Was man sich wünscht

Mit dem Weihnachtsmann

Mit dem Weihnachtsmann

Was wünschte ich mir. Ich kann mir eigentlich Alles wünschen, es ist ja immer die Frage, wer es einem gibt, oder aber man es sich selbst besorgen kann. Wunschlos Glücklich. Glück ist doch nur so ein Wort. Gesund, ja, das wäre schon schön. Hat man aber selbst wenig und andere noch weniger Einfluss. Also Wünsche ich mir was ich will. Meinem Sohn zeige ich oft das Haus mit den drei Kronen. Da möchte ich gerne meinen Preis bekommen. Das ist auch so schick von innen. Aber die Entdeckungen sind Elementar. Was kann ich dafür tun. Viel Weihnachten einfach nur wollen. Soll der Moment kommen, wird er das. Darauf freue ich mich schon. Geschenke dieser Weihnachten, ich habe doch alles. Lächeln in der früh, kaum Hunger den ich nicht zu stillen vermag und im Vergleich zu anderen Orten der Welt, es ist alles da. Auch mein Sohn, den ich weiter gebe, der hoffentlich auch sehr alt werden kann und dem es nicht schlechter geht als mir. Er könnte nur etwas öfter bei mir sein, das wird sich sicher schon finden. Was machen wir nun, kurz vor Weihnacht. Unser Anatom der Woche schon und ein neues Buch, das ich mir gerade bestellt habe, zwischen Normvariante, Persönlichkeitsstörung und neuropsychiatrischer Krankheit, Autismus und ADHS. Tebartz van Elst hat es geschrieben, ist aber nicht der mit dem schönen Kloster. Sicher eine der spannendsten Fragen der Neuzeit, was ist normal, was ist Persönlichkeit und was die Abweichung, von was eben. Aber erst gehen wir mit dem Anatomen der Woche los. Es passt ja wieder alles zusammen. Ludovici.
Ludovici, Pierre Charles Alexander Louis (1787-1872) französischer Lungenarzt und Namensgeber des Angulus Ludovici, uns besser bekannt als der Angulus sterni. (Wegen sterni meinte ich jetzt, passt das zur Weihnacht). Der Angulus sterni ist der stumpfe Winkel zwischen dem Manubrium und dem Corpus des Brustbeins (Sternum) in der Sagittalebene. Die Gelenkfläche für die 2. Rippe (Incisura costalis secunda) befindet sich auf dieser Höhe.
Jetzt muss ich sagen, ich habe auch schon Strukturen gefunden, die so noch keinen Namen haben. Aber wie bekommt man denn da seinen Namen hin. Schwieriger als bei den Planeten. Und besser noch, wenn er denn auch in der Literatur bleibt, wie der Bochdalek. Fange schon wieder an zu Jammern. Kommen wir ganz schnell zur Untersuchung der Wirbelsäule, Finger-Boden Abstand war das letzte Mal, kommen wir jetzt zur Untersuchung der Beweglichkeit der Halswirbelsäule. Kinn-Jugulum-Abstand. Als Kinn-Jugulum-Abstand bezeichnet man die Untersuchungsmethode zur Feststellung der Beweglichkeit der Halswirbelsäule.
Der Patient wird bei geradem Stand aufgefordert, sein Kinn zum Brustbein zu bewegen.
Bei uneingeschränkter Beweglichkeit berührt das Kinn das Brustbein.
Bei Erkrankungen wie Morbus Bechterew, rheumatoider Athritis oder Affektionen der Halswirbelsäule vergrößert sich dieser Abstand. Da werde ich noch eine Zusammenfassung machen, denn die ganzen Untersuchungen gehen in einem durch und sollten auch nicht bei Traumapatienten durchgeführt werden. Auch muss man sich Frage stellen, was man denn mit den erhaltenen Daten anstellen will, geben sie doch nur selten eine Ursache preis. Datensammelwut habe ich da schon gelesen. Schließen wir heute noch mit den Erys ab.
Als Erythrozyten bezeichnet man die scheibenförmigen zellulären Elemente des menschlichen Bluts, die den Blutfarbstoff Hämoglobin enthalten.
Erythrozyten sind Zellen ohne Organellen, die aufgrund des fehlenden Zellkerns (Nucleus) nicht mehr zur Zellteilung fähig sind. Die gelegentlich noch Reste von Kernmaterial enthaltenden frühen Erythrozyten bezeichnet man als Retikulozyten.
