Chemie geschafft!

24. April 2009 geschrieben von jana

Man mag es kaun glauben, aber ich habe doch tatsächlich meine Hooror Klausur überhaupt der Vorklinik bestanden – Chemie! Endlich ist der Mist vorbei. das Ergebnis hab ich seit Montag und ich hab mich auch wirklich arg gefreut, dass ich kein Jahr wiederholen muss und dass ich jetzt an Biochemie teilnehmen darf. Aber im Grunde krieg ich jetzt schon wieder die Krise :D denn es ist echt hammer viel zu lernen. Wahnsinn, was die einem alles reinhauen: mal eben bis nächste Woche Dienstag ein Hammerskript von 56 Seiten, aus dem man “mal eben” alle mögliche Fomeln und Strukturen auswendig lernen muss. mal abgesehen davon, dass ich eigentlich schon mit Anatomie genug zu tun hätte. Zwar ist das Präppen des Situs wirklich interessant, aber viel zu lernen ist es eben auch. Also weiß ich mal wieder nicht, wo mir der Kopf steht. Ein 48-Stunden Tag könnte die Situation wenn überhaupt nur erleichtern. Aber Gott-sei-Dank geht es mir ja nicht alleine so. Viele meiner Freunde und Kommilitonen laufen auch wieder auf dem Zahnfleisch und das bei so schönem Wetter :) Es ist wirklich komisch, wie wenig man währned des Semesters von seinem Leben hat – im Grunde hat man erst einmal Kurse/Vorlesungen/Seminare ohne Ende und den Rest der Zeit muss man dann auch noch durchlernen. Wenig Schlaf ist da mal wieder vorporgramiert, aber so langesam gewöhnt man sich echt daran, nicht mehr länger als fünf Stunden schlafen zu können. Ich hoffe mal stark, dass das Alles ab Ende nächsten Monats wieder besser wird, wenn zumindest mal drei Wochen keine Klausur geschrieben wird. Momentan ist es wirklich ein total schlimmes Gefühl, die besten jahre des lebens irgendwo doch zu vergeuden. Klar, man lernt einfach wahnsinnig viel, und vieleinteressiert mich ja wirklich sehr, aber so sachen wie Biochemie eben acuh mal nicht ;) Und wenn man dann für so etwas so viel lernen muss und einfach seine Freunde aus der Schule, Familie, … kaum bis wirklich gar nicht mer sieht. Und auch mit den Unifreunden macht man nichts wirklich dolles mehr – man lernt zwar zusammen und das ist ja auch wirklich nett, aber sollte man nicht auch wirklich mal während des Semesters zeit haben, einfach nur zusammen zu entspannen und zu lachen?! Das ist das was ir echt fehlt – einfach mal lockeres Zusammensein. Aber im Grunde hat man eh keine Zeit, sich über so was wie “zwischenmenschliche – beziehungen” Gedanken zu machen, denn zu Hause warten ja die Aminosäuren, Glykane, … auf mich :)

Chemie – bin ich im Recall?

19. April 2009 geschrieben von jana

Gestern war wirklich ein echt besch… Samstag für jemanden wie mich, der Chemie abgrundtiv hasst: um 13 Uhr mussten wir an der Uni antanzen um die Klausur zu schreiben – was Schlimmeres kann es ja gar nicht geben! Die letzte Woche war wirklich Hölle: obwohl das Semester ja erst am Dienstag wieder angefangen hatte, war mein Schalfmangel gestern ziemlich ausgeprägt – wahnsinn. Chemie an sich ist ja schon ziemlich schwer wie ich finde, weil es einfach wahnsinnig viel ist was man können muss: Strukturformeln von allen möglichen Molekülen, Formeln, und das Schlimmste: Man muss es vertsanden haben :D Aber das richtige Problem liegt darin, dass man ein jahr verliert, wenn man jetzt nicht Chemie bestanden hat, weil man dann nicht in Biochemie reinkommt – und das ist richtiger Stress! Und die Ergebnisse bekommen wir auch erst Dienstag, und wenn hab ich gerade mal mit der Mindestpunktzahl bestanden, also mal abwarten :)

