Schwein gehabt

Wildschwein zum zerwirken

Wildschwein zum zerwirken

Sag einer, mein Leben sei nicht abwechslungsreich. Ich war wieder unterwegs mit dem Spargel und komme zu einem meiner Bekannten, einem Italiener und Jäger, wie ich weiß. Seit Deutsch ist eben mal sehr italienisch, darauf komme ich noch. Er sagt, er würde nach Italien fahren und ob ich nicht Wildschwein will. Oh ja, denkt der Obelix in mir, ja,ja der kleine Asterix. So frage ich denn, wie groß so eine Sau ist, und ob es aus der Decke ist. Aus der Decke ja ja, kannst Du gleich einfrieren, etwa 30 kg. Keine Vorstellung wie viel das denn ist, sage ich zu. Dann erwähne ich mal an der Stelle. Dass ich schon immer mal mit der Jagd geliebäugelt habe, wegen dem Fleisch, das ja nicht so belastet sein soll. Jetzt kommt es. Zerwirken habe ich mal gehört, Trichinen hatte ich mal gesehen, bei der Tropenmedizinischen Famulatur und von der Fleischbeschau bei Schweinen habe ich auch schon gehört. Ich komme also jetzt zu meinem Italiener, der nicht mehr da ist mit meinen Kühlboxen, dachte, zwei werden reichen. Da sagt der Koch, das passt nicht- also. Er führt mich in den Keller und da liegt das Schwein. Am Stück. Fast so schwer wie meine Lebensgefährtin die sich sicher als Vegetarierin freut, wenn ich das Vieh eben zerwirke. Was brauche ich da. Das blutige Ding hängt in der Dusche, bin nur froh, dass jeder seine eigene hat. Bei Menschen ist mir das in der Anatomie die 5 Jahre gelernt. Filet ist also der Psoas, aha. Auf geht es. Steinzeitlich. Werde mal eine Fotostrecke vorbereiten. Messer habe ich, Gartenschere brauche ich noch und Kettenhandschuh, habe ich nicht. Trichinen sollen die selten haben, Mikroskop habe ich aber auch nicht. Also muss ich mal mein Zerwirkset auffrischen. Hatte ich ja auch bei Menschen, nur war es nicht so grob und auf Filetieren habe ich nicht so geachtet. Den Tisch habe ich nicht, Edelstahl, brauche ich später auch für die Imkerei. Ach ist das aufregend. Und spukig zugleich. Soll die Frau ja nicht mitbekommen, was ich da zerteile. Also mal ein Youtube Video zum zerwirken ansehen. Der blutige Teil ist ja schon erledigt, Gedärme sind im Luderloch und die Decke ist weg. Blutschwämme müssen raus, Einschußlöcher großzügig raus und so weiter. Die Kugel wird angetragen, hahaha also diese Jäger. Da werde ich Euch jetzt nicht weiter mit langweilen. Der Anatom der Woche ist der Flack.
Keith-Flack, Arthur (1866-1955) englischer Anatom und Namensgeber des Sinusknotens, eben des Keith-Flack-Knotens oder eben Nodus sinuatrialis. Der Sinusknoten ist das primäre Schrittmacherzentrum des Herzens und an der komplexen Regulation der Herzfrequenz beteiligt. Er spielt eine zentrale Rolle bei der Erregungsbildung.
Der Sinusknoten ist eine muskuläre, makroskopisch schlecht abgrenzbare Struktur im Bereich des rechten Herzohrs in der Nähe des Sulcus terminalis. Er ist etwa 0,5 cm groß und von kommaförmiger Gestalt.
Gelegentlich werden von ihm abgehend drei Faserbündel (Internodalbündel) beschrieben, die in Richtung Atrioventrikularknoten ziehen:
vorderes Internodalbündel (Bachmann-James-Bündel)
mittleres Internodalbündel (Wenckebach-Bündel)
hinteres Internodalbündel (Thorel-Bündel)
In der neueren Literatur wird diesen Zügen keine Funktion mehr zugeschrieben; ihre Existenz gilt mittlerweile als fraglich.
Der Sinusknoten wird von Sympathikus und Parasympathikus (Nervus vagus) angesteuert, die damit in die komplexe Regulation des Herzrhythmus eingreifen. Seine Durchblutung erfolgt üblicherweise durch den Ramus nodi sinuatrialis aus der Arteria coronaria dextra.
Der Sinusknoten wird von spezifischen Herzmuskelzellen (Kardiomyozyten) gebildet. Im Gegensatz zur Arbeitsmuskulatur des Herzens sind die Knotenzellen relativ arm an Myofibrillen und Mitochondrien; sie haben die Fähigkeit spontan zu depolarisieren und geben damit den Herzrhythmus von etwa 60 bis 80 Schlägen pro Minute vor.
Der Sinusknoten ist das primäre Reizzentrum des Herzens. Üblicherweise depolarisieren die Sinusknotenzellen spontan etwa einmal pro Sekunde und leiten ihre elektrische Erregung auf das Arbeitsmyokard der sie umgebenden Vorhöfe weiter; damit leiten sie die Herzkontraktion ein und bestimmen – von Sympathikus beziehungsweise Parasympathikus beeinflusst – den Herzrhythmus.
Eine Besonderheit des Aktionspotentials des Sinusknotens ist die sofortige Depolarisation nach der Repolarisation. Sie wird durch die so genannten HCN-Kanäle bewirkt, die sich durch Hyperpolarisation öffnen. Der entstehende Natriumeinstrom wird auch als „I-funny“ bezeichnet.
Die spontane Reizbildung kann im Rahmen eines Sick-Sinus-Syndroms ausfallen; in diesem Fall kann der Atrioventrikularknoten die Funktion als primärer Rhythmusgeber aufnehmen und eine Herzfrequenz von 40 bis 60 pro Minute steuern.
Unter bestimmten Bedingungen (beispielsweise bei koronarer Herzerkrankung) depolarisiert der Sinus-Knoten zu langsam, eine Sinusbradykardie ist dann die Folge.
Kommen wir zum Schluß noch zur Anamnese. Wir hatten ja schon vom leptosomen Typ, dem athletischen Typ und dem pyknischen Typ gesprochen, dabei ging es um die Konstitution des Patienten. Jetzt fahren wir über den Ernährungszustand. Der Ernährungszustand unseres Patienten liefert auch Informationen über mögliche Erkrankungen, eventuelle metabolische Syndrome oder Tumorgeschehen. Der Übergewichtige führt sich übermäßig energiedichte Nahrungsmittel zu, kann an Hyperthyreose, Cushing Syndrom, Niereninsuffiziens oder anderen psychiatrischen Erkrankungen leiden.
Der Untergewichtige kann eine Anorexia nervosa, Bulimie oder Depressionen haben. Eine genauere Befragung wird uns dann Klarheit verschaffen.
Also dann, eine schöne Woche.

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