SPO letztes Jahr

Helgoland auf Ninebot

Helgoland auf Ninebot

Irgendwie war ich letztes Jahr entspannter. Das mag daran gelegen haben, dass ich mich noch etwas in SPO befand, präzise auf Helgoland und auch noch als einziger mit meinem elektrobetriebenen Fahrzeug. Dem Ninebot. Bewerben will ich das unbedingt. Also eigentlich all die Modelle, die ich gefahren habe, so auch das Gotway super stark aber insbesondere dieses geile Ninebot. Ich finde es sogar irgendwie hübsch. Erinnert ein wenig an dieses Diskus aus dem Film Tron. Nur kann es nicht so viel. Aber es hat meinen 110 Kilo schweren Körper immerhin die ultimative Steigung zum oberen Dorf auf Helgoland getragen, über das Watt, am Meer entlang und und und. Außerdem lies es sich super im Zug transportieren, in Bussen und eben auch im Auto und auf dem Motorrad. Das ist Elektromobilität für einen erschwinglichen Preis. Da ich schon ein Paar Mitfahrer habe kam es uns in den Sinn ein Petition für die Legalisierung an den Bundestag zu richten. In Schweden ist das nun schon passiert und hier warten wir noch auf das Ergebnis. Zäh, sehr zäh. Aber gut, so ist das eben mit dem Gut Ding. Mein nächstes Spielzeug ist die Polar Uhr, vielleicht kann ich ja damit mein Trainingsverhalten dem Wunschgewicht anpassen, oder so. Jetzt erst mal wieder etwas Gehirnsport. Unser Anatom der Woche ist der Keckring.
Kerckring, Theodor (1640-1693), niederländischer Anatom und wie viele seiner Zeit Alchemist. Ihm verdanken wir die Benennung der Kerckring-Falten oder uns besser bekannt als Plicae circulares intestini tenuis. Als Plicae circulares bzw. Kerckring-Falten bezeichnet man quer verlaufende, halbmond- bzw. halbkreisförmige Schleimhautfalten des Dünndarms.
Die Plicae circulares sind im horizontalen und absteigenden Teil des Duodenums und in der oberen Hälfte des Jejunum am deutlichsten ausgeprägt. Sie lassen sich gut in einem Längsschnitt durch die Darmwand darstellen. An der Bildung der Plicae circulares sind die Tunica mucosa und die Tunica submucosa beteiligt. Die Tunica muscularis spielt bei der Bildung keine Rolle.
Die Falten verlaufen zirkulär, also quer zur Längsrichtung des Dünndarmes und springen maximal etwa 8-10 mm in sein Lumen vor. Es handelt sich um weitgehend konstante Strukturen der Darmwand, die durch kollagene Faserzüge der Submukosa fixiert werden. Ihre Höhe kann in begrenztem Ausmaß durch die Kontraktion der glatten Muskulatur der Lamina muscularis mucosae gesteigert werden.
Die Plicae circulares dienen der Oberflächenvergrößerung der Dünndarmschleimhaut und unterstützen die Darmperistaltik.

Spicilegium von Kerckring

Spicilegium von Kerckring

Kommen wir für den Heilpraktiker auch noch zu einem ganz anderen System. Dem autonomen Reizleitungssystem des Herzens und seinen Strukturen. Das Erregungsleitungssystem des Herzens ist ein System spezialisierter Herzmuskelzellen (Schrittmacherzellen), die durch spontane Depolarisation elektrische Signale generieren und diese an das Arbeitsmyokard weiterleiten.
Das Erregungsleitungssystem bildet die Grundlage für den koordinierten Kontraktionsablauf (Systole/Diastole) des Herzens.
Aus physiologischer Sicht können Erregungsleitung und Erregungsbildung unterschieden werden. Deshalb wird auch vom Erregungsbildungssystem gesprochen, das dann gelegentlich mit dem Sinusknoten gleichgesetzt wird. Diese Unterscheidung ist jedoch eher akademisch, da beide Systeme eine Einheit bilden und jeder Teil des Erregungsleitungssystems auch eine Erregungsbildung übernehmen kann, z. B. wenn ein höheres Schrittmacherzentrum ausfällt (sekundäre Erregungsbildung).
Einen modulierenden Einfluss auf das Erregungsleitungssystem übt das vegetative Nervensystem aus. Der Nervus vagus (Parasympathikus) wirkt über seine Rami cardiaci hemmend, die Nervi und Rami cardiaci des Sympathikus wirken hingegen beschleunigend.
Am Erregungsleitungssystem des Herzens können folgende Strukturen unterschieden werden:
Sinusknoten, nahe der Mündung der Vena cava superior am rechtem Vorhof gelegen
Atrioventrikularknoten, am Übergang von rechtem Vorhof zur rechten Kammer
His-Bündel, im membranösen Abschnitt des Kammerseptums
Tawara-Schenkel, im muskulösen Abschnitt des Kammerseptums als rechter und linker-Schenkel verlaufend
Purkinje-Fasern, von den Tawara-Schenkeln ausgehend in der Kammermuskulatur verzweigt verlaufend
Die Zellen des Erregungsleitungssystems sind Herzmuskelzellen mit einem modifizierten Aufbau. Sie besitzen weniger Myofibrillen und daher auch eine weniger stark ausgeprägte Querstreifung. Sie sind flüssigkeitsreich und enthalten im Vergleich zu normalen Herzmuskelzellen mehr Glykogen. Fehlt nur noch die Anamnese, heute der Teil mit der Körperhaltung, die uns wertvolle Hinweise auf die unterschiedlichsten Erkrankungen geben kann. Die gebückte Haltung ist häufig eine Schonhaltung bei Schmerzzuständen wie sie bei Morbus Bechterew oder auch Morbus Parkinson vorkommen können. Die schwankende Haltung kann Zeichen für Intoxikationen oder auch Störungen im Innenohr oder Kleinhirnerkrankungen sein (pontine Myelinolyse etc). Schnelle Einnahme einer Sitzenden Position bei Dyspnoe oder Erschöpfungszuständen. Unruhige Haltung begleitend für Kolikschmerzen, Verwirrtheitszuständen oder Hyperthyreose.

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