Freimaurer und Anatomie

Neujahrsempfang

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Ja, Ihr habt es sicher schon geahnt. Was ist denn da wieder los. Der haltlose Anatomiker hat den Weg in die Freimaurerei gefunden. Auf einer der Gästeabende, darüber erzähle ich an anderer Stelle, hat einer der Brüder gesagt, Freimaurer kann man nicht werden, man wird als solcher geboren. Ich, der ja immer schon an Schicksal und Bestimmung geglaubt hat, fühlte sich dann der letzten Zweifel beraubt. Ich werde jetzt nicht anführen wer da alles schon dabei war und will mich auch nicht über die Rituale und Eindrücke auslassen, aber, wie auch bei ADHD und der Medizin wird es jetzt den Faktor Freimaurerei und Anatomie in diesem Tagebuch öfter geben. Es ist ein Schritt in eine neue Werteperspektive, will ich mal sagen (dass mit dem „mal“ nervt mich immer noch). Hier ein Excerpt, was das denn so ist, für mich, den groben Stein behauenden Lehrling: Was ist Freimaurerei?
Daheim ist sie Güte,
im Geschäft ist sie Ehrlichkeit,
in Gesellschaft ist sie Höflichkeit,
bei der Arbeit ist sie Anständigkeit!
Für den Unglücklichen ist sie Mitleid,
für den Schwachen ist sie Hilfe,
für den Starken ist sie Vertrauen.
Dem Gesetz gegenüber ist sie Treue,
gegen das Unrecht ist sie Widerstand.
Beim Reuigen ist sie Verzeihen,
für den Glücklichen ist sie Mitfreude.
Vor Gott ist sie Ehrfurcht und Liebe. Daran muss ich wachsen, Gnothi seauton. Unser Anatom der Woche war einer der renommiertesten Anatomen des 19 Jhdts, Luschka.
Luschka, Hubert (1820-1875) deutscher Anatom und fleissiger Forscher. Ich ratter die jetzt mal runter, Glomus coccygeum, Ramus meningeus nervi spinalis, Tonsilla pharyngealis, Apertura lateralis ventriculi quarti, das Puzzle wäre nicht komplett wenn hier nicht die deutschen namen dazu kämen, Luschka-Nerv, die Luschka-Mandel, das Luschka Foramen und das Luschka-Gelenk. Als Glomus coccygeum, oder auch Steißbeinknötchen, Steißknäuel, Luschka’s Glomus bezeichnet man einen rudimentären Gefäßplexus in einer Rinne der unteren Coccygealwirbel des Os coccygis. Es wird von einem Endast der Arteria sacralis mediana mit Blut gespeist. In den meisten Fällen ist er um die 4mm groß oder kleiner.
Das Glomus coccygeum ist im Vergleich zu seiner Umgebung eher derb und kann leicht gräulich imponieren. Da es in lockeres Bindegewebe und Fettgewebe eingebettet ist, kann es meist leicht identifiziert werden.
Oft kommt es zur Ausbildung kleiner Nebenknötchen.
Das Gefäßknäuel ist umkapselt und von reichlich fibrillärem Bindegewebe umgeben. Es kann auch in mehrere Gebilde unterteilt sein. Im Bindegwebe finden sich einzelne Nervenfasern.
Im Gegensatz zum normalen Bau eines Blutgefäßes, zeigt sich beim Glomus coccygeum keine wirkliche Muskelschicht (Muscularis). Stattdessen befinden sich dort Zellen, die dicht gestaffelt aneinanderliegen. Diese Glomuszellen sind wohl Abkömmlinge glatter Muskelzellen und vermutlich an der Thermoregulation des Körpers beteiligt.
Die Glomuszellen sind eher klein und zeigen einen mäßigen Zytoplasmagehalt.
Die Ramus Meningeus nervi spinalis oder auch Luschka-Nerven, zweigen sich außerhalb des Wirbelkanals in verschiedene Äste auf:
Ramus anterior (auch: Ramus ventralis)
Ramus posterior (auch: Ramus dorsalis)
Ramus communicans albus
Ramus communicans griseus
Ramus meningeus
Der Ramus meningeus ist ein rückläufiger Ast der Spinalnerven, der die Meningen, die Zwischenwirbelgelenke, das Periost (Knochenhaut) des Spinalkanals und den hinteren Anteil des Anulus fibrosus disci intervertebralis des jeweiligen Rückenmarkssegmentes sensibel versorgt.
Die Tonsilla pharyngea ist ein unpaares lymphatisches Organ, das im Epipharynx (Rachendach) lokalisiert ist. Die Tonsilla pharyngea ist zu unterscheiden von der Tonsilla palatina (Gaumenmandel), die paarig angelegt ist.
Die Tonsilla pharyngea besteht aus lymphatischem Gewebe mit zahlreichen Lymphfollikeln und ist Teil des Waldeyerschen Rachenrings. Sie liegt wie die Tonsilla lingualis unpaarig vor. Ihr Gewebe ist von zahlreichen seromukösen Drüsen durchzogen, die in flache Buchten auf der Oberfläche der Tonsille münden. Letztere ist mit dem für die Atemwege typischen respiratorischen Flimmerepithel überzogen.
