Weil ich es kann

Kefir nach dem waschen, mein Kefir-Experiment

Die Gedanken von heute: Nicht nur die Liebe und Schönheit zwingt unsere Seele zum Handeln (frei nach Dante) oder verursacht eine Entscheidung, sondern es ist die Summe der Reize die wir über die Sinne in unseren Rechner „Gehirn“ Einnehmen und evaluieren. Wie nehmen wir Umstände und Dinge war, wie kommen diese Happen in die Speicher unseres Denkens und vor allem warum beeinflussen Sie unser Handeln. Was steigert den Drang einer Person, ohne äußeren Anstoß, eine Handlung oder Entscheidung zu treffen. Es sind die vom Gehirn zusammengeführten Evidenzien die zum Überschreiten einer Handlungsschwelle führen. Warum entscheiden wir mal so, mal so. Welche Evaluationsvorgänge finden statt, wodurch werden sie gehemmt oder gefördert, welche modulatorischen Botenstoffe werden wann und warum freigesetzt. Noradrenalin, Dopamin, Acetylcholin oder gar Pheromone. Diese Neuromodulatoren verändern in großen Bereichen die Aspekte des Entscheidungsnetzwerks, eben die Intensität der Signalübertragung, möglicherweise deren Qualität und die Balance zwischen erregend und hemmend. Zudem die Bereitschaft, auf Signale zu reagieren. Man spricht von einer neurobiologische Modulationsschleife. Die Frage die sich mir und anderen also stellt, warum entscheiden wir wie. Jetzt ist die Gedankenluft auch wieder raus.
Natürlich geht das jetzt mit dem Anatomen so weiter. Laut meiner langen Liste trifft es heute den Jensen. Der Jacob mit diesem Nachnamen vertreibt super Schmuck, aber der Anatom Jensen mit seinem Jensen-Ring oder dem Anulus terminalis flagelli spermi ist nicht zu finden. Misteriös, wenn Ihr was findet, bitte nochmal eine Nachricht. Wie gesagt, in allen meinen Lexika und Büchern finde ich nichts spezielles, weder über Jensen noch über den Anulus. Dann habe ich ihn hiermit erwähnt und es geht weiter mit dem Heilpraktikerwissen.
Wir sind immer noch nicht durch mit der Bauchspeicheldrüse. Es geht heute um die Fermente und die Enzyme, die von der Bauchspeicheldrüse produziert werden. Die drei Enzymgruppen der Bauchspeicheldrüse sind Proteasen, Amylasen und Lipasen… Kurzhier mal alle vorgestellt: Die Proteasen spalten Eiweißmoleküle in ihre molekularen Bausteine, welche dann Aminosäuren aufspalten. Dann die Kohlehydrat aufspaltenden Amylasen und die Triglyzerid in Fettsäuren und Glyzerin aufspaltenden Lipasen. In lang: Das exokrine Pankreas ist eine rein seröse Drüse. Sie stellt die wichtigste Verdauungsdrüse des Menschen dar und sezerniert zahlreiche Verdauungsenzyme bzw. Proenzyme. Die Menge und Zusammensetzung des Pankreassekrets hängt von der Art der aufgenommenen Nahrung ab. Beim Menschen können bis zu 1,5 Liter Sekret täglich produziert werden. Das Sekret enthält unter anderem:
Enzyme zur Eiweißspaltung (Proteasen)
Trypsinogen
Chymotrypsinogen
Elastase
Enzyme zur Kohlenhydratspaltung
Alpha-Amylase
Ribonukleasen
Enzyme zur Fettspaltung
Pankreaslipase
Insbesondere die Proteasen liegen innerhalb der Drüse zunächst in einer inaktiven Form vor, um eine Selbstverdauung des Drüsegewebes zu vermeiden. Sie werden erst im Duodenum aktiviert.
Neben dieser exokrinen Drüsenfunktion werden vom endokrinen Drüsenanteil auch Hormone direkt ins Blut abgegeben: Ungefähr 5% der Zellen sind inselförmig zu so genannten Langerhans-Inseln zusammengefasst und werden insgesamt als Inselapparat bezeichnet. Dieser ist über das ganze Pankreas, hauptsächlich aber auf den Körper und den Schwanz des Pankreas verteilt. Abhängig vom produzierten Hormon unterscheidet man:
Zelltyp Produziertes Hormon Anteil an den humanen Inselzellen
α-Zellen Glucagon 15–20 %
β-Zellen Insulin 60–80 %
δ-Zellen Somatostatin 5–15 %
PP-Zellen Pankreatisches Polypeptid
ε-Zellen Ghrelin
Wollen wir jetzt noch an die Anamnesegespräche ran oder erst mal Frühstücken. Gut, soll der erste Patient kommen. Die Vorgehensweise ist natürlich immer individuell modifizierbar. So gebe ich gerne die Hand, Freunde werden umarmt, Japaner verbeugt und da wir in einer immer bunter werdenden Gesellschaft leben, kann jeder seinen eigenen Stil entwickeln. Auch aus hygienetechnischen Gründen wird immer häufiger auf den hier üblichen Händedruck verzichtet, aber es fühlt sich irgendwie komisch an. Gut, der Empfang ist in einer gemütlichen und hellen Umgebung sicher von Vorteil. Auch bei der Einrichtung der jeweiligen Praxis sollte man auf Reinlichkeit b.z.w. Desinfizierbarkeit je nach Arbeitsgebiet achten. Telefonklingeln, private Unterhaltungen, Emails (alles schon erlebt) habe bei diesen treffen nichts zu suchen. Das Gespräch findet auf gleicher Distanz und auf Augenhöhe statt. Man ist dem Patienten zugewandt und muss sich eben auch ausreichend Zeit nehmen. Dokumentation und Notizen sollten im Anschluss gemacht werden oder können auch während dem Gespräch, natürlich nach Hinweis und Genehmigung, aufgezeichnet werden. Unbedingt das Sprachniveau anpassen und auf medizinische Termini weitestgehend verzichten. Offene Fragen, „ Was führt Sie zu mir“, „ Wie kann ich helfen“ sowie „was würde passieren, wenn ich nichts für Sie täte“ können das Gespräch steuern und unverfälschte Antworten erwarten. Auf keinen Fall Suggestivfragen stellen.
Zum Schluss eben nochmal eine Zusammenfassung der Beschwerden und Beginn der körperlichen Untersuchung.
Das soll es erst mal sein für heute, Euch eine schöne Woche. Das Bienenjahr oder Imkerjahr hat begonnen so mache ich mich mal zu den Damen.

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