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  1. #86
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    Huch! Meine Antwort wurde leider durch einen Fehler gelöscht. Ich finde diesen Thread aber so interessant und möchte gerne dazu beitragen. Hoffe nur, dass ich nicht schon mal geantwortet habe.....

    1. In welcher Weiterbildungsrichtung bist du tätig und in welchem Jahr deiner Weiterbildung befindest du dich?
    Innere Medizin (Bin in der Gastroenterologie, möchte aber erst mal den allgemeinen Internisten machen), 5. Jahr.

    2. Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich aus: wann startest du, wie lange arbeitest du und mit welchen Dingen bist du regelmäßig beschäftigt?
    7.30 Kurze Visite mit OÄ, man geht einmal alle Patienten durch und fasst zusammen, wer wann welche Untersuchung bekommen soll und wer wann entlassen werden soll. Dauer etwa 15 Minuten für 36 Patienten.
    7.55 Frühbesprechung, die Endoskopieliste wird noch mal durchgegangen, dass auch keiner vergessen wurde. Wenn ein Assistent ausgefallen ist, wird ggf. jemand anderes auf die Station verteilt. Unser Chef hält gerne kleine Reden, wenn er da ist. Am Ende werden ERCP-Bilder vom Vortag gezählt. Ich selbst kann nicht ERCPieren und kann nicht viel damit anfangen, befürchte, mit dem Rest ist es ähnlich.
    etwa 8.20 zurück auf Station. Ggf. Kaffee oder Brötchen holen. Dann gehe ich die Liste der mir zugeteilten Patienten durch und schaue nach Untersuchungsergebnissen, die ich am Vortag vielleicht noch nicht gesehen habe und ob alle Blutabnahmen, die nötig sind, auch gestellt sind. Dann Blutabnahme+Visite und Aufnahmgespräche mit Patienten, die am Nachmittag des Vortages oder in der Nacht gekommen sind. Viele Patienten werden zu Untersuchungen sein, sodass die Visite leider meistens gestückelt abläuft.
    etwa 10.30 habe ich die erste Visite beendet. Montags gibt es etwa um diese Zeit eine kurze Oberarztvisite auf den Zimmern. Briefe werden jetzt vervollständigt oder geschrieben, damit Patienten entlassen werden können. Viele Telefonate wg. Konsile und radiologische Untersuchungen, alte Briefe von extern anfordern, Betreuer anrufen für Aufklärung etc. Dazwischen werden Patienten visitert/aufgenommen, die von den Untersuchungen wieder kommen.
    13.00 Röntgenbesprechung
    13.30 Mittagessen
    14.00 2. OA-Visite (entfällt montags), die Patientenliste wird noch einmal durchgegangen, die To-Do's und Entlassungspläne aktualisiert, Dauer etwa 15 Minuten für 36 Patienten.
    etwa 17.00 nach Hause, manchmal früher, manchmal später.

    4. Wo liegen bei den unter Frage 2 behandelten Themen die Arbeitsschwerpunkte bei deinen Tätigkeiten?
    Blutabnahme, Aufklärung, Koordination, Entlassungspapiere. Diese Klinik ist meine 2. Arbeitsstelle und leider mehr Bestellungsklinik als die davor, d. h. es gibt wenig Gründe/keinen Wunsch für mehr als das nötigste geplante.

    5. Was war das absolute Highlight deiner bisherigen Berufslaufbahn, da das du dich auch heute noch gerne und lebhaft erinnerst?
    Es gab viel schlechtes und auch gutes, was mal ein Highlight war, könnte aber nicht das absolute Hightlight sagen.

    6. Welche Erfahrungen und Tipps im Umgang mit dem Pflegepersonal kannst du weiter geben?
    Sei freundlich und höflich wie zu allen anderen Menschen auch. Nach kurzer Zeit merkt man, wie sie ungefähr ticken. Es gibt sehr engagierte und fähige Pflegekräfte, die einem eine große Hilfe sind. Respektiere sie und nehme ihre Ratschläge an (es sei denn, du bist wirklich dagegen). Es gibt auch Pflegekräfte, denen Motivation und Wissen völlig fehlen. Leider hilft da gar nichts und Kritik löst nur Unmut aus, man kann nur versuchen, in wirklich wichtigen Situationen die Arbeit selbst zu verrichten oder wirklich unangenehm zu werden. Das kann man natürlich nicht ständig machen.

