Salut!:)

26. Januar 2012 geschrieben von nadine

Heute war ein sehr spannender, lehrreicher, interessanter, anstrengender,arbeitsreicher – einfach toller Tag!:)

Los ging es heute morgen mit der Sectio. Ein kleiner Junge kam so auf die Welt,immer wieder ein Erlebnis! Dann folgten mehrere Abschlussuntersuchungen ,die ich ganz alleine durchführen durfte. Vaginalsono (komisch,wenn man es das erste Mal macht), Spekulumeinstellung (ebenso!), Aufklärung über die Dos und Donts im Wochenbett (nicht heiß duschen,keine Badewanne,kein Geschlechtsverkehr,wenn – dann nur mit Kondom,wegen dem Risiko aufsteigender Infektionen- bei Milchstau/Rötung/Schwellung-> zum Arzt,Kühlen,Hochbinden.. und -wichtig- Stillem schützt nicht vor erneuter Schwangerschaft!!!)

Kurz was gelesen (Infektionen) ging es wieder in den Kreissaal und ein Blick auf den Monitor reichte,um mich ganz schnell vorzustellen,bevor wir den zweiten Zwerg des Tages auf die Welt holten. Aber mal langsam. Die Frau kam mit 7 cm in den Kreissaal,hatte stärkste Wehen und flehte nach einer PDA. Diese zu setzen gab aber – bei Drittgravida,Drittpara, keinen Sinn mehr. Bis die gewirkt hätte,ja bis nur der Anästhesist eingetroffen wäre,wäre das Kind da gewesen!:) Also durch! Die Kratzspuren an meiner Hand verraten,dass meine Geburt auf eine geplante Sectio herauslaufen wird…;-) Nein,das war ein Witz! Ein paar Mal pressen schon war das Kind da. Ein süßes Kind,mit dickem schwarzen Haar.

Doch alle Dinge sind drei und so hatten wir noch eine Mama im Saal,die den Wehen ziemlich ruhig entgegensah und es spontan -nach Sectio – probieren wollte. Es sollte nicht so sein. Das CTG wurde pathologisch,die Geburt ging nicht voran und am Ende wurde die Dame sectioniert. Wir holten einen munteren Zwerg auf die Welt und das Tolle war,ich,ich ganz allein durfte mich um den Zwerg kümmern. Unter Adlersaugen des Papas wurde der Kleine gewogen,gemessen (ja,gar nicht so leicht!!!) und bekam -nach der Nabelpflege- eine schicke “new Born” Pampers (oh,Schleichwerbung!;-)) angezogen.Das war wirklich ein Erlebnis für mich! (Ich hoffe auf baldige Fortsetzung!)

Untersuchungen hier und da,Visite,Blutabnehmen…das übliche eben kam noch dazu!

Der Tag wurde abgerundet durch eine lange,lange Fortbildung,die sehr viel Spaß gemacht hat,aber auch direkt wieder zum Lernen animierte,aber “morgen ist ja auch noch ein Tag!”…Jetzt schnell ins Bett,um fünf gehts raus!:)

Liebe Grüße und eine gute Nacht euch allen!

…Ich fühle mich geDISSt! :)

23. Januar 2012 geschrieben von nadine

Wieder ist ein langer PJ Tag zu Ende.Wieder ist es fast 22 Uhr,Zeit zu schlafen. Morgen um sechs geht es wieder los. Irgendwie erwische ich mich immer mehr dabei,wie es Montag,hell,dunkel,hell,dunkel, Sonntag wird…;-) Sagte ich schon,dass die Zeit rast?

Es macht mir Angst. Irgendwie hatte man für das PJ so viel vor. Visite,Besprechungen,Fortbildungen…. ja,das hab ich auch en masse und es macht mir wirklich auch alles so viel Spaß und ich gehe gerne ins Krankenhaus. Aber dann sind da eben doch ganz viele Situationen,die Realität und Wunsch stark auseinanderkliffen lassen.

