Thanksgiving, dem Truthahn vergeben

Stockholm Science & Innovation School

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In USA ist Thanksgiving, war das nicht der Tag, an dem der Präsident einem Truthahn das Messer verwehrt. Ein schlechter Tag für Truthähne. Gebräuche aus den Pilger- und Pionierzeit. Bin ja froh, dass hier nicht so viel gefeiert wird. Jetzt fangen bald die tollen Weihnachtsrabatte an, gut, dass ich da Geburtstag hab. Und der Nikolaus kommt auch. Und der Weihnachtsmann, obwohl eine Weihnachtsfrau sicher auch spannend wäre. Leicht bekleidet wäre sie sicher nicht, kommt ja aus dem Norden und auch noch im offenen Wagen. Hatte ich schon erwähnt, dass Rudolf das Rentiert gar keine junge ist. Das mache ich vermutlich jedes Jahr. Laut meiner Jägerfibel werfen die männlichen Rentiere zu Winter hin ihre Geweihe ab. Mein Junior wird auf die Stockholm Science & Innovation School gehen. Genug mit dem Liceo Frances. International ist die Schule aber auch nicht, ist die Seite doch nur auf Schwedisch. Ein wenig kann ich es, aber helfen werde ich meinem kleinen dann nicht mit den Hausaufgaben. War das mit dem Truthahn nun oder nicht. Doch, hab grad nochmal gelesen. Sonst ist erst mal nicht viel Neues passiert, das zweite Buch von Musalik über den Willen zum schönen angekommen und ein Top Ding habe ich mir bestellt, davon erzähle ich noch. Wir kommen zu unserem Antomen der Woche, der Lissauer.
Lissauer, Heinrich (1861-1891) deutscher Neurologe und Namensgeber des Lissauer-Bündels, auch Lissauer Randzone und Tractus posterolateralis funiculi lateralis genannt. Habe in aber auch als Funiculus dorsolateralis oder Funiculus posterolateralis gefunden. Der Funiculus dorsolateralis ist ein Nervenfaserstrang (Funiculus), der dem hinteren Anteil des Funiculus lateralis, in der weißen Substanz des Rückenmarks, entspricht.
Beim Funiculus dorsolateralis handelt es sich um absteigende Faserzüge, die den Raphekernen der Medulla oblongata entspringen. Im Hinterhorn des Rückenmarks bilden sie Synapsen mit verschiedenen Neuronen bzw. Interneuronen der Laminae I, II und V. Diese Laminae weisen zahlreiche primär afferente, nozizeptive Neuronen auf. Die über den Funiculus dorsolateralis absteigenden Impulse hemmen deren Entladung. Sie werden deshalb auch als deszendierende antinozizeptive Bahnen bezeichnet.
Kommen wir, wie gewohnt, zum Heilpraktiker. Der muss für die mündliche Prüfung klären, was intraperitoneal und retroperitoneal für die Lage der Organe bedeutet. Der Begriff intraperitoneal ist eine anatomische Lageangabe und bedeutet „innerhalb der Peritonealhöhle gelegen“. Liegt ein Organ nicht intraperitoneal, so lautet die Lagebezeichnung „retroperitoneal“, falls das Organ im Spatium retroperitoneale liegt, „extraperitoneal“, falls lediglich zum Ausdruck gebracht werden soll, dass es außerhalb der Peritonealhöhle liegt.
Organe, die intraperitoneal gelegen sind, werden allseitig vom Peritoneum überzogen. Sie zeichnen sich durch ihre gute Verschieblichkeit aus. Dazu zählen:
Magen
Milz
Leber
Gallenblase
Pars superior des Duodenums
Jejunum
Ileum
Caecum (teilweise)
Colon transversum
Colon sigmoideum
Ovarien
Tuba uterina
Corpus uteri (Die Cervix uteri liegt subperitoneal)
Retroperitoneal bedeutet „hinter der Peritonealhöhle (Bauchfell) gelegen“ (d.h. im Spatium retroperitoneale, also im Retroperitonealraum liegend).
Man unterscheidet anatomisch 3 Formen der retroperitonealen Lage:
Primär retroperitoneal gelegen sind Organe, die hinter der Peritonealhöhle liegen und sich dort auch schon während der Embryonalzeit entwickelt haben, wie z.B. Nieren, Harnleiter, Nebennieren, Aorta und Vena cava inferior.
Sekundär retroperitoneal gelegen sind Organe, die zunächst intraperitoneal lagen, dann aber im Laufe der weiteren Embryonalentwicklung mit der dorsalen Bauchwand verklebt sind. Sie sind nur noch ventral vom Peritoneum überzogen. Dazu zählen:
Duodenum: Pars descendens, Pars horizontalis und Pars ascendens, nicht aber die intraperitoneal gelegene Pars superior
Bauchspeicheldrüse (Pankreas)
Colon ascendens, descendens.
Tertiär retroperitoneal ist ein Sonderfall der retroperitonealen Lage, der nur auf einen Teil des Duodenums, die Pars tecta duodeni zutrifft. Sie liegt entwicklungsbedingt sekundär retroperitoneal, wird aber während der weiteren Entwicklung noch zusätzlich vom Mesocolon ascendens überlagert.
Im klinischen Alltag begegnet man in der Regel nur der pauschalen Bezeichnung „retroperitoneal“.
Im dritten Teil sind wir bei der Untersuchung des Bewegungsapparates angekommen. Zunächst überprüfen wir die Dehnungsfähigkeit der Lendenwirbelseite mit dem Schober-Zeichen. Das Schober-Zeichen ist ein einfacher Funktionstest für die Dehnungsfähigkeit der Lendenwirbelsäule.
Am stehenden Patienten wird eine Hautmarke über dem Dornfortsatz von S1 und 10 cm weiter kranial aufgetragen. Bei maximaler Flexion weichen die Hautmarken normalerweise um 5 cm auseinander, bei Retroflexion verringert sich der Abstand um 1-2 cm.
Eine Bewegungseinschränkung der Wirbelsäule mit verminderter Flektierbarkeit findet sich z.B. bei Spondylitis ankylosans. Das soll es wieder für diese Woche gewesen sein, bis die Nächste.

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