Gevatter Tod

Mein kleiner jetzt nur noch ein Opa

Mein kleiner jetzt nur noch ein Opa

So, jetzt ist es wieder soweit. Gevatter Tod, der, der alle gleich macht, ist wieder bei uns vorbei gekommen. Mein Kleiner ist gerade auf dem Weg im Flieger nach Mexiko, da erreicht mich die Nachricht, der Opa ist auf dem Weg zum Krankenhaus verstorben. Sehr traurig. Ich habe ihn auch sehr gemocht, ein Herr alter Schule, immer im feinen Zwirn, der Herr Generalkonsul. Ein echtes Unikat. Wie wir alle, aber doch besonders. Das Uhrenglass ist doch zu schnell leer gelaufen. Ja,ja, die Zeit. Ohne Zeit sind wir nichts, ist alles nichts. Das wird kein so schönes Geburtstagsfest, wie ich es erhoffte. Wir starten die Woche mit unserem Anatomen der Woche, der Labbé.
Labbé, Charles (1852-1889) französischer Anatom und Namensgeber der gleichnamigen Anastomose. Uns ist das Ding besser bekannt als Vena anastomotica inferior. Die Vena anastomotica inferior ist eine oberflächliche Hirnvene, welche als Anastomose den Sinus transversus mit dem Sinus sagittalis superior und der Vena media superficialis cerebri verbindet. Sie drainiert den Temporallappen und verläuft unterhalb der Vena anastomotica superior.
Die Vena anastomotica inferior hat ihren Ursprung in der Sylvischen Venengruppe des Gehirns. Sie mündet in der Höhe der Vena temporalis media in den anterioren Teil des Sinus transversus. In ihrem Verlauf nimmt sie kleinere Umgebungsäste auf. Hatte ich schon an irgendeiner Stelle erwähnt, das ich auch an verschiedenen Foodsharing-Projekten beteiligt bin und so immer gerne größere Mengen Lebensmittel verschenke. Wer also im Raum Darmstadt wohnt kann gerne in den Verteilerpool aufgenommen werden. Natürlich bin ich auch bei Foodsharing. Was haben wir denn heute für den Heilpraktiker. Ren, die Niere.
Die Niere ist ein paariges bohnenförmiges Organ, dessen Hauptaufgabe die Bildung des Harns (Filtration, Reabsorption und Konzentration) ist. Durch Sekretion und Reabsorption ist die Niere entscheidend an wichtigen systemischen Regulationen beteiligt wie
Regulation von Wasser- und Elektrolythaushalt
Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts.
Außerdem ist die Niere ein endokrines Organ, das durch Synthese und Sekretion von Renin und Erythropoetin an der systemischen Blutdruckregulation und Erythropoese beteiligt ist.
Beim Menschen liegen die Nieren unterhalb des Zwerchfells im primären Retroperitonealraum. Sie haben eine Länge von etwa 10-12 cm und eine Breite von 5-6 cm. Das Gewicht variiert ungefähr zwischen 120-200 g. Von außen ist die Niere von einer derben, nur wenig dehnbaren Bindegewebshülle umgeben, der Capsula fibrosa renis. Ihr liegt ein ausgedehntes Fettlager, die Capsula adiposa (renis), an. Sie ist wiederum in einen derben Fasziensack, die Fascia renalis, eingebettet.
Die einzelne Niere besteht aus 6-9 gleichartigen Einheiten, den so genannten Nierenlappen (Lobi renales), die man in Nierenmark (Medulla renalis) und Nierenrinde (Cortex renalis) gliedert. Die Form des Marks eines jeden Lobus erinnert an einen Kegel bzw. eine Pyramide, weshalb man auch von den „Nierenpyramiden“ oder „Markpyramiden“ spricht. Die Spitze jeder Nierenpyramide ragt als Nierenpapille in die Nierenkelche. Auf der Nierenpapille erkennt man die feinen Mündungen der Ductus papillares, die so genannten Harnporen (Pori uriniferi). Die Nierenkelche formen in ihrer Gesamtheit wiederum das Nierenbecken (Pelvis renalis).
Die Rinde liegt als etwa 1 cm breiter Streifen oberhalb der Basis der Markpyramiden und füllt als Columnae renales den Raum zwischen den Pyramiden aus. Vom Mark ausgehend ragen die geraden Anteile der Nierentubuli (Partes rectae) und Sammelrohre in Form so genannter Markstrahlen in die Rinde. Das Rindengewebe um die Markstrahlen herum wird als Rindenlabyrinth bezeichnet. Es beinhaltet die gewundenen Tubulusanteile (Partes convolutae) und Nierenkörperchen.
