Polyhistor, der gemeine Geber

Mein großer und Famillie

Mein großer und Famillie

„Reich ist, wer viel hat, reicher ist, wer wenig braucht, am reichsten ist, wer viel gibt.“
(Gerhard Tersteegen, 1697-1769) Das hat mich sehr gefreut lieber Axel. Ich ahnte immer, dass die Maßstäbe anderer auf mich nicht zutreffen. Die Leser haben immer viele Fragen zu meiner Karriere oder meinem Beruf. Es ist zwar ein Tagebuch, aber über mich selbst werde ich dann doch den Mantel der Schweigsamkeit hüllen. Das geben macht mir viel Spaß, sehr viel. Mein Kühlschrank ist voll mit Dingen, die bald in die Hände von Bedürftigen gehen. Auch wenn Sie nicht bedürftig wären, ist das der Weg, den sie gewählt haben. Gut, wähle einen Weg und gehe ihn dann auch. Zerbrecht Euch bitte nicht den Kopf, ob ich operiere oder seziere, ob Mensch oder Tier. Was ich hier mache ist alles zu meiner Freude und auch zur Hilfe, so sie denn jemand braucht. Mein Traum wäre natürlich schon meinen Namen in den Reihen der Anatomen zu sehen. Meinen Vorschlag, einen hatte ich schon vorgebracht,  hatten sie aber nicht angenommen. Kommt noch, alles dauert. Worum gingen meine Gedanken heute, die Vernetzung. Wie bei meiner Lebensmittelverteilung ist auch in der Gesellschaft eine Vernetzung erstrebenswert und höchstes Gut. Jetzt etwas über die Vernetzung und die parallelen zur Hirnvernetzung. Nein, andermal. Ach, ich hatte es ja neulich über das Glück. Jetzt, wo ein reger Dialog entstanden ist, möchte ich das noch einmal in den Raum stellen. Haben wir ein Hormon, dass messbar den Glückszustand widerspiegelt? Ab welcher Komposition von Dopamin, Adrenalin und den anderen ist der Glückszustand. Warum nimmt er ab und währt nicht ewig. Ein lieber Bekannter ist Neurochirurg und arbeitet in einer nahen Klinik. Er möchte mich mal mitnehmen, da wird es sicher wieder spannende Geschichten geben. Zum Thema Glück habe ich natürlich auch ein paar Bücher bestellt. Vielleicht weiß ich nach dem Lesen mehr. Wegen dem Interesse an den tropenmedizinischen Famulaturen und Kursen empfehle ich die Seite der Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. Mache ich einen Kurs, gebe ich Euch über den Blog Bescheid. So, kommen wir schon zum Anatomen der Woche, der Laimer.
Laimer, Eduard (1857-1934), österreichischer Anatom. Wieso denke ich jetzt gerade schon wieder in dem österreichischen Dialekt? Dem verdanken wir die Entdeckung, oder wenigstens die Bennennung des Laimer-Dreiecks und der Laimer Membran. Das Laimer-Dreieck ist ein dreieckiger, weitgehend muskelfreier Bereich am Übergang vom Pharynx zur Ösophagusmuskulatur. Es befindet sich zwischen dem Unterrand der Pars fundiformis des Musculus cricopharyngeus und den auseinanderweichenden Fasern der Längsmuskulatur des Ösophagus. Die Ösophaguswand besteht hier lediglich aus relativ spärlichen muskulären Ringfasern. Der restliche Ösophagus hat hingegen eine innere Ring- und eine äußere Längsmuskelschicht. Oberhalb des Musculus cricopharyngeus befindet sich das Killian-Dreieck.
Von manchen Autoren werden beide Dreiecke nicht als getrennte Entitäten geführt. Und dann haben wir noch das Laimer-Band oder die Laimersche Membran. Sie ist uns besser bekannt als das Ligamentum phrenicooesophageale. Das Ligamentum phrenicooesophageale ist eine Bandstruktur, die den Ösophagus an seiner Durchtrittsstelle durch das Diaphragma (Hiatus oesophageus) verschieblich fixiert. Das Ligamentum phrenicooesophageale setzt sich aus Fasern der Fascia phrenicopleuralis und der Fascia diaphragmatica inferior zusammen und strahlt in das Vestibulum cardiacum des Ösophagus ein. Es geht nach kranial und kaudal ohne feste Grenze in die Adventitia des Ösophagus über. Lockerungen des Ligaments können durch Mobilisation des Ösophagus (Hiatushernie) zur Abstumpfung des His-Winkels (Kardiainsuffizienz) oder Verlagerung von Magenanteilen in den Thoraxraum führen. Das Verlagern von Magenteilen oder Darmschlingen wird als Zwerchfellhernie bezeichnet. Es kann zu Sodbrennen oder Völlegefühl führen. Eine solche Hernie kann angeboren sein oder im Laufe des Lebens erworben werden. Eine erworbene Hernie tritt meist als sogenannte Hiatushernie im Hiatus oesophageus als Bruchpforte auf. Die Bochdalek-Hernie (kennen wir noch aus dem Gehirn, den Bochdalek und sein Blumenkörbchen) ist die häufigste angeborene Hernie und entsteht durch ein erweitertes Trigonum lumbocostale, das eine