Rollenspiele

Jetzt geht es los- Radfahren im Regen

Jetzt geht es los- Radfahren im Regen

Wir spielen keine Rolle. Das war das Gefühl beim „Staatsanwalt“ (Filmserie) als Komparse teilzuhaben. Sehr spannend. Quatsch, absolut langweilig und ein tief-psychologischer Moment, wie unbedeutend man doch auch noch im Job sein kann. Kleines Geld, beim Catern ignoriert und schlichtweg wie ein Mensch dritter Klasse behandelt. Aber nicht sinnfrei. Schließlich muss im Hintergrund jemand vorbei laufen der nicht auf das Set glotzt, es muss jemand mit an der Imbissbude stehen, damit die Darsteller deren Rolle verkörpern können. Aber es fühlt sich halt schlimm an. Man bekommt genaueste Anweisung, wann und wie man denn im Hintergrund vorbeilaufen soll. Die Szenen sind so unsichtbar, man nimmt Sie als Zuseher gar nicht war. Wie im Leben. Die, die nur vorbeilaufen haben auch eine Geschichte, aber der Fokus ist nur auf den Protagonisten. Die anderen fallen nicht auf, doch wenn sie fehlen schon. Perspektive, da ist sie wieder. Und Fokus. Muss man also einmal gemacht haben, aber nicht zu oft. Sehr viel Leere diese Lehre. Wer ist denn unser Anatom der Woche, der Langerhans- nicht zu verwechseln mit Langhans, den gibt es auch, aber erst kommende Woche.
Langerhans, Paul (1847 oder 49 -1888) deutscher Pathologe aus Freiburg und Entdecker der Insulae pancreaticae oder der Langerhans-Inseln, sowie des Dendrocytus epidermis, der Langerhans-Zelle. Hier noch angemerkt, daß ich nur die meistbekannten erwähne, also keine verbindliche Vollständigkeit. Da könnt Ihr mir gerne weiterhelfen.
Langerhans-Zellen sind inaktive dendritische Zellen im Stratum spinosum der Epidermis, die der Antigenpräsentation dienen. Sie gehören zum mononukleär-phagozytären System (MPS).
Ungenau werden auch die Zellen innerhalb der Langerhans-Inseln des endokrinen Pankreas als Langerhans-Zellen bezeichnet. Verwechslungsgefahr besteht auch mit den Langhans-Riesenzellen und den Langhans-Zellen der Plazenta.
Als Gewebsmakrophagen sind Langerhans-Zelle in der Lage, bei Verletzungen der Haut, eingedrungene Antigene zu phagozytieren. Nach Antigenkontakt differenzieren sie sich zu reifen dendritischen Zellen und wandern in die nahe gelegenen Lymphknoten, wo sie mit T-Lymphozyten interagieren und auf diese Weise eine Immunreaktion initiieren können.
Die Langerhans-Zelle enstammt dem Mesoderm und wird im Knochenmark gebildet. Sie wandert ab der 4. Embryonalwoche in die Epidermis ein und ist ab der 12.-14. Embryonalwoche voll ausdifferenziert.
Als Langerhans-Inseln bezeichnet man die endokrinen Zellansammlungen im Pankreas, die unter anderem den Kohlenhydratstoffwechsel regulieren.
Die Langerhans-Inseln sind etwa 100 bis 200 µm große, zum neuroendokrinen System gehörige Zellansammlungen, die außer im Kopfbereich im gesamten Parenchym des Pankreas vorkommen und aus bis zu 2.000.000 endokrinen Zellen bestehen. Sie sind stark kapillarisiert und mit Nervenfasern durchzogen.
Die Langerhans-Inseln lassen sich in histologischen Präparaten leicht vom umgebenden Gewebe abgrenzen, vor allem aufgrund ihrer metachromatischen Granula. Innerhalb der Inseln lassen sich fünf Zelltypen unterscheiden:
A-Zellen (α-Zellen): etwa 10-20% der endokrinen Zellen
Produktion von Glucagon und Speicherung in α-Granula
B-Zellen (β-Zellen): etwa 70-80% der endokrinen Zellen
Produktion von Insulin und Speicherung in β-Granula
D-Zellen (δ-Zellen): etwa 5-10% der endokrinen Zellen
Produktion von Somatostatin und Speicherung in δ-Granula
PP-Zellen: weniger als 2 % der endokrinen Zellen
Produktion des pankreatischen Polypeptids (PP). Zellen ohne Granula, in normalen Färbungen nicht sichtbar.
