So, bin nach den letzten 3 Tagen mit vollem Programm wieder in meiner Heimatsstadt, wo ich (endlich wieder) Internetanschluss habe und euch von den Einführungstagen berichten kann!
Am Mittwoch Abend haben sich 12 Zahni-Erstis, die sich in einer Gruppe im StudiVZ besprochen haben, inoffiziell zum Was-trinken-Gehen am Martinstor verabredet. Wir mussten feststellen, dass die Studi-VZ-Bilder dann doch nicht so aussagekräftig waren, wie wir dachten, und kaum einer die unbekannten anderen Zahnis wirklich erkannte. Alle standen also erstmal planlos und verzweifelt an irgendeinem Fleckchen rund ums Martinstor alleine rum, doch irgendwann hatten wir uns dann alle beisammen und sind ins “Coucou” gegangen, wo wir uns alle kennenlernten und was tranken.
Am Donnerstag ging es dann mit dem offiziellen Teil los. Um 13 Uhr trafen wir uns zu einer Führung durch das Institutsviertel in Freiburg, geführt durch einige Zahnmedizinstudenten des 5. Semesters und in Kleingruppen. Dabei hatten wir Einblicke in die Räume der Zahnklinik, in denen bspw. unser TPK-Kurs im 2. Semester stattfinden würde und liefen auch einem ganz netten Doktor über den Weg. Danach ging’s in Institutsviertel, in dem fast alle nach wenigen Minuten komplett die Orientierung verloren. Aber daran gewöhnt man sich laut den älteren Zahnis schnell und falls nicht, gibt’s einen Lageplan des Viertels. Die beiden 5.Semestler, die uns führten, überschütteten uns mit Tipps und zeigten uns alle wichtigen Gebäude, in denen unsere Vorlesungen, Seminare, Praktika und Co. stattfinden würden, aber auch die Mensa, die Lehrbuchsammlung, einen Copy-Shop, in dem man sich Altklausuren besorgen kann, und ein Café. Bei den Altklausuren waren sich die beiden 5.Semestler zwar einig, dass sie sehr nützlich sind, aber nicht darüber, wieviele der Fragen im Grunde immer beibehalten werden und wieviel Neues immer dazu kommt (wohl zwischen 50 und 80 %). Auch erfuhren wir, wir wir den “schwierigeren” Professoren am besten entgingen (ich weiß nur noch “rechte Tür wählen”) und welche Vorlesungen nützlich und welche eher nicht waren. Zum Beispiel können wir uns die Bio-Vorlesung ja ein Mal anschauen, danach brauchen wir sie aber nicht besuchen, da Biologie erst im dritten Semester geprüft wird und nicht so schwer sein soll. Im ersten Semester gibt es nur Klausuren in Chemie und Phsyik, die beide gegen Ende des Semesters stattfinden. Dabei soll Physik jedoch weniger das Problem sein, da man diese Prüfung so oft wiederholen kann, wie man möchte. Insgesamt bekamen wir wirklich viele Tipps, die zumindest ich mir nicht alle merken konnte. Schließlich gingen wir noch zu einem Dentaldepot, bei dem wir unser Material kaufen können werden. Dort bekamen wir dann auch prompt eine Tüte gefüllt mit Werbegeschenken, Brezeln und Bionade
. Anschließend kehrten wir – diesmal fast alle Zahnis – noch ins “Paradies” ein, wo wir noch ein wenig was tranken und uns aufwärmten. Im sonnigen Freiburg nähert es sich nämlich so langsam den Minusgraden. Abends sind wir dann noch auf eine Cocktailparty von einer Studentenverbindung gegangen.
Am Freitag war dann volles Programm und wir trafen uns um 10:00 vor der Kinderklinik, um dann in einem Hörsaal offiziell durch eine Frau des Studiendekanats in unser Studium eingeführt zu werden. Dabei bekamen wir eine Art Powerpoint-Präsentation über das Studium im Allgemeinen zu sehen und unseren Stundenplan und ein paar andere Zettel ausgeteilt. Auch stellte sich kurz ein wichtiger Professor vor, dessen Namen ich leider schon wieder vergessen habe, und begrüßte uns. Im ersten Semester finden nachmittags 2 Mal in der Woche Praktika statt – ein Mal Physik und ein Mal Chemie – und wir durften uns schonmal aussuchen, an welchem Wochentag wir das Chemiepraktikum machen wollen. Was danach kam, war ein fieser, aber gelungener Scherz ein paar Zahnis der höheren Semester, auf den ich nun nicht weiter eingehen möchte, da ich keine anderen Erstis verschonen möchte.
