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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Auf los gehts los.. oder wie?



_Lieschen_
18.02.2006, 08:41
Hallo zusammen,
Montag startet mein PJ und so langsam aber sicher werde ich doch etwas nervös....

Seltsam eigentlich, da ich schwer davon ausgehe, dass das wie eine never ending Famulatur ablaufen wird... trotzdem, mein grummelnder Bauch ist anderer Meinung.:-dance

Ich starte mit Innere und fühle mich mal so überhaupt nicht vorbereitet.. Meine Famulaturen waren anamnesetechnisch kein besonderer Hit und mein sog "Fachwissen" ist auch eher dünn. Blutabgenommen und Viggos geschoben hab ich vor ca 9 Monaten zuletzt.
Weil ich zur Übergangskohorte gehöre habe ich ja auch nicht fürs Zweite gelernt.

Wem gehts auch so, das sich jetzt, gelinde Panik breitmacht?
Hoffe auf Leidengenossen!
:-keks
Liebste Grüße
lieschen

Muriel
18.02.2006, 09:50
Acuh wenn das genau die Antwort ist, die Dir wahrscheinlich gar nicht hilft, die Du aber eigentlich selber kennst: Es geht jedem so! Ich habe zwar noch das Zweite vorher gemacht, aber nur weil ich irgendwelche total bekloppten Syndrome auswendig gelernt hatte, hatte ich kein bisschen mehr Qualifikationen als Ihr. Blutabnehmen hat bei mir wirklich gut immer geklappt, aber Viggos... äh ja, man könnte sagen Horror ;-)
Und ja, letztendlich ist es tatsächlich eine laaaaaaaaaaange Famulatur, die auch (selbst Chirurgie) irgendwann vorbei geht! Kopf hoch, so furchtbar ist es nicht!

Viel Spaß und ich wünsch Dir eine nette Station,

Muriel

jerei
18.02.2006, 10:11
Hi!

Bin in komplett gleicher Situation, Mo PJ-Beginn in Innere, kein 2. Stex und das Gefühl zu wissen, dass ich nichts weiß... Meine Aufregung hält sich bisher allerdings in Grenzen, schau der ganzen Chose eher entspannt entgegen. Ich bin nur mal gespannt, was ich für Innere Stationen durchlaufen werde. Kardio und Intensiv sind angeblich sicher, aber ich werd es erst Mo genau erfahren.
Meine größte Sorge das PJ betreffend gilt eher dem Erscheinungsbild- da be uns gestreikt wird, haben wir keine Klamotten bekommen, das einzige, was uns angeboten wurde, waren die Laufkittel, siffig, zerknittert und knopflos, mit dem ich mich ungern beim kardiologiscen Chef zeigen möchte, um mich aus der Visite werfen zu lassen... Dazu kommt, dass wir als "Dienstausweise" ein bedrucktes DinA 4 Blatt bekommen haben, Arbeitskreis sonsiges Personal. Bin mal auf die Reaktion des ersten Pat gespannt, dem ich ne Viggo legen soll.
Aber sonst ist alles ok, bis jetzt! Wünsche dir jedenfalls einen guten Start- Augen zu und durch!

Liebe Grüsse :-top

Picknicker
18.02.2006, 12:12
Keine Panik!!! Geht jedem am Anfang so, man wird ja auch erstmal eingearbeitet, lernt die Station kennen usw...Außerdem verlangt keiner von dir, schon am ersten Tag nen ZVK zu legen, oder ähnliche Späße. Du bist ja nicht alleine, keiner drückt dir ne halbe Station aufs Auge und sagt "mach mal". Du bist ja zum Lernen da! Das PJ ist wirklich ne sehr coole Zeit, wenn man sich nicht zu viel Streß macht

Sorpresa
18.02.2006, 13:20
Du bist ja nicht alleine, keiner drückt dir ne halbe Station aufs Auge und sagt "mach mal".


ach, nicht??? das is mir ja grad mal ganz neu.
bei mir wars nämlich genau so.
aber schön, wenn es bei dir nicht so war. kommt eben immer drauf an, wo man hinkommt. aber pauschal sagen, nee, sowas verlangt man nicht ist leider zu blauäugig. :-nix

Ine
18.02.2006, 13:35
HI!

Ich würd mir an eurer Stelle jetzt noch nicht so viele Gedanken drum machen. klar, die ersten Tage sind immer irgendwie doof, bis man alle Leute und die Stationsabläufe usw. kennt. Mein Motto ist da immer: freundlich sein, sich bei allen vorstellen, erst mal dem Doc hinterher und mir alles anschauen. Dann geht's schon.

Ich wünsch euch einen guten Start, nette Ärzte und viel Spaß!
Viele Grüße,
Ine

Tahel
18.02.2006, 16:17
Hallo!
Ich fange auch am Montag an, ebenfalls mit Innere - Nephrologie in meinem Fall. Ich habe auch schon voll den Horror, allerdings vor allem, weil jetzt das schöne Studentenleben erstmal vorbei ist :-) Täglich elend früh aufstehen - bin gar nicht mehr dran gewöhnt (jammer...) Nach dem PJ gehts dann übergangslos mit lernen fürs "Hammerexamen" weiter und anschließend sollte man dann wohl auch langsam aber sicher eine Stelle bekommen...
Das mit dem Nichts-Wissen ist auch so etwas mein Graus, aber eigentlich habe ich mich während der ganzen Famulaturen schon dran gewöhnt, ist ja irgendwie immer wieder das selbe Drama :-)

jerei
23.02.2006, 18:53
Hallihallo!

