Kleines Update

21. Oktober 2010 geschrieben von Christina

Mittlerweile hatte ich auch Vorlesungen in Anatomie und medizinischer Terminologie (1x wöchentlich). Das sind natürlich die spannenderen Vorlesungen, da man diese Gebiete nicht von der Schule kennt – ich hatte dort gar kein Latein. Außerdem bekommt man erste rein medizinische Kenntnisse vermittelt und lernt auch die medizinische Fachsprache kennen!  Auch in “Termi” schreiben wir eine Klausur, die soll aber halb so wild sein! Sie dauert auch nur 20 Minuten und 8/15 Multiple Choice Fragen müssen richtig sein. 😉 Höchstens Studenten, deren Muttersprache nicht deutsch und auch keine indogermanische ist, sollen manchmal Schwierigkeiten damit haben. Was mir noch eingefallen ist – für jeden Praktikumstag (Chemie, Physik) bekommt man ein Testat. Das hat nichts mit Test zu tun, sondern ist einfach ein Nachweis dafür, dass man den Praktikumstag gemacht hat. Ich und eine Kommilitonin hatten nämlich schon regelmäßige Tests befürchtet…

Was ich nun aber noch anmerken muss: Der Ablauf unserer ersten Woche ist total schlecht organisiert! Beispiel: Laut Stundenplan findet Termi im Hörsaal der Medizinischen Klinik statt. Laut aktuellerem Zetten findet es in irgendeinem Pharmaziegebäude statt. Tatsächlich muss man aber zum Uni-Klinikum in einen Hörsaal der irgendwo im 2. Stock total versteckt liegt…

Bald gibt’s übrigens auch Fotos, damit’s nicht so schwarz-weiß bleibt! :)

Ausschlafen, Uni, Mittags fertig, Cafégang :D

21. Oktober 2010 geschrieben von Christina

Ich kann stolz behaupten, die ersten 3 Tage meines Studiums erfolgreich hinter mich gebracht zu haben! :) War auch ziemlich einfach, denn wider Erwarten läuft das Zahnmedizinstudium hier in Freiburg zumindest in der ersten Woche schön langsam an. Richtige Vorlesungen (mit mehr als nur einer Einführung) hatten wir bisher nur ungefähr vier Stück und die Praktika in Chemie und Physik finden auch erst ab nächster Woche statt. Ich habe mir Physik auf Montag und Chemie auf Donnerstag gelegt. Das Anatomiegebäude wird im Moment renoviert und obwohl es ein Ersatzgebäude gibt, fiel diese Vorlesung bisher leider für uns aus. Ich persönlich bin gespannt, wie die erste Vorlesung in Anatomie sein wird. Wahrscheinlich ziemlich voll! Im Moment müssen prinzipiell immer ein paar Leute auf den Treppen, bzw. auf ausklappbaren Sitzbrettern Platz nehmen, aber es soll ja noch ordentlich gesiebt werden. 😉 Bisher kann man eigentlich noch gar nicht einschätzen, was alles auf einen zukommen wird und wie man mit dem Stoff klarkommen wird.

Alle Abwähler von Physik, Chemie… kann ich beruhigen, denn es stimmt wirklich, dass man in den Vorlesungen im Prinzip bei Adam und Eva beginnt. Natürlich nicht so ganz übertrieben, man sollte sich schon etwas unter einem Atom vorstellen können. Auch das Tempo ist je nach Professor ziemlich hoch, aber man kommt zumindest bisher locker mit! Zum Glück lädt der Chemieprofessor, der uns seinen Stoff mit einem Mordstempo näherbringt, sowie sicherlich auch einige weitere Professoren, seine Scripte – in diesem Fall viele pdf-Dateien – ins Internet hoch, sodass man in Ruhe nach- und vorbereiten kann.

Unseren Stundenplan könnt ihr euch übrigens unter folgendem Link ansehen:

http://www.uniklinik-freiburg.de/studiendekanat-zmk/live/studierende/stundenplan/vorklinik/1_vorklinisches_semester_ws_studienbeginn_winter.pdf

Das Seminar zum chem. Praktikum ist natürlich nicht jeden Tag sondern findet nur vor dem chemischen Praktikum statt, für das wir  uns alle Laborkittel besorgen müssen bzw. besorgt haben.