Man schafft es eben nicht,wirklich interessanten Sachen bis ins Detail auf den Grund zu gehen. Wie gerne würde ich täglich einen oder zwei Fälle aus den Fallbüchern machen. So richtig klinisch denken und arbeiten. Patientenfälle der Visite nacharbeiten,mal einen richtig guten! Arztbrief selber schreiben (ja,ich weiss,viele schütteln jetzt mit dem Kopf ;-) ). Es bleibt nicht viel Zeit. Oftmals ist man bis mittags mit Blutabnehmen beschäftigt,dann muss man Arztbriefe oder Berichte organsisieren.  Wir werden zwar oftmals mit Erklärungen überhäuft,aber dann geht es so querbeet weiter,dass man den “roten Faden” nicht weiterverfolgen kann. Gabs da nicht Überschneidungen mit der Inneren? Wäre es nicht interessant nochmal im Chirurgiebuch nachzuschlagen,sich die Topographie im Prometheus (ja,den gibts ja auch noch!) anzuschauen,mit Freunden drüber zu fachsimplen?

Keine Zeit,ist man raus,wird man geDISST! Kaum hat man Mails gecheckt,holen einen die Geister des Alltags ein. Meiner heisst im Moment “Pubmed” und will ständig Artikel suchen. Er nervt!

“Mal so eben” abends einen Artikel bearbeiten,zumindest 2 Seiten schreiben,50 Fragen kreuzen…aber klar!

Es wird gekocht,gegessen,geschlafen oder wie mein Kumpel sagt:” PJ befriedigt grad mal die Grundbedürfnisse!” Natürlich nicht gaaaanz ernst gemeint;-)

 

Hamsterkäufe fürs Hammerexamen:)

23. Januar 2012 geschrieben von nadine

Ja,ja,ich weiss! Bis zum eigentlichen Examen ist es noch laaaaaaange,lange hin. Wirklich sooo lange hin?

Viele Freunde von mir sind bereits mit dem HEX Virus infiziert- leider nicht nur solche,die es auch im April ablegen wollen;-) Heisst,hier wird gekreuzt,da was gelesen….was soll diese Unruhe?!

Ich bin jetzt grade im zweiten Tertial -ok,auch das ist halb rum ;-) Aber der Stress kommt doch noch früh genug (sagen meine Aprilkandidaten und gucke  dabei noch ganz entspannt aus der Wäsche ;-) )

Dennoch erwische ich mich zunehmen dabei,das beste Buch zu finden…”the one and oly” für Innere,Chirurgie…. egal! Das ist meine neue Lieblingstätigkeit. Habe ich mich die ganzen Jahre doch wirklich durch Bibs geliehen^^ alle Bücher für lau mitgenommen,viel Geld für Überziehungen gezahlt!

Fürs Examen hab ich darauf keine Lust!Ich will anstreichen,markieren und bunte Schweine neben doofe Absätze malen;) Genau,das IMPP Schwein ;-)

Ihr Männer werdet jetzt denken:” Typisch Frau, die studieren nicht,die malen aus und unterstreichen bunt!” :D

Vornamen gibts….unglaublich!

22. Januar 2012 geschrieben von nadine

In der Gyn lernt man ja nicht nur Gyn…;) Nein,auch gesellschaftliche Themen und Vorlieben werden aufgegriffen und vertieft und das Schöne ist,man muss nichts tun.

Als stiller Beobachter wird man “entertaint!” Klar, Namenwahl unterliegen -genau wie die Damenwah (sorry,aber das passte grad so gut^^)- dem eigenen Geschmack. Alle frischgebackenen Eltern dürfen ihrem Kind -fast-jeden Namen verpassen.

Also gut,ich dachte “Philadeplphia” wäre im Amiland vielleicht noch eine gute ???!;) Wahl,ok, aber “Philadelphia – Mia” in Deutschland? Dank dem Bindestrich wird auch garantiert,dass die Kleine auch noch genau SO gerufen wird!

Zwei Tage später “Michelle Sophie Kim”…Klar,fragt ihr euch jetzt, “was ist denn schon dabei?!” Ohne Vorurteile verbreiten zu wollen,aber das ist echt eine so unglaubliche Story. Die Mutter, 19 Jahre, 150 kg (mehr wiegt unsere Waage nicht),Gewichtszunahme in der Schwangerschaft 55 kg!!!!, kam zwei Wochen später zum Fädenziehen.

Um es vorsichtig auszudrücken,man roch jemanden um die Ecke kommen. Schuhe voller Schlamm,Dreck unter den Fingernägeln…doch das war gar nichts.

