Medizinerausbildung bleibt erhalten
Kampf um Lübecker Uni hat sich gelohnt
Redaktion (MEDI-LEARN)
Lübeck kämpft für seine Uni
Die vom Aus bedrohte Medizinerausbildung an der Universität Lübeck bleibt dank der Hilfe des Bundes erhalten. Mit zusätzlichen 25 Millionen Euro im Jahr will sich Berlin an Forschungsprojekten des Landes Schleswig-Holstein beteiligen und so auf Umwegen den Fortbestand des Studiengangs sichern.
Schwarz-gelbe Sparmaßnahmen sahen vor, an der Uni Lübeck ab dem Wintersemester 2011/12 keine neuen Medizinstudenten anzunehmen. Die Unikliniken sollten an Investoren verkauft werden. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) machte die hohe Verschuldung des Landes für diesen Plan verantwortlich. Wochenlang hatten Studenten, Dozenten, Mitarbeiter der Universität und Bürger Lübecks demonstriert und für den Fortbestand ihrer Uni gekämpft. Jeder wusste: Die Schließung der großen medizinischen Fakultät hätte langfristig das Aus für die gesamte Universität bedeutet.
Große Freude und Erleichterung breiten sich nun bei allen aus, die sich an diesem Kampf beteiligt haben. Die Hochschule will sich künftig zu einer Stiftungsuniversität wandeln, um so unabhängiger vom Land zu werden.