Das Gewebe der Nieren stammt aus dem intermediären Mesoderm.
Die arterielle Versorgung der Nieren erfolgt über die beiden Arteriae renales, den Abtransport venösen Blutes besorgen die sie begleitenden Venae renales.
Nierenarterien sind gleichzeitig Vasa privata (Nierenstoffwechsel) und Vasa publica (Klärfunktion). Je eine Arteria renalis sinistra und eine Arteria renalis dextra entspringen in Höhe von LWK II aus der Aorta abdominalis. Die Arteria renalis dextra läuft dorsal der Vena cava inferior und ist etwas länger als die Arteria renalis sinistra. Am Hilum teilt sich die Arteria renalis in 5 kleinere Segmentarterien.
Arteria suprarenalis inferior zur Nebenniere
Rami capsulares zur Nierenkapsel
Rami ureterici zum Harnleiter (Ureter)
Die am Nierenhilus eintretenden Segmentarterien geben Arteriae interlobares ab, die zwischen zwei Nierenpyramiden kapselwärts laufen. Aus den Arteriae interlobares entspringen die Bogenarterien (Arteriae arcuatae), die an der Pyramidenbasis parallel zur Nierenoberfläche laufen.
Daraus gehen wiederum die senkrecht zur Nierenoberfläche laufenden Arteriae interlobulares oder Arteriae corticales radiatae hervor, welche die Arteriolae afferentes speisen. Letztere laufen durch die Nierenkörperchen (Glomeruli) bis zu den Arteriolae efferentes, die immer noch arterielles Blut führen.
An das Glomerulus-Kapillarknäuel schließt sich das peritubuläre Kapillarbett an, von welchem das Blut dann ins venöse System gelangt. In der Niere finden sich also zwei hintereinander geschaltete Kapillarbetten, die durch eine Arteriole verbunden sind. Diese Konstellation bezeichnet man als Rete mirabile (Wundernetz).
Der venöse Abfluss aus dem peritubulären Kapillarbett erfolgt über die Venae arcuatae und die Venae interlobares.
Eine Besonderheit stellen dabei die juxtamedullären Nephrone dar, die tiefer zur Mark-Rinden-Grenze hin liegen: Ihr Blut fließt nach der Passage der Glomeruli weiter in die Gefäße des Nierenmarks, die Vasa recta, welche alle den Wandbau von Kapillaren aufweisen und gerade bis zur Papillenspitze absteigen. Über in Gegenrichtung aufsteigende Vasa recta gelangt ihr Blut schließlich in die abführenden Venen.
Der venöse Abfluss erfolgt über die Vena renalis sinistra und die Vena renalis dextra. Sie treten am Hilum aus und münden in die Vena cava inferior. Die Vena renalis sinistra liegt vor der Aorta abdominalis. Zuflüsse zur Vena renalis sinistra sind:
Vena suprarenalis sinistra
Vena testicularis sinistra (Mann) bzw. Vena ovarica sinistra (Frau)
Vena phrenica inferior sinistra
Der Lymphabfluss erfolgt in die Nll. lumbales um die Aorta und Vena cava inferior herum in die beiden Trunci lumbales.
Innerhalb der Niere sorgt ein Fasersystem aus glatter Muskulatur für den Harntransport. Zu ihm gehören:
Musculus sphincter fornicis: Am Beginn der Nierenkelche
Musculus sphincter calicis: Zwischen Nierenkelch und Nierenbecken
Musculus sphincter pelvicis: Im Nierenbecken
Die sympathische Innervation wird durch Fasern aus den Ganglia aorticorenalia besorgt, die als Plexus renalis die Nierenarterien umgeben. Die parasympathische Innervation erfolgt über den Nervus vagus aus den Segmenten C1 und C2.
Dorsal der Niere haben folgende Nerven Kontakt mit der Niere:
Nervus subcostalis
Nervus iliohypogastricus
Nervus ilioinguinalis
Weitere Relationen dorsal beider Nieren sind:
Zwölfte Rippe, Teil der elften Rippe
Diaphragma und Recessus costodiaphragmaticus
Musculus quadratus lumborum
Musculus psoas major
Sehne des Musculus transversus abdominis