Manche Vorlesungen hören scheinbar in genau der Minute auf, in der die nächsten anfangen. In Wahrheit aber fangen viele Vorlesungen genau eine Viertelstunde später als auf dem Plan an. Das nennt sich in der Uni c.t. (cum tempore/mit Zeit). Also bedeutet 11:00 c.t. beispielsweise 11:15. Das Gegenteil ist s.t. (sine tempore/ohne Zeit). Terminologie müssen übrigens nur diejenigen machen, die bisher weder Besitzer eines kleinen noch eines großen Latinum sind.

Was Lehrbücher betrifft, bekommt man von jedem Professor ein paar Buchempfehlungen. Wo man diese dann letztendlich hernimmt, bleibt einem selbst überlassen. Gute Anlaufstellen sind hier in Freiburg die naturwissenschaftliche Lehrbuchsammlung (dort kann man bis zu einem Semester lang Bücher ausleihen), ein Bücherflohmarkt, Anschlagebretter und sämtliche Adressen im Internet, wo man sowohl gebrauchte als auch neue Bücher kaufen kann. Je nach Buch sollte man aber darauf achten, dass es eine ziemlich neue Auflage ist.

Anstrengend, aber lustig – die Erstitage :-)

16. Oktober 2010 geschrieben von Christina

So, bin nach den letzten 3 Tagen mit vollem Programm wieder in meiner Heimatsstadt, wo ich (endlich wieder) Internetanschluss habe und euch von den Einführungstagen berichten kann!

Am Mittwoch Abend haben sich 12 Zahni-Erstis, die sich in einer Gruppe im StudiVZ besprochen haben, inoffiziell zum Was-trinken-Gehen am Martinstor verabredet. Wir mussten feststellen, dass die Studi-VZ-Bilder dann doch nicht so aussagekräftig waren, wie wir dachten, und kaum einer die unbekannten anderen Zahnis wirklich erkannte. Alle standen also erstmal planlos und verzweifelt an irgendeinem Fleckchen rund ums Martinstor alleine rum, doch irgendwann hatten wir uns dann alle beisammen und sind ins “Coucou” gegangen, wo wir uns alle kennenlernten und was tranken.

Am Donnerstag ging es dann mit dem offiziellen Teil los. Um 13 Uhr trafen wir uns zu einer Führung durch das Institutsviertel in Freiburg, geführt durch einige Zahnmedizinstudenten des 5. Semesters und in Kleingruppen. Dabei hatten wir Einblicke in die Räume der Zahnklinik, in denen bspw. unser TPK-Kurs im 2. Semester stattfinden würde und liefen auch einem ganz netten Doktor über den Weg. Danach ging’s in Institutsviertel, in dem fast alle nach wenigen Minuten komplett die Orientierung verloren. Aber daran gewöhnt man sich laut den älteren Zahnis schnell und falls nicht, gibt’s einen Lageplan des Viertels. Die beiden 5.Semestler, die uns führten, überschütteten uns mit Tipps und zeigten uns alle wichtigen Gebäude, in denen unsere Vorlesungen, Seminare, Praktika und Co. stattfinden würden, aber auch die Mensa, die Lehrbuchsammlung, einen Copy-Shop, in dem man sich Altklausuren besorgen kann, und ein Café. Bei den Altklausuren waren sich die beiden 5.Semestler zwar einig, dass sie sehr nützlich sind, aber nicht darüber, wieviele der Fragen im Grunde immer beibehalten werden und wieviel Neues immer dazu kommt (wohl zwischen 50 und 80 %). Auch erfuhren wir, wir wir den “schwierigeren” Professoren am besten entgingen (ich weiß nur noch “rechte Tür wählen”) und welche Vorlesungen nützlich und welche eher nicht waren. Zum Beispiel können wir uns die Bio-Vorlesung ja ein Mal anschauen, danach brauchen wir sie aber nicht besuchen, da Biologie erst im dritten Semester geprüft wird und nicht so schwer sein soll. Im ersten Semester gibt es nur Klausuren in Chemie und Phsyik, die beide gegen Ende des Semesters stattfinden. Dabei soll Physik jedoch weniger das Problem sein, da man diese Prüfung so oft wiederholen kann, wie man möchte. Insgesamt bekamen wir wirklich viele Tipps, die zumindest ich mir nicht alle merken konnte. Schließlich gingen wir noch zu einem Dentaldepot, bei dem wir unser Material kaufen können werden. Dort bekamen wir dann auch prompt eine Tüte gefüllt mit Werbegeschenken, Brezeln und Bionade ;). Anschließend kehrten wir – diesmal fast alle Zahnis – noch ins “Paradies” ein, wo wir noch ein wenig was tranken und uns aufwärmten. Im sonnigen Freiburg nähert es sich nämlich so langsam den Minusgraden. Abends sind wir dann noch auf eine Cocktailparty von einer Studentenverbindung gegangen.