Ghrelin-Zellen (ε-Zellen):
Produktion von Ghrelin.
Das dichte Kapillarnetz des endokrinen Pankreas weist fenestrierte Endothelzellen auf. Dadurch stehen die endokrinen Zellen direkt mit dem Blut in Verbindung. Sie können so den Blutzuckerspiegel „messen“ und bei Bedarf Insulin oder Glucagon direkt in das Gefäßsystem ausschütten.
Die Langerhans-Inseln regulieren durch die Ausschüttung von Insulin und Glucagon die Konzentration von Glucose im Blut (Blutzuckerspiegel); dabei unterliegen sie selbst der Regulation durch andere Hormone sowie nervale und metabolische Reize.
Die Langerhans-Inseln können im Rahmen einer Inselzelltransplantation von einem Spender auf einen Empfänger übertragen (z.B. bei Diabetes mellitus Typ I) werden.
Jetzt kommen wir schon wieder zum zweiten Drittel der Geschichte, Heilpraktiker mit der mündlichen Vorbereitung zur Prüfung und der Frage zum feinstofflichen Aufbau der Leber und deren Funktion. Die Leber ist das größte und wichtigste Stoffwechselorgan des menschlichen Körpers. Ihre Aufgaben sind u.a.:
Verwertung von Nahrungsbestandteilen
Abbau und Ausscheidung von Stoffen
Produktion lebenswichtiger Proteine
Die Leber ist im erwachsenen menschlichen Körper die größte Verdauungsdrüse. Sie bildet verschiedene Bluteiweiße, Abwehrstoffe und Galle und ist das Hauptentgiftungsorgan. Fast alle Nährstoffe, die aus dem Darm ins Blut aufgenommen werden, gelangen zuerst zur Leber und werden dann von dieser je nach Bedarf ans Blut abgegeben oder aus dem Blut entfernt. Weitere Aufgaben der Leber sind die Speicherung von Vitaminen und die Synthese von Ausgangsprodukten für die Hormonproduktion.
Die Leber entsteht aus einer epithelialen Knospe des embryonalen Vorderdarms, welche proliferiert und sich zum reifen Organ differenziert. Sie ist somit ein Derivat des Entoderms.
Die menschliche Leber wiegt beim Erwachsenen ca. 1.400 bis 1.800 g. Sie ist ein weiches, ziemlich gleichmäßig strukturiertes Organ, das im rechten Oberbauch liegt. Makroskopisch lässt sich die Leber in 4 verschiedene Lappen (Lobi) unterteilen:
Lobus hepatis dexter
Lobus hepatis sinister
Lobus quadratus
Lobus caudatus
Zusätzlich zur makroskopisch-anatomischen Einteilung in Lappen kann die Leber funktionell in 8 Lebersegmente gegliedert werden.
Histologisch ist die Leber aus kleinen, 1-2 mm durchmessenden Strukturelementen, den Leberläppchen (Lobuli hepatis) aufgebaut. Sie bestehen wiederum aus konzentrisch um eine Zentralvene angeordneten Leberbälkchen, die aus säulenartig aufgereihten Leberzellen (Hepatozyten) bestehen. Zwischen ihnen verlaufen die blutgefüllten Lebersinusoide.
Von jeweils drei Leberläppchen eingeschlossen, findet man im histologischen Schnitt kleine Bindegewebsinseln, die Periportalfelder. Sie enthalten die zuführenden Blutgefäße, d.h. Äste der Arteria hepatica propria und der Vena portae, sowie die intrahepatischen Gallengänge. Zusammen bilden sie die so genannte Glisson-Trias.
Neben der rein anatomischen Unterteilung in Leberläppchen kann das Lebergewebe auch funktionell in Leberazini und Portalläppchen eingeteilt werden.