Nach der Klausur hab ich mir dann mit zwei Freundinnen erst mal nen Sekt gegönnt: man sollte ja nie das wahre Leben vergessen! Ich glaube das ist das Problem von vielen meiner Kommilitonen und leider auch von manchen Freunden: die lernen so viel und haben einen so großen Ehgrgeiz, dass sie das wahre im Leben leicht aus den Augen verlieren: zwischenmenschliche Beziehungen! Klar, man muss schon richtig viel lernen, weil man später ja auch wirklich viel Verantwortungt trägt, aber man sollte auch nicht die noch wichtigeren Dinge im Leben vergessen. Sonst hat man später nämlich keine Freunden und keine Beziehung – und das macht ja wohl nun wirklich niemanden glücklich! Also gönn ich mir mit meinen Mädels schon mal ein paar lustige Abende zum Schnacken :D

Heute geht es aber auch für mich weiter mit Anatomie lernen. Wir haben diese Woche den Bauchraum aufgmacht und das ist wirklich mein Ding. Mein Traumberuf wäre es ja auch später, Kinderchirurgin zu werden, und da sind die inneren Organe einfach super interessant! Da macht das Lernen auch gleich viel mehr Spass, als blöde Muskeln blöd auswendig zu lernen. Aber mit den Organen ist auch schon wieder der ganze Sonntag verplant, naja …

Ach ja, was ich ganz vergessen hab zu erzählen: Hier bei einem Radiosender (1Live) gibt es am Wochenende immer eine Aktion, die heißt “Held der Nacht”. Da kann man dann anrufen und sagen, warum man Held der Nacht ist und 1Live entscheidet dann, wer gewinnt! Und ein Unifreund von mir hat da angerufen, und jetzt sind wir dieses Wochenende die Helden der Nacht, weil wir immer so fleißig gelernt haben :D

So, ich wünsch euch noch ein schönes Wochenende Jana

Und das ganze geht schon wieder los …

14. April 2009 geschrieben von jana

Ich möchte ja hier wirklich nicht rummeckern, aber besonders toll war der erste Unitag im zweiten Semester nun wirklich nicht.   An das wieder verdammt frühe Aufstehen kann man sich ja gewöhnen, aber schon alleine die vollen Züge können einen ziemlich ar nerven. Doch in der Uni ging es ja erst richtig los … die Vorlesung vorm Präppkurs war einfach nur super überflüssig. Man wusste nicht so wirklich, wovon der Prof redet, weil einem das Grundiwssen noch fehlt, und Bilder aus dem Prometheus kann ich mir auch alleine angucken!

Und dann ging das Präppen los: Situs ich komme :) Eigentlich ist das Thema schon richtig gut, denn man hat endlich mal das Gefühl etwas zu lernen was man WIRKLICH später mal richtig gebrauchen kann. Nur unser Prof, der den Tisch betreut, hat ziemlich Sttress gemacht und erst Mal ziemlich deutlich klargestellt, was man alles schon läääängst hätte lernen müssen. Naja, wäre ja auch sinnvoll gewesen, aber es waren eben auch mal Ferien ;) Mir wurde der Oberbauch zugeteilit, und mit Magen, Leber, Milz … bin ich schon ziemlich zufrieden. Heute mussten wir erstmal den Brustkorb ablösen und damit die Rippen an der Seite durchschneiden – es ist schon ein komisches Gefühl, einfach mal eben bei nem Menschen einen Knochen durchzuschneiden, aber auch ziemlich cool – erlebt man nicht alle Tage! So was gibt schon einen argen Motivationsschub. Nach dem Präppen waren wir dann mal wieder in der Mensa essen und danach gings in die Gruga zum Chemie lernen – produktiver als gedacht!

Mein Plan für heute sieht jetzt noch so aus, dass ich draußen ein Stündchen in der Sonne Situs lernen werde und dann noch Chemie in mich reinzwängen muss, denn Samstag kommt schon die Prüfung – aaaaaaaaaaaah – und wenn man die nicht besteht und die zweite Nachklausur auch nicht, hat man ein jahr verloren :( Das jahr an sich fände ich nicht mal schlimm, aber man verleirt auch die ganzen tollen Leute, also heißt es anstrengen und bestehen! Alles in Allem also ein typischer Semesterabend mit lernen, naja, ich habs mir ja selber ausgesucht – und morgen früh treffen wir uns auch wieder zum lernen, wenigstens kann ich dann bis 6 schlafen :)

