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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
    12.03.2008
    Beiträge
    196
    Wollte mal Erfahrungen zum Thema Sedierung bei Notfall-Kardioversionen austauschen. Nehmen wir an, ein Pat. mit einer tachykarden Herzrhythmusstörung (TAA, VT etc.) muss bei deutlicher Hypotonie notfallmäßig kardiovertiert werden, ist aber eben noch einigermaßen ansprechbar, sodasss man ihn für den Schock sedieren sollte. Welches Sedativum nehmt Ihr in solchen Situationen? Und titriert ihr die Dosierung eher langsam nach Wirkung oder gebt ihr direkt (aufgrund der Zeit) einen Bolus (dosiert je nach Körpergewicht)?

    Bei Routine-Kardioversionen wird bei uns Propofol fraktioniert je nach Wirkung gegeben, womit wir sehr gute Erfahrungen haben. In der Notfallsituation könnte man aber die kreislaufdepressive Wirkung als deutlichen Nachteil sehen, gerade wenn man nicht titriert, sondern direkt z.B. 1mg/kg spritzt, damit der Patient schnell schläft.

    Wie handhabt ihr das bei Euch?



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  2. #2
    Kinder-Fraktion Avatar von THawk
    Mitglied seit
    11.09.2003
    Ort
    da wo die Sonne aufgeht
    Semester:
    Fach-Kind
    Beiträge
    4.638
    Wir nehmen Midazolam/Ketanest dafür. Ich finde die Kombination aus Sedierung, Amnesie und Analgesie der Gabe von Propofol überlegen. Und es ist weniger kreislaufwirksam. Aber je instabiler, desto weniger interessiert mich die Sezierung
    "Wir hatten Zeit. Er, weil er alt, ich, weil ich jung war."
    Eric-Emmanuel Schmitt: Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran



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  3. #3
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
    Mitglied seit
    24.01.2009
    Semester:
    Rettungssöldner
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    13.141
    Keta/Do ist klasse dafür.
    Und wenn der Patient sehr instabil ist, dann muss es notfalls auch ohne gehen.
    This above all: to thine own self be true,
    And it must follow, as the night the day,
    Thou canst not then be false to any man.
    Hamlet, Act I, Scene 3



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  4. #4
    Blaulichtgurke Avatar von Sebastian1
    Mitglied seit
    04.04.2002
    Semester:
    GCS 16 - Spricht unaufgefordert
    Beiträge
    10.553
    Notfallmäßige CV erfordert Amnesie, nicht Analgesie. Ich bin da bisher mit Propofol sehr gut gefahren, aber da führten viele Wege nach Rom...Keta plus Mida wird dem in nichts nachstehen. Im Rahmen der eigenen Erfahrung würde ich das einsetzen, was ich halt am besten einschätzen kann.



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  5. #5
    Platin Mitglied
    Mitglied seit
    09.02.2007
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    Hamburg
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    Hex!
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    Der Patient mit VT wird normalerweise schwer Herzkrank (DCM/ICM) sein und eher kein Ketamin erhalten dürfen. Andere Frage ist ob es klug ist jemand der gerade eine tachykarde Rythmusstörung hat nochmal was zu geben was unter anderem positiv chronotrop ist.

    Ich hab bisher gute Erfahrungen mit Propofol und einem Hauch Arterenol (10 µg) gemacht. Meistens genügt bei einer VT mit Auswurf, aber Hypotonie viel weniger Propofol als gewöhnlich wenn man nur lange genug abwartet. Meist genügten so 20 - 40 mg je nach Konstitution.



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