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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #81
    Registrierter Benutzer
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    sind Geschichte...
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    Eigentlich würden gute engagierte MFAs, Schwestern, Sekretärinnen ausreichen, um die Tätigkeiten, die ich delegieren kann, zu delegieren. Z. B. Befunde anfordern, Bilder anfordern, Termine organisieren, Rezepte ausstellen, Blut abnehmen oder Zugänge legen.
    Einen Brief habe ich in 1-6 Minuten diktiert, und wenn man in der Abteilung eigene Sekretärinnen hat, die sich mit der Terminologie des Faches auskennen, hat man auch sehr gut geschriebene Briefe, die kaum eine Korrektur benötigen. Man kann diesen Kräfte gerne auch mehr zahlen.

    Es wäre schon armselig für das Land, wenn man sich die "richtig ausgebildeten" Ärzte nicht leisten kann. In den 6,5 Jahren Studium, Praktika hat man gerade die Basis für den Beruf erworben. Wie soll es in 3 Bachelor-Jahren vermittelt werden? Oder ist die Hälfte der Studieninhalte nicht wichtig? Ich habe es persönlich nicht so empfunden.

    In den Jahren der Assistenzzeit wird man besser, solange man das noch Anamnese, Untersuchung etc. selber machen darf. Ich bin auch froh, in der Praktika, Famulaturen Tausende Zugänge, BEs, Verbände gemacht zu haben. Jetzt als Arzt kann ich das bei allen, es sind schon Jahre her, wo es mal nicht geklappt hat. Aber auch jetzt, kurz von dem Facharzt, merkt man, dass man immer besser wird, wenn es um die nicht eindeutige Befunde/Zeichen geht und richtige Maßnahmen einzuleiten sind.

    Damit mich der PA auf einen pathologischen Befund hinweisen kann, muss er das erstmal erkennen können. Ich finde, man kann nicht nur nach Schema "F" vorgehen. Was passiert, wenn er was übersieht? Manchmal sind es Nebenbefunde, etwas andere Hautfarbe, Gesichtsausdruck, Nebensatz, daraus können sich Komplikationen entwickeln , wenn es nicht früh eingegriffen wird.

    Es werden mehrere Millionen für immer neuere teurere Antikörper ausgegeben, die vielleicht paar Wochen mehr Lebenszeit bescheren. Aber sollen deswegen die Ärzte gespart / ersetzt werden? Sogar viel ärmere osteuropäische Länder leisten sich "die richtigen Ärzte" mit 6 Jahren Studium. Diese Entwicklung finde ich sehr traurig.



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  2. #82
    Platin Mitglied
    Mitglied seit
    17.03.2006
    Beiträge
    785
    Zitat Zitat von John Silver Beitrag anzeigen
    Es gibt einen guten Grund, warum erfahrene Ärzte dauernd betonen, dass die Anamnese und die körperliche Untersuchung so wichtig sind: ein erfahrener Facharzt kann anhand dieser Informationen rund 80% aller Diagnosen ohne weiterführende Untersuchungen stellem. Die Voraussetzung für eine so hohe Trefferquote ist aber das sichere Beherrschen der o.g. Techniken. Studenten unterschätzen, wie schwierig es ist, diese Techniken auf wirklich hohem Niveau zu erlernen und zu beherrschen. Ein junger Arzt in Weiterbildung beherrscht sie in aller Regel noch nicht allzu gut. Es braucht viele Jahre. Wenn man nun diese Aufgabe an einen PA überträgt, kann ich mir kaum vorstellen, dass hier eine hohe Qualität zu erwarten ist, denn ein PA "wächst" nicht. Er macht Untersuchungen wie ein Affe, mechanisch und ohne Verständnis. Ist das zu hart? Wohl kaum. In manchen Ländern sonografieren nicht die Ärzte, sondern speziell ausgebildete Sonografietechniker. In diesen Ländern wird die sonografische Diagnostik kaum genutzt, weil sie keine vernünftige Qualität bietet. Zum Bespiel in den ach so tollen USA.
    Spannende Aussagen. Die sonographische Technik wird auch dann nicht genutzt wenn man weiß, dass der Befund grundsätzlich Schwachsinn ist. Wenn z.B. in einem Krankenhaus der Maximalversorgung im Münchner Norden unter tags hervorragende Internisten ein Abdomensono machen und in der Nacht teils extrem miesgelaunte Radiologen die von vornherein wissen, dass ihr Ultraschall rein alibimäßig gemacht wird weil es zur Beurteilung eines akuten Abdomen dazugehört und eh keine Konsequenz hat, dann ist auch das Abdomensono nachts eine "sonographische Diagnostik die keine vernünftige Qualität liefert"... keine Konsequenz weil: entweder der Patient geht sowieso in den OP, bekommt dann eh noch ein CT (abhängig von Klinik und Labor) oder bekommt am nächsten Tag eine sinnvolle Sonographie von den Internisten.
    Das passieren dann halt auch so Dinge wie übersehene Hämatome IN der Bauchdecke, weil ein Standardabdomen sich nur mit den Organen im Inneren beschäftigt. Oder diese kopierten Standardbefunde "unterer Nierenpol links nicht sicher einsehbar". Wenn man vom gleichen Radiologen den Satz zum 50. Mal liest, dann weiß man auch was man davon halten soll.
    Ich könnte da noch Geschichten erzählen...

