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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
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    Das mit der eigenen Erfahrung ist der entscheidende Punkt.
    Ich hab z.B. kaum Erfahrung mit Propofol. Hab das noch nie selbständig angewendet. Das ist einfach nicht meins.
    Artenrenol nutzen wir hin und wieder, da ist aber auch Umrechnen von Dosis auf ml erforderlich, was dann wieder fehleranfällig ist (meine Erfahrung zeigt, dass sich auch erfahrene RAs damit schwer tun)

    Midazolam, Ketanest und Fenta nutze ich regelmäßig und damit fühle ich mich recht sicher. Da ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich nachts um 3 im Halbschlaf mit der Dosis vertue deutlich geringer.
    This above all: to thine own self be true,
    And it must follow, as the night the day,
    Thou canst not then be false to any man.
    Hamlet, Act I, Scene 3



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  2. #7
    Platin Mitglied
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    Ich arbeite ja in der Kardiologie und sediere für ne notfallmäßige CV gerne mit ner Spur Dormicum (so 2-3mg für die retrograde Amnesie) und je nach Körpergewicht adapiert Etomidate. Gerade so viel, dass sie kurz schlafen und am besten von der EKV aufwachen, sich aber trotzdem an nichts mehr erinnern können. Ist zwar nicht gerade gentleman-like, aber mir war noch niemand böse hinterher. Wir betreuen ja ein ziemlich krankes Patientengut und wenn da bei ner eingeschränkten LVEF und ner hämodynamisch relevanten Tachy noch kreislaufdepressive Sedierung drauf kommt, wirds meistens unschön, deswegen bin ich eher kein Fan von Propofol. Die Gabe von Eto muss man natürlich kritisch hinterfragen, bei ner septischen Situation würde ichs nie geben, aber bei unseren typischen Kardiopatienten für ne Einmalgabe finde ich es angebracht (kardiologische Sicht ;)).



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  3. #8
    Administrator Avatar von Brutus
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    Eigentlich muss der Patient ja nur einmal kurz weg sein.
    Wenn er das freiwillig aufgrund von wenig Auswurf macht, dann kriegt er gar nichts.
    Ansonsten nehme ich Propofol. In der Regel kommst Du ja schon mit 0,5mg/kgKG hin.
    Wenn er nix mehr sagt, brrrrrzzzzzzt.
    Ansonsten halt noch mal 0,25/kgKG nachschießen.
    Ketanest Dormicum geht auch, klar. Aber wer schon mal in die panischen Augen eines jungen Menschen post Ketanes gesehen hat, der mag das vielleicht auch nicht mehr so gerne...

    Arterenol? Was willst Du da rechnen? Wenn Du kein Akrinor hast, dann nimm eine Ampullen Arterenol (1mg) und spritz die in eine 100ml NaCl. Davon ziehst Du eine 2ml Spritze auf und gibst es, wie Du Akrinor geben würdest.
    Wenn ich es kontinuierlich geben will, nehme ich die gleiche Verdünnung wie oben und gebe das per Perfusor nach Wirkung.
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  4. #9
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
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    Rettungssöldner
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    Ich bin inzwischen auch etwas weg vom Ketanest hin zum Fenta wenn es der Kreislauf her gibt. Früher war das mein Standardmedikament- einfach weil ich Allgemeinmediziner bin und wir beim Bund in der Notfallausstattung am Standort in der Regel keine BTM haben.

    Dormicum bzw. Dormicum/Fenta nehm ich ganz gerne zum Pacen.

    Danke für den Tipp mit dem Arterenol.
    Ich finde nur, dass das Verdünnen von eher selten genutzten Medikamenten durchaus fehleranfällig ist. Akrinor nehm ich sonst auch.
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  5. #10
    Administrator Avatar von Brutus
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    Zitat Zitat von WackenDoc Beitrag anzeigen
    Ich bin inzwischen auch etwas weg vom Ketanest hin zum Fenta wenn es der Kreislauf her gibt. Früher war das mein Standardmedikament- einfach weil ich Allgemeinmediziner bin und wir beim Bund in der Notfallausstattung am Standort in der Regel keine BTM haben.
    Warum Kreislauf? Der einzige Vorteil vom Ketanest ist doch eigentlich, dass die Patienten unendlich lange weiteratmen. Wenn Du Fentanyl solo nimmst, machst Du ja fast nichts am Kreislauf. Aber eben auch nichts an der Wachheit... Charmant am Fenta ist halt, dass Du es antagonisieren kannst.

    Danke für den Tipp mit dem Arterenol.
    Ich finde nur, dass das Verdünnen von eher selten genutzten Medikamenten durchaus fehleranfällig ist. Akrinor nehm ich sonst auch.
    Kein Ding. Ich finde halt nur, dass man sich ein bestimmtes Schema aneignen sollte. Und nicht ständig unterschiedliche Verdünnungen nutzen. Das ist m.M.n. halt das Problem, wenn man häufig in unerschiedlichen Bereichen arbeitet. Das fängt bei uns IM Krankenhaus schon damit an, dass OP und Intensiv viele Medikamente komplett anders aufziehen.
    Im OP wird 1mg Remifentanyl auf 100ml aufgezogen => 2 Perfusorspritzen für TIVA.
    Die Intensiv nimmt 2mg / 50ml. Kommt jetzt ein Intensivpatient in den OP... ... ...
    Gleiches mit dem Arterenol: im OP "Arterenol light" => 1mg auf 100ml.
    Auf der Intensiv 10mg/50ml...
    Wenn ich weiß, was drin ist, ist es ja gut. Aber ich bin eigentlich eher ein Freund von einheitlichen Verdünnungen.

    Wenn man noch weitergehen will: unterschiedliche Ampullen, z.B. Dormicum 15mg/3ml und 5mg/5ml...
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