Der Examensservice bei Medi-Learn
Ein Live-Bericht
Christian Weier
Der Examensservice bei Medi-Learn
© RainerSturm / PIXELIO
Der Stress geht los - Am Mittwoch Abend erreichte ich die Uni-Stadt Marburg und begab mich direkt in die Domaene des Euch wohlbekannten Pruefungs- auswerters.Dort waren mehrere Computer- spezialisten unter der Leitung von Andreas Jerrentrup dabei, die letzten Korrekturen an den Seiten des Examensservice zu vollziehen. Auch dieses Mal soll wieder ein neuer Dienst in die Examensauswertung integriert werden: Damit Ihr nicht bis zur endgültigen Freigabe der Auswertung gegen 19.00 Uhr warten muesst, gibt es einen vorlaeufigen Service, bei dem Ihr beobachten koennt, wie weit die Auswerter von Medi-Learn sind.
Dr. Bringfried Mueller, einer der beiden Geschaeftsfuehrer, kommentiert diesen Service mit den Worten: "Dies soll einen zusaetzlichen Service fuer die Studenten darstellen, denn wir wissen, dass alle Examenskandidaten 'auf heissen Kohlen' sitzen". Er merkt jedoch an, dass es sich hierbei um vorlaeufige Ergebnisse handelt und diese auch so zu bewerten sind.
Nachdem gegen 22.00 Uhr alles im Kasten scheint, schlaegt die Abgeschlagenheit rasant in hoechste Aufmerksamkeit um, als Thomas Brockfeld, der andere Geschaeftsfuehrer von Medi-Learn, bei einer Routineueberpruefung feststellt, dass die Versendung der Massenfaxe nicht funktioniert. Hintergrund der Geschichte ist folgender: Als es noch kein Internet gab bzw. das Internet noch nicht so massiv genutzt wurde wie heutzutage, wurden die Examens- ergebnisse per Fax an alle Uni-Buchhandlungen gefaxt, die die Ergebnisse dann den Studenten praesentierten. Dieser Service hat sich bis heute gehalten - doch dazu benoetigt man natuerlich die Faxloesung und die scheint nicht zu funktionieren. Doch Probleme sind zum Loesen da: Kurzer Hand werden die alten Handfaxgeraete wieder im Buero aufgebaut, waehrend die anderen Mitglieder des Teams versuchen, die "moderne" Loesung zu aktivieren. "Zur Not koennen wir immer noch auf die althergebrachte Technik zurueckgreifen" so Thomas Brockfeld.
Morgenstund hat Gold im Mund
Am naechsten Morgen finden sich die Mitglieder des Medi-Learn Teams in gewohnter Frische (;-) im Büro ein. Zunaechst werden noch zuegig die Reste des Doeners, den man gestern noch vor dem nach Hauseweg verspeiste, beseitigt. Danach beginnt der Kampf gegen die hohen Temperaturen im Buero, waehrend sich ein anderer Mitarbeiter um die Bunkerung der Getraenke fuer die naechsten Tage kuemmert.
Gegen 11.00 Uhr machen sich zwei Mitarbeiter von Medi-Learn auf den Weg zur Bibliothek, um sich mit der wichtigsten Literatur einzudecken. Mit riesigen Stapeln bepackt verlassen sie nach kurzer zielstrebiger Suche die Bibliothek - als Aussenstehender koennte man Zweifel daran haben, dass die Buchmasse ueberhaupt von zwei Personen getragen werden kann. Kurzer Hand werden die Buecher im Buero abgeliefert und die "Jagd" nach Material geht weiter: Diesmal geht es darum, Pruefungshefte zu besorgen.
Zunaechst muss man noch gegen die Zweifel der Studenten anarbeiten, doch dann sind zwei Studenten bereit, ihr Heft 'herauszuruecken'. Diese werden auf dem schnellsten Weg zu den bereits wartenden Auswertern gebracht. Sofort, fast automatisiert, werden die Hefte mehrfach kopiert und dann kehrt Ruhe in die Räume von Medi-Learn ein. Grosser Absprachen bedarf es nicht mehr; jeder weiss welche Aufgabe er hat: Die einen beginnen die Auswertung, die anderen ordnen die Fragen der Gruppe A den Fragen der Gruppe B zu. Parallel werden die Fragen per Fax an Medi-Learn Dozenten verschickt, die sich an den verschiedenen Orten in Deutschland an die Auswertung machen.