Ausfall der Technik

Trainingswinter

Trainingswinter

Sattreceiver hat sich verabschiedet und der neue Fernseher sieht aus wie eine Orchidee mit Seitentrieben, die nach Luft schnappen. Oder Feuchtigkeit, oder nach meiner Geduld. Das kann doch nicht der ernst der Technologie sein, dass ich für den DVBT 2 Empfang eine Antenne aus den 60ern brauche. Gut das mein Vater gerade so eine wegschmeißen wollte. Muss nämlich verstärkt sein, das Signal. Kommt mir bald vor wie ein Schnäppchen aus den 80ern, ein Crossover. Scart Anschluss, dreimal HDMI, UHD und weiß der Nippes nicht alles aber der Sound über so ein Mikrokabel, Chinch nach draußen etc, etc. Sind zusammen mit dem Koaxial fast 10 Kabel, die wiederum zusammen dicker sind, als der Fernseher selbst. Zukunft, eine Enttäuschung. In einer Welt virtueller Realität und digitaler Avatare. Das mit dem 3D im Kino habe ich auch schon, erst mal sehr skeptisch ausprobiert. Hat nicht schlecht funktioniert, nichts mit Rot-grüne Pappdingern. Aber seltsam sah es schon aus, dass alle wie die Bluesbrothers im Kino bei Dunkelheit herumsitzen. Vielleicht eine Vorbereitung auf die Legalisierung von Cannabis. Kognitive Verzerrungen und Unschärfe in der Motivationsstruktur. Ist das alles wirklich eine Optimierung unseres Seins. Eine Sache werden wir bislang nicht ändern können, unser Vergehen. Wenn das mal die Außerirdischen sehen, mit gesenktem Kopf, so sie denn einen haben, schicken sie alle paar Jahrhunderte einen Religionsstifter der wieder Werte und ein feinkörnigeres Wertesystem verbreitet. Und das in einer Evolution ohne Ziel und Richtung mit bewusstem Leiden, die Weitergabe und Vermehrung von Leben immer effektiver macht. Ouch, dieser Winter. Unser Anatom der Woche ist der Leydig, na, das passt ja.
Leydig, Franz von (1821-1908) deutscher Histologe und Namensgeber der Leydig-Zwischenzelle, uns besser bekannt als Endocrinocytus interstitialis testis. Die Leydig-Zellen sind die wichtigsten interstitiellen Zellen des Hodens. Sie machen 10-20% der Organmasse des Hodens aus.
Die Leydig-Zellen sind große, azidophile Zellen. Sie besitzen einen hellen und rundlichen Zellkern sowie zahlreiche Mitochondrien. Sie liegen gruppenweise zwischen den Samenkanälchen (Tubuli seminiferi contorti) im Hodenbindegewebe, meist in der Nähe von Kapillaren.
Intrazellulär weisen Leydig-Zellen Lipidtröpfchen, tubuläre Mitochondrien und viel glattes endoplasmatisches Retikulum auf. Dies gilt als Zeichen der Produktion von Steroidhormonen. Zusätzlich können sogenannte Reinke-Kristalle aus kristallinen Protein-Aggregaten im Zytoplasma sichtbar sein. Die genaue Funktion dieser Kristalle ist unbekannt, vermutlich entstehen sie jedoch als Abfallprodukt.
Die wichtigste Funktion der Leydig-Zellen ist die Testosteronsynthese. Die Leydig-Zellen werden durch das luteinisierende Hormon (LH) stimuliert. Durch das von ihnen gebildete Testosteron wird, im Sinne einer negativen Rückkopplung, die LH-Freisetzung im Hypophysenvorderlappen gehemmt.
Wir sind wieder beim Heilpraktiker angelangt und der Untersuchung der Wirbelsäule, beim Thema Bewegungsapparat. Lordose, Kyphose als physiologische Grundlage sind bekannt, Veränderungen die wir beachten müssen sind,Abweichungen in der Symmetrie, Beckenstellung und ungleiche Schulterstellung, Skoliose, Taillendreieck, Flachrücken, gebeugte Haltung, Gibbus, also spitzwinkelige Kyphose, Tannenbaumphänomene durch schräg nach unten verlaufende Hautfalten. Schaut Euch noch mal den Morbus Bechterew und den Morbus Scheuermann an.
Letztes Mal hatten wir den Kornealreflex, heute kommt der Pupillenreflex. Nicht so durcheinander wie sonst, schön nach Lehrbuch. Der Pupillenreflex. Dieser bezeichnet die unwillkürliche Veränderung der Pupillenweite die bei Lichteinfall zu einer Verengung (Miosis) und bei Dunkelheit zu einer Vergrößerung (Midriasis) führt. Bei vegetativen Änderungen bedingt ein erhöhter Sympathikustonus die Pupillenerweiterung (z.B. Kokain) und ein erhöhter Vagustonus die Pupillenverengung (z.B. Opiate). Unter dem Pupillenreflex versteht man also die polysynaptische reflektorische Anpassung der Pupillenweite an unterschiedliche Lichtverhältnisse.
Die Photosensitive Ganglienzellen der Retina nehmen Licht wahr. Die gamma-Zellen leiten die Information über den Nervus opticus in die Area praetectalis, in der die Fasern verschaltet werden. Von der prätektalen Region zieht die Information zum parasympathischen Edinger-Westphal-Kern und zum ziliospinalen Zentrum im Rückenmark.
Vom parasympathischen Kern gelangt die Information zum Ganglion ciliare, wo sie noch einmal verschaltet wird. Die weiterführenden Fasern innervieren den Musculus sphincter pupillae, durch den es bei Lichteinfall zu einer Verengung der Pupille (Miosis) kommt.
Bei Beleuchtung eines Auges mittels Lampe verengt sich die Pupille der beleuchteten Seite (direkte Pupillenreaktion) als auch die Pupille der kontralateralen Seite (konsensuelle Pupillenreaktion). Der Grund hierfür liegt im Verlauf der Opticusfasern, die teilweise auf die Gegenseite kreuzen.
Die Information vom ziliospinalen Zentrum wird im Ganglion cervicale superius noch einmal verschaltet. Von dort kann der Musculus dilatator pupillae aktiviert werden, der zu einer Weitstellung der Pupille (Mydriasis) führt.
Bei einer Störung des afferenten Schenkels (z.B. bei einer Schädigung des Sehnerven) fällt die direkte Pupillenreaktion aus, wenn man in das betroffene Auge leuchtet. Bei Beleuchtung des gesunden Auges können sich jedoch die Pupillen beider Augen verengen.
Bei einer Störung des efferenten Schenkels (z.B. durch Ausfall des Nervus oculomotorius) kann auf dem betroffenen Auge keine Pupillenverengung mehr ausgelöst werden.

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