bindegewebige verschlossene muskuläre Schwachstelle zwischen der Pars costalis und der Pars lumbalis des Diaphragmas darstellt. Wo sind wir jetzt. Die Heilpraktiker sind dran. Vorab noch der Hinweis an die Interessierten des tropenmedizinischen Famulaturen und Kurse. Schaut bitte auf der Seite der tropenmedizinischen Gesellschaft nach. WWW. Dtg.org, dort findet Ihr die aktuellsten Termine und Kurse, vielleicht machen wir ja einen Zusammen. Heilpraktikerprüfung, die Haut. Die Haut ist ein Flächenorgan, das die Abgrenzung des Organismus gegenüber der Außenwelt bildet. Sie schützt den menschlichen Körper u.a. vor pathologischen Keimen, vor Sonnenlicht oder vor Austrocknung.
Die menschliche Haut besitzt eine Gesamtfläche von ca. 1,8 m2 und hat eine Dicke von etwa 1,5 bis 4 mm. Ihr Gesamtgewicht beträgt ca. 3,5 – 10 kg. Rechnet man das Fettgewebe mit, ist ein Gewicht von ca. 20 kg möglich.
Die Haut setzt sich aus verschiedenen Schichten zusammen: Cutis, bestehend aus Epidermis (Oberhaut)
Dermis oder Corium (Lederhaut) Subcutis (Unterhaut). Die Anordnung der Zellenschichten ist gut zu merken mit dem Satz: Baskische Spinnen gründen lustigen Kochclub. Stratum basilaris, Stratum spinosum, Stratum granularis, STratum lucidum und Stratum cornium, wenn ich mich recht entsinne.
In die Haut sind Hautanhangsorgane (Haar, Nagel, Schweiß-, Talg- und Duftdrüsen), Blutgefäße, Nervenendigungen, Thermo- und Berührungsrezeptoren eingelagert, die dem Schutz, aber auch der Interaktion mit der Umwelt dienen. Die Haut hat vielfältige Funktionen. Dazu gehören die Herstellung der körperlichen Integrität zum Schutz des Organismus vor Umwelteinflüssen wie z. B.:
Schutz vor Strahlung durch Teilung der Melanozyten, gegen Chemikalien, vor Krankheitserregern durch Hautflora und Säureschutzmantel, gegen Austrocknung durch Talgbildung und mechanischer Schutz der subkutanen Strukturen (z.B. Gefäße), durch die Elastizität des Koriums und das subkutane Fettgewebe, aber auch Wärmeregulierung (Wärmeabgabe durch Vasodilatation oder Wärmeerhalt durch Vasokonstriktion, Schwitzen, Gänsehaut etc.)
Die Haut ist auch Energiereserve in Form von in der Haut gespeicherten Fettes zur Sinneswahrnehmungen der Sensibilität, z.B. Tastsinn, Druck-, Schmerz- und Vibrationsempfinden. Nicht zu vergessen die Synthese von Vitamin D unter UV-Strahlung, die Perspiration (Hautatmung, bei bestimmten Tieren) aber auch Aufnahme und weiterleitung von Substanzen, z.B. Morphium über transdermale Pflaster. Hier an dieser STelle kommen wir wieder zum Jakobschen Organ und der unbewussten Kommunikation mit dem Sexualpartner durch Pheromone. Vielleicht sollte da jemand seine Informationen einbringen, wird doch das Vorhanden sein und mehr noch funktionieren dieses Organs beim Menschen heftig geleugnet. Dennoch Moschus und ähnliches in Parfumes eingemischt. Na, denn.
Makroskopisch können zwei funktionell verschiedene Hautformen am menschlichen Körper unterschieden werden:
Die Leistenhaut auf den Handflächen und Fußsohlen
Die Felderhaut auf dem restlichen Körper, welche zusätzlich Haare und Drüsen trägt. Jetzt kommen wir auch schon zum Ende, die Anamnese. Brauchen wir die Aufführungen hier überwiegend für die Prüfung zum Heilpraktiker, ist es natürlich auch dem Laien möglich im Geiste eine Anamnese zu machen. Geht mir zumindest so dass ich, sobald ich etwas sehe, in meinem Fundus nach der Ursache suche. Auch beim Hühnchen essen oder beim Sport versuche ich immer den Namen der entsprechenden Muskeln aufzufinden oder schaue sie später nach. Sollten wir ein Quiz draus machen. Kommen wir, der Vollständigkeit halber zur Sexualanamnese. Sie ist nicht fester Bestandteil einer Anamnese sollte aber bei entsprechender Symptomatik in Betracht kommen. Rezidivierende Zystitis, Fluor Vaginalis oder andere entzündliche Prozesse an den Geschlechtsorganen, aber nicht nur (Soor). Hierbei ist die Nachfrage der Anzahl der Geschlechtspartner wie auch vorausgegangene Sexualkontakte wichtig. Fragen über die Libido, Potenz, wie oft, mit wem oder was, Verhütung, wie, andere übertragbare Krankheiten. Lesen Sie bitte nach über das „kissing desease“. Das kann sehr umfangreich sein, wird unter Umständen auch schwierig, den richtigen Moment zu erfragen. Aber in den Zeiten Badoos und Tinders sind die alten, totgeglaubten eben wieder länger am Leben. Somit eine schöne Woche und schaut auf der Seite dtg.org einmal rein.