 

Nach 2 Wochen!!! konnte ich ein -mittlerweile- beiges Stoffteil als Pflasterrest identifizieren. Der Kleber – unverändert drauf- genau wie vor zwei Wochen. Sie fragte mich,wann sie wieder duschen dürfte…..Mit der Bauchschürze darüber,konnte man den Pilz schon sehen….

Ja,da tat mir das Kind leid….

Drei Tage später, das Highlight! Ein kleiner Junge kam auf die Welt! “Und,wie soll der Süße heißen?” “Üffes!”, meinte die Mutter, “Üffes!”

Erst dachte ich,dass dieser Name wohl eine türkische Bedeutung haben muss. Doch als die Mutter die Schreibweise überprüfte,wurde mir einiges klar.

Aus dem kleinen “Üffes” wurde ein süßer “Yves”. Wird ihm nicht viel bringen. Bis zur Einschulung ist das DER ;) “Üffes!”. Problematisch,wenn alle anderen checken,wie man den Namen richtig ausspricht, nur dass das für den Kleinen dann ja mal ein ganz anderer Rufname ist…..

Wenn die Story nicht so traurig wäre,wäre das wirklich ultralustig. Aber man fühlt einfach mit den Kiddies mit…

Habt ihr in Famulaturen /Praktika ähnliches erlebt?

Lasst es mich wissen :)

Tschüß 2011

31. Dezember 2011 geschrieben von nadine

Liebes 2011,

 

ein letzter Gruß an dieser Stelle an ein rundum gutes Jahr. Jetzt ist es schon so spät und es dauert nicht mehr lang,da biegt 2012 um die Ecke;-)und wird herzlich begrüßt mit einem dreifachen Helau…nein,das war ein Witz und ist in vier Stunden erst nächstebn Monat,nämlich im Februar!;-)

2011,ein Jahr der Veränderungen,der Herausforderungen,der Neuerungen!Die harte Klausurphase im Januar mit 7 Prüfungen in einer Woche…unvergessen ;-) (Faul lehne ich mich zurück,nehme das Sektglas in die Hand…Prost!Aber vorher noch die Füße hoch!)

Ein schönes,letztes Sommersemester mit Irrungen und Wirrungen..Psychiatrie alive! Krasse Sache! Hoch interessant!

Die letzte Klausurphase,Lernen der anderen Art! Warm,schönes Wetter,Lernortwechsel,bischen Action!

The final Party…unvergessen! Wie ein warmer Sommerregen auf der Haut;-)

Und jaaaaaaaaaaaaaa,PJ! PJ! Ich liebe Dich! So ein Spaß! Tertiale,die vorher glaubten die schlimmsten zu werden,wurden -so viel kann man schon jetzt sagen-die beste Zeit! Lernen,Arbeiten,Sehen! Wenig Freizeit,Einstieg ins “Berufsleben”….was für ein Schritt! Neue Menschen,neue Erfahrungen,neue Erlebnisse!

Das ganze an verschiedenen Orten!

Jetzt ist Weihnachten rum,Silvester! In weniger als vier Stunden ist 2011 vorbei!

Was kommt?

2012!Examen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Finale!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!Arzt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Uuuuh,ich glaube,dass ich mir diesen Eintrag von heute abend noch gaaaaaaaaaaaaanz oft im kommenden Jahr anschauen werde. Dann,wenn ich vor Schweiß triefend in irgendeiner Bib sitze,im “Lernloch” stecke,keine Lust mehr habe, noch weitere 75 Seiten des Exaplans zu lesen (das gute Stück steht original verpackt auf meinem Schreibtisch,jener (Schreibtischstuhl) hat meinen Popo schon lang nicht mehr gesehen…ich glänze vor Abstinenz;-)),Kreuzen,nur noch 10.000000000 Fragen,Herold!

Ach,2011,willst Du nicht noch ein bischen bleiben?;-)

Quatsch! 2012,willkommen! Ich freue mich auf Dich! Auf einen schönen Frühling,einen warmen Sommer und einen goldenen (in jeder Hinsicht!;-)) Herbst!

Herold? Who? Mediscript,wir drehen noch genug Runden (das heisst Du,in meinem Laufwerk!;-) ), Exaplan,wir sind bald zusammen!