Ventral unterscheiden sich die Nieren im Bezug zu den umliegenden Strukturen:
Rechte Niere: Leber – Duodenum (Pars descendens/D2) – Flexura coli dextra
Linke Niere: Milz – Pankreas – Magen – Flexura coli sinistra – Jejunum
Die Niere besteht aus zahlreichen kleineren Einheiten, den Nephronen, in denen der Harn gebildet wird. Jede der menschlichen Nieren enthält 1-1,2 Mio Nephrone. Das Nephron selbst besteht aus Nierenkörperchen (Glomeruli) und einem Tubulusapparat. Es lässt sich von proximal nach distal systematisch in folgende Abschnitte unterteilen:
Nierenkörperchen
Bowman-Kapsel
Glomerulus
Nierentubulus
Proximaler Tubulus
Pars convoluta (Proximales Konvolut)
Pars recta
Intermediärtubulus
Pars descendens
Pars ascendens
Distaler Tubulus
Pars recta
Pars convoluta (Distales Konvolut)
Sammelrohr
Die geraden Stücke (Partes rectae) des proximalen und distalen Tubulus werden mit dem Intermediärtubulus zusammen als Henle-Schleife bezeichnet.
Als Endstrecke des Tubulussystems gelten die Sammelrohre, die im erweiterten Sinn ebenfalls als Teil des Nephrons angesehen werden können. Sie drainieren mehrere distale Tubuli und ziehen in das Innenmark der Markpyramiden, wo sie sich zu Papillengängen (Ductus papillares) zusammenschließen. Diese entlassen den Sekundärharn über die Nierenpapille in die Nierenkelche.
Aufgrund ihrer Schlüsselfunktion für den Wasser- und Elektrolythaushalt und ihrer Aufgaben bei der Auscheidung von Stoffwechselendprodukten ist die Niere eines der am stärksten durchbluteten Organe des menschlichen Körpers. Die Nierendurchblutung nimmt zwischen 20 und 25% des Herzminutenvolumens ein und dient überwiegend der Harnproduktion.
Der erste Schritt der Harnbildung ist die Filtration des Primärharns. Dieser findet in den Nierenkörperchen in der Nierenrinde (Cortex renalis) statt. Die Menge des Primärharns beträgt bei durchschnittlicher Flüssigkeitszufuhr ca. 180 Liter pro Tag.
Im Glomerulum, dem Blutgefäßknäuel in der Bowman-Kapsel, wird durch den Blutdruck von ca. 50 mmHg das Blutplasma durch das innere Blatt der Bowman-Kapsel abgepresst, wobei die größeren Blutbestandteile (Blutzellen und Makromoleküle) jedoch im Blutgefäß verbleiben (Filtration). Der Gegendruck, der aus dem Kapselraum der Bowman-Kapsel kommt, beträgt etwa 17 mmHg („Kapseldruck“). Die großen Eiweißmoleküle im Blut erzeugen ebenfalls einen Gegendruck zum Blutdruck, da sie Wasser im Blutgefäß zurückhalten. Er wird onkotischer Druck oder kolloidosmotischer Druck genannt und beträgt etwa 25 mmHg. Bei einem starken Blutdruckabfall sinkt auch der Filtrationsdruck, was zu einem akuten Nierenversagen führen kann.
Der Kapseldruck und der kolloidosmotische Druck wirken dem Blutdruck entgegen. Somit ergibt sich an der Bowman-Kapsel ein effektiver Filtrationsdruck von etwa 8 mmHg. Schwankt der Blutdruck und fällt in einen kritischen Bereich, kommt es zu einer Gegenregulation der Niere. Durch die Ausschüttung von Renin aus den Zellen des juxtaglomerulären Apparates wird das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) aktiviert, wodurch der effektive Filtrationsdruck wieder steigt. Außerdem können die Nieren den Filtrationsdruck kurzfristig über den Bayliss-Effekt und die damit verbundene Vasokonstriktion und Vasodilatation der Vasa afferentia aufrecht halten.
Der zweite Schritt besteht in der Modifikation des Primärharns, die vor allem im proximalen Tubulus stattfindet. Sie umfasst zwei Mechanismen. Zum Einen erfolgt eine aktive Rückresorption von Elektrolyten, Glucose und Resteiweißen aus dem Tubulus ins Blut, sowie eine passive Rückresorption von Wasser, hauptsächlich durch den sogenannten Solvent-drag-Mechanismus. Zum Anderen findet ein aktive Sekretion von Harnstoff, Harnsäure, Kreatinin, Aminosäuren und Elektrolyten aus dem Blut in das Tubulussystem statt. Die Rückresorption hat jedoch ein Transportmaximum. Wenn das Angebot eines bestimmten Stoffes (z. B. Glukose beim Diabetes mellitus) die so genannte Nierenschwelle übersteigt, wird er nicht ins Blut rückresorbiert, sondern mit dem Harn ausgeschieden.
