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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Platin-Mitglied Avatar von LasseReinböng
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    1.715
    Hallo,

    mich würde einmal interessieren, wie ihr bei der Behandlung bei V.a. CAP, also ambulant erworbene Therapie verfahrt. Wenn ich den V.a. CAP habe kombiniere ich entweder ein Beta-Laktam-AB oder ein Cephalosporin mit entweder Makrolid oder Fluorchinolon.

    Bei uns ist nun gängige Praxis, das Makrolid/Fluorchinolon rauszuschmeissen, sobald ein neg. Legionellen-AG Test im Urin vorliegt...

    Gibt es dazu irgendeine Evidenz ? Was ist denn mit Mykoplasmen z.B. als atypische Erreger ?
    .



  2. #2
    Blaulichtgurke Avatar von Sebastian1
    Registriert seit
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    10.132
    Kenne es aus dem intensivstationären Setting auch so, dass Aminopenicillin plus Makrolid kombiniert wurden. Das Testen der Atypiker ist nicht immer ganz einfach, daher haben wir es - wohlgemerkt im intensivstationären Setting, also entsprechend gravierender Symptomatik - so gemacht, dass wir anstelle Legionellen-Ag im Urin eine PCR abgenommen haben (der Antigentest im Urin weist offfenbar nicht alle Legionellenstämme nach, habe ich auch einmal bei einer schweren Legionellenpneumonie so klinisch bestätigt gesehen), daui eine Multiplex-PCR auf Viruspneumonie. Mykoplasmen in Kultur waren raus, weil die offenbar so langsam wachsen, dass ich beim negativen Ergebnis im Zweifelsfall auch meine antibiotische Therapie schon durch habe.
    Viruspneumonien, insbesondere CMV-Pneumonien, habe ich auch bei nicht klassisch immunkompromittierten Patienten durchaus mehrfach gesehen (dann wurde entsprechend mit Ganciclovir therapiert).

    Bei immunkopromittierten Patienten ging die Diagnostik noch weiter; das habe ich leider grade aus dem Kopf nicht mehr parat.

    Fluorchinolone haben wir nicht primär eingesetzt (UAW-Spektrum, lokale Resistenzlage).
    Makrolide wurden rausgeworfen, wenn man einen klassischen Erreger nachweisen konnte.

    Man muss allerdings auch dazu sagen, dass wir den Luxus eines großen Labors mit Mikrobiologie am Haus hatten und 24/7 solche Diagnostik machen konnten, das war schon ganz nett.



  3. #3
    unsensibel Avatar von Lava
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    Im Ärzteblatt 49 gibts dazu einen Artikel. Gelesen hab ich ihn allerdings noch nicht.
    "tja" - a German reaction to the apocalypse, Dawn of the Gods, nuclear war, an alien attack or no bread in the house Moami



  4. #4
    Diamanten Mitglied Avatar von annekii
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    Wir benutzten bei ambulant erworbener Pneumonie bei Kindern (pCAP) zur ambulanten Behandlung Amoxicillin.

    Dazu diese Leitlinie http://www.awmf.org/uploads/tx_szlei...he_2017-06.pdf

    Darin steht an einer Stelle
    5.4.2. Wirkstoff-Auswahl
    Beim Entschluss zur Antibiotika-Gabe sind Wirkstoff, Verabreichungsform und –dauer festzulegen. Bei Patienten mit pCAP erfolgt die primäre Behandlung in der Regel ohne Nachweis des auslösenden Erregers. Für die empirische Therapie sind die Prävalenz unterschiedlicher Pathogene in einzelnen Alters- und Patientengruppen, sowie der Resistenzlage in Bezug auf die zu erwartenden Erreger ausschlaggebend. Eine Zusammenfassung der empfohlenen Wirkstoffe und Dosierungen findet sich in Tabelle 2.
    In den gegenwärtigen nationalen und internationalen Leitlinien wird einheitlich Amoxicillin als Antibiotikum der ersten Wahl, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene, empfohlen [18, 20, 67, 68]
    Ein Standpunkt ist kein Grund, sich nicht zu bewegen.



  5. #5
    Diamanten Mitglied
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    1.846
    Zitat Zitat von Lava Beitrag anzeigen
    Im Ärzteblatt 49 gibts dazu einen Artikel. Gelesen hab ich ihn allerdings noch nicht.
    Hab ihn heute gelesen, die empfehlen auch Amoxi abulant, im stationären Setting Amoxi/Clav oder Cefuroxim, Ceftriaxon, Cefotaxim plus Makrolid (optional für mittelschwer, obligatorisch für schwere CAP). Makrolid für drei Tage bis Erhalt negativer atypischer Erreger.
    In der Klinik veschreibe ich Amoxi wenn die ambulant bleiben, stationär kriegen bei uns die einen Ampi, die anderen Erythromycin und die nächsten beides. Wir nehmen allerdings auch nicht sooo häufig Erregerdiagnostik dazu ab.



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