Internet kaputt

Im Sommer mit dicker Jacke

Im Sommer mit dicker Jacke

Wieder einmal der Supergau, das Internet ist kaputt. Ich bin hier am Tapezieren und Rasenmähen und streichen und Segelschein machen und dabei habe ich wohl auch noch das Internet gelyncht. Das wird später ja jemanden freuen, der Entertain schauen möchte. Egal, wird halt ein Buch gelesen. Was ist denn wieder neues diese Woche passiert. Ach ja, habe mich zum Segelschein angemeldet, die ärztliche Untersuchung über mich ergehen lassen und bescheinigt bekommen, das ich keine Rot Grün schwäche habe. 50 Euro. Na wenn das ma nichts ist. Irgendwie steigt überall das Wasser, da ist es vielleicht gar nicht so dumm, sich darauf ein wenig besser auszukennen. Surfen hatte ja irgendwie nicht wirklich klappen wollen, vielleicht in so einer Jolle jetzt. Da bin ich wirklich gespannt, ob ich ein Gefühl für Wind habe. Wir hatten die letzte Woche über den Langerhans gesprochen und ich hatte auch schon vorgewarnt, den nicht mit Langhans zu verwechseln. Ist mir selbstverständlich selber passiert, darum will ich es noch erwähnen. Unser Anatom der Woche ist also der Langhans.
Langhans, Theodor (1839-1915) Schweizer Pathologe und Namensgeber der Langhans Zelle und des Langhans Fibrinoid. Die findet man auch als Pirogov-Langhans Zellen, laut Wikipedia.
Die Langhans-Zellen sind unreife Stammzellen, die zusammen den so genannten Zytotrophoblasten bilden, der im ersten Trimester der Schwangerschaft Teil der Plazentaschranke ist.
Es besteht, wie schon gesagt, Verwechslungsgefahr mit den Langhans-Riesenzellen und den Langerhans-Zellen der Haut.
Die Langhans-Zelle sind fetaler Herkunft und bilden im ersten Schwangerschaftsdrittel zusammen mit dem Synzytiotrophoblasten die Wand der Zotten. Sie sind in Form einer geschlossenen, meist einreihigen Zellschicht dem Synzytiotrophoblasten unterlagert und grenzen mit ihrer Basalmembran unmittelbar an das Zottenmesenchym. Ab dem 4. Schwangerschaftsmonat lockert sich ihr Zellverbund und sie verschwinden langsam als identifizierbare Schicht der Zottenwand.
Die Langhans-Zellen sind unreife Stammzellen, die den Reservepool des Synzytiotrophoblasten bilden. Zu den gleichen habe ich auch noch einen Artikel gefunden, den ich vor längerer Zeit berichtigt hatte. Vielleicht sollte ich die fusionieren. Langhans-Riesenzellen sind Zellen, die aus fusionierenden Makrophagen im Rahmen einer granulomatösen Entzündung entstehen.
Langhans-Riesenzellen sind neben den Epitheloidzellen, die ebenfalls spezialisierte Makrophagen sind, und weiteren inflammatorischen Infiltraten, wie neutrophilen Granulozyten, charakteristische Bestandteile von Granulomen.
Von Fremdkörperriesenzellen, die durch Fusion von Makrophagen bei der Phagozytose von Fremdkörpern entstehen, unterscheiden sie sich durch eine randständige, hufeisenförmige Aneinanderreihung ihrer Zellkerne im Zytoplasma. Gelegentlich enthalten sie Schaumann-Körper oder Asteroid-Körper.
Langhans-Riesenzellen treten bei einer Vielzahl von Erkrankungen auf, die mit einer granulomatösen Entzündung einhergehen, unter anderem bei:
Sarkoidose
Rheumatoider Arthritis (RA)
Morbus Crohn
Tuberkulose
Lepra
Schistosomiasis
Die Aufgabe der Langhans-Riesenzellen ist nicht vollständig geklärt. Wahrscheinlich dienen sie der Phagozytose von spezifischen Antigenen, beispielsweise der Phagozytose des Mycobacterium tuberculosis im Rahmen der Tuberkulose, oder der Sekretion lysosomaler Enzyme. Muss ich mich noch mit beschäftigen, sobald das Internet wieder geht und ich nicht über das Handy recherchieren muss.
Hauen wir noch schnell ein paar Dinge zur allgemeinen körperlichen Untersuchung raus. Die körperliche Untersuchung, und das gilt für Ärzte und Heilpraktiker gleichermassen, ist das erste diagnostische Mittel zur Befunderstellung. Dazu nutzen wir die Hände, die sollten von der transienten Flora gereinigt werden, das hat man vor 100 Jahren noch nicht gemacht und der Michaelis, wie auch viele andere, haben so nahe Verwandte verloren. Keimfrei bekommt man sie eh nicht, aber waschen und desinfizieren sollte man sie schon. Darüber werde ich noch etwas ausführlicher Berichten, sind die Hände doch unser wichtigstes Werkzeug.
Und weil es auch wieder schön zusammenhanglos bleiben muss, für die Prüfung brauchen wir die