5 Reaktionen zu “Polyhistor, der gemeine Geber”

  1. LockusVeilus

    Stabil Sascha, sehr hübsche Familie! Weiter so! Da du die Sexualanamnese ansprachst, ich würde mich freuen wenn du darüber mal etwas mehr schreiben würdest und uns mit deinem Erfahrungsschatzes beglückst! #yolo dein Lockus

  2. Florine Nerwowość

    Sehr gut Sascha, zeig dem Rex, Gundula und Skalarwelle, dass du dich nicht verarschen lässt. Das ist ja lächerlich zu meinen dich hier in irgendeiner Art und Weise lächerlich machen zu können. Was soll eigentlich „Plastischer Chirurg“ für eine Berufsbezeichnung sein? Heißt das nicht „Plastische und Ästhetische Chirurgie“ als Weiterbildungsbezeichnis? Hilf mir mal bitte weiter, Prof.Dr.Dr. Bröse.

  3. Drdoliddle

    Hallo Florine, ganz so schlimm ist es nicht. Laß Mal den Prof. Dr.Dr. weg. Fühle mich geschmeichelt, aber die Titel habe ich nicht. Montag Beitrag kommt, da spreche ich das kurz an. In Zukunft wünsche ich mir, dass Kommentatoren sich auch ein Gesicht und einen richtigen Namen geben, dann stelle ich Sie Ordnungsgemäß vor. Das hier ist ein wirklich superbes Unternehmen, dank ihm habe ich die Famulatur der Tropenmedizin und auch die Washabich Geschichte bekommen. Da ist kein Spielraum für Bildzeitungsniveau. Aber Montag spreche ich noch einmal das Thema der interdisziplinären Kommunikation an. Das Internet ist, wie auch die Bibel, eine eher umfangreiche als verlässliche Quelle. Recherche, da muss ich ja laut lachen, arme Patienten

  4. Florine Nerwowość

    Ich habe diese Titel nur von deinem LinkedIn Profil genommen. Da ist ja dein Foto drauf und das Profil heißt Prof.Dr.Dr. Bröse. So viel Bescheidenheit, das ist echt selten.
    Du bist echt eine Nummer =)

  5. Drdoliddle

    Hallo Ihr Lieben, ich unterrichte an zwei Gesamtschulen und bewege mich auch viel im öffentlichen Raum. Bitte nehmt das Internet NICHT als Quelle Eurer Informationsbeschaffung und auch nicht die Zeitung mit den großen Buchstaben. Solche Informationen schmeicheln mir sehr, aber diese Titel sind zwar erstrebenswert, jedoch nur Folge igendwelcher Streiche. Da ich nicht Erschaffer dieser Informationen bin, kann ich sie auch nicht löschen. Bilder von mir gibt es einige im Netz.
    Also, weiter mit der Unterhaltung, geniest meinen Blog

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