So, ich hab jetzt fast schon eine Woche meines PJ-Tertials um und wollt mal hören, wie es euch so ergangen ist? Ich bin auf der Internistischen Intensiv gelandet und muss sagen, dass ich bis jetzt recht positiv überrascht bin. Ich durfte schon einiges selbst machen ("Umseldingern", Pleurapunktionen) und find es bisher ganz ok. Ab und an wird es allerdings auch lang... Leider musste ich feststellen, dass ich wie erwartet, den Großteil des einmal gelernten bereits vergessen habe und nicht selten wie "Ochs vorm Berg" stand.... Wie war es bei euch????
Als nächstes gehe ich 1. auf die HIV-Station ( :-(( ), dann in die Tumorklinik und zum guten Schluss wird es mich auf die Kardiologie verschlagen.

Liebe Grüsse

medimädchen
23.02.2006, 18:58
Vieles hängt auch von der Klinik und der Station bzw. dem Fach ab. In der Chirurgie zb. darf ich jetzt viel mehr Sachen machen, bin aber auch oft mit anderen PJ lern allein auf Station.
In der Inneren bin war ich "nur" der Vampier und Flexülen-Stecker *gg*....aber Kopf hoch, die meisten fühlen sich irgendwie unvorbereitet, aber das ist normal. Ich denke die Sicherheit kommt mit der Erfahrung und die wiederum mit der Zeit.
Alles gute und viel Spaß beim PJ....ich find meins zur Zeit ganz angenehm und das obwohl (!!!!) ich in der Chirurgie bin *gg

Tahel
28.02.2006, 22:44
Wollte auch schon fragen, wie es so die erste Woche gelaufen ist...Also bei mir ist es auch ganz gut. Kann nicht so wahnsinnig viel machen, da die Nephrologie mehr so eine Tagesklinik mit Dialyse ist und die meiste praktische Arbeit von den Pflegern erledigt wird. Ich laufe daher immer mit einem der Ärzte über die Stationen auf denen nephrologische Patienten liegen. Ansonsten finden hier endlos irgendwelche Besprechungen (Röntgen, Patho, Innere usw.) was sehr lehrreich ist. Naja, auf jeden Fall sind die Ärzte super nett und sehr erklärfreudig, so dass ich mich mittlerweile in der ganzen Nieren-Marterie halbwegs zurecht finde, was vorher nicht so der Fall war :)
Hoffentlich schreiben hier noch ein paar Leute wie es so gelaufen ist, fände ich interessant!

PEACEKEEPER
01.03.2006, 17:34
Hi!

Dazu kommt, dass wir als "Dienstausweise" ein bedrucktes DinA 4 Blatt bekommen haben, Arbeitskreis sonsiges Personal. Bin mal auf die Reaktion des ersten Pat gespannt, dem ich ne Viggo legen soll.


Nur einen DinA 4Zettel als Ausweis . Klebst du dir den dann immer vor die Brust? Oder streikt die Ausweismacher-Frau auch, dass ihr keinen richtigen Ausweis habt?
Aber hast schon recht, auch auf dem "echten" Ausweis steht "sonstiges Personal" , und ich fand es schon unangenehm irgendwie , wenn beim Nadeln legen die Patienten den Ausweis studierten , um dann in mein schweißüberströmtes Gesicht zu blicken :-)) .
Ein Privatpatient hat sogar voll den Aufstand gemacht , als ich ich ihn zum zweiten mal picksen wollte ,wie man denn bitte Ein-Euro Jobber auf ihn loslassen könne . :-notify
Na ja ich habs überlebt , bin jetzt in einem anderen Haus und da steht dann nun endlich "PJ" auf meinem Ausweis :-D

Grüsse

_Lieschen_
01.03.2006, 20:48
:-)) Also bei mir wars bislang alles wirklich prima.
Alle sind supernett,der Chef ist sehr am PJ Unterricht interessiert und ich hab wirklich das Gefühl viel mit nach Hause zu nehmen.
Wir haben eigene Zimmer mit echten Patienten bekommen und können so rundum alles (mit)machen, was anfällt.. inklusive E Briefe diktieren (hilfe!!! das dauert ewigkeiten).
Nebenher gibts 4 mal pro Woche PJ Unterricht und wenn man dann noch Zeit und Energie hat ist man in der Sono, oder Kolo stets herzlich willkommen.

Bei uns steht PJ Student auf dem Namensschild (überflüssig, weil der Chef bei jeder Visite auf seine neuen Studenten hinweist :-) " das sind unsere Studenten, die wollen viel bei Ihnen lernen" )

Also wenns weiter so läuft.... nix zu meckern :-dance

jerei
02.03.2006, 00:08
So, bin jetzt gerade zurück gekommen, hab den Spätdienst auf der Intensiv gemacht und 30min vor regulärem Schluss kam noch ein Patient mit akutem Leberversagen. Also A.radialis, Sheldon(?) und ZVK angelegt, alles in Reanimationsbereitschaft. Heute war leider nur zusehen und anreichen angesagt, aber von Tag zu Tag kommt ein wenig mehr dazu. Der Streik heute war auch-sehr interessant. Wurde als ch ankam erstmal zum Streiken geschickt. Als ich in der Innenstadt ankam, konnt ich mich nur noch dem traurigen Rest auf dem Weg zurück zur U-Bahn anschließen. Na jedenfalls ne schicke orange MB-Krawatte abgegriffen...
Meinen Ausweis hab ich bisher noch nicht gebraucht, auf der Intensiv trägt keiner irgend welche Ausweise, da hab ich mich einfach mal angepasst. Werd mein Glück aber nächste Woche nochmal versuchen, vielleicht wirds ja was.
Hat einer von euch sich schon für die Sch... Nachtdienste eiteilen lassen??? Gruss :-blush