Bis dahin!

Ich wünsche uns allen ein frohes,gesundes neues Jahr! Auf dass es für jeden ganz viele persönliche  guteHighlights bereit hält.

Wir sehen uns in 2012…ich freu mich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Wahnsinn! 2012 kommt mit großen Schritten!

7. Dezember 2011 geschrieben von nadine

Leute,Leute!

Die Zeit verfliegt! Wir werden grau und alt! ;-)

Im Ernst,wo ist die Zeit geblieben? Wo ist sie hin? Mein erstes Tertial ist so gut wie beendet, das zweite beginnt!

Das zweite Tertial schon?! Verdammt! Habe ich meine Ziele KOMPLETT?! erfüllt? Ich befürchte nein!

Ich wollte in den vier Monaten einmal komplett das Basiswissen Chirurgie lesen und Frage und Antwort durcharbeiten. Das ist mir durchaus gelungen,aber eben nur zum Teil!;-) Zu meiner Verteidigung! Bis abends arbeiten,Überstunden im OP machen, anschließende Fortbildungen und Semianre,Zeit in Bus,Bahn und auf dem Rad zu verbringen – geschweige denn von der Hausarbeit,Erledigungen oder GAR *fg* Hobbies und sozialen Kontakten? Tja!

Kein Problem,gibt ja noch zwei weitere Tertiale! Allerdings mehr Stoff und weniger Zeit. Nein,nein,in der vorweihnachtlichen Zeit wollen wir keinen Stress machen! Relax it!

Wenn da das Wörtchen “wenn” nicht wer ;-)

Ich weiss ja nicht,ob es nur mir so geht,aber besonders im Dezember -kurz vor Silvester- beschäftigt mich immer die Frage,was wohl meine nueen Vorsätze fürs neue Jahr sein könnten und auch ein Blick zurück findet statt.

Nächstes Jahr steht das Finale des Studiums an! (Ooooohoooo,Finaaaaaaaaale,ohooooo!)

HAMMEREXAMEN Herbst 2011,ich komme! Meine lieben Freunde des IMPP,was habe ich euch vermisst!

Eigentlich bin ich noch im “Resozialisierungsprogramm des Physikums” und schon soll ich mich wieder über Seiten setzen,über Fragen,über unzählige Aussagen A – E …. ach ja….

Jetzt erstmal Weihnachten genießen,Schnee,Ski,Wetter,Weihnachtsbaum,Weihnachtsmarkt,PJ,Tag des Baumes….;-)

Es gibt immer einen Grund das Lernen aufzuschieben….aber hier kommt der Beste:

” Hex? Ist erst nächstes Jahr!In drei Wochen sieht das schon anders aus!”

PS: Dieser Artikel ist reiner Spaß! Es wird vor einer akuten Panikattacke ausdrücklich gewarnt! Fürs HEX lernt man 100 Tage und wir sind jetzt noch im 3-stelligen Bereich!Also mal nicht so anstellen!

Lernen! Who? ;-)

Herzalarm!

7. Dezember 2011 geschrieben von nadine

Der Titel sagt schon alles. Aber mal ganz von Anfang!

Es begann alles ganz wie immer. Visite um sieben Uhr morgens,anschließend Blutabnehmen…hurra! Besprechung,Op Plan mustern, aber vorher erstmal einen Kaffee mit den Kollegen trinken;-) Die endogene Koffeinproduktion ließ leider zu wünschen übrig ;-)

 

Es kamen Patienten,wir gingen in die Notaufnahme und wechselten anschließend noch den Vac – Verband.

Wenig später bat die Schwester uns noch eine Braunüle bei einer Patientin zu legen. Aus den Tagen zuvor wussten wir bereits,dass es “unmöglich” für uns PJler ist,eine rosa Vigo in die Vene zu schieben. Wir waren also gerade dabei eine geeignete Vene zu suchen,als die Schwester meinte,dass die Patienten  schon die ganze Zeit so schwer atmen würde. Mir kam direkt als erstes “Schnappatmung” in den Sinn,aber das traute ich mich in dem Moment nicht zu sagen,schließlich wurde die Patientin gerade gewaschen und ich wollte nicht unnötig Unruhe verbreiten.  Plötzlich setzte der Atem der Patientin ganz aus und ich weitere Kollegen hinzu. Wir lösten Herzalaram aus. Die Herztruppe war in Sekunden da und legte los.