Aber einen Vorteil haben wir heute im Sonnenschein doch gefunden, wir sind zumindest besser dran als die Tiermediziner, ganz nach dem Motto: Lieber bis zum Ellbogen im Abdomen, als bis zur Schulter im Arsch! Wer die Tiersendungen bei VOX kennt, weiß was wir meinen :D In diesem Sinne, euch allen eine tolle sonnige Woche und ich meld mich kurz vor Chemie noch einmal

Liebe Grüsse Jana

Zweites Semester – ich komme :D

13. April 2009 geschrieben von jana

So, nach einer längeren Pause als geplant, melde ich mich auch endlich zurück. Irgendwie ist das ganz komisch: Sobald man wirklich mal Freizeit hat (abgesehen davon, dass man dringend wieder richtig lernen müsste), kriegt man gar nichts mehr auf die Reihe. Man trifft sich mit alten Freunden und Unifreunden, unternimmt was mit der Familie, aber irgenddwer kommt soch immer zu kurz. Sachen, die längst schon liegen geblieben sind, werden nachgeholt, und schon sind auch die letzten zwei Wochen der Semesterferien um.

Ich weiß noch, wie ich mir nach der letzten Prüfung im 1. Semester und damit auch am letzten Unitag gaaaanz fest vorgenommen, in den Ferien “einfach” jeden Tag ne Stunde zu lernen, damit ich nicht wieder so nen Stress hab – aber von wegen! Nix hab ich wirklich geschafft! Während des Pflegepraktikums war ich nach den Diensten echt fertig und hab mehr soziale Kontakte gepflegt und während des Chemiepraktikums war ich im Grunde immer nur essen und shoppen :D – muss eben auch mal sein! Nur jetzt stehe ich wieder da: 18. April Chemieklausur, 4. Mai Anatomieprüfung, 19. Mai Histonachklausur, … so ne Kacke! Gott sei Dank geht es mir ja nicht alleine so – 90% meiner Kommilitonen haben sich auch eher nen chilligen gemacht!

Ich hab zwar schon Chemie gelernt und damit ein ganzes Buch durchgearbeitet, aber die Frage ist immer ob das auch wirklich sinnvoll ist, denn höhere Semester haben immer den Spruch drauf: Altklasuren kreuzen, kreuzen, kreuzen, …. Man wird sehen, morgen hab ich Gott sei Dank noch einen sehr kurzen Unitag: 8-9 Anatomievorlesung und danach noch zwei Stunden präppen. Also hab ich mir mit ein paar von meinen Freunden überlegt, dass wir zusammen in der Gruga (ein großer Park direkt am Uniklinikum) die Altklasuren durchgehen und auch sinst die Themen mal durchsprechen – ich bin mal gesapnnt, ob das so produktiv ist, in der Sonne zu lernen :D

So, ich werd mir jetzt noch mal meine Chemieaufzeichnungen durchlesen und dann auch schlafen gehen, denn morgen heißt es ja wieder um 5:30 aufzustehen. Und ich befürchte, dass es ab morgen auch wieder richtig stressig wird und ich dann nur noch wenig Schlaf bekommen werde :( man wird sehen :)

Bis dann, liebe Grüsse Jana

Chemie – einfach nicht mein Ding!

16. März 2009 geschrieben von jana

 Da hat man gerade das Pflegepraktikum hinter sich gebracht, hatte ein paar tage Erholung und schon gehen die “Semesterferien” mit dem nächsten Praktikum weiter L

 

In den letzten vier Tagen habe ich wirklich viel unternommen, nur leider nichts für die Uni getan. Ich hab mich mit Kommilitonen (wie man so schön sagt) getroffen, ich hab mal ein ganz klein wenig Sport getrieben, hab mich mit alten Schulfreunden getroffen, telefoniert, gelesen, ganz lange ausgeschlafen … nur eben leider nicht einmal wirklich konsequent in die Chemiebücher reingeschaut. Klar blättert man ein wenig drin rum, aber so richtig effektiv gelernt hab ich nichts! Und jetzt ärgere ich mich natürlich wieder so faul gewesen zu sein.