, aus dem griechischen chole. Als Galle bezeichnet man das von den Hepatozyten in die Gallenkanäle der Leber sezernierte, in der Gallenblase gespeicherte und bei Bedarf in das Duodenum abgegebene Sekret.
Hauptbestandteil der Gallenflüssigkeit ist Wasser (> 80%), in dem verschiedene Substanzen gelöst sind: Neben Elektrolyten sorgen vor allem spezielle Glykoproteine (Muzine) für die dickflüssige Beschaffenheit der Galle; spezielle Lipide, Gallensäuren, Phospholipide und Cholesterin, helfen bei der physiologischen Funktion des Sekretes.
Daneben finden sich in der Galle verschiedene Ausscheidungsprodukte des Körpers, Hormone und Bilirubin, das die bräunlich-gelbe Farbe der Flüssigkeit ausmacht. Zucker ist kein physiologischer Bestandteil. Sollte welcher enthalten sein, so spricht man von einer Glykocholie.
Nach der Produktion in der Leber und der Abgabe in die Gallenkanälchen ist die Gallenflüssigkeit dünnflüssig und gelblich (Lebergalle), sie wird dann über den Ductus hepaticus gesammelt und nach Verschluss des Musculus sphincter Oddi über den Ductus cysticus in die Gallenblase zurückgestaut.
In der Gallenblase findet auch eine maximal zehnfache Eindickung durch Entzug von Wasser und Ionen (insbesondere Chlorid) statt (Blasengalle). Neben einer geringen kontinuierlichen Sekretion von Galle in das Lumen des Duodenum wird hormonell vermittelt (beispielsweise durch Cholezystokinin), die Gallenblase zu Kontraktionen angeregt und damit die dickflüssige Galle in den Dünndarm abgegeben. Eine vorzeitige Ausschüttung der Gallenflüssigkeit in den Ductus choledochus (zum Beispiel bei erhöhtem intraabdominellem Druck bei der Defäkation) wird wahrscheinlich durch die im Ductus cysticus vorhandene Plica spiralis (Heister-Klappe) verhindert.
Im Dünndarm bilden die amphiphilen Lipide der Galle, besonders die Gallensäuren und Phospholipide, mit den über die Nahrung aufgenommenen und durch Lipasen gespaltenen Fetten des Darmes Mizellen. Diese Mizellen ermöglichen die Resorption der Lipide im Darm. Im distalen Bereich des Ileums werden die Gallensäuren wieder im sogenannten enterohepatischen Kreislauf aus dem Darmlumen entfernt, über die Portalgefäße in die Leber transportiert und stehen weiter für die Fettverdauung zur Verfügung.
Daneben bildet die Galle eine wichtige Ausscheidungsflüssigkeit, über die metabolisierte Hormone (besonders Steroide) oder das Hämoglobin-Abbauprodukt Bilirubin ausgeschieden werden können.
Bei zu hohen Konzentrationen von Cholesterin (beispielsweise Hypercholesterinämien) oder Bilirubin (beispielsweise bei hämolytischer Anämie) in der Galle kann es zu Überschreitungen des Löslichkeitsgleichgewichtes und damit zum Ausfallen dieser Substanzen in den Gallenwegen kommen. Folge sind Konkremente im Gangsystem bis hin zu Cholelithiasis.

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