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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tag2 A10/B25 Opa mit neurologischem Ausfall



Kriebelmücke
15.10.2008, 18:01
Heiteres Ratespiel - heute: Infarkt oder Tumor?

Opa mit allerwelts-Risikofaktoren hat neurologiche Ausfälle.


-Wesensveränderung
-Motorikausfall
-ungeklärter Sturz
-kein Kopfschmerz
-innerhalb einiger Wochen

Für mich ist das die klassiche Anamnese bei einem Hirntumor.
Hirninfarkt bei cerebralem Prozess kann natürlich auch sein.
Klar, es fehlt Kopfschmerz und morgendliches Erbrechen.

David1982
15.10.2008, 18:38
Heiteres Ratespiel - heute: Infarkt oder Tumor?

Opa mit allerwelts-Risikofaktoren hat neurologiche Ausfälle.


-Wesensveränderung
-Motorikausfall
-ungeklärter Sturz
-kein Kopfschmerz
-innerhalb einiger Wochen

Für mich ist das die klassiche Anamnese bei einem Hirntumor.
Hirninfarkt bei cerebralem Prozess kann natürlich auch sein.
Klar, es fehlt Kopfschmerz und morgendliches Erbrechen.

Sehe ich genauso! Habe mich auch für den Tumor entschieden, vor allem weil die Wesensveränderung seit einigen Wochen besteht und nichts von einem akuten Auftreten der Symptomatik gesagt wird.

Bailo
15.10.2008, 18:45
Jupp, auch meiner Meinung nach klassische Tumoranamnese....

Kriebelmücke
15.10.2008, 18:53
Ein ungeklärter Sturz, der hier zum Arztbesuch geführt hat, kann auch typisch sein für einen Anfall wie bei Tumor.

Hier kann man doch (mal wieder) beides gut vertreten. ich verstehe den ganzen Fall nicht.

Wesenänderung ist aber doch eigentlich ein Buzz-Word für Hirntumor.

Kriebelmücke
15.10.2008, 19:37
Was auch noch für Tumor spricht:

"zerebraler Gefäßprozess" - reichlich unspezifisch.... was soll das eigentlich sein?Morbus Binswanger? Hypertensive Angiopathie? M. Bürger? Ein wachsendes Aneurysma? Eigentlich kein Begriff, der konkret genug ist, um in einem Staatsexamen vorzukommen.

SteffiH
15.10.2008, 19:49
Die Ehefrau beschreibt doch auch, dass die Veränderungen bei ihrem Mann ihr seit einiger Zeit aufgefallen waren. Das war eigentlich der Hauptgrund, der mich dazu bewogen hat, den Tumor anzukreuzen. Ein Hirninfarkt entwickelt sich doch nicht über "einige Wochen", oder??

0815doc
15.10.2008, 20:03
Also ich find vaskulär immer noch logischer ...
nen Status lacunaris erklärt die verschiedenen Läsionen und auch einen Sturz.

Der Tumor - hmm... ja schwierig...
wenn der ne Wesensveränderung macht sitzt er "klassisch" frontal... das erklärt aber keinen Babinski...
würde er so sitzen dass er den babinski erklärt - wieso dann Wesensveränderung?

ne-da ist binswanger oder lakunäre infarkte doch irgendwo logischer ...

wobei ich einfach nen CT oder besser MRT machen würde und guggn

lara162
15.10.2008, 20:03
Ich finde die Anamnese aber auch nicht untypische für zerebrale Durchblutungsstörungen (zerebrale Mikroangiopathie, subkortikale arteriosklerotische Enzephalopathie, mehrere kleine Infarkte), gerade im Hinblick auf die Hypertonusanamnese des Patienten.

Ich habe mich für d entschieden da es mir in Hinblick auf Häufigkeit und Plausibilität (Hypertonus) wahrscheinlicher erschien.

zerebraler gefäßprozess kann natürlich alles sein. Von Blutungen bis zu einem großen (gewachsenen) Aneurysma, das irgendwas abdrückt usw...

wellenkind
15.10.2008, 20:18
Hab auch Tumor genommen - hier aus Wikibooks:

Tumoren des Gehirns
Allgemeines
• Epidemiologie: Tumoren des Erwachsenenalters: Meningeome, Gliome, Metastasen; in der Regel supratentoriell.
Tumoren des Kindesalters: Medulloblastome, Kleinhirnastrozytome und Ependymome; zu über 50% infratentoriell
• Allgemeine Symptomatik:
Herdsymptome bei supratentoriellen Tumoren in eloquenten Arealen1: Hemiparese, sensible Störungen ... Kortexnahe Tumoren machen auch gerne eine symptomatische Epilepsie Im Spätstadium: Hirndrucksteigerung, evtl. Persönlichkeitsstörungen Liquorzirkulationsstörungen Eine Kopfschiefhaltung ist oft Zeichen der Hirndrucksteigerung! Frühsymptome: Kopfschmerzen, epileptische Anfälle, Wesensstörungen, Stimmungsschwankungen, Herdsymptome


Ob man sich darauf berufen kann bezweifel ich ja :)

trina1081
15.10.2008, 20:19
Ich hab mich für den Tumor entschieden, weil die Beschwerden schon länger bestehen und ich "zerebrale Gefässprozesse" ein "bisschen" ungenau beschrieben fand. Was soll das sein? Hat das IMPP gestern den Morbus zerebraler Gefässprozess erfunden oder was? :-???