Durch diese Mechanismen wird das Volumen des Primärharns auf durchschnittlich 18 – 20 Liter pro Tag reduziert.
Der letzte Schritt ist die weitere Harnkonzentration. Sie läuft in der Henle-Schleife und in den Sammelrohren ab. Dabei kommt das Gegenstromprinzip zur Wirkung. Es besteht aus 3 Komponenten:
dem dünnen, absteigenden Schenkel der Henle-Schleife
dem dicken, aufsteigenden Schenkel der Henle-Schleife
dem zwischen beiden Teilen liegenden Interstitium
Dabei ist entscheidend, dass der dünne Teil der Henle-Schleife für Wasser durchlässig ist, der dicke Teil nicht. Im aufsteigenden Teil der Henle-Schleife werden Natrium-Ionen durch aktiven Transport aus dem Harn in das benachbarte Interstitium transportiert. Das Wasser verbleibt im Harn, da es dem Natrium nicht folgen kann – die Flüssigkeit wird dadurch hypoton, das Interstitium hyperton.
In das hypertone Interstitium fließt nun Wasser aus dem absteigenden Teil der Henle-Schleife ein, da hier die Wand wasserdurchlässig ist. Dadurch wird der Primärharn im absteigenden Teil der Schleife aufkonzentriert und Wasser entzogen, ohne dass dazu ein zusätzlicher Energieaufwand notwendig wäre.
Der ihm Rahmen des oben beschriebenen Konzentrationsprozesses entstandene Sekundärharn hat nur noch ein Volumen von etwa 1,5 Liter pro Tag.
Die Harnbildung wird im Wesentlichen durch 2 Hormone beeinflusst:
Aldosteron stimuliert die Tubuluszellen zur Expression von Natrium- und Kaliumkanälen und steigert so die Natriumrückresorption.
Adiuretin fördert die Wasserrückresorption im distalen Tubulus und in den Sammelrohren, so dass dem Körper weniger Wasser verloren geht.
Weitere Aufgaben der Niere sind die Steuerung des Säure-Basenhaushalts
Hormonproduktion: Neben ihrer Ausscheidungsfunktion produziert die Niere das Hormon Erythropoetin, das die Produktion von Erythrozyten stimuliert. Außerdem sezerniert sie das Enzym Renin, das hormonähnliche Eigenschaften hat.
Die Nierenfunktion kann an Hand der Urinmenge, der Urinkonzentration und der Konzentration der harnpflichtigen Substanzen (Kreatinin, Harnstoff, Harnsäure, Kalium) im Blut abgeschätzt werden. Differenziertere Aussagen über die Nierenfunktion können über die Ermittlung der Clearance getroffen werden.
Weitere Aussagen über die Nieren liefern das Urinsediment und Teststäbchen auf Bakterien, Eiweiß, Blut oder Glukose
Die Morphologie der Niere wird mit Hilfe bildgebender Verfahren erfasst. Dazu zählen u.a.:
Sonographie, Kontrastmitteldarstellung der Niere (i.v.-Pyelogramm),CT,MRT
Zu den Erkrankungen der Niere zählen unter anderem:
Pyelonephritis
Glomerulonephritis
Nierensteine
Nierentumoren
Hypernephrom
Angiomyolipom
Fehlbildungen
Doppelniere
Zystennieren
Hufeisenniere
Niereninsuffizienz
Akutes Nierenversagen (ANV), Anurie
Urämie
Nephroptose („Wanderniere“)
Arteriolonekrose der Niere
Arteriolosklerose der Niere
Das war jetzt ausgesprochen umfangreich für einen Heilpraktiker, also könnt Ihr das auf die Essence kürzen. Für die Anamnese, die natürlich in aller Ausführlichkeit Stunden dauern würde, müssen wir auf die Genussmittelanamnese kommen. Schwerpunktmässig Nikotin, Alkohol und Drogen. Darauf gehe ich jetzt nicht im Detail ein. Aber Ihr könnt Euch vorstellen, dass jede dieser Drogen oder sogar alle zusammen schwere gesundheitlich Folgen haben können. Die Erfahrung wird dann schon die eventuellen Risikofaktoren spiegeln. Dann mal eine schöne Woche.