 

Heute wieder um 6 aufzustehen, um pünktlich um 8 in Essen auf der Matte zu stehen ist ziemlich blöd, aber da muss ich jetzt durch! Nach sage und schreibe ganzen verdammten zwei Stunden langweiliger Sicherheitseinweisung (die gleichen Hinweise hatte ich mir extra den Abend zu vor im Skript noch mal durchgelesen – völlig überflüssig wie man sieht!) ging es dann in die Labore. Da brauchte man dann noch einmal über eine Stunde, bis man seine ganzen Bechergläser, Erlenmeyerkolben, Reagenzgläser usw. auf Vollständigkeit untersucht hatte und einem auch wirklich jeder Fitzel der Geräte erklärt wurde. Dann ging es endlich los. Aber das war eigentlich auch nicht viel besser. Es liegt wohl daran, dass Chemie einfach nicht mein Ding war. Schon in der Schule hatte ich zwar Biochemie, in der 9 und 10, aber Chemie hab ich mal gepflegt abgewählt :D Doch ein Fehler im Nachhinein. Es wäre schon hilfreich, wenn man jetzt zumindest etwas Ahnung hätte. Also, ein großer Tipp: Lernt Chemie wenn ihr Zeit habt. Das ist wirklich verdammt viel, und man muss es blöderweise schon verstanden haben! Naja, nachdem ich dann gefühlte hundert Stunden, aber reell “nur” drei Stunden etliche Titrationen durchgeführt hatte, war der Tag auch endlich vorbei. Um 15 Uhr ging es dann mit leerem Magen (denn die Mensa hatte wegen Umbauarbeiten zu) nach Hause, und hier hieß und heißt es heute Abend noch: Protokoll schreiben, für morgen vorbereiten, doch mal etwas Chemie lernen. Nicht gerade ein tolles Abendprogramm für Semesterferien L Und morgen geht es ja wieder von vorne los, aber angeblich sollen wir in den nächsten zwei Wochen stets vor 13 Uhr da raus sein, das wäre ja wenigstens etwas. Und die Betreuer sind da eigentlich auch ganz nett, zwar streng, aber freundlich, lustig und hilfsbereit – und wir können den ganzen Tag Einslive hören, es gibt ja auch schlimmeres J

 

Ich drück mir mal selber die Daumen, dass der Tag morgen besser läuft und ich wirklich etwas verstehe :D

Etwas traurig bin ich schon!

12. März 2009 geschrieben von jana

Gestern war mein letzter Arbeitstag, und irgendwie bin ich schon etwas traurig. Ich hatte sowohl im Sommer als auch jetzt im Winter eine wirklich schöne Zeit auf der Station. Ich bin richtig froh, dass ich größtenteils nur gute Erfahrungen gemacht habe: nette Assistenzärzte, ein verständnisvoller und auch super netter Chefarzt, nette und hilfsbereite Krankenschwestern, …! Besonders toll war natürlich auch die Arbeit mit den Kindern. Ich durfte so viele Erfahrungen schon sammeln, die ich echt nicht missen möchte. Mir wurde immer viel erklärt; sowohl die Ärzte haben sich bemüht, mir Krankheitsbilder und Behandlungen, so verständlich zu machen, dass ich das verstehe. Aber auch die Schwestern haben mich immer mitgenommen, haben mir am Anfang so viel erklärt, dass ich nachher sogar schon alleine AP-Beutel leeren durfte (künstlicher Darmausgang). Es ist einfach toll, dass man merkt, wie viel einem zugetraut wird. Mit den Ärzten durfte ich auch Blut abnehmen und solche Dinge machen. Für mich kann ich nur sagen, dass es einem wirklich viel Selbstvertrauen gibt, wenn Ärzte und Schwestern einem so viel erlauben, ich mein, so schlecht und untalentiert kann man ja dann für den Job nicht sein ;)

 

Zur Verabschiedung habe ich natürlich Kuchen gebacken, denn das ist da so üblich. Aber ich habe auch etwas geschenkt bekommen: eine schönen Blumenstrauß und eine total nett geschrieben Karte und sogar etwa Geld für meine “gute Arbeit und mein Engagement”. Ich hab mich wirklich tierisch gefreut, weil das einfach nur nett war. Und dann meinte eine Schwester auch noch zu mir: Alle guten Leute gehen immer so schnell. Aber ich mach ja im Sommer noch einmal ein freiwilliges Ärztepraktikum, denn irgendwie habe ich mein Herz an die Station verloren J

 

Klar ist es auch schön, dass man jetzt wenigstens vier Tage einfach mal frei hat, um noch ein wenig zu lernen, denn das nächste Semester wird auch nicht ohne sein und ab Montag geht es ja auch schon wieder mit dem Chemiepraktikum weiter – was muss, das muss. Ich halte so was wie Chemie zwar nicht für all zu wichtig, aber ich kann mich ja auch nicht davor drücken.