Am Freitag war dann volles Programm und wir trafen uns um 10:00 vor der Kinderklinik, um dann in einem Hörsaal offiziell durch eine Frau des Studiendekanats in unser Studium eingeführt zu werden. Dabei bekamen wir eine Art Powerpoint-Präsentation über das Studium im Allgemeinen zu sehen und unseren Stundenplan und ein paar andere Zettel ausgeteilt. Auch stellte sich kurz ein wichtiger Professor vor,  dessen Namen ich leider schon wieder vergessen habe, und begrüßte uns. Im ersten Semester finden nachmittags 2 Mal in der Woche Praktika statt – ein Mal Physik und ein Mal Chemie – und wir durften uns schonmal aussuchen, an welchem Wochentag wir das Chemiepraktikum machen wollen. Was danach kam, war ein fieser, aber gelungener Scherz ein paar Zahnis der höheren Semester, auf den ich nun nicht weiter eingehen möchte, da ich keine anderen Erstis verschonen möchte.  😉 Sicher wird er auch nicht an jeder Uni und in jedem Studiengang ausgeführt, daher braucht ihr ihn jetzt auch nicht zu erwarten. Manche wussten davon schon Bescheid, ich aber nicht. Und naiverweise rechnete ich auch gar nicht mit sowas und ging denen mit einigen anderen auf den Leim (obwohl ich schon ziemlich skeptisch war). Schließlich stellten sich dann noch ein paar Mitglieder der Fachschaft der Zahnmedizin vor und wir wurden eingeladen, ebenfalls Mitglieder der Fachschaft zu werden und wenn wir wollten, zu den wöchentlichen Fachschaftstreffen zu gehen. Man kann sich das im Grunde wie bei der SMV (Schülermitverwaltung) vorstellen. Ein Mal im Jahr findet auch die BuFaTa (Bundesfachschaftentagung) statt, auf die alle Fachschaften der Zahnmedizin in Deutschland fahren und die an einer der Unis, an denen man Zahnmedizin studieren kann, stattfindet. Auch bekommt man dort mit, wie das ganze Studium so an anderen Unis abläuft. Ebenso stellte man uns kurz den ZAD (Zahnmedizinischer Austauschdienst) vor, mit dem man zum Beispiel in den Semesterferien Famulaturen (für Zahnmedizinstudenten freiwillige Praktika) im Ausland machen kann. Drei Semestersprecher haben wir dann auch noch gewählt, bzw. sie wurden eben einfach und ohne Wahl als solche anerkannt. Schließlich wurden wir dann noch von zwei Finanzberatungsfirmen, eine davon speziell für Zahnärzte und Ärzte ausgelegt,  in ihre Angebote eingeführt. Von einem anderen Dentaldepot bekamen wir schließlich noch tolle Ersti-Tüten, den klassischen Schultüten nachempfunden, und (natürlich) mit Werbegeschenken, darunter selbstverständlich auch eine Zahnbürste und Zahnseide, Gummibärchen, etc. gefüllt :-). Das freute uns natürlich alle, obwohl wir die Tüten zu unserem Leidwesen den ganzen Tag mit uns herumschleppen mussten, da es nach dieser Einführung direkt mit einem Mittagessen in der Mensa im Institutsviertel und dann mit einer Stadtrallye weiter ging. Die Stadtrallye wurde ebenfalls von Zahnis aus dem 5. Semester organisiert und war sehr lustig ;-). Sogar einen Preis konnte man gewinnen und es handelte sich dabei um nichts geringeres als 8*3Bücher im Wert von 100€ (Curriculum) und andere Preise eines der Dentaldepots für die zweitplatzierte Gruppe… An den 5 Stationen der Rallye, die sich an allen möglichen Orten in der Innenstadt befanden, legten wir uns dann auch richtig ins Zeug. Wir spielten Flunkyball (zu dem ich meine Leidenschaft entdeckte ;)), rasierten Luftballons, aßen Salzstangen und pfiffen, zogen uns zum Song “You can leave your hat on” bei der Kleiderkette aus und suchten die “Zahni Miss Mystery” unter den Passanten rund um den Bertoldsbrunnen in Freiburg. Dabei wurden wir auch an jeder Station mit ordentlich Alkohol versorgt und die Stimmung war sehr gut. Meine Gruppe belegte letztendlich einen ordentlichen dritten Platz, ging aber bis auf einen Trostpreis leider leer aus. Beim Flunkyballspiel haperte es zwar nicht an unserer Trinkfestigkeit, aber an unserem Wurfvermögen ;-), doch ansonsten lief alles gut – wir fanden “Zahni Miss Mystery” nach nur 30 Sekunden und erreichten eine Kleiderkette mit einer Länge von sage und schreibe 90 Metern. Zum Glück gab es für einige ausgezogene Mädels die Möglichkeit, sich in ein paar Nischen und Schränken zu verstecken. Trotzdem gibt es einige hocherotische Fotos von uns. Den Abend ließen wir dann noch im “Tacheles” ausklingen, wo uns die gütigen Dentaldepots dann auch noch einige Kästen Freibier schenkten.