Die Leber ist eng in die Steuerung des Glukose-, Fett- und Eiweißstoffwechsels eingebunden. Glukose wird vom Darmblut aufgenommen und kontrolliert an den restlichen Körper weitergegeben. Ein Überschuss wird als Glykogen gespeichert. Bei Hunger wird der Speicherstoff zu Glukose abgebaut. Die Leber beeinflusst durch die Steuerung von Hormonen (z.B. Insulin) den Blutzuckerspiegel und kann ihn, von der Nahrungsmittelzufuhr unabhängig, konstant halten. Insulin aktiviert in der Leber die „Verbrennung“ des Zuckers und hemmt den Abbau von Fett.
Die Aufgaben im Einzelnen der Leber sind die Speicherung von
Glucose in Form von Glykogen,
Fett in Form von Lipoproteinen
zahlreiche Vitamine und Eisen
Blut
Bildung von Eiweißen wie z.B.
Albumin
Transferrin
fast alle Gerinnungsfaktoren
Antithrombin
Plasminogen
Bildung der Galle
Synthese von Cholesterin und Gallensäuren
Abbau und Entgiftung, Säure-Base-Haushalt
Abbau von Hämoglobin zu Bilirubin
Verstoffwechslung von Ammoniak zu Harnstoff
Hormone
Medikamente
Abwehrfunktion (Keime aus dem GIT)
Blutbildung beim Fetus bis zum 7. Schwangerschaftsmonat
Die Lebererkrankungen bezeichnet man auch als Hepatopathien. Sie sind die Domäne der Hepatologie, einer Teildisziplin der Gastroenterologie. Dazu zählen unter anderem:
Fettleber
Alkoholtoxische Hepatitis
Akute Virushepatitis A, B, C, D, E
Hepatitis bei anderen Viruserkrankungen
Chronische Hepatitis
Leberzirrhose
Leberinsuffizienz
Coma hepaticum
Lebermetastasen
Hepatocelluläres Carcinom (HCC)
Leberabszesse
Bei einer Schädigung der Leberzellen treten einige Enzyme im Blutserum erhöht auf. Je nach dem, welche Enzyme erhöht sind, kann man oft auf die Art der Erkrankung schließen. Die Höhe des Enzymanstiegs im Serum entspricht dabei dem Ausmaß der Schädigung der Leberzellen. Oft gemessene Leberenzyme sind:
Alanin-Aminotransferase (ALT, ALAT), veraltet: Glutamat-Pyruvat-Transaminase (GPT)
Aspartat-Aminotransferase (AST), veraltet: Glutamat-Oxalacetat-Transaminase (GOT)
Glutamatdehydrogenase (GLDH)
Gamma-Glutamyltransferase (gamma-GT)
alkalische Phosphatase (AP)
Laborparameter der Leber sind:
Bilirubin (direkt, indirekt)
Bilirubinausscheidung im Urin
Cholinesterase, Albumin
Quick-Wert, Antithrombin
Hepatitis-Serologie
Serumeisen, Serumferritin, Kupfer und Coeruloplasminspiegel
Und damit sind wir auch schon wieder am Schluß. Es ging noch immer um die Anamnese und es gibt an dieser Stelle anzumerken, dass nachträgliche Änderungen bei Patientendaten, eine partielle Löschung sowie die unrechtmäßige Verwendung einen Straftatbestand darstellen. Anamnese kann man also jetzt noch einmal wie folgt zusammenfassen. Der erste Eindruck des Patienten, Habitus, Körperhaltung, Unruhe Dyspnoe und andere Anzeichen einer Fehlfunktion. Der Ausschluss eines Notfalls, Hauptsymptome, wo genau, seit wann, was ,wie, eventuelle Ausstrahlung, verschlimmernde oder verbessernde Faktoren, Begleitsymptome und bisherige Therapien. Medizinische Vorgeschichte, Vorerkrankung, Vorsorge und Impfstatus, Vegetative Symptomatik und Nebensymptome. Medikamente, Sozialanamnese, Familienanamnese, Sexualanamnese und Reiseanamnese. Damit sollte zu diesem Thema umfangreich referiert worden sein. Ich wünsche Euch eine schöne Woche.

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