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  1. #1
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    Hi,

    weiß jemand, warum man Spiramycin bei Infektion mit Toxoplasmose gondii gibt? Der Wirkmechanismus läuft über die Inhibition der 50S-Untereinheit des Ribosoms einer prokaryotischen Zelle... aber Toxoplasmose gondii ist ein Eukaryot. Wie soll dadurch die Überschreitung Plazenta-Schranke gehemmt werden?



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  2. #2
    OP-Sperrer Avatar von Echinococcus
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    Spiramycin hemmt anscheinend auch bei Toxoplasmen die Proteinsynthese. Sofern ich weiß ist der Prozess aber noch nicht ganz verstanden. Analog ist ja Doxycyclin ein Mittel zur Prävention von Malaria. Man schätzt, dass entweder auch die Ribosomen blockiert werden oder die Genexpression anderweitig gehemmt wird, anscheinend aber nicht in allen Phasen des Lebenszyklus des Parasiten. Sehr spannendes Thema.
    Die Therapie ist aber nicht unumstritten und der klassischen Therapie unterlegen, die Übertragung auf den Fötus wird aber definitiv erschwert und da Spiro keine nachgewiesene teratogene Wirkung hat ist es im Frühstadium bei schwangeren Mittel der Wahl in einigen Ländern Europas.
    Geändert von Echinococcus (13.10.2017 um 10:01 Uhr)



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  3. #3
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    Danke für die Antwort. Die Frage mit den Antibiotika bei Parasiten hat mich schon lange beschäftigt.



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