7 Reaktionen zu “Gevatter Tod”

  1. Drdoliddle

    Sehr schön, der Herr Tersteegen hat es auf den Punkt gebracht. Bitte haltet Euch nicht so sehr mit der Detektivarbeit über meine Karriere oder meine Beweggründe auf, nur zur Erkenntnis: Selbst der Sanitäter ist im Zuge seiner Ausbildung verpflichtet verschiedene Stationen zu besuchen. Chirurgie, Anaesthesie, Notaufnahme, Rettungswache, Notarztwagen etc. Dabei trägt dieser eben auch die entsprechende Berufskleidung und da der Chirurg, Anaesthesist etc auch Aufgaben runterdelegieren darf und tut, kann man, so man sich denn geschickt anstellt auch an verschiednsten Prozeduren, dem Intubieren, öffnen, schneiden und nähen teilnehmen. Das werde ich sicher mal alles im detail in meinem Buch schreiben, so es denn einer verlegen möchte. Terminologie der Anatomie und Embyologie rev. hat auch keiner verlegen wollen. Famulatur mit zwei in Leipzig, das war schon toll. Fast mit eins, aber die hat keiner bekommen. Beim lieben Prof. Dr Schubert, exzellenter Mann und sehr kompetent. Für die Gyn gibt es noch den Leiter Dr. Wacker, Autor von Efrains Töchter, der mir auch sehr bei meiner Wissensbeschaffung geholfen hat. Gyn selbst durfte ich meinen Geburtenanteil auch in Leipzig machen. Ich stelle da mal was rein. Also, statt Detektivarbeit Bücher auf, alles lesen und immer schön neurgierig bleiben. Aber nicht mit belanglosem wie dem Leben von anderen, sondern nur mit dem eigenen.

