Oh scheh, ADHD

Thanatos Mode

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Doremifaso, jetzt ist es soweit. Ein Jahr mit einer Psychologin, die an mir verzweifelt ist und einem Psychiater aus Frankfurt der in weniger als 20 Minuten die ADHD Diagnostiziert. Gewusst habe ich es ja schon immer,  ist halt die besondere Note meines Seins. Die mich kennen, wussten es längst. Selbst, habe ich mir auch schon meine Gedanken darum gemacht. Leider nicht so gut gefördert worden, aber das macht nichts, wenn ich es dann bei meinem Sohn besser machen kann. Warum ist das so, Defizit, oder sogar eine Krankheit. Das ist natürlich Blödsinn. Wären Menschen je aus der Höhle gekommen, wenn es nur rational zugegangen wäre. Oder sogar ans Ende der Welt gefahren, wo man da doch runter fallen kann. Um neue Wege zu gehen braucht es eben diese genetische Variation, kein Schaden, will ich sagen, aber sehr schwer, verständlich zu machen. An dieser Stelle noch ein Entschuldigung, an die, die mich nicht verstanden haben. Jetzt wollen wir doch Mal sehen, ob sich das volle Potential aufschließen lässt. Ist zwar schon etwas spät, aber es ist noch ein Leben lang. Der Psychiater sagt, wir werden das Dopamindefizit mit MPH einstellen. Versuch eins, Nebenwirkung Suizid. Oder sollte ich nicht alles lassen, wie es ist. Es sind da nur so viele Dinge, die noch nicht ausgeschöpft sind. Gut, Ihr werdet es Wissen und auch meine Mail sollte Euch ja bekannt sein. Jetzt lassen wir das erst und fangen an mit unserem Anatom der Woche, Lisfranc.
Lisfranc Jacques L. De St.Martin (1790-1847) französischer Chirurg und Namensgeber des Tarsometatarsalgelenkes, des Fußwurzel-Mittelfuß-Gelenkes oder eben des Lisfrans-Gelenkes. Die Articulationes tarsometatarsales oder Tarsometatarsalgelenke sind die gelenkigen Verbindungen zwischen der Fußwurzel und den Mittelfußknochen (Ossa metatarsalia I-V).
Bei der Articulatio tarsometatarsalis stehen folgende Knochen miteinander in Kontakt:
Os cuneiforme I mit Os metatarsale I
Os cuneiforme II mit Os metatarsale II
Os cuneiforme III mit Os metatarsale III
Os cuboideum mit Os metatarsale IV und V
Die Linie, die durch die Gelenkspalte zwischen den beteiligten Knochen gebildet wird, nennt man auch Lisfranc-Gelenklinie.
Man unterscheidet 3 Tarsometatarsalgelenke:
Mediales (inneres) Tarsometatarsalgelenk: wird vom Os cuneiforme mediale und der Basis des Os metatarsale I gebildet
Mittleres Tarsometatarsalgelenk: wird vom Os cuneiforme intermedium und laterale und den Basen des Ossa metatarsalia II und III gebildet
Laterales (äußeres) Tarsometatarsalgelenk: wird vom Os cuboideum und der Basis des Ossa metatarsalia IV und V gebildet
Die drei Gelenke verfügen jeweils über eine eigene Gelenkkapsel. Sie sind durch Ligamenta interossea voneinander getrennt. Teilweise stehen die Gelenkhöhlen der Tarsometatarsalgelenk mit denen der angrenzenden Intermetatarsalgelenke in Verbindung.
Bei einem Hallux valgus ist der erste Mittelfußknochen im Tarsometatarsalgelenk nach medial abduziert.
Kommen wir schon wieder zum Heilpraktiker, in diesem Sinne zum Peritoneum. Das Peritoneum oder Bauchfell ist eine seröse Haut, die mit ihren beiden Blättern die Peritonealhöhle (Cavitas peritonealis) auskleidet und so eine relativ reibungslose Verschiebbarkeit der Organe gewährleistet.
Man unterscheidet:
Peritoneum parietale (parietales Blatt): Es kleidet die Bauchwand von innen aus. Peritoneum viscerale (viszerales Blatt): Es umkleidet Teile der Bauchorgane.
Die beiden Blätter des Peritoneums stehen über die Mesenterien miteinander in Verbindung. Die Gesamtfläche des Bauchfells beim Menschen liegt zwischen 1,6 und 2,0 m². In Bezug auf ihr Verhältnis zum Peritoneum unterscheidet man intraperitoneal oder extraperitoneal bzw. retroperitoneal gelegene Bauchorgane. Im Bereich des kleinen Beckens bezeichnet man das Bauchfell als Peritoneum urogenitale.
