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Interview mit Frau Beate Panek

Das Medizinstudium - Interview mit praktizierenden Ärzten

Redaktion(MEDI-LEARN)

Interview mit Frau Beate Panek

© RainerSturm / PIXELIO
Wir möchten in der Reihe "Interview mit Ärzten" an dieser Stelle das Gespräch mit Frau Beate Panek veröffentlichen, die unseren kleinen Fragenkatalog wie folgt beantwortet hat.

Beschreiben Sie bitte kurz Ihren studentischen Werdegang (Studienort, Studienverlauf, Studienzeit etc.). An welche Höhepunkte und auch Tiefpunkte während des Studiums erinnern Sie sich noch heute? 

Studium in Düsseldorf, PJ in Krefeld und ein Tertial in Málaga, Spanien. Studienzeit 6 Jahre + 1 Semester für die Doktorarbeit.
Höhepunkte: Arbeit als Tutor, Doktorarbeit- wegen der netten Leute
Tiefpunkte: Angst aufgrund von Ärzteschwemme keinen Job zu kriegen, schlechte Arbeitszeiten, die Restriktionen im Gesundheitssystem

Was haben Sie am Tag Ihres 3. Staatsexamen(s) gemacht, nachdem Sie die Prüfung erfolgreich hinter sich gelassen und damit das Medizinstudium abgeschlossen hatten?

Mit Freunden essen gewesen, telefoniert, und erst mal an gar nichts gedacht. 
Und dann habe ich erst mal alle Lernsachen weggepackt.
Das Gefühl, jetzt Ärztin zu sein, ist auch Wochen danach noch nicht richtig real.

Mit welcher Motivation haben Sie das Medizinstudium begonnen, sprich warum haben Sie sich entschieden, Medizin zu studieren? Gab es den entscheidenden Augenblick/Situation, mit dem feststand „Jetzt weiss ich es: ich studiere Medizin“?

Grund für das Studium war die Vielseitigkeit des Berufsbildes, Forschung, Klinik, Praxis, alles steht offen. Dann war da noch die Faszination an der Thematik. Und natürlich das Bedürfnis, anderen zu helfen.
Der entscheidende Augenblick war eher sportlicher Natur: Schulkollegen von mir hatten sich für den damals noch existenten Medizinertest beworben. Da habe ich nmir gedacht: Wenn die das schaffen, dann kann ich das auch.

Wie bewerten Sie diese Motivation rückblickend? Hat sie sich während des Studiums aufrechterhalten oder in welcher Form hat sie sich geändert?

Das Bedürfnis zu helfen: Im Hinblick auf manche Mitbürger fällt es manchmal schwer, gerne zu arbeiten. Ärzte sind keine Maschinen, die rund um die Uhr verfügbar und betriebsbereit sind. Leider vergessen das manche Patienten. Nichtsdestotrotz ist es immer wieder spannend.

Wie sieht der Alltag als Arzt für Sie heute aus? Was macht Ihnen am meisten Spass? Was am wenigsten?

Alltag: Neben Visiten und OPs Radiologiebesprechung, viel Dokumentation und Planungsarbeit (z.B. Einbestellen von Patienten)- leider nimmt der nicht-medizinische Teil immer größeren Raum ein.
Am meisten Spaß macht mir das Operieren, was natürlich auch sehr anstrengend ist.
Ärgerlich ist der Zeitverbrauch für die Dokumentation, oder Nachfragen der Krankenkassen zu beantworten, in beiden sieht man nicht immer sehr viel Sinn. Die Zeit dafür könnte man besser in den Patienten direkt investieren.

Welche Tipps würden Sie Studenten, die jetzt vor der Entscheidung stehen, Medizin zu studieren, mit auf den Weg geben?

1. Sich genau zu fragen: Will ich wirklich einen Job, der zum Teil schlecht bezahlt ist, der oft Überstunden bringt und aufgrund der Dienste nicht immer sozial verträglich ist? Wähle ich das Studium nur des Prestiges wegen?
2. Gute Planung: Wie werde ich mit dem Geld auskommen- gerade im PJ, wenn man nicht mehr nebenher jobben kann?
3. Auslandsaufenthalt einplanen!

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!


 

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