Sicher wird er auch nicht an jeder Uni und in jedem Studiengang ausgeführt, daher braucht ihr ihn jetzt auch nicht zu erwarten. Manche wussten davon schon Bescheid, ich aber nicht. Und naiverweise rechnete ich auch gar nicht mit sowas und ging denen mit einigen anderen auf den Leim (obwohl ich schon ziemlich skeptisch war). Schließlich stellten sich dann noch ein paar Mitglieder der Fachschaft der Zahnmedizin vor und wir wurden eingeladen, ebenfalls Mitglieder der Fachschaft zu werden und wenn wir wollten, zu den wöchentlichen Fachschaftstreffen zu gehen. Man kann sich das im Grunde wie bei der SMV (Schülermitverwaltung) vorstellen. Ein Mal im Jahr findet auch die BuFaTa (Bundesfachschaftentagung) statt, auf die alle Fachschaften der Zahnmedizin in Deutschland fahren und die an einer der Unis, an denen man Zahnmedizin studieren kann, stattfindet. Auch bekommt man dort mit, wie das ganze Studium so an anderen Unis abläuft. Ebenso stellte man uns kurz den ZAD (Zahnmedizinischer Austauschdienst) vor, mit dem man zum Beispiel in den Semesterferien Famulaturen (für Zahnmedizinstudenten freiwillige Praktika) im Ausland machen kann. Drei Semestersprecher haben wir dann auch noch gewählt, bzw. sie wurden eben einfach und ohne Wahl als solche anerkannt. Schließlich wurden wir dann noch von zwei Finanzberatungsfirmen, eine davon speziell für Zahnärzte und Ärzte ausgelegt, in ihre Angebote eingeführt. Von einem anderen Dentaldepot bekamen wir schließlich noch tolle Ersti-Tüten, den klassischen Schultüten nachempfunden, und (natürlich) mit Werbegeschenken, darunter selbstverständlich auch eine Zahnbürste und Zahnseide, Gummibärchen, etc. gefüllt
. Das freute uns natürlich alle, obwohl wir die Tüten zu unserem Leidwesen den ganzen Tag mit uns herumschleppen mussten, da es nach dieser Einführung direkt mit einem Mittagessen in der Mensa im Institutsviertel und dann mit einer Stadtrallye weiter ging. Die Stadtrallye wurde ebenfalls von Zahnis aus dem 5. Semester organisiert und war sehr lustig
. Sogar einen Preis konnte man gewinnen und es handelte sich dabei um nichts geringeres als 8*3Bücher im Wert von 100€ (Curriculum) und andere Preise eines der Dentaldepots für die zweitplatzierte Gruppe… An den 5 Stationen der Rallye, die sich an allen möglichen Orten in der Innenstadt befanden, legten wir uns dann auch richtig ins Zeug. Wir spielten Flunkyball (zu dem ich meine Leidenschaft entdeckte
), rasierten Luftballons, aßen Salzstangen und pfiffen, zogen uns zum Song “You can leave your hat on” bei der Kleiderkette aus und suchten die “Zahni Miss Mystery” unter den Passanten rund um den Bertoldsbrunnen in Freiburg. Dabei wurden wir auch an jeder Station mit ordentlich Alkohol versorgt und die Stimmung war sehr gut. Meine Gruppe belegte letztendlich einen ordentlichen dritten Platz, ging aber bis auf einen Trostpreis leider leer aus. Beim Flunkyballspiel haperte es zwar nicht an unserer Trinkfestigkeit, aber an unserem Wurfvermögen
, doch ansonsten lief alles gut – wir fanden “Zahni Miss Mystery” nach nur 30 Sekunden und erreichten eine Kleiderkette mit einer Länge von sage und schreibe 90 Metern. Zum Glück gab es für einige ausgezogene Mädels die Möglichkeit, sich in ein paar Nischen und Schränken zu verstecken. Trotzdem gibt es einige hocherotische Fotos von uns. Den Abend ließen wir dann noch im “Tacheles” ausklingen, wo uns die gütigen Dentaldepots dann auch noch einige Kästen Freibier schenkten.