Die Tonsilla pharyngea ist Teil des Immunsystems und dient der Infektabwehr. Sie stellt eine Barriere für Krankheitserreger dar, die z.B. über die Nasenschleimhaut in den Rachen gelangen.
In der Kindheit kann die Tonsilla pharyngea zum Ausgangspunkt adenoider Vegetationen (Adenoide) werden, die man umgangssprachlich als „Polypen“ bezeichnet.
Als Aperturae laterales ventriculi quarti bezeichnet man zwei laterale Öffnungen des vierten Hirnventrikels in den Subarachnoidalraum.
Die Aperturae laterales entspringen unterhalb der unteren Kleinhirnstiele (Pedunculi cerebellares inferiores). Sie bilden die Austrittsstelle der sich als Bochdalek-Blumenkörbchen in den Subarachnoidalraum vorbuckelnden Plexus choroidei.
Die Aperturae laterales ermöglich gemeinsam mit der Apertura mediana die Kommunikation der Hirnventrikel mit dem Subarachnoidalraum.
In der englischsprachigen Literatur wird das Foramen dem Stockholmer Anatomen Ernst Axel Henrik Key und Retzius (1832-1901) zugesprochen und als Key-Retzius-Öffnung bezeichnet.
Die Uncovertebralgelenke sind kleine, sekundäre Gelenke zwischen den Wirbelkörpern der Halswirbelsäule.
Die superiore Fläche eines Halswirbelkörpers ist wie eine Wanne geformt. Sie weist an den Seiten kleine Ausläufer nach oben auf, die man als Processus uncinati bezeichnet. Sie umschließen die untere Fläche des darüber liegenden Wirbelkörpers. Durch dieses „Umschließen“ entsteht eine direkte Gelenkverbindung zwischen den beiden Wirbelkörpern. Mit der Ausbildung der Processus uncinati kommt es zu korrespondierenden Spaltbildungen im Bereich der Zwischenwirbelscheiben („Uncovertebralspalten“), die als funktionelles Gegenstück der Uncovertebralgelenke angesehen werden.
Uncovertebralgelenke sind nur bei Erwachsenen nachweisbar, nicht jedoch bei Kindern. Ihre Bedeutung wurde zunächst kontrovers diskutiert.
Und lassen wir nun der Arteria testicularis ihren gebogenen Lauf, kommen wir zur Untersuchung des Bewegungsapparates, letztes Mal die Palpation der Schulterknochen und nun die Funktionsprüfung, die Neutral-Null-Methode.
Die Neutral-Null-Methode, kurz NNM, ist ein orthopädischer Index, der die Beweglichkeit (Motilität) eines Gelenkes angibt.
Die Beweglichkeit wird als dreistelliger Code ausgedrückt, wobei die Bewegung von der Neutral-Null-Stellung aus in Winkelgraden angegeben wird. Somit kann jede Bewegung und auch jede Bewegungseinschränkung eindeutig angegeben werden.
Die erste Ziffer beschreibt immer eine Bewegung, die vom Körper wegführt, also Extension, Abduktion, Pronation, Retraktion, Ulnarabduktion, Elevation, Retroversion oder Horizontalextension.
Die zweite Ziffer ist meistens eine Null und bedeutet, dass das Gelenk die Normal-Null-Stellung einnehmen kann. Trifft dies nicht auf das Gelenk zu, so steht die Null entweder vor dem Wert der minimalen Beugung oder nach dem Wert der minimalen Streckung (bei den anderen Bewegungsrichtungen analog dazu)
Die dritte Ziffer beschreibt Bewegungen zum Körper hin, wie Flexion, Adduktion und Supination.
Es existiert aber kein verbindlicher Standard, so dass das Bewegungsausmaß auch andersherum angegeben werden kann. Sollte ein Gelenk mehrere Bewegungsachsen haben, so wird für jede ein eigener Code angegeben.
Die Referenzwerte für das Hüftgelenk lauten:
Extension/Flexion: 10-0-120
Abduktion/Adduktion: 45-0-30
Außenrotation/Innenrotation: 50-0-40
Die Referenzwerte für das Kniegelenk lauten:
Extension/Flexion: (5-10)-0-130
Exorotation/Endorotation (bei gebeugtem Knie): (30-40)-0-10
Die Referenzwerte für das obere Sprunggelenk lauten:
Dorsalextension/Plantarflexion : 20 bis 30-0-40 bis 50
Beim kontrakten Spitzfuß kann die Beweglichkeit wie folgt eingeschränkt sein:
Dorsalextension/Plantarflexion: 0-20-40
Die Nullstellung wird also hier nicht erreicht. Es sind nur Bewegungen von 20° innerhalb der Plantarflexion möglich.