  2. Herbert

    Hallihallo an die Community, ich bin beim surfen im Internet auf diesen Blog gestoßen. Erstmal mein tiefes Mitgefühl für deinen Verlust, ich kann ungefähr dein Feeling zurzeit nachvollziehen, da auch ich in einer Umwälzungsphase meines Lebens stecke und nicht genau weiß, ob ich da jemals wieder herauskommen kann. Schön, dass du so angenehme Erinnernungen an den Dahingeschiedenen hast. War das dein Dad oder dein Stiefvater den sich „Gevatter Tod“ da genommen hat?
    Wenigstens hat mich deine Ansprache mal wieder aus meiner umgreifenden Lethargie gerissen und ich konnte mich seit längerem mal wieder über diese positive Sichtweise freuen. „Das Uhrenglas[s] ist doch zu schnell leer gelaufen. Ja,[ ]ja, die Zeit. Ohne Zeit sind wir nichts, ist alles nichts.“ (Sascha Alexander Bröse). Sowas vermag mich mal wieder aus meinen Grübeleien zu reisen und ich hoffe mit solch tröstlichem Input mal wieder gut durchschlafen zu können und endlich mal wieder meinen Interessen nachgehen zu können.
    Ich hoffe auf regen Austausch hier im Cyberspace und würde mich freuen von dir, Sascha, weitere Ratschläge zu erhalten wie du in meiner, der deinigen nicht ganz unähnlichen, Situation agieren würdest. Ich hoffe deinem Potpourri von Erfahrungen fällt hierzu etwas ein.
    Herzlichst, Herbert Krupi

  3. Drdoliddle

    Danke, Herbert, es war der Opa von meinem Sohn- einer der zwei. Der hat einmal im jahr seinen Besuch von kleinen bekommen und war mein guter Freund in meiner Zeit in Mexiko Stadt. Memento Mori, die Auseinandersetzung mit dem Tod und dem sterben. Betrachtet man es genau ist der einzige vollkommene Zustand, den ein Mensch je erreichen kann, der Tod. Der Mensch ist Sammler, eben auch Sammler der Momente und Erinnerungen. Man kann lernen, alles zu vergessen, dann bleibt man unangreifbar. Seelisch meistens. Wir ignorieren unser sicheres Ende, vergessen, dass uns nicht so viel Zeit bleibt. Eben die Zeit, unser einzig hab und gut. Ich würde soweit gehen, dass Zeit und Wasser die wertvollsten Sachen der Welt sind. Was würde ich in einer Wüste machen, mit dn Schätzen Ali Babas und keiner Menschenseele in weitem Umfeld. Ohne Wasser, keine Zeit. Das sagen wir oft, das Leben ist Zeit. Immer gleich viel Wert, Wir tauschen es für Arbeit und leiden unter Verlusten. Dabei kann man ein schönes Denkspiel machen. Wenn man , nach abgelaufener Sanduhr denn an Petrus Türchen kommt, Petrus einen fragt: Und, wie wars im Paradies. Das hier ist das Paradies. Ich nehme mir keine Zeit zum Leiden, los geht es, hier kann man alles machen. Eine wunderbare Welt

  4. Pedunculus Glaciei

    Hallo Sascha,
    mir ist gerade aufgefallen dass du Sascha Alexander heißt und Sascha ja ein Kosename für Alexander ist. Heisst du denn wirklich Sascha Alexander oder nur Alexander? Sorry ich weiß ist eine dumme Frage.