Wie gut,dass wir gerade einen Reakurs absolvierten!!! Ich war zwar in Hektik und es fiel schwer ruhig zu bleiben.aber es gelang tatsächlich besser einen Schritt nach dem anderen zu machen. Und 30 : 2 wussten wir sofort!

Ich holte in der Zwischenzeit noch den Defibrillator und bin noch nie so schnell über den Klinikflur gezischt. Das REA team reanimierte ca. 25 Minuten bis sich wieder ein Puls bemerkbar machte. Der Leistenpuls war ziemlich stark zu spüren. Unter Beatmung und vorheriger Intubation wurde die Patientin auf die Intensivstation gelegt.

 

Das alles war ziemlich krass mitzubekommen. Eine traurige Situation,eine Tragödie für den Menschen,sein Leben, eine Teamarbeit,wie ich sie vorher selten erlebt habe. Jeder hat eine Aufgabe,man arbeitet Hand in hand,ausschließlich mit dem Ziel,den Patienten zu retten. Ich bewunderte die erfahrenen Ärzte für ihre Ruhe,ihre Klarheit,ihre Professionalität,während uns die Situation auch nach außen hin sehr mitnahm.

Es tat gut im Team darüber zu sprechen,sich auszutauschen.

Umso trauriger war es,als wir nach einigen Stunden hörten,dass es die Patientin leider nicht geschafft hat.

 

Ethikseminar oder die Moral lässt grüssen!

7. Dezember 2011 geschrieben von nadine

Hallo meine Lieben!

 

Ich bin wieder zurück vom Ethikseminar!:) Drei Tage dienstfrei,drei Tage mal raus aus der gewohnten Umgebung,um sich dem ernsten Thema “Sterben und Tod und meine Rolle als PJler” zu widmen. Aber mal ganz langsam,von Anfang an!

 

Wir machten uns Montag schon in aller Frühe auf dem Weg in unser gebuchtes Tagungshaus. Nachdem wir die Zimmerverteilung vorgenommen hatten,die Agenda der folgenden Tage abgesegnet wurde und wir erste Erwartungen äußerten, stiegen wir direkt in das Thema ein. Neben zahlreichen Diskussionen über Sterbehilfe, Stammzellforschung und co. erhitzten sich unsere Gemüter besonders bei der Frage, wie man einem Patienten eine schlechte Nachricht übermittelt und ob man sich auf eine Einschätzung der verbleibenden Zeit einlässt.

Während die eine Gruppe dafür plädierte, den Patienten genau aufzuklären, widersprach die andere Hälfte. Man wisse doch schließlich gar nicht,wie lange sich der individuelle Krankheitsverlauf gestalte und auch die Statistik wäre nun mal nur Statistik.

Aber dem Patienten gar keine Auskunft geben? Im Zeitalter der heutigen Medien sei dies auch nicht mehr konform, so diskutierte die Gegner. Wenn der Patient vom Arzt nichts erfahren würde,dann würde ihm eben Wikipedia helfen -basierend auf statistischen Durchschnittswerten.

 

So oder so, man sollte die  Tiefe  und Art der Aufklärung immer dem gewünschten Patientenkenntnisstand anpassen.Denn der Patient ist der König. Nur er entscheidet,was sein Leben lebenswert macht und wie er sein Leben gestalten möchte – bis zuletzt!

…ich fühle mich so wohl!

18. Oktober 2011 geschrieben von nadine

Ja, Ihr Lieben,

wie schnell die Zeit doch mal wieder verfolgen ist. Vor ein paar Wochen war ich noch der Student,heute schon PJler ;-) Jetzt verläuft meine “Karriere” aber erstmal ganz flach weiter, denn so schnell kommt da nichts neues.

