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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gesichtsschädelfrakturdiagnostik ohne CT



Imperator19
17.11.2007, 21:56
Hallo,

ich laboriere immer noch an einer Altklausur. Wie in einem anderen Thread erwähnt, besitze ich kein spezielles MKG Buch. Aus dort erwähnten Gründen werde ich auch bis Montag keines besitzen.
Meine Materialien (diverse MKG Kapitel aus Chirurgie Büchern) reichen nicht aus, um diese Frage der Altklausur zu lösen.

Kann mir jemand helfen??




Mit welcher Kombination von Röntgenaufnahmen kann man Gesichtsschädelfrakturen
in den notwendigen Ebenen am besten erfassen, wenn kein CT in der Notfallaufnahme
bzw. im Schockraum zur Verfügung steht? Kreuzen Sie die richtige Antwort an!
A Unterkieferbißaufnahme, Orthopantomogramm der Kiefer, Aufnahme nach
Clementschitsch, Nasennebenhöhlenübersichtsaufnahme, Orbitabodenaufnahme
B Jochbogenübersichtaufnahme, Orthopantomogramm der Kiefer, Nase seitlich,
Aufnahme nach Clementschitsch, Nasennebenhöhlenübersichtsaufnahme
C Schädel p.a., Schädel seitlich, Aufnahme nach Clementschitsch,
Orbitabodenaufnahme, Unterkieferbissaufnahme
D Schädel p.a., Aufnahme nach Clementschitsch, Orthopantomogramm der Kiefer,
Nasennebenhöhlenübersichtsaufnahme, Nase seitlich
E Oberkieferbißaufnahme, Unterkieferbißaufnahme, Jochbogenübersichtaufnahme,
Schädel p.a., Schädel seitlich



DANKE!


Gab.

Doctöse
18.11.2007, 00:09
Das ist echt mal eine knackige Frage. In vielen Radiologiebüchern wird bzgl. Schädelbildgebung leider nur noch aufs CCT verwiesen.

Für mich klingt Antwort D passend. Warum?
Schädel p.a.: eigentlich a.p., besonders frontales Neurocranium, Impressionsfrakturen

Aufnahme nach Clementschitsch: Unterkieferübersichtsaufnahme, inklusive Kiefergelenke

Orthopantomogramm: Panoramaaufnahme, die die Diagnostik des gesamten Ober- und Unterkiefers ermöglicht

NNH-Übersicht: erlaubt Blick auf NNH, Nasenseptum, Orbita und Jochbein und eben infrazygomatikale Frakturen; zentrale, zentrolaterale und laterale Mittelgesichtsfrakturen, craniofaziale Frakturen, panfaziale Frakuren

Nase seitlich: Nasenbeinfrakturen

Keine Garantie, dass D die richtige Lösung ist, scheint mir hier aber passend.
Die Bissaufnahmen kenn ich nur vom Zahnarzt. Schädel seitlich wäre noch eine Möglichkeit, aber durch die anderen Aufnahmen (besonders NNH) wird da ja vieles abgedeckt.

primus
18.11.2007, 00:52
auf die henkeltopfaufnahme (=jochbogenübersichtsaufnahme bzw. axiale schädelaufnahme) sollte nicht verzichtet werden, da jochbogenfrakturen/-dislokationen (die auch isoliert vorkommen) mit anderen aufnahmen nicht erfasst werden.
die richtige antwort lautet: B!
ganz sicher.

Doctöse
18.11.2007, 01:16
auf die henkeltopfaufnahme (=jochbogenübersichtsaufnahme bzw. axiale schädelaufnahme) sollte nicht verzichtet werden, da jochbogenfrakturen/-dislokationen (die auch isoliert vorkommen) mit anderen aufnahmen nicht erfasst werden.
die richtige antwort lautet: B!
ganz sicher.
Ok, leuchtet ein. Danke! :-) B wäre für mich die zweite Möglichkeit gewesen.
Ich hab jetzt mein Radioskript aus der Famulatur wiedergefunden. Da steht als Schädel-Röntgendiagnostik ohne CT: NNH, Orthopanthomogramm, Schädel in 2 Ebenen, Orbitazielaufnahme, Jochbogenaufnahme, Nase seitlich, UK nach Clementschitsch.
Hm, braucht man denn den Schädel in 2 Ebenen, wenn man all die anderen Aufnahmen hat? :-nix

Imperator19
18.11.2007, 10:08
Nun,

Schädel a.p./seitlich ist aber bei Antwort B nicht bei...?

Ratlos ich bin.

MfG

Kleiner_Medicus_w
18.11.2007, 11:47
"squire's radiologie" empfehlt neben den aufnahmen im p.a.-strahlengang auch die seitlichen ebenen.

bei v.a. frakturen des gesichtsschädels wird meist NNH, Mandibula und Os Zygomaticum angefordert. somit würde ich mich für B entscheiden. da man das eh im p.a. strahlengang macht kann man sich die p.a. schädelaufnahme sparen. antwort d fällt damit raus. und c) und e) verlangen nach keiner nasennebenhöhlenaufnahme. somit geht das auch nicht. B ist richtig.

primus
18.11.2007, 12:23
diagnostik von mittelgesichtsfrakturen:
nnh + henkeltopf (ggf. + nase seitlich)

diagnostik von unterkieferfrakturen:
opg + klementschitsch

Kleiner_Medicus_w
18.11.2007, 12:40
diagnostik von mittelgesichtsfrakturen:
nnh + henkeltopf (ggf. + nase seitlich)

diagnostik von unterkieferfrakturen:
opg + klementschitsch



wenn man das zusammenfasst würdest du also auch zu B tendieren?! ;-)

primus
18.11.2007, 16:03
@kleiner medicus:



die richtige antwort lautet: B!
ganz sicher.

b.t.w.: jeder zahnmedizinstudent (im klinischen abschnitt) würde solche fragen als relativ simpel abtun, da die mkg-chirurgie (neben zahnerhaltung und -ersatzkunde) im zahni-studium ein HAUPTFACH darstellt.

um so verwunderlicher ist es, dass der mkg-chirurg ein fachARZT ist - niemand
käme auf die idee, die kieferorthopädie (es handelt sich dabei
um ein zahnmedizinisches NEBENFACH) für eine ärztliche fachrichtung zu erklären.

naja, man muss nicht alles verstehen...

Kleiner_Medicus_w
18.11.2007, 18:56
:-)) hatte ich übersehen sorry! :-))