serumproteine als Gruppe erfasst werden, ist das Gesamteiweiß. Unterschieden werden die Bluteiweiße in der klinischen Medizin mit Hilfe der Elektrophorese.

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