Das Studium in Kürze

4. Oktober 2010 geschrieben von Christina

Da ihr euch für das Zahnmedizinstudium zu interessieren scheint, gehe ich mal davon aus, dass ihr euch schon ein wenig über das Studium informiert habt.  Zudem gibt es dafür unzählige und ausführliche Quellen, wie beispielsweise das Zahniportal http://www.zahniportal.de/ oder Informationen direkt von den Universitäten, wie hier von der Uni Freiburg: http://www.uniklinik-freiburg.de/studiendekanat-zmk/live/studium.html

Trotzdem schreibe ich hier noch einmal in Kurzform ein paar wichtige Eckdaten des Studiums:

  • Für das Zahnmedizinstudium bewirbt man sich auf der Seite hochschulstart.de (ehemals ZVS), wo man alles über die Bewerbung und die früheren Auswahlgrenzen und mehr informieren kann.  20% der Studienplätze werden in der Abiturbestenquote vergeben, 20% in der Wartezeitquote und die restlichen 60% mit dem sogenannten AdH, dem Auswahlverfahren der Hochschulen.  Das heißt dort können die jeweiligen Unis selbst Kriterien an die Bewerber stellen und es gibt beispielsweise Auswahlgespräche oder das Ergebnis des TMS (Test für medizinische Studiengänge, “Medizinertest”)  wird auf eine bestimmte Art berücksichtigt. Dafür muss man den Test natürlich gemacht haben ;-).
  • Zumindest bisher mussten angehende Zahnmedizinstudenten kein Pflegepraktikum (wie die Humanmediziner) oder auch nur irgendein anderes Praktikum machen! :) Es kann aber nicht schaden.
  • Das Zahnmedizinstudium dauert mindestens 10 Semester, auf die ein 6-monatiges Examen folgt. Damit ist die Regelstudienzeit etwas kürzer als die des  Humanmedizinstudiums.
  • Das Studium gliedert sich in die Vorklinik (die ersten 5 Semester) und die Klinik (die letzten 5 Semester). Dazwischen liegt das sogenannte Physikum, eine Prüfung, die man bestehen muss, um sein Zahnmedizinstudium fortsetzen zu dürfen. In der Vorklinik bekommt man naturwissenschaftliche und medizinische Grundlagen vermittelt, während man in der Klinik “echte” Patienten behandeln darf. Natürlich gibt es weiter Prüfungen, doch das Physikum ist eben besonders wichtig und natürlich auch der erste besonders große Brocken, vor dem sich viele fürchten.
  • Die wichtigsten Prüfungen sind übrigens mündlich.
  • Wenn alle Hürden überwunden sind und man sein Staatsexamen gemacht hat, wird man ein Zahnarzt 😉 und kann, wenn man möchte zum Dr. med. dent. promovieren und/oder  sich zu einem Fachzahnarzt (für Kieferorthopädie, Oralchirurgie oder Parodontologie) weiterbilden lassen.
  • Das Zahnmedizinstudium ist ziemlich teuer, dabei variieren die Kosten von Universität zu Universität. Einen Überblick darüber kann man sich mithilfe der ZuZa 2005 (Zufriedenheitsstudie Zahnmedizin) verschaffen. Wie sehr sich das Ganze in den letzten 5 Jahren geändert hat, kann ich leider nicht sagen. Auf zahniportal. de kann man sich einen Einblick in diese Studie verschaffen, komplett ist sie aber nur für Zahnmedizinstudenten einsehbar. Jedenfalls scheinen nach dieser Studie die Unis Dresden, Leipzig und Jena 2005 die niedrigsten Materialkosten gehabt zu haben! Auf dieser sehr aufschlussreichen Seite gibt es dazu noch Steckbriefe zu den einzelnen Universitäten, an denen man Zahnmedizin studieren kann!
  • Wenn man Zahn- und Humanmedizin studiert hat, kann man Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie werden.

