Frohes neues Jahr

Und etzt gekämpft

Und jetzt gekämpft

Vor drei Monaten haben wir gewählt. Bis jetzt sind wenigstens schon mal die Diäten erhöht. Erst mal mehr verdienen, dann entscheiden ob und was und vor allem mit wem und für wen, wenn überhaupt, gearbeitet wird. Das mit den Diäten wird bei vielen jetzt ja auch im neuen Jahr ein Thema sein. No Carbs. Meine Güte, wie kann man in den festlichen Tagen nur so zulegen. So Leute, schleicht Euch schön ins neue Jahr, auf das Alte wird der Deckel drauf gemacht. Altlasten sollten keine mitgekommen sein, auch wenn da noch dieser eine kleine Blitzer war, aber wir beginnen 2018 mit Freude und vielen neuen Freunden. Gute Wünsche an die Fremden, wenn ich darf, mache ich auch dieses Jahr noch weiter. Unser Anatom des Jahres ist der Lower.
Lower, Richard (1631-1691), britischer Anatom und Namensgeber des Tuberculum intervenosum atrii dextrii, auch gerne reduziert zum Tuberculum intervenosum, dem Lower‘s tubercle. Als Tuberculum intervenosum bezeichnet man eine kleine Vorwölbung auf der Hinterseite des rechten Herzvorhofs (Atrium cordis dextrum), direkt zwischen der Vena cava superior und Vena cava inferior. So haben wir das Jahr schon einmal mit Herz begonnen.
Wir machen auch noch etwas weiter. Mit der Hämolyse, was unser Herz durchfließt. Unter Hämolyse versteht man die Auflösung von Erythrozyten durch Zerstörung der Zellmembran mit Übertritt von Hämoglobin in das Plasma. Das entsprechende Adjektiv lautet hämolytisch.
Hämolysen können durch verschiedene Grunderkrankungen, durch mechanische Prozesse oder genetische Dispositionen entstehen. Zu den Ursachen zählen:
Physiologische Hämolyse (Erythrozytenalter)
Mechanische Überbeanspruchung (extrakorporaler Kreislauf, Herzklappenersatz)
Thermische Schädigung (Erhitzung)
Osmotische Schädigung (hyper- oder hypoosmolare Flüssigkeiten)
Immunreaktion gegen Membranbestandteile (Rhesusinkompatibilität)
Toxische Zerstörung (Schlangengift)
Parasiten (Malaria)
Bakterielle Enzyme (Streptokokken , vgl. Blutagar)
Strukturelle Minderwertigkeit (Sichelzellenanämie)
Eine Hämolyse kann innerhalb des Gefäßsystems (intravasal) oder außerhalb des Gefäßsystems (extravasal) auftreten, z.B. bei einem (Hämatom) oder Abbau der Erythrozyten im Retikulo-endothelialen System.
Hämolyse kann auch ex vivo auftreten, z.B. durch unsachgemäße Blutentnahme (Scherkräfte bei Anwendung von zu hohem Sog), unkontrollierte Erwärmung beim Versuch, einen Warmtransport durchzuführen, oder Einfrieren von Vollblut.
Diese Handhabungsfehler kommen auch bei Erythrozytenkonzentraten in Frage. Erythrozytenkonzentrate müssen deshalb vor der Transfusion optisch auf Hämolyse geprüft werden (lackartige Verfärbung).
Durch die Hämolyse werden Erythrozyten zerstört und Hämoglobin sowie andere zytoplasmatische Bestandteile (vor allem Lactatdehydrogenase und Kalium) freigesetzt und im Blut nachweisbar.
In der Konsequenz kann es – je nach Ausmaß der Hämolyse – zu Anämie, Ikterus und Hämoglobinurie mit den entsprechenden Folgen (z.B. Crush-Niere) kommen. Eine fortdauernde Hämolyse, die nicht durch Erythropoese kompensiert werden kann, führt zum Krankheitsbild der hämolytischen Anämie.
Eine Hämolyse kann durch Bestimmung einiger labormedizinischer Werte nachgewiesen werden. Die zu bestimmenden Werte umfassen:
LDH
Haptoglobin
indirektes Bilirubin
Kalium (bei massiver Hämolyse)
freies Hämoglobin im Serum
Das Serum kann nach Zentrifugation einfach optisch auf Verfärbung geprüft werden. Im Urin kann eine Hämoglobinurie nachgewiesen werden (Erythrozyten-Testfeld des Urinteststreifens). Bei reaktiv gesteigerter Blutbildung ist außerdem die Retikulozytenzahl erhöht.
In der Labormedizin ist Hämolyse ein bekanntes präanalytisches Problem. Hierbei ist zu unterscheiden, ob es sich um echte, pathologische Hämolyse oder ein Artefakt handelt.
Die Zerstörung von untergemischten Erythrozyten in bakteriellen Nährböden macht man sich bei der Erregerdifferenzierung von zu Nutze.
Bekanntestes Beispiel sind die Streptokokken. Aufgrund des Wachstumsverhaltens auf Blutagar unterscheidet man drei Formen der bakteriellen Hämolyse:
Alpha-Hämolyse
Beta-Hämolyse
Gamma-Hämolyse.
Und da sind wir auch schon bei der letzten Untersuchung, der des Bewegungsapparates. Der

Betreute Musik

Betreute Musik

, kurz HWA, ist eine klinische Messgröße, die im Rahmen der Diagnostik der Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) eingesetzt wird.
Der Hinterkopf-Wand-Abstand wird gemessen, in dem sich der stehende Patient mit dem Rücken an eine Wand anlehnt. Bei normaler Stellung und Beweglichkeit der Wirbelsäule, insbesondere der Halswirbelsäule sollte es möglich sein, mit dem Hinterhaupt (Okziput) die Wand zu berühren. Eine Vergrößerung des Abstands (> 0 cm) gilt als pathologisch und stellt einen typischen Befund bei der Spondylitis ankylosans dar.
So, einen schönen Beginn des Jahres 2018

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