Die Zellen haben eine bikonkave, abgeplattete Form mit einen Durchmesser von rund 7,5 µm und einer Dicke von ca. 2,5 µm (Normalverteilung nach der Price-Jones-Kurve). Sie enthalten weder ein endoplasmatisches Retikulum noch Ribosomen oder Mitochondrien. Der Energiegewinn erfolgt über anaerobe Glykolyse. Hauptbestandteil der Erythrozyten ist das Protein Hämoglobin, das ihnen ihre charakteristische rote Farbe verleiht und für den Sauerstofftransport verantwortlich ist. Die Hämoglobinmenge im Zytosol eines einzelnen Erythrozyten beträgt zwischen 28 und 36 Pikogramm (MCH). Jeder Erythrozyt enthält damit rund 280 Millionen Hämoglobinmoleküle.
Die spezielle Form der Erythrozyten vergrößert die Oberfläche der Zellen und verbessert dadurch den Gasaustausch. Zusätzlich wird die Flexibilität verbessert, was den Erythrozyten ermöglicht, durch Kapillaren zu wandern, deren Durchmesser kleiner ist als sie selbst. Im Falle des Passierens enger Kapillaren können sich Erythrozyten verformen oder im Rahmen der Pseudoagglutination zu sogenannten Rouleaux zusammenlagern, um die Gefäße zu passieren.
Ein unter der Zellmembran befindliches und in diese einstrahlendes dichtes strukturgebendes Netz von Filamenten, das erythozytäre Zytoskelett, ermöglicht das Aufrechterhalten der bikonkaven Form. Einige Proteine, etwa Spektrin oder Ankyrin, sind für die Struktur essentiell.
Erythrozyten können neben der typischen bikonkaven Form auch in davon abweichender Gestalt vorliegen. Einige Formvarianten sind im Folgenden aufgeführt:
Akanthozyt: Stachelzelle bei gestörten Phospholipidmetabolismus
Anulozyt: Ringform bei hochgradigen Anämien
Dakryozyt: Tränenförmiger Erythrozyt (tear drop cell)
Diskozyt: Bikonkave Scheibenform im strömenden Blut
Echinozyt: Stechapfelform in hypertonen Lösungen
Fragmentozyt: Abnorme Zellform infolge intravasaler Hämolyse
Makrozyt: Vergrößerung bei Makrozytose, Perniziosa oder Folsäuremangel
Megalozyt: Vergrößerung bei megaloblastärer Anämie
Mikrozyt: Verkleinerung bei Eisen- oder Hämoglobinmangelerkrankungen
Mikrosphärozyt: Kleine, kugelförmige Erythrozyten bei Kugelzellenanämie
Poikilozyt: Abnorme Formgebung bei Perniziosa, Eisenmangelanämie oder Knochenmarkschädigungen
Schistozyt: Abnorme Zellform aufgrund mechanischer Schädigung
Sichelzelle: Formveränderung bei Sichelzellanämie
Sphärozyt: „Aufgeblähte“ Kugelform in hypotonen Lösungen
Stomatozyt: Gefaltete Napfform beim Passieren enger Kapillaren
Targetzelle: Ringförmige Anordnung des Hämoglobins bei Thalassämien, toxischen oder Eisenmangelanämien
Die Verkleinerung und Vergrößerung der Erythrozyten bei unterschiedlichen Formen der Anämie bezeichnet man als Anisozytose.
Erythrozyten sind zuständig für den Sauerstofftransport im Blut. Die Zellen nehmen in den Lungenkapillaren Sauerstoff aus den Alveolen auf und binden es an das Hämoglobin. Der Vorgang der Sauerstoffaufnahme vollzieht sich sehr schnell. Die Kontaktdauer zwischen Erythrozyt und Alveolarraum beträgt nur etwa 0,3 Sekunden.
Der an Hämoglobin gebundene Sauerstoff wird von den Erythrozyten in die Kapillaren der Körperperipherie transportiert. Dort wird der Sauerstoff wieder an das Gewebe abgegeben, was man als Desoxygenierung des Blutes bezeichnet.
In geringerem Umfang sind Erythrozyten auch für den Kohlendioxidtransport verantwortlich. Sie geben in der Lunge das in Form von Bicarbonat vorliegende oder an Hämoglobin gebundene Kohlendioxid ab.
Erythrozyten fördern die Bildung von Bicarbonat im Blut, da sie α-Carboanhydrasen enthalten, welche die im Plasma sehr langsam ablaufende Reaktion von Kohlenstoffdioxid und Wasser zu Kohlensäure um etwa das 107- fache beschleunigen.
Erythrozyten werden im Knochenmark im Verlauf der Erythropoese aus hämatopoetischen Stammzellen gebildet, passieren verschiedene Zwischenstufen (Erythroblastenstadium, Metamyelozytenstadien), und gelangen von dort aus in den Blutstrom. Jugendliche Erythrozyten enthalten Reste von rRNA, die lichtmikroskipisch als feine gitterartige Strukturen sichtbar sind (vgl. Retikulozyt).