 

Ich kann über mein Pflegepraktikum nur sagen, dass es wirklich kein Horror war, wie bei vielen Anderen. Ich hatte einfach Glück tolle Leute da zu haben und ich kann sagen, dass für mich jetzt schon feststeht, dass ich nachher auf jeden Fall mit Kindern abreiten möchte.

 

Ich hoffe ihr habt auch einmal so viel Glück

Liebe Grüsse und alles Gute Jana

Drei Schockobecher, ein Spaghetti-Eis, …

12. März 2009 geschrieben von jana

Mir ist gerade aufgefallen, dass ich doch einiges vergessen habe zu erzählen, also hole ich jetzt mal die wichtigsten Dinge nach.

 

Diese Woche im Spätdienst kam ein kleines 5-jähriges Mädchen schwer verletzt in die Kinderambulanz – Verkehrsunfall. Sie war mit ihren Eltern im Auto unterwegs, als das Auto bei vollem Tempo auf einer großen Kreuzung mit einem anderen Auto zusammenstößt. Drei schwer verletzte; das Mädchen musste aus dem Auto rausgeschnitten werden, weil sie so eingeklemmt war. Der Einblick, wie sie kam, war echt grausam. So, dass ich schon das schlimmst befürchtete, aber mich hat die ganze Sache gelehrt, dass manches schlimmer aussieht, als es ist. Sie wurde dann notfallversorgt, im Grunde so, wie man das aus dem Fernsehen kennt. Intubiert ging es dann sofort für mehr als vier Stunden in den OP. Neben zwei Schädelfrakturen, einem Schädel-Hirn-Trauma des 2. Grades, Verletzungen am Auge und unendlich vielen Schnittverletzungen im Gesicht, geht es ihr schon wieder ganz gut. Sie liegt jetzt wieder bei uns extubiert auf der normalen Station und ist ein wirklich nettes kleines Mädchen. Sie wird jetzt noch psychologisch behandelt, weil ein Kind, kann so Ereignisse einfach nicht alleine verkraften. Aber mit so einer Besserung hätte ich echt nicht gerechnet.

 

Letzte Woche war nicht gerade unendlich viel zu tun, sodass wir Essen bestellen konnten – es gab Eis. Zwar etwas ungewöhnlich für die Jahreszeit und für die Temperaturen, aber ich mein, wenn es doch ein Eistaxi gibt, sollte man es auch nutzen ;) Die waren zwar etwas verwundert, wohin die Lieferung geht, aber das Eis war ziemlich gut! Am gleichen Tag hab ich mich aber auch echt über einen Arzt geärgert, ich mein, wie langsam kann man denn sagen!!! Eigentlich hatte er Frühdienst und damit um 16 Uhr Feierabend, klar machen die meisten Ärzte Überstunden, aber meist nur eine pro Tag. Aber dieser Arzt war so was von langsam, dass ich zwischenzeitlich das Bedürfnisse hatte, ihm die Stifte aus der Hand zu nehmen, und selber die Sachen zu regeln! Er tippt die Ärztebriefe mit einem Finger, weil er es nicht anders kann, ich finde das sagt schon alles …Alle waren nur noch genervt, er war nachher genervt, weil er sauer auf sich selber war. Es hätte einfach alles schneller gehen können, und andere Assistenzärzte wären auch relativ rechtzeitig zu Hause gewesen, und nicht erst um 22 Uhr!

 

So, das nächste Mal, ist es dann mein letzter Blog fürs Praktikum, die Zeit ging schon rasend schnell um irgendwie

Hört ihr mal auf zu singen!