Unmittelbar unterhalb des Zwerchfells wird das Peritoneum parietale vom Nervus phrenicus somatosensibel innerviert, ansonsten von sensiblen Fasern der segmentalen Spinalnerven (Nervi spinales). Das Peritoneum viscerale wird von viszeroafferenten Fasern versorgt, die gemeinsam mit sympathischen Nervenfasern laufen und ist – mit Ausnahme von Leber und Gallenblase – nicht somatosensibel innerviert.
An der vorderen Bauchwand wirft das Peritoneum fünf Längsfalten auf:
die linke und rechte Plica umbilicalis lateralis
die linke und rechte Plica umbilicalis medialis
die mittig verlaufende Plica umbilicalis mediana
Zwischen Bauchwand, Bauchorganen und Mesenterien befinden sich zahlreiche Bauchfelltaschen.
Histologisch besteht das Peritoneum wie die anderen serösen Häute aus einem flüssigkeitsabscheidenden Mesothel (Tunica serosa) und einer darunterliegenden dünnen Bindegewebeschicht, der Tela subserosa.
Das Peritoneum sezerniert und reabsorbiert die Peritonealflüssigkeit, ein visköses Sekret, das die Reibung an seiner Oberfläche herabsetzt und so die Bewegungen der intraperitonealen Bauchorgane gegeneinander erleichtert. Die Sekretmenge beträgt unter physiologischen Bedingungen nur etwa 50-70 ml.
Eine vermehrte Produktion von Peritonealflüssigkeit führt zum Aszites. Die relativ große Oberfläche des Peritoneums und seine Fähigkeit zur Stoffabsorption nutzt man im Rahmen der Peritonealdialyse. Wir kommen jetzt zur Untersuchung der Wirbelsäule, sind wir ja durch die Palpation und die Perkussion gegangen, und um bei den eben die gewohnte Zusammenhanglosigkeit und deshalb auch die, bei den Ärzten oder generell Medizinern so unbeliebte Ausbildung zu bleiben: die Neutral Null Methode zur Funktionsprüfung der Dehnungsfähigkeit der Wirbelsäule. Die Neutral-Null-Methode ist ein orthopädischer Index, der die Beweglichkeit (Motilität) eines Gelenkes angibt.
Die Beweglichkeit wird als dreistelliger Code ausgedrückt, wobei die Bewegung von der Neutral-Null-Stellung aus in Winkelgraden angegeben wird. Somit kann jede Bewegung und auch jede Bewegungseinschränkung eindeutig angegeben werden.
Die erste Ziffer beschreibt immer eine Bewegung, die vom Körper wegführt, also Extension, Abduktion, Pronation, Retraktion, Ulnarabduktion, Elevation, Retroversion oder Horizontalextension.
Die zweite Ziffer ist meistens eine Null und bedeutet, dass das Gelenk die Normal-Null-Stellung einnehmen kann. Trifft dies nicht auf das Gelenk zu, so steht die Null entweder vor dem Wert der minimalen Beugung oder nach dem Wert der minimalen Streckung (bei den anderen Bewegungsrichtungen analog dazu)
Die dritte Ziffer beschreibt Bewegungen zum Körper hin, wie Flexion, Adduktion und Supination.
Es existiert aber kein verbindlicher Standard, so dass das Bewegungsausmass auch andersherum angegeben werden kann. Sollte ein Gelenk mehrere Bewegungsachsen haben, so wird für jede ein eigener Code angegeben.
Die Referenzwerte für das Hüftgelenk lauten:
Extension/Flexion: 10-0-120
Abduktion/Adduktion: 45-0-30
Außenrotation/Innenrotation: 50-0-40
Die Referenzwerte für das Kniegelenk lauten:
Extension/Flexion: (5-10)-0-130
Exorotation/Endorotation (bei gebeugtem Knie): (30-40)-0-10
Die Referenzwerte für das obere Sprunggelenk lauten:
Dorsalextension/Plantarflexion : 20 bis 30-0-40 bis 50
Beim kontrakten Spitzfuss kann die Beweglichkeit wie folgt eingeschränkt sein:
Dorsalextension/Plantarflexion: 0-20-40
Die Nullstellung wird also hier nicht erreicht. Es sind nur Bewegungen von 20° innerhalb der Plantarflexion möglich.
Die Referenzwerte für das Schultergelenk sind:
Abduktion/Adduktion: 180-0-20 bis 40
Bei einer fiktiven Einschränkung der Abduktion/Adduktion von 180-90-0 wäre nur eine Bewegung von 90° möglich, nämlich den Arm aus der senkrechten Hebung in die waagerechte Position zu bringen. Das müsst Ihr natürlich nicht bis zu diesem Extend Lernen, aber einige Zahlen zum Normalbefund sollten da schon abrufbar sein. Alles laut Heilpraktikerbibel:
Flexion/Extension 125-0-125
Rotation 140-0-140
Seitneigung 75-0-75
So, das war es wieder für diese Woche, eine schöne derselben.

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