    7. Wie geht man aus deiner Erfahrung geschickt mit den ärztlichen Kollegen aus dem Kreise der Assistenzärzte um? Welche Probleme können hier auftauchen?
    Ärzte sind auch nur Menschen? Man geht mit ihnen normal um. Manchmal wird Arbeit geturft, freundlich waren die Kollegen bisher alle.

    8. Chef- und Oberärzte als Vorgesetzte lassen sich leider nicht umgehen. Wie sind hier deine Erfahrungen im täglichen Umgang im positiven wie auch im negativen Sinne?
    Chefs interessieren sich in meiner Erfahrung nicht für einen, bisher hatte ich nur nette Chefärzte kennen gelernt. Glaube ihnen nicht alles was sie sagen und bleib respektvoll, nett oder nicht, sie mögen es nicht, wenn man nicht das will, was sie wollen.
    Oberärzte können so oder so sein. An sich bin ich froh über Oberärzte, die einen etwas über die Schulter gucken, Ratschläge und Hinweise geben und wegen mir auch mal wütend sind, wenn etwas nicht gut gelaufen ist. Es gibt aber auch welche, die sich wirklich nicht interessieren, nicht für dich, nicht für die Patienten. Dann kannst du wenig tun außer dokumentieren, wenn du der Meinung bist, dass sie wirklich unverantwortlich handeln (z. B. nicht reinkommen in der Nacht wenn es wirklich notwendig erscheint).

    9. Wie spielt sich konkret die Weiterbildung ab: arbeitest du einfach nur oder gibt es Unterricht durch Ober- und Chefärzte, um den Anforderungen der Weiterbildungsordnung gerecht zu werden? Führst du ein Nachweisheft zur Weiterbildung? Fühlst du dich gut betreut?
    An meiner jetzigen Arbeitsstelle fühle ich mich überhaupt nicht betreut. Ich kann mir nicht ausmalen, wie es gewesen wäre, hätte ich hier angefangen zu arbeiten. Fortbildungen gibt es eher selten, gut sind sie auch nicht. Ich führe kein Nachweisheft.

    10. Was sind aus deiner Sicht die Vorteile deines Fachgebietes im Vergleich zu anderen Fachrichtungen? Und andersherum: wo liegen die Nachteile des Gebietes, die man in Kauf nehmen muss?
    Ich mag die Innere Medizin, weil das DAS Fachgebiet der Medizin ist in meinen Augen. Man weiß ein bisschen von allem, oder sogar eine Menge von allem, je nachdem, wie man selbst so ist. Ich mag das, dass man keinen Tunnelblick entwickelt und den Patienten als Ganzes im Auge hat und viele Probleme sieht, auch wenn man vielleicht nicht alle davon lösen kann.
    Wenn ich mir manche Beiträge in diesem Thread durchlesen, glaube ich, dass wir eine relativ hohe Arbeitsbelastung haben. Die Chirurgen haben aber glaube ich das härteste Los...

    11. Wie beurteilst du die Chancen im Hinblick auf deine weitere Karriere nach der Facharztprüfung? Möchtest du eine Kliniklaufbahn anstreben oder dich niederlassen bzw. was hast du vor und wie sieht es dabei speziell für dein Fachgebiet aus?
    Im Moment möchte ich in der Klinik (insgesamt in der Klinik, nicht in dieser Klinik) bleiben. Ich möchte noch mehr Fachärzte machen und mehr sehen und machen und mich dann auch irgendwann spezialisieren. Es gibt so vieles, was man als Arzt machen kann, alleine die Innere Medizin kann man in einem Leben nie auslernen.
    Die Berufschancen stehen glaube ich insgesamt gut.
    Wenn ich mal älter bin, so in 10-20 Jahren, möchte ich mich schon niederlassen, gerne auch in einem MVZ oder in einer Gemeinschaftspraxis. Nachtdienste wären dann einfach nichts mehr für mich, denke ich.