Die Referenzwerte für das Schultergelenk sind:
Abduktion/Adduktion: 180-0-20 bis 40
Bei einer fiktiven Einschränkung der Abduktion/Adduktion von 180-90-0 wäre nur eine Bewegung von 90° möglich, nämlich den Arm aus der senkrechten Hebung in die waagerechte Position zu bringen.
Abschliessend behandeln wir die Gallenblase, Vesica billeares, auch eines meiner Prüfungsthemen gewesen, überhaupt wollte mich der Gute mit dem Coelliacalen Strunk gut quälen, hab aber alle Abgänge gewusst, sehr zu seinem Verdruss, Lord Helmchen. Die Gallenblase dient als Speicherorgan für maximal 30-80 ml Galle. Durch den Entzug von Wasser wird die Galle eingedickt und kann damit vermehrt gespeichert werden.
Die Gallenblase ist birnenförmig und liegt an der Unterseite der Leber in der Fossa vesicae felleae. Sie ist mit der Facies visceralis der Leber durch feste Bindegewebszüge (Teile der Glisson-Kapsel) verbunden. Die dem Darm zugewandte Seite ist mit Peritoneum überzogen. Sie ist etwa 8 cm lang und 4-5 cm breit. Sie wird unterteilt in
Fundus vesicae biliaris (Gallenblasenboden)
Corpus vesicae biliaris (Gallenblasenkörper)
Collum vesicae biliaris (Gallenblasenhals)
Im Gallenblasenhals und im Ductus cysticus liegt eine spiralige Schleimhautfalte, die Plica spiralis (Heister-Klappe), die als Verschlussapparat dient und den Abfluss der Galle verhindert.Die Gallenblase wird durch die Arteria cystica arteriell versorgt. Diese stammt aus dem Ramus dexter der Arteria hepatica propria. Die gleichnamigen Venen münden im Ligamentum hepatoduodenale in die Pfortader.
Die Gallengänge und die Gallenblase werden vom Plexus hepaticus, der aus dem Plexus coeliacus gespeist wird, vegetativ innerviert. Die hormonell induzierte Kontraktion der Gallenblasenmuskulatur und die Erschlaffung des Verschlussapparates werden durch die autonome Stimulation der Gallenblase bzw. Gallenwege verstärkt. Der Plexus hepaticus enthält zudem auch afferente Schmerzfasern. Zusätzlich verlaufen weitere Schmerzafferenzen aus dem Peritoneum über der Gallenblase im rechten Nervus phrenicus aus dem Plexus cervicalis. Dies ist auch der Grund, wieso Schmerzen im Bereich der Gallenblase auch in die rechte Schulter projizieren können (Dermatom C4).
Die Gallenblase kann bei Vergrößerung getastet werden. Sie befindet sich unterhalb des Leberrandes, medial der Klavikularlinie und tritt atemabhängig unter dem rechten Rippenbogen hervor.
Klinische Zeichen bei der Palpation sind das Murphy-Zeichen und das Courvoisier-Zeichen.
Die Gallenblasenwand besteht aus der Tunica mucosa, die ein einschichtiges hochprismatisches Epithel mit zahlreichen Mikrovilli besitzt. Die Epithelzellen produzieren einen glykoproteinhaltigen Schleim, der die Tunica mucosa vor der Galle schützt. Charakteristisch sind die starken, gelegentlich bis zur Tunica muscularis reichenden Einfaltungen der Schleimhaut, die je nach Dehnungszustand ein unterschiedliches Bild aufweisen (Rokitansky-Aschoff-Krypten). Oft sind sogenannte Schleimhautbrücken erkennbar.
Eine Lamina muscularis mucosae und eine Tela submucosa fehlen.
Die Tunica muscularis besteht aus scherengitterartig geflochtenen Muskelzellen.
Die bindegewebige Lamina subserosa bildet einen fließenden Übergang zur Capsula fibrosa (Glisson-Kapsel) der Leber.
Die Tunica serosa bedeckt die Bereiche, die nicht mit der Leber verwachsen sind.
4 Physiologie[bearbeiten]
Die Galle, die in der Leber gebildet wird, gelangt über den Ductus hepaticus communis und den Ductus choledochus zum Duodenum. Wird die Einmündungsstelle durch den Musculus sphincter ampullae hepatopancreaticae geschlossen, so kann die Galle nicht in den Darm abfließen und wird über den Ductus cysticus in die Gallenblase geleitet und hier gespeichert. Eine Entleerung der Gallenblase erfolgt durch Kontraktion der Wandmuskulatur. Die Kontraktion wird durch das von den endokrinen Zellen der Darmwand produzierte Hormon Cholecystokinin-Pancreozymin (CKK) und durch Acetylcholin aus parasympathischen Fasern des Nervus vagus angeregt.
Die häufigste Erkrankung der Gallenblase ist das Gallensteinleiden (Cholelithiasis). Es entsteht durch eine Störung im Cholesterinstoffwechsel und tritt bei ca. 15 % der Erwachsenen auf. Gallensteine können eine Gallenkolik verursachen. Da habt Ihr jetzt ja was zu tun, eine schöne Woche

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