11. März 2009 geschrieben von jana

Gestern waren die Clowns bei uns auf der Station, wie viel doch so zwei lustige und alberne Menschen bei Kindern auslösen können. Da wir im Moment nicht all zu viele Kinder auf der Station haben, hatten die Clowns richtig viel Zeit für jedes Kind. Ganz besonders gefreut hat sich ein schwer behinderter Junge bei uns. Er ist 17 Jahre alt, aber durch diverse Erkrankungen seit der Geburt (Spina bifida, MMC, Skoliose, …) sitzt er in einem Rollstuhl, muss katheterisiert werden, kann nur flüssige Kost essen, das Sprechen fällt im schwer aber mit Mühe kann man ihn verstehen, und er ist auf dem geistigen Stand eines 5-jährigen Jungen. Aber so einen netten kleinen Kerl habe ich lange nicht mehr erlebt. Er sagt das, was er denkt, erzählt viel von sich und ist einfach nur zum Lieb haben. Also die Clowns kamen, hatte er so einen Spass. Circa eine halbe Stunde waren die beiden alleine bei ihm, aber als sie am Ende auch noch gesungen haben (natürlich ganz schräg, sollte ja lustig sein), meint er nur: Hört doch mal auf zu singen, das könnt ihr ja gar nicht! Da er das aber auch mit einem herzhaften Lachen gesagt hat, war es einfach ein schöner Nachmittag und er hat noch den ganzen Abend von den “beiden lustigen Frauen” erzählt :D

 

Gestern dufte ich auch endlich wieder in den Op. Und es war eine richtig interessante Sachen. Ein Mädchen kam zu uns mit “unklarem Abdomen”, und schon alleine ich – die wirklich keine Ahnung hat – hab beim Abtasten einen riesigen Widerstand im ganzen Bauchraum gefühlt. Beim Ultraschall hat sich das bestätigt: ein Tumor im ganzen Bauchraum. Das Kind wurde natürlich sofort operiert, aber glücklicherweise ist der Tumor nicht bösartig. Soweit wie ich das mitbekommen habe, könnten die Ursachen für so was Verwachsungen oder Zysten sein. Wahnsinn, insgesamt wurde ein ca. halber Volleyball großer Tumor aus dem Bauchraum rausgeholt, echt kaum zu glauben, wenn man den in den Händen hält. Dem Mädchen geht es mittlerweile wieder ganz gut, immer noch etwas geschwächt von der Narkose, aber sonst hält sie sich für so eine große Operation mit so einer großen Narbe echt gut!

 

Nachdem ich dann aus den OP kam, ging es auch schon weiter, Ich sollte mit Avelina (Kind aus dem Friedensdorf) in die Cafeteria gehen, um Pommes zu essen. Ich mein, es gibt Schlimmeres als Arbeit J Das Problem bei dem Mädchen ist, dass sie zu wenig isst, und mittlerweile mit 12 Jahren gerade mal knapp 25 kg wiegt. Aber Pommes gehen ja immer rein :D Und zwei Bifi hat sie auch noch verdrükt, das ist ja schon einmal ein Anfang!

 

Bis dann Jana

Einmal nach Viersen bitte!

11. März 2009 geschrieben von jana

Ich glaub diesen Satz habe ich zweimal alleine während des einen Monats gehört, und was er bedeutet: Kinder werden in die psychsomatische Klinik nach Viersen verlegt. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass so etwas so häufig ist. Ich will jetzt nur ein Beispiel nennen: 15-jähriger Junge kommt mit starken Schmerzen in beiden Füßen. Er wird wahnsinnig gründlich untersucht in der nächsten Woche: Röntgen, MRT, Ultraschall, … Aber nichts hilft. Er bekommt starke Schmerzmittel, von denen eigentlich jeder Schmerz weggehen muss, aber das hilft auch nicht. Er bekommt Therapien ohne Ende, hilft auch nicht. Und dann, eigentlich schon endlich nach zwei Wochen, wird ein SPZ Konsil angeordnet. Dabei sprechen die Kinder dann mit einer Psychiaterin im Sozial Pädiatrischem Zentrum. Normalerweise, wenn nichts psychisches vorliegt, dauert so ein Gespräch eine halbe Stunde. Der Junge jedoch war alleine ca. zwei Stunden da, eine lange Zeit! Der Befund war eindeutig: miserable Situation zu Hause, schlechte Schulnoten, wenige soziale Kontakte. Dabei können wir auch nicht helfen, also wird so ein Kind mal eben schnell entlassen und den Eltern wird angeraten, sich einmal bei einem Psychiater vorzustellen. Schon komisch, dass Kinder Krankheiten vortäuschen, nur um aus ihrem Umfeld rauszukommen, das tut einem schon ziemlich Leid.