    12. Stress, Überstunden und lange bzw. häufige Dienste gehören leider immer noch zum Berufsalltag. Fühlst du dich häufig gestresst, machst du viele Überstunden oder schiebst häufig Dienste oder geht es bei dir eher locker zu? Wie gehst du persönlich mit Stress und derartigen Belastungen um?
    In meiner jetzigen Klinik ist die Arbeitsbelastung wirklich ok. Im Vergleich mit meiner alten Klinik kann ich mich diesbezüglich wirklich nicht beklagen. Ein paar Überstunden macht man sicher, so 1-2/Tag im Durchschnitt, manchmal auch mehr, wenn durch Krankheitsausfälle oder Urlaubszeiten die Besetzung über Tage oder Wochen eng ist. Wochenenddienste 1-2 Tage im Monat, Nachtdienste variabel, keine 24h Dienste sondern 12h Dienste.
    Kann nicht so gut mit Stress umgehen ^^° Wenn ich mehr asl 60h/Woche arbeiten muss, dann werde ich langsam undönig, bin schnell genervt und in meiner Freizeit vollkommen unmotiviert...

    13. Auch die Familie darf nicht zu kurz kommen: findest du als Vater oder Mutter Betreuungsangebote für eigenen Nachwuchs oder sonstige Unterstützung für ärztliche Eltern im Berufsleben? Wenn ja, welche? Falls es keine gibt: was konkret könnte dir helfen?
    Habe keine Kinder.

    14. Was möchtest du angehenden Assistenzärzten oder ärztlichen Kollegen als deine zwei wichtigsten Tipps mit auf den Weg geben?
    Ich glaube, dass die angehenden Kollegen schon wissen, was sie tun. Wenn man Anforderungen an sich selbst hat: Haltet durch, bleibt ruhig, und nehmt Ratschläge an. Egal ob von erfahrener Pflege, erfahrenen Kollegen, oder von Oberärzten. Am Anfang ist es häufig aufregend und auch beängstigend, aber das geht wieder vorbei. Je mehr man gemacht und gesehen hat und je mehr man kann, desto besser wird es laufen.
    Findet eine Stelle und eine Fachrichtung, die euch gefällt, habt keine Angst davor, zu wechseln. Vergleicht untereinander, um zu wissen, was man erwarten kann.
    Jede Arbeit ist irgendwo anstrengend. Sonst würden wir kein Geld dafür kriegen.

    15. Heute nochmals vor deine Berufswahl gestellt: würdest du noch einmal den Beruf des Arztes wählen?
    Ich weiß es nicht. Wurde als Kind schon darauf ausgerichtet und hatte mich nie gewehrt. Ich glaube, dass der Arztberuf sehr vielfältig ist und sehr viele Möglichkeiten bietet, es ist nicht EIN Beruf, der Pathologe macht was anderes als der Internist und ein HNO-Arzt hat nicht den Tagesablauf eines Transfusionsmediziners, die Psychiater haben auch ein komplett anderes Leben.
    Aber wahrscheinlich gibt es auch viele andere schöne Berufe, die ich einfach nicht ausreichend kenne.
    Also vielleicht.



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  2. #87
    Registrierter Benutzer Avatar von moppelmieze
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    1. In welcher Weiterbildungsrichtung bist du tätig und in welchem Jahr deiner Weiterbildung befindest du dich?

    Psychosomatik, 2. WBJ, Haus der Maximalversorgung

    2. Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich aus: wann startest du, wie lange arbeitest du und mit welchen Dingen bist du regelmäßig beschäftigt?