Zu ihrer Entwicklung ist das von den Nieren gebildete Hormon Erythropoetin nötig. Erythrozyten sind Verbrauchszellen. Sie werden nach einer Lebensdauer von etwa 120 Tagen in Leber, Milz und Knochenmark von Makrophagen abgebaut. Das in ihnen enthaltene Eisen wird von den Makrophagen in Form von Hämosiderin zwischengelagert und wiederverwendet.
Da Erythrozyten keine Mitochondrien enthalten, müssen sie die notwendige Energie für ihren Stoffwechsel auf andere Weise erzeugen. Die Energiegewinnung erfolgt daher auf dem Weg der Glykolyse und wird durch das Enzym Pyruvatkinase vermittelt. Erythroyzten enthalten ein spezielles Isoenzym der Pyruvatkinase, das man als PKR bezeichnet. Fehlt dieses Enzym, kommt es zu schwerwiegenden Funktionsstörungen, die zur Hämolyse führen.
Im Blutkreislauf eines gesunden Erwachsenen zirkulieren zwischen 24 bis 30 Billionen Erythrozyten (24-30 x 1012), die eine Gesamtoberfläche von mehr als 4.500 m² aufweisen. Das entspricht einer Fläche, die größer ist als ein halbes Fußballfeld. Im Rahmen der Erythropoese werden täglich rund ein Prozent der Erythrozyten erneuert, was einer Bildungsrate von mehr als 3.000.000 Erythrozyten pro Sekunde entspricht.
Auf der Membranoberfläche der Erythrozyten befindet sich ein dichter Mantel aus Glykoproteinen, welche die Blutgruppen eines Menschen determinieren. Diese Glykoproteine stellen starke Oberflächenantigene dar, die vom Immunsystem als körpereigen oder körperfremd erkannt werden können. Die Funktion vieler dieser Transmembranproteine ist heute aufgeklärt. Die wichtigste menschliche Blutgruppe, das AB0-System, basiert auf Unterschieden in einfachen Kohlenhydratketten. Erythrozyten tragen, im Gegensatz zu Thrombozyten, wenige oder gar keine HLA-Antigene.
Die Erythrozytenzahl ist einer der am häufigsten bestimmten Laborwerte des menschlichen Bluts. Ihr Referenzwert beträgt:
bei Männern 4,8-5,9 Mio./µl bzw. 4,8-5,9/pl
bei Frauen 4,3-5,2 Mio./µl bzw. 4,3-5,2/pl
Die Indizes MCH, MCV und MCHC sind weitere wichtige Kennwerte zur Charakterisierung von Erythrozyten:
MCH: Diese Abkürzung steht für Mean Corpuscular Haemoglobin und gibt den mittleren Hämoglobin-Gehalt eines einzelnen Erythrozyten an.
MCV: Diese Abkürzung steht für Mean Corpuscular Volume und gibt das mittlere Volumen eines einzelnen Erythrozyten an.
MCHC: Diese Abkürzung steht für Mean Corpuscular Haemoglobin Concentration und gibt die mittlere Hämoglobin-Konzentration im Erythrozyten an.
Falls nicht ohnehin andere Laborwerte wie Hämatokrit und Hämoglobin/Liter zur Verfügung stehen, kann aus jeweils zwei der Werte der dritte berechnet werden. Hierfür gilt:
MCHC = MCH / MCV
Die Erythrozytenverteilungsbreite (EVB) beschreibt die Spanne zwischen kleinsten und größten Erythrozyten. Eine erhöhte EVB ist Hinweis auf Anisozytose.
Genauere Aussagen über die Erythrozytenmorphologie können mikroskopisch im sogenannten „Roten Differentialblutbild“ getroffen werden.
Die grafische Darstellung der Erythrozytenmesswerte mit Hilfe eines Hämatologiegerätes bezeichnet man als Erythrozytogramm. Die Ergebnisse für MCV und MCH werden dabei als Punktwolke ausgegeben.
Stoffwechselstörungen, Eisen- oder Vitaminmangel, myeloproliferative Erkrankungen und genetische Veränderungen (z.B. Sichelzellenanämie) können zu pathologischen Veränderungen der Erythrozyten und/oder zum Erythrozytenmangel und damit zum Mangel an Hämoglobin führen. Diese Störungen werden in der klinischen Medizin unter dem Begriff „Anämie“ zusammengefasst.
Daneben können verschiedene Leukämien und myeloproliferative Erkrankungen die Bildung von Erythrozyten negativ oder positiv beeinflussen (beispielsweise bei der Erythrämie).
Ein paar schöne Feiertage noch und einen guten Rutsch

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