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  1. #1781
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    Burnout ist im Grunde ein Symptomenkomplex, der zahlreiche Ursachen haben kann, wovon manche eine Diagnose darstellen mögen und andere nicht. In jedem Fall kennt die ICD schon genug Diagnosen, als Lernstoff reicht es in jedem Fall...

    Das Problem, das du ansprichst, gilt nicht nur für Benzos, sondern für alles mit anticholinerger Begleitwirkung, unter anderem auch Neuroleptika, Trizyklika, Parkinsonmittel wie Biperiden, aber auch manche zentral wirksamen Antihypertensiva. Eigentlich im Grunde sogar alles, was irgendwie sedierend wirkt, leider; und leider hat das auch meist zu allem Überfluss noch eine antihistaminerge Komponente, die eine Gewichtszunahme begünstigt. Es gibt nur wenige Ausnahmen, zum Beispiel einige neuere Atypika wie Aripiprazol(das aber leider nur schwach antipsychotisch wirkt) oder Trazodon(SSRI mit alpha-antagonistischer Wirkung, und trotz der antihistaminergen Komponente angeblich kaum UAW), das auch als Schlafmittel Einsatz findet.

    Akut hat man nur oft keine Alternative zu den Benzos. Chronisch auch oft nicht wirklich; theoretisch sollen SSRI gegen Angststörungen helfen, aber praktisch ist da halt doch ein großer Unterschied. Eher noch SSNRI wie Venlafaxin, angeblich vor allem bei sozialer Phobie, das aber auch nur bei manchen.

    Das alles zu lernen macht aber wenig Sinn, kommen doch ohnehin ständig neue Medikamente auf den Markt, außerdem ist nirgends die individuelle Bandbreite der Erkrankungen so hoch. Das was über psychische Erkrankungen in Büchern und Leitlinien steht, spiegelt meinem Eindruck nach die Realität sowieso nicht wirklich gut wider. Man versucht objektive Befunde zu erheben, müsste sich dafür aber in eine Welt hineinversetzen können, die nur dem zugänglich ist, der eben in ihr lebt. Und das ist meist nur einer. Manchmal meine ich, Psychopharmaka verschreiben sei vergleichbar mit dem Versuch, die Feinheiten der Software eines Computers mit einem dicken Magneten umprogrammieren zu wollen.

    Ist aber ein anderes Thema.

    Man muss sich ja irgendwie ablenken, wenn man sich aufs Lernen nicht mehr konzentrieren kann. Diese ständige Müdigkeit macht mich fertig. Ich glaub ich würde durchdrehen wenn ich mich wie du um eine Familie kümmern müsste, könnte das nicht; insofern wirklich Respekt!



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  2. #1782
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    Och ne- das mit deinen merkwürdigen Vorstellungen über Patienten mit psychischen Erkrankungen hatten wir doch schon.
    Wie kommts, dass dir die psychischen Erkrankungen so regelrecht unheimlich sind?

    Du hast gerade in deinem Absatz über Psychopharmaka übrigens einiges wild durcheinander geworfen. Als eins der Hauptprobleme den Unterschied zwischen Akut- und Dauermedikation.
    This above all: to thine own self be true,
    And it must follow, as the night the day,
    Thou canst not then be false to any man.
    Hamlet, Act I, Scene 3



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  3. #1783
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    Ich habe eindeutig gesagt, wann ich mich auf akut und wann auf chronisch bezogen habe; einfach nochmal genau lesen. Ich verstehe deinen Einwand nicht ganz, du müsstest schon sagen welchen Fakten du denn nun genau widersprechen willst. (Überhaupt wäre es mal interessant zu erfahren wie ein Psychiater die hier sehr oft anzutreffende Feindseeligkeit interpretieren würde...)

    Außerdem habe ich durchaus meine Gründe für das, was ich schreibe, und meine Erfahrungen lasse ich mir auch nicht absprechen. Ebenso wenig die Zweifel an manchen Aspekten der aktuellen Praxis; wie erfolgreich diese ist sieht man ja; akut vielleicht, im Langzeitverlauf sieht es jedoch eher schlecht aus.

    Allerdings ist das hier auch eine Diskussion um die Examensvorbereitung; deshalb sollten wir auch bei dem Thema bleiben. Immerhin sind es nur noch gute zwei Wochen...



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  4. #1784
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  5. #1785
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    Ich muss noch was tun heute Abend, aber will das nicht so stehen lassen (korrigiert mich, wenn ich falsch liege, habe gerade keine Zeit, alles nachzulesen und zu belegen)

    Zitat Zitat von wjsl Beitrag anzeigen
    Akut hat man nur oft keine Alternative zu den Benzos. Chronisch auch oft nicht wirklich; theoretisch sollen SSRI gegen Angststörungen helfen, aber praktisch ist da halt doch ein großer Unterschied. Eher noch SSNRI wie Venlafaxin, angeblich vor allem bei sozialer Phobie, das aber auch nur bei manchen.
    Äh, nee, das stimmt nicht.
    a) Akutsituationen: Benzos werden meist gegeben, dass stimmt schon. Aber gerade bei älteren Patienten kann man gerade wegen der paradoxen Wirkung von Benzos aus schnell wirksame Neuroleptika geben. b) Chronisch: Bei Angstörungen sind SSRI (nicht SNRI) Erstwahl, bei Nichtanschlagen evtl. auch TCAs. Ganz abgesehen davon gibt es gerade bei den phobischen Störungen ziemlich gute Ergebnisse von nicht-pharmakologischen Verfahren. Eine Langzeit-Benzogabe ist ganz, ganz selten indiziert.

    Zitat Zitat von wjsl Beitrag anzeigen
    Das was über psychische Erkrankungen in Büchern und Leitlinien steht, spiegelt meinem Eindruck nach die Realität sowieso nicht wirklich gut wider. Man versucht objektive Befunde zu erheben, müsste sich dafür aber in eine Welt hineinversetzen können, die nur dem zugänglich ist, der eben in ihr lebt.
    Naja, persönlicher Eindruck ist das eine - aber wie viele psychiatrische Patienten hast du schon gesehen? Wozu gibt es dann EBM und Leitlinien, wenn jeder nach subjektiven Erfahrungen sein Therapiesüppchen kocht?!
    Mag sein, dass psychiatrische Diagnostik nicht unbedingt anhand von Laborparametern möglich ist. Aber dein "Hineinversetzen" finde ich etwas merkwürdig. Objektive Befunde kann man gerade nur dann erheben, wenn man sich "außerhalb des Systems" befindet ?!



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