    8:15 Start mit kurzer Übergabe durch die Pflege. Befunde (Labore, Konsilberichte etc.) checken, Anordnungen, Blutabnahmen, Wundkontrolle bei den Selbstverletzungen und alle mögliche Stationsarbeit halt.
    9:00 die Patienten sind mit Frühstücken fertig, also kann ich mit meinen Einzeltherapien (50 min) anfangen, zwischendurch steht die Gruppentherapie (90 min) auf dem Plan. Dazwischen kümmere ich mich um die Neuaufnahmen, halte Rücksprache mit den Hausärzten oder Konsiliaren. Dazwischen gibt es viele Team-Sitzungen, Supervisionen, auch mal Familiengespräche mit Patient und Partner und im Idealfall einer Pflegekraft z. B.
    12:30 Mittagspause
    13:00 geht's weiter mit Therapiegesprächen, viel Dokumentation, Stationsarbeit usw.
    16:00 danach sollten wir keine Patiententermine mehr vergeben und haben Zeit für die Briefe
    16:45 Feierabend, das Briefeschreiben und MDK-Anfragen beantworten kann darüber hinaus andauern

    4. Wo liegen bei den unter Frage 2 behandelten Themen die Arbeitsschwerpunkte bei deinen Tätigkeiten?

    Therapiegespräche/-gruppen, Dokumentation/Stationsarbeit, Team-Sitzungen/-Supervisionen

    5. Was war das absolute Highlight deiner bisherigen Berufslaufbahn, da das du dich auch heute noch gerne und lebhaft erinnerst?

    Da fällt mir nichts zu ein, es gibt in dem Sinne keine "Heilung" in der psychosomatischen Klinik, die Patienten werden bestenfalls im "stabilisierten Zustand und mit subjektiver Symptombesserung" entlassen. Ich finde aber Familien-/Paargespräche immer wieder spannend, weil die selten so verlaufen wie man plant.

    6. Welche Erfahrungen und Tipps im Umgang mit dem Pflegepersonal kannst du weiter geben?

    Die Pflege nimmt irgendwie nicht so gern Anordnungen entgegen, wie in der Inneren z. B., sondern diskutiert jede Anordnung gern ausführlich aus. Wenn man immer mal einen Kuchen mitbringt, schafft das eine gute Stimmung und man kriegt morgens mehr Infos übergeben

    7. Wie geht man aus deiner Erfahrung geschickt mit den ärztlichen Kollegen aus dem Kreise der Assistenzärzte um? Welche Probleme können hier auftauchen?

    Meistens gibt's nur 1 Arzt pro Station und eine Reihe Psychologen. Hilfreich ist es, die, die die Gruppentherapien leiten nach den Patienten zu fragen, die man selbst in der Einzeltherapie hat, das gilt auch für die Körpertherapeuten, Kunsttherapeuten usw. Bringt zusätzliche Infos und macht eine gute Stimmung im Team.

    8. Chef- und Oberärzte als Vorgesetzte lassen sich leider nicht umgehen. Wie sind hier deine Erfahrungen im täglichen Umgang im positiven wie auch im negativen Sinne?

    Ich hab manchmal das Gefühl, dass die ihr psychotherapeutisches Wissen und ihre viele Erfahrung auch einsetzen, um ihre Mitarbeiter geschickt zu manipulieren. In Gesprächen mit Kollegen haben da auch manche das Gefühl geäußert. Also Konflikte werden da nicht so direkt ausgetragen wie in der Inneren z. B., sondern da läuft mehr so zwischen den Zeilen.

    9. Wie spielt sich konkret die Weiterbildung ab: arbeitest du einfach nur oder gibt es Unterricht durch Ober- und Chefärzte, um den Anforderungen der Weiterbildungsordnung gerecht zu werden? Führst du ein Nachweisheft zur Weiterbildung? Fühlst du dich gut betreut?

    Der Facharzt heißt ja Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und die ganze Psychotherapie-Ausbildung läuft über extra Institute in den Abendstunden und an Samstagen. Die muss man leider auch privat bezahlen, hab nur von ganz wenigen Kollegen gehört, dass die Kliniken da Zuschüsse für geben. Jede Woche gibt es theoretisch eine einstündige Abteilungsfortbildung, aber die externen Sachen sind wichtiger - auch für die Ärztekammer.