    Inhaltlich war das diese Woche wieder mal ein vollmundiger Genuss. Die Verschmelzung alltäglicher Dinge mit eiskalten medizinischen Fakten ist allwöchentlich genau die Sorte von Text die ich genieße. Eiskalte Erzähler wie Hemingway oder Faulkner wären sicher auch genau dein Geschmack? Liest du denn auch Romane? Deine geflochtenen teils stielweisen Erzählstränge sind wie ein Spaghettieis im Sommer!

    So long
    Pedunculus Glaceiei

  5. Drdoliddle

    Hallo Karlobond,
    leider konnte meine Mutter kein Russisch so wusste Sie von der Niedlichkeitsform nicht. Romane habe ich schon lange nicht gelesen. Momentan arbeite ich mich durch die tausenden von Seiten der Biochemie für Hantelsportler durch. Kannst Du denn was empfehlen. Da liegt noch ein Rilke und Seneca will auch noch gelesen werden. Mein Gehirn funktioniert nicht so wie die meisten, deshalb bitte ich die manchmal verschrägten Stile zu entschuldigen. Ich nehme das hier auch als eine Übung. Vielleicht lerne ich ja so das Schreiben besser. ADHD Vollbild, was soll man machen. Danke fürs lesen

  6. Drdoliddle

    Guten Morgen, liebr Paul und die treuen Leser. Der Ordnung halber setzt wissenschaftlichens Arbeiten einen anderen Rahmen voraus, als den, in dem ich arbeite. Mit Neugierde und Enthusiasmus stürze ich mich auf die unterschiedlichsten Themengebiete, of natürlich mit medizinischem Zusammenhang jedoch ohne die üblichen wissenschaftlichen Auflagen. Die daraus folgenden Erkentnisse dürfen nicht als Wissen, sondern vielmehr als Annahmen und Reize angenommen werden. Ihre richtigkeit gilt es dann für Wahre Wissenschaftler zu ergründen. Ich bin mehr so ein Catweazle Wissenschaftler der sicher auch den Scheiterhaufen aus zu guter Nähe betrachten hätte müssen. Oder den Kreuzigungstod erwarten können, als Ungläubiger. Inspiration will ich sein, aber eben mit Flasche Wein in einem Fass, Bacchus an meiner Seite. Dabei trinke ich bis September gar keinen Alkohol, das Bild hat mir nur gefallen. Das mit Youtube würde mir auch gefallen, wie so vieles. Da wollte ich die Anatomie doch rannehmen, habe ich Frank vom Flexikon auch vorgeschlagen, hat sich irgendwie nicht entwickelt. Bitte nehmt mich nur als Anreiz, lernen müsst Ihr alles selber, ich will Euch nur die Lust dazu machen, vielleicht werdet Ihr ja gute Ärzte, nicht aus dem Motiv des Geldes. Es ist dieses Brennen, Neugierde und leider oft auch das gesenkte Haupt, aber damit schafft man neues, durch neue Wege gehen.

  7. Drdoliddle

    Als cand med bezeichnet man den Studenten nach positiv abgeschlossenem ersten Staatsexamen. Das haben Zahnis nicht. Im klinischen Abschnitt des Studiums lautet die Bezeichnung „candidatus medicinae“ abgekürzt cand. med..Stud.med.dent bedeutet nur Student der Zahnmedizin, ist aber kein Titel. Irreführend dahingehend, da die Zahnmedizinstudenten nahezu die gleichen Dinge wie die Humanis in der Vorklinik studieren müssen. Eigentlich unsinnig, schreit nach Reform. Der Zahnarzt wäre dann auch eher ein Handwerker statt ein Arzt, da er sich auf einem Fachgebiet austobt und für jede weitere Tätigkeit wie Oralchirurgie oder Implantologie Extraausbildungen für satte Sümmchen einkaufen (mit Prüfungen) muss. Im 5 bis 6 stelligen Bereich!!! Lies bitte bei http://flexikon.doccheck.com/de/Medizinstudium

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