SteffiH
15.10.2008, 20:20
Ja das mit den lakunären Infarkten usw dachte ich mir auch, aber in der Antwort steht ja Infarkt, also Singular, und das schien mir dann im Vergleich zum Tumor weniger plausibel.
Alter und Hypertonusanamnese sprechen natürlich eher für den Infarkt, stimmt schon...

wellenkind
15.10.2008, 20:29
Hab auch Tumor genommen - hier aus Wikibooks:

Tumoren des Gehirns
Allgemeines
• Epidemiologie: Tumoren des Erwachsenenalters: Meningeome, Gliome, Metastasen; in der Regel supratentoriell.
Tumoren des Kindesalters: Medulloblastome, Kleinhirnastrozytome und Ependymome; zu über 50% infratentoriell
• Allgemeine Symptomatik:
Herdsymptome bei supratentoriellen Tumoren in eloquenten Arealen1: Hemiparese, sensible Störungen ... Kortexnahe Tumoren machen auch gerne eine symptomatische Epilepsie Im Spätstadium: Hirndrucksteigerung, evtl. Persönlichkeitsstörungen Liquorzirkulationsstörungen Eine Kopfschiefhaltung ist oft Zeichen der Hirndrucksteigerung! Frühsymptome: Kopfschmerzen, epileptische Anfälle, Wesensstörungen, Stimmungsschwankungen, Herdsymptome


Ob man sich darauf berufen kann bezweifel ich ja :)

milz
15.10.2008, 20:52
Würde sicher beides passen, aber TIAs/Apoplexe sind einfach viel häufiger als Hirntumoren.

Gruffi
15.10.2008, 21:57
Also: Klar für Tumor:

Siehe auch dazu Poeck Hake Neurologie. z.b. 12 Auflage 2007 Seite 293
Im Exkurs wird klar dargestellt, daß 1. gerade das doch ziemlich seltsam wirkende "bunte Bild" an Symptomen für einen Tmor spricht, sowie bei den in höheren Lebensjahren häufiger auftretenden "Bösartigen" Hirntumoren, wie z.b. Glioblastome durch ihr schnelles Wachstum innerhalb von wenigen Monaten oder manchmal Wochen sehr wohl die nicht schlagartig aprupt (Abgrenzung zur TIA bzw Hirninfarkt Antwort E) auftretenden Symptome erklärt.
Möglich wäre max. die Demenz, nur dafür, in Verbindung mit dem Sturz get der Prozess zu schnell.
Also: JEDE WETTE:
klasisches Bild das für Hirntumor spricht. Ungefähr solch ein Bild hatte ich im PJ in der Neurochirurgie oft genug geshen.

Viel Erfolg

MediHH
15.10.2008, 22:15
Ich persönlich find den Infarkt immer noch plausibler. Der ist einfach viel häufiger als ein Tumor. Und zerebraler Gefäßprozeß ist genau so genau wie Hirntumor. Ich denk der hat vor ein paar Wochen einen Infarkt gehabt den nicht bemerkt und jetzt fällt es auf.

Erklärt die Merkfähigkeitssörung dadurch, dass ihm einigs an Neuronen weggebäzelt worden sind, ebenso die Wesensveränderung udn vor allem die Hemizeichen.

Loewenherz
15.10.2008, 23:19
Genau so hab ich auch gegen den Tumor argumentiert, aber ich find das genau so wenig stichhaltig, wie die Argumentation dafür. Für sowas gibts ein f*ing CT oder MRT. Sollens halt fragen: Welche Untersuchung ist geeignet zwischen den den möglichen DDs zu unterscheiden?

Mich fängts echt langsam an anzupissen, dass die Herrschaften vom IMPP anscheinend keine Fragen mehr finden die KLAR zu beantworten sind.

Wo ist der grummelbrummelsmilie?!

nuffente
16.10.2008, 07:54
Also ich bin ganz klar für Antwort F: Frage aus der Wertung nehmen! :-dafür

Mich hat auch der langsame Verlauf und das Singular-Wort Infarkt dazu bewogen den Hirntumor zu nehmen - und außer fehlendem Kopfschmerz spricht auch meiner Meinung nach nix dagegen. Ich bin zwar alles andere als ein guter Neurologe, aber dass ich viele Hirntumoren nicht gerade mit Kopfschmerzen als Erstsymptom manifestieren, kann ich mir gut vorstellen...

So, vergessen wir Tag 2, heute wird es bestimmt gaaaaanz toll!!! :-party