Das wär’s so als (etwas längere) Einleitung. Für alle, die es noch genauer wissen wollen, gibt es beispielsweise auch einen redaktionellen, sachlich geschriebenen Blog von Frederick . Ihr findet ihn unter:

http://www.medi-learn.de/zahnmedizin/abenteuer-zahnmedizin/

Bis dann und danke fürs Lesen!

Nur noch 2 Wochen!

1. Oktober 2010 geschrieben von Christina

Erst einmal herzlich willkommen auf meinem neuen Blog über das Zahnmedizinstudium! Hier ist der Anfang und ich freue mich, dass ich einen neuen Leser zu haben scheine! :-)

Ich werde mich bemühen, euch einen umfassenden Einblick in das Studium der Zahnmedizium und das Studentenleben im Allgemeinen zu ermöglichen. Gerne dürft ihr meine Artikel kommentieren und Fragen stellen. Ich schreibe mit bestem Wissen und Gewissen, trotzdem können mir Fehler und Irrtümer unterlaufen, daher sind alle Angaben ohne Gewähr. Zur Zeit ist dies übrigens der einzige Blog über das Zahnmedizinstudium beim Portal MEDI-LEARN, das im Grunde auch eher für Humanmediziner ausgelegt ist. Da ja aber die Vorklinik bei beiden Studiengängen fast identisch ist, ist die Seite auch für “Zahnis” sehr hilfreich.