 

Oft kommen solche Kinder auch mit “Bauchschmerzen”. Da hilft dann auch erstmal nichts, aber Placebos könne schon Wunder bewirken J Da wird dann ein bisschen Kochsalzlösung in eine Spritze gefüllt und zum Trinken gegeben, mit dem Zusatz: Das ist das stärkste Medikament, was wir dir geben können. Davon wird man richtig müde und die Schmerzen gehen weg. Und man glaubt es kaum, zehn Minuten später schlafen die Kinder und sind schmerzfrei :D Was Salz und Wasser doch alles bewirken kann … Bei uns heißt das “Medikament” scherzhaft NaCl-Forte!

 

Zur Freude unseres Chefarztes haben wir im Moment acht private Kinder, das ist wahnsinnig gut für die Bilanz, denn eigentlich haben wir nur zwei Privat-Zimmer. Bei den Kindernist ja im Grunde auch nicht vieles anders: sie bekommen die gleiche Visite (nachmittags kommt nur eben noch einmal der Chefarzt kurz vorbei), sie bekommen das gleiche Essen, die gleichen Medikamente,… Nur die Betten müssen öfter bezogen werden und es liegen Tischdecken auf dem Tisch. Aber sich darum zu kümmern ist ja kein Problem, wenn der Chef dann gelassener ist, und wieder so nett wie im Sommer J

 

So, bis zum nächsten Mal

Noch drei Tage arbeiten!

8. März 2009 geschrieben von jana

Morgen geht es also nach gerade einmal zwei freien Tagen wieder los, aber Gott sei Dank hab ich Spätdienst.

Schon nach der letzen Klausur im Semester hab ich mir ganz vorbildlich einen Lernplan geschrieben. Ich wollte ein paar Themen wiederholen (vor allem Bewegunsapaarat, weil ich das alles leider nur im Kurzzeitgedächtnis für die Klausur gelernt habe), aber ich wollte auch schon mal was in Physiologie vorbereiten, in Situs und natürlich auch in Histologie. Joa, und ganz wichtig, wäre natürlich auch Chemie gewesen, denn da schreib ich im April ja auch die Klausur. Joa, vorgenommen hatte ich mir das alles, aber gemacht hab ich leider nur das Wenigste. Ich dachte mir, dass das alles ja gar nicht so anstrengend sein kann, arbeiten und lernen. Aber ich finde es echt hart. Nach dem Frühdienst bin ich immer total müde und krieg gar nichts mehr gebacken, und vor dem Spätdienst fehöt mir auch oft die Motivation, richig intensiv zu lernen. Naja, deswegen, und weil es so langsam echt reicht mit Putzarbeiten, ständigem Rumlaufen und sonstigen nicht ganz so tollen Tätigkeiten, bin ich trotz einer auch interessanten Zeit echt froh, dass ich bald wenigstens fünf Tage frei haben und dann “nur” das Chemiepraktikum über zwei Wochen kommt. Vor dem Abi hätte ich echt nicht gedacht, dass das Studium so anstrengend ist. Alle sagen einem das zwar, und man glaubt ja auch, dass es schwer ist, aber dass man eigentlich wirklich NIE einfach mal frei hat, ist schon ein wirklich blödes Gefühl. Ständig müsste man lernen, weil einfach so viel Neues dazu kommt, man aber auch doppelt so viel wieder vergisst  -  echt sch…! Aber so geht es ja “glücklicherweise” fast allen :) Irgendwie freu ich mich wieder aufs Studium, weil die Motivation wieder da ist, und ich im Grunde auch wieder viel Neues lernen möchte, nur den Lernstress würde ich gerne weglassen ;) Irgendwie hat man immer Versagensängste, weil einem echt viel abverlangt wird, aber ich mein, andere haben es ja schließlich auch geschafft! Nur bis zu den nächsten Semesterferien wird es eine seeeehr lange Zeit, und im Sommer zu lernen ist ja noch blöder als im Winter – draußen ist gutes Wetter, alle liegen im Schwimmbad und man selber sitzt am Schreibtisch und muss einiges auch Uninteressantes lernen :( – das Schicksal eines Studenten! Dafür hab ich im Sommer ganze drei Monate frei und kann hoffentlich einfach mal eine Zeit lang  machen, was ich will, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben – dann werde ich wohl Dauergast im Schwimmbad sein :D

Bis zum nächsten Mal Jana