    Und zum Thema "Sonographie in den USA": ich gehe eher davon aus, dass in den USA einfach der Stellenwert von untersucherunabhängiger Bildgebung einfach sehr sehr viel höher ist als bei untersucherabhängigen Bildgebungen. Vor allem aus forensischer und haftungsrechtlicher Sicht. Ich bin froh, dass wir diesbezüglich auf einem anderen Niveau sind, auch wenn bei uns auch nicht alles ideal läuft.
    Zitat Zitat von Loreleye Beitrag anzeigen
    Eigentlich würden gute engagierte MFAs, Schwestern, Sekretärinnen ausreichen, um die Tätigkeiten, die ich delegieren kann, zu delegieren. Z. B. Befunde anfordern, Bilder anfordern, Termine organisieren, Rezepte ausstellen, Blut abnehmen oder Zugänge legen.
    Die letzten beiden Dinge sind extrem politisch. In unserer Notaufnahme machen manche Pfleger und Schwestern das. Aber: nur in der Notaufnahme und nur wenn Zeit ist und nicht alle etc. Und irgendwann macht man es doch selbst, weil man nicht betteln will und der Vorstand hinter den Pflegekräften steht.



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  3. #83
    Bad Monkey Avatar von Kackbratze
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    05.04.2003
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    Muryevo
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    Ober-Unarzt
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    15.575
    Ich verstehe das also richtig, wenn Du sagst, dass auf Grund der doofen Radiologen es besser wäre den Ultraschall gleich an anderes Personal abzugeben. Oder gleich ganz abzuschaffen...



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  4. #84
    Zweitstudent
    Mitglied seit
    03.03.2009
    Ort
    Lübeck beware ...
    Semester:
    Klinik
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    Zitat Zitat von John Silver Beitrag anzeigen
    Vertiefen wir mal doch, weil Deine Meinung offensichtlich auf Inkompetenz basiert. (...)
    Ah ja. Die einzige Inkompetenz, die offensichtlich wird, ist deine mangelnde Lese- bzw. Verstehkompetenz. Mit keinem Wort habe ich gefordert, körperliche Untersuchung/Anamnese zu delegieren. Insofern ist dein ganzer Beitrag völlig am Thema vorbei und beweist eigentlich nur, dass man wirklich keine Intelligenzbestie sein muss, um Medizin zu studieren.

    Ansonsten:
    Ich habe lediglich als ein Beispiel Echokardiographien angeführt und auch hier das im Sinne von Routine- bzw. follow up Echos gemeint und nicht vom dekompensierten Notfall, wo eine rasche Entscheidung wichtig ist bzw. klinische Symptome bei der Interpretation des Echos von Nutzen sind.
    Die meisten der Nutzer hier scheint sich wohl bedroht zu fühlen, dabei bin ich ebenfalls der Meinung, dass eine PA einen Arzt nicht gleichwertig ersetzen kann. Ich glaube nur, dass man in Krankenhäusern sehr gut mit weniger Ärzten klar kommt, wenn dafür mehr PAs eingestellt würde, die in abgestimmter Weise zur Entlastung bestimmte ärztliche Aufgaben übernehmen können. Wie genau, das werde ich ja wohl kaum hier in Ausführlichkeit darstellen können, aber da wird es ja wohl Möglichkeiten geben.
    Die ärztliche Ausbildung, da bleibe ich dabei, darf darunter natürlich nicht leiden. Ich bin doch selbst noch in der Facharztausbildung, warum sollte ich was anderes wollen?
    Ich habe mich lediglich etwas über die Scheinheiligkeit amüsiert, wie sehr sich die meisten User hier sehr gerne einen PA wünschen, um denen die ganzen lästigen Tätigkeiten aufzuhalsen, auf denen sie keinen Bock haben, aber die ganzen Bonbons natürlich ausschließlich für sich behalten. Als PJler hatte man sich dann über genau dieses Verhalten der Ärzte beschwert, obwohl man im Grunde genommen genauso ist.



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  5. #85
    verfressen & bergsüchtig Avatar von Evil
    Mitglied seit
    31.05.2004
    Ort
    Westfalenpott
    Beiträge
    12.469
    Deine Ausführungen klingen sehr theoretisch. Ärztliche Routineaufgaben zu delegieren ohne gleichzeitig die Ausbildungsmöglichkeiten/ Übungsgelegenheiten zu verringern ist kaum möglich, Du hast mir gerade auch am Echobeispiel immer noch nicht erklären können, wie das gehen soll.
    Und was spricht dagegen, plakativ formuliert, wenn wir uns die ärztlichen Rosinentätigkeiten bewahren und dagegen den ganzen Scheiss wie Dokumentieren abnehmen lassen? Wäre das nicht ein guter Weg, Zufriedenheit, Motivation und somit Produktivität zu steigern?



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