Wobei,nichts neues? Jeder Tag ist eine kleine Überraschung!Sitzt man lange Zeit auf seinem Stuhl und vertreibt sich die Zeit mit dem Müller, kommt im nächsten Moment ein Notfall rein, eine Krankenschwester oder ein Auftrag…

“Ach,wie gut,das ich dich sehe…kannst du mal bitte kurz runterflitzen?!” ,” Im Zimmer drei an der Tür ist die Viggo paragelaufen,bitte sei doch so gut…!” Drainage ziehen hier,Fäden ex dort,Klammern raus,Klammern rein…das ist mein Tag! Und ja,der fühlt sich vorwiegend gut an! Der Chefarzt begrüßt mich mit “Frau Kollegin!”,für den Oberarzt bin ich “Frau Doktor!”,nur die Patienten, für die bin ich “Schwester!Wann kommt denn endlich die Ärztin!” Besonders ältere Omis sind für so eine Aussage prädestiniert.Aber da kann ich drüber schmunzeln und ja,man erkennt, dass man älter wird,daran,dass man sich über so eine Aussage freut;-)

“Wir sind nun eben junge Hüpfer!” (so mein MitPJler zu mir)

Ich fühle mich und meine Arbeit so wertgeschätzt!

Aber,es gibt auch kuriose,strange Momente. Erst hab ich mich nicht getraut,jetzt ist es spät und ich bin mutig;-) Voilà!

Gestern, gab ich einem Patienten- wie immer- zur Begrüßung die Hand,nachdem ich diese kurz zuvor mit Sterilium desinfiziert hatte und er sagte prompt: “Sie haben aber schöne,zarte Hände…oh,darf ich das überhaupt sagen?!”

Tag davor,ich setzte mich irgendwann entnervt aufs Bett des Patienten,weil es mit dem Venensuchen so lang dauerte…Der Patient -ein Frechdachs- “Das ist ja schon ein Vergnügen,wenn Sie sich nur so zu mir ins Bett setzen….!” :D :D:D

Und die Oberhärte heute:

Kollegin beim Beklopfen der Vene:” Nun komm schon!” Patient- lacht schelmisch: ” Das hat früher immer meine Frau zu mir gesagt -äfft sie O Ton nach (wollen wir hier nicht präsentieren,ist nicht jugendfrei!) … heute nicht mehr,wir sind alt!”

…. Leute,ohne Kommentar…

zumindest meinerseits!

Was habt Ihr zu berichten?Auch schonmal sowas erlebt?

Wertschätzung beginnt nicht erst nach dem Staatsexamen!

25. September 2011 geschrieben von nadine

An dieses Motto scheinen sich viele zu halten!Ob Medical Summer Schools in ganz Deutschland, Neurologie für junge Leute Tage,PJ Fortbildungen….ob Marburger Bund Tage,Unieinführungskurse….man tut,nein,man wirbt wo man kann und wen man kann!

An fast jeder Ecke wird man -als Student der Medizin-vor Angeboten erschlagen. Jetzt noch schnell hier eine günstige Versicherung abschließen und -gratis dazu- die Duale Reihe abstauben.

Anmelden und Fahrradschutzsattelhaubeoderwieauchimmersondingheißt ;-) abholen, Klinik gut finden und zur Medical Summer School fahren,inklusive Hotelübernachtung…..ja,man schätzt uns! Ja,man will uns!

Klar,ist vieles Werbung,aber dennoch,das Gefühl bleibt,dass wir wirklich “ernst genommen” werden.Schließlich gibt man sich -neben der Werbung-viel Mühe um unsere Bidung. Ich finde es toll,dass man schon als Student auf Fortbildungen fahren kann,dass man zu EKG Kursen eingeladen wird und junge Leute aus ganz Deutschland an der Ostsee trifft und zusammen surft UND eben auch Neurologie lernt.

Und ja es nervt mich durchaus,dass es Studenten gibt,die immer nur “abstauben” wollen. Ohne hier jemandem auf die Füße zu treten (ist echt nicht böse gemeint!) aber ich finde,dass es sich doch von selbst versteht,dass,wenn man schon so luxuriös (!) 2 Tage in ein Hotel (5 Sterne!) eingeladen wird und eifrig lernt,sich auch mal 2 Stunden einen Vortrag übers Unternehmen anhören kann. Zumal es einem doch wirklich die Türen öffnen kann für “später”….

Aber klar,viele Angebote sind auch nur mit Vorsicht zu genießen,hier gilt,wie auch mit dem Verkauf von Waschmaschinen an der Tür;-) Prüfe gut,wer sich ewig bindet!;-)

Lasst uns diskussieren!:) Was für Erfahrungen habt ihr gemacht?