    10. Was sind aus deiner Sicht die Vorteile deines Fachgebietes im Vergleich zu anderen Fachrichtungen? Und andersherum: wo liegen die Nachteile des Gebietes, die man in Kauf nehmen muss?

    Vorteile:
    Ich muss keine interventionellen Sachen machen, Blutabnahmen, Wundkontrolle oder mal eine Magensonde schieben sind das Maximum. Ich hab, wenn ich die Briefe zu Hause diktiere, in der Klinik pünktlich Feierabend.

    Nachteile:
    Wenn viele Traumapatienten da sind, finde ich das schon emotional belastend. Kann dann abends die Geschichten hinter mir lassen, aber die traurige oder aggressive Stimmung z. B. nehme ich dann ungewollt doch mit nach Hause. Die Psychotherapie-Ausbildung ist sehr teuer, allein die Einzelselbsterfahrungsstunden (bislang muss man 150 machen) kosten je nach Psychotherapeuten, den man findet, bis 125 Euro pro Stunde - und man muss sich vieles selbst organisieren, den Autogenes-Training-Kurs hier, die Einzelselbsterfahrung dort usw.

    11. Wie beurteilst du die Chancen im Hinblick auf deine weitere Karriere nach der Facharztprüfung? Möchtest du eine Kliniklaufbahn anstreben oder dich niederlassen bzw. was hast du vor und wie sieht es dabei speziell für dein Fachgebiet aus?

    Die meisten kaufen nach bestandener Facharztprüfung schnell eine KV-Zulassung und machen eine Ein-Mann-Praxis auf. Das klappt meistens innerhalb eines Jahres. Die, die an der Klinik bleiben, kriegen schnell Oberarztstellen angeboten, weil in jeder "Schicht" eine hohe Fluktuation ist.

    12. Stress, Überstunden und lange bzw. häufige Dienste gehören leider immer noch zum Berufsalltag. Fühlst du dich häufig gestresst, machst du viele Überstunden oder schiebst häufig Dienste oder geht es bei dir eher locker zu? Wie gehst du persönlich mit Stress und derartigen Belastungen um?

    Unsere Dienste sind Rufbereitschaften, die meistens ohne Anruf auskommen. An den Wochenenddiensten braucht man im Sommer oft nur 2 Stunden für die Visite und Dokumentation und macht danach wieder Rufbereitschaft. Im Herbst und vor allem im Dezember braucht man oft 4 Stunden für die Visite und Dokumentation, dazu kommen viele Krisengespräche und die medizinische Versorgung neu aufgetretener Infekte etc.
    Stress gibt's eigentlich nur, wenn viel Krankheitsvertretungen anfallen und durch die emotionale Belastung, wenn viele Borderliner oder Traumapatienten da sind.

    13. Auch die Familie darf nicht zu kurz kommen: findest du als Vater oder Mutter Betreuungsangebote für eigenen Nachwuchs oder sonstige Unterstützung für ärztliche Eltern im Berufsleben? Wenn ja, welche? Falls es keine gibt: was konkret könnte dir helfen?

    Der Feierabend ist recht pünktlich, die Briefe kann man auch abends zu Hause diktieren, wenn die Kids schlafen. Die Dienste sind Bereitschaftsdienste, nur die Wochenendvisiten sind anwesenheitspflichtig, dauern aber nicht so lang. Vor allem bei den Psychologen gibt es viele, die in Teilzeit arbeiten und auch unter Ärzten ist das möglich.

    14. Was möchtest du angehenden Assistenzärzten oder ärztlichen Kollegen als deine zwei wichtigsten Tipps mit auf den Weg geben?

    Fangt so früh wie möglich mit der Psychotherapieausbildung an, die sieht weniger aus, als sie ist und lernt, euch emotional abzugrenzen.

    15. Heute nochmals vor deine Berufswahl gestellt: würdest du noch einmal den Beruf des Arztes wählen?

    Insgesamt schon!



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