Zu mir: Mein Name ist Christina, ich bin 19 Jahre alt, komme aus Baden-Württemberg und studiere an der Uni Freiburg Zahnmedizin. Das heißt, bisher bin ich bloß offiziell dort eingeschrieben und das war’s dann auch! Die ersten interessanteren Berichte folgen dann ab dem 14., wenn die Ersti-Einführungstage beginnen! Das Wintersemester 2010/2011 hat heute angefangen und langsam wird einem bewusst, dass alles viel schneller kommt, als erwartet.   Bei uns an der Universität Freiburg stehen,  neben den selbstverständlichen Einführungsprogrammpunkten (Führungen, Begrüßung, Vorstellung der Fachschaft, etc.), erstmal auch eine Stadtrallye und eine abendliche Feier auf dem Programm. Und diejenigen Zahnis, die sich schon irgendwo im Internet begegnet sind, planen mit mehr oder weniger Erfolg  auch schon inoffizielle Treffen. Leider haben manche Zahnis, wie natürlich auch andere Studenten hier in Freiburg und in anderen Städten, noch keine Wohnung gefunden, was hier in Freiburg tatsächlich besonders  schwer ist. Dazu kommt auch, dass die Studienplätze für Zahnmedizin von hochschulstart.de (ehemals ZVS genannt) relativ spät vergeben werden und das Gros der Zulassungsbescheide erst zum 23. September verschickt wurde! Nur wer bereits Wartesemester angesammelt oder einen besonders guten Abidurchschnitt hat, hat schon im August den heiß ersehnten Zulassungsbescheid in den Händen gehalten und konnte sich ein wenig entspannter auf die Zimmersuche und an die gesamte Planung machen! Ich kann mich bereits zu den glücklichen Unterkunfthabern zählen. Als ziemlich ergiebig haben sich bei meiner Wohnungssuche übrigens die Freiburger Zeitungen Zypresse und Stadtkurier herausgestellt. Natürlich gibt es auch etliche Internetseiten, vor allem was WGs betrifft.  Auf der Seite des Studentenwerks Freiburg (studentenwerk.uni-freiburg.de) findet man eigentlich alles, was man zur Wohnungssuche und zu den verschiedenen Wohnheimen wissen muss.  Ganz wichtig ist bei den Wohnheimen, dass man sich früh bewirbt, da die Bewerbungen, zumindest hier in Freiburg, nach ihrem chronologischen Eingangsdatum bei den Wohnheimen bearbeitet werden! Am besten man wartet gar nicht erst auf den Zulassungsbescheid, denn den kann man, falls es was wird, auch nachreichen und hat so zumindest eine Chance auf einen Platz.

Falls es euch interessiert, schildere ich euch kurz meinen persönlichen Weg: Ich hab mein Abi mit 1,1 gemacht und damit natürlich gute Voraussetzungen für einen Studienplatz gehabt. Da ich auf Nummer Sicher gehen wollte und nicht wusste, wie mein Schnitt letztendlich sein würde und ob ich nicht vielleicht auch Humanmedizin studieren soll, habe ich als Absicherung den TMS/Medizinertest gemacht. An meinen bevorzugten (Freiburg, Heidelberg), sowie weiteren Unis kann man mit einem guten TMS-Ergebnis nämlich teilweise verdammt punkten. Nur an die rechtzeitige Anmeldung muss man denken und 50€ zahlen. Die Chance ist einmalig und es wird kein konkretes Wissen abgefragt. Ein schlechtes oder “nur” durchschnittliches Ergebnis verschlechtert die Chance auf einen Studienplatz nicht. Nunja, wer sich dafür interessiert, kann sich ja darüber hinaus selbst informieren.  Jedenfalls habe ich einfach jede der Aufgabentypen einmal geübt und es einfach probiert. Es war recht stressig und ich vorher ziemlich aufgeregt, aber es war gar nicht so schlimm. Jedenfalls hatte ich dann auch ein ziemlich hohes Ergebnis, was aber, wie gesagt, nicht nötig gewesen wäre. Trotzdem war es eine ganz “nette” Erfahrung! Daneben bekommt man bspw. auch Bonuspunkte für ein FSJ, bestimmte Ausbildungen, etc. Einfach auf Hochschulstart schauen, wie es bei welcher Uni abläuft! Natürlich hab ich nach dem Abi gehörig meine Freizeit genossen – 2 Wochen habe ich allerdings für ein freiwilliges Praktikum in einem zahntechnischen Labor (Dentallabor) aufgeopfert, da mir dies von einer netten Zahnärztin empfohlen wurde. Und ich kann es auch nur weiterempfehlen, weil man dort sehen kann, ob einem die “Bastelei” liegt und man einige Handgriffe und Techniken lernt, die man im Studium gebrauchen kann. Ist natürlich kein Muss, kann aber nützlich und eine Entscheidungshilfe bei der Wahl des Studiengangs sein. Wie ich von höheren Semestlern gehört habe, sollte man zwischen Abi und Studium das “Freizeit genießen” etwaigem Vorlernen im eigenen Interesse vorziehen. “Später lernt man noch genug!” Den Rat habe ich dann auch gerne beherzigt.

Willkommen!

24. August 2010 geschrieben von admin

Willkommen zum Blog für Zahnmedizinstudenten!