Benutzername:

Passwort:

Jetzt registrieren

Passwort futsch!?

;-)

Beratungsanlässe – so vielfältig wie das Leben

Warum Patienten zum Arzt gehen

Gastartikel MMW

Patientenzufriedenheit

Wir freuen uns, den Besuchern unserer Webseite an dieser Stelle in regelmäßiger Reihenfolge lesenswerte Gastartikel aus der renommierten Zeitschrift MMW Fortschritte der Medizin präsentieren zu können. Am Ende des Artikel findet sich ein Hinweis auf volle 12 Ausgaben eines unverbindlichen und kostenlosen Testabos.

Heutiger Gastbeitrag
Warum Patienten zum Arzt gehen - Beratungsanlässe – so vielfältig wie das Leben

Quelle: MMW Fortschritte der Medizin Heft 33, 2010
Die Gründe, warum Patienten zum Arzt gehen, können zwar so vielfältig und vielschichtig sein wie das Leben selbst. Allerdings zeigt eine Untersuchung der Abteilung Allgemeinmedizin der Universität Heidelberg anhand von über 31 000 Praxispatienten, dass sich der Großteil der Konsultationen auf ziemlich wenige Beratungsanlässe beschränkt. Unter den Spitzenreitern liegen mit einer relativen Häufigkeit von fast 15 % Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule, gefolgt von fast 10 % mit Beschwerden von Rachen und oberen Luftwegen. Nimmt man alle Schmerzphänomene am Bewegungsapparat, im Kopf und im Bereich von Brust und Abdomen zusammen, so sucht etwa die Hälfte der Patienten der Allgemeinarztpraxis den Arzt wegen Schmerzen auf.
Leider wird dieser Tatsache im Medizinstudium kaum Rechnung getragen. Daher fühlen sich die meisten jungen Ärzte auf diese Patienten schlecht vorbereitet. Die wissenschaftliche Erziehung zum klaren Ursache-Wirkungs-Denken und zu diagnostischen Algorithmen mag oft nützlich sein, bei vielen dieser Patienten ist sie fast kontraproduktiv. Auch hinsichtlich des therapeutischen Managements von Patienten mit Schmerzen stoßen junge Ärzte rasch an Grenzen. Wer hier erfolgreich tätig sein möchte, muss sich das entsprechende Know-how in anderen Institutionen als der Universität aneignen.

Aber selbst wenn alles zur Zufriedenheit des Patienten abläuft, können durch den Arztbesuch neue Probleme entstehen, von denen der Patient bisher nichts ahnte. Dazu gehören die vielen grenzwertigen, dubiösen, zwar eindeutig pathologischen, aber in ihrer Bedeutung (noch) nicht wertbaren Befunde im Labor und in der Bildgebung. Ein Cholesterin- oder Hämoglobinwert, ein TSH- oder Kaliumbefund, ein AV-Block Grad I° oder ein Cholesterolpolyp in der Gallenblase können zu wahren menschlichen Dramen führen, obwohl oder gerade weil der Anlass des Arztbesuchs damit in keinem Zusammenhang steht. Oder vielleicht doch? Nicht alle Patienten können mit Unsicherheit gut umgehen, vor allem wenn es um ihre Gesundheit geht.

In diesem Fortbildungsschwerpunkt zu diversen Beratungsanlässen wollen wir drei gängige Situationen näher betrachten: den niedrigen Hb-Wert bei unspezifischer Symptomatik, den hohen Cholesterinwert als Zufallsbefund und den Haarausfall bei Frauen als typisches Beispiel dafür, wie fließend die Grenzen zwischen normal und pathologisch, zwischen subjektiv und objektiv und zwischen Anspruch und Wirklichkeit sein können.

Hinweis:Dieser Artikel stammt aus (MMW Fortschritte der Medizin