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  1. #31
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    Prüfung in Cottbus Brandenburg 6.2017
    Man musste einen Vortrag verbereiten zu einem notfallmedizinisch relevantem Thema. Komplett frei vertragen ohne Hilfsmittel, ohne Notizen.
    Da wurde dann auch nachgehakt.

    Erster Prüfer: Einsatz Tauchunfall (Dekompressionskrankheit): Symptome, was machen, wie beatmen, wo ist die nächste Druckkammer, wie transportieren. Medikamente?
    zweiter Prüfer: Einsatz. Patient sei komisch, Gesichtshälfte hängt, kann Arm nicht bewegen. Wie vorgehen, Punkt für Punkt, Untersuchung, Diagnostik, Transport, Dokumentation (was muss alles rein)
    dritter Prüfer: Narkose bei Polytrauma, Medikamente, Dosierungen. Er meinte kein Succinylcholin.



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  2. #32
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    Prüfung Zusatzbezeichnung Notfallmedizin in Düsseldorf (Ärztekammer Nordrhein) am 19.07.2017:

    Sehr angenehme Prüfer und Atmosphäre. Ca. 30min

    Ich hab bereits die Fachkunde und fahre seit über einem Jahr aktiv als Notarzt. Daher konnte ich von einer gewissen Erfahrung profitieren.

    Prüfer 1:
    - Fahrradsturz: welche Möglichkeiten der Analgesie (zB Ketanest/Dormicum oder opioide, keine Dosierungen gefragt, nur Prinzipien)
    - Annahme der Fahrradfahrer hat ein Polyteauma und muss intubiert werden. Welche Medikamente (zB ketanest/dormicum, Propofol (Cave RR Abfall). Alternative zu ketanest? Etomidat. Wieso problematisch? Wegen möglicher nebennierenrindeninsuffizienz (laut Leitlinie beim polytrauma nicht empfohlen), relaxans? Ja: bessere intubationsbedingungen, kein Husten oder pressen (hirndruck!), nein: cannot intubate cannot ventilate -> einzelfallentacheidung
    - Was muss für intubatikn vorbereitet werden?
    - welches Monitoring? Kapnometrie, SpO2, RR und ekg. Was noch? Überwachung der beatmungsparameter (Druck, azv). Was kann sein bei plötzlichem Druckanstieg? Abknicken des Tubus, spannungspneu, Pat wird wacher (pressen, mitatmen, husten)

    Prüfer 2
    - welche Gesetze kennen Sie, die für sie als Notarzt wichtig sind? Geschäftsführung ohne Auftrag, PsychKG, Bestattungsgesetz
    - Bestattungsgesetz? Sie sind doch kein Bestatter. Hier wird Totenschein, Leichenschau etc. geregelt
    - Wie genau läuft eine Leichenschau ab? Komplett entkleiden, alle Öffnungen ansehen
    - wieso? Evtl Verlegung der Atemwege durch zB Stoff (ersticken), petechien im Mund und Augen als Hinweis für erwürgen (Tardieusche flecken)
    - bei Hinweis auf nicht natürlich? Polizei muss (!) gerufen werden, steht im bestattungsgesetz
    - was sind sichere Todeszeichen?
    - Was sind Beispiele für nicht mit dem Leben vereinbare Verletzungen?
    - Totenflecke: aussehen? Wann treten sie ein? Blau, livide, Beginn nach Ca 30min
    - Wann totenflecke andere Farbe? Bei CO Vergiftung
    - Leichenstarre: wann tritt sie ein? Nach 1-2h
    - Wann auch starre ohne Leiche? Arthrose, Kälterigor!!
    - Pat für tot erklärt, obwohl nur kalterigor. Ist das rechtlich ein Problem? Ja, evtl fahrlässige Tötung.
    - ist das tatsächlich relevant oder nur theoretische Überlegung? Tatsächlich relevant, es gab einen Fall wo jemand fälschlicherweise für tot erklärt wurde und dann im Leichenschauhaus erwachte, später aber dann tatsächlich starb. Ist für den Notarzt nicht gut ausgegangen
    - PsychKG: welche psychiatrischen Erkrankungen? Psychosen zB Schizophrenie oder manisch depressive Patienten, unmittelbare fremd- oder eigengefahrdung nötig
    - gibt es das bei Kindern auch? Ja.

    Alles in allem gut machbar. Man muss sich dennoch gut vorbereiten. Wer auf so einem Auto sitzen will, sollte sowieso gut vorbereitet sein!



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  3. #33
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    Prüfung "Zusatzbezeichnung Notfallmedizin"
    am 17.07.2017 in München.
    Prüfer 1 - Dr. med. Kettemann, Anästhesist, Kösching
    Fallbeispiel: 55jähriger LKW-Fahrer, spricht kein Deutsch, hat wohl Brustschmerzen
    Verbringen aus dem LKW
    Anamnese+Diagnostik --> EKG mit ST-Hebung II, III, aVF
    STEMI-Therapie
    Transportplanung (inkl. Voranmeldung+Telemetrie)
    Auf dem Transport entwickelt der Patient ein Kammerflimmern
    Initial dreimal schocken bei beobachtetem Flimmerbeginn
    BLS (Druckpunkt, Tiefe, Frequenz usw.)
    Medikamente / ALS-Algorithmus

    Prüfer 2 - PD Dr. med. Meißner, Kinderarzt, Bamberg
    Fallbeispiel: 72jährige Frau mit Atemnot und Obstruktion. Schlechter AZ, Krebs, COPD, HeimO2 usw.
    Anamnese
    Patientenverfügung bzw. Wille der Patientin? --> will nicht ins Krankenhaus
    Symptomatische Therapie (Morphin, ß-Mimetikum)
    Weitere Versorgung (SAPV bzw. Hausarzt)
    Falkbeispiel: Patient mit Lungenödem in zwei Varianten:
    A) Cardiopulmonal stabil, spO2 über 90 mit 6l O2, keine Sprechdyspnoe, nur leichtes Rasseln über der Lunge
    B) Cardiopulmonal instabil, spO2 unter 90 mit 12l O2, massive Sprechdyspnoe, deutliches Rasseln
    --> Unterschiede in der Therapie?
    A) Furosemid 20-40mg, ggf. symptomatische Therapie mit Morphin/Benzo, Beruhigen, eher unkritische Situation
    B) Furosemid 40-80mg, Morphin, NIV (Funktionsprinzip, Einstellung, initialer Druck, Probleme, Kontraindikationen), Ultima ratio bei NIV-Versagen: Intubation, hochkritische Situation

    Absolut faire Prüfung, kollegiale Prüfungsatmosphäre, einzelne falsche Antworten oder kleine Wissenslücken wurden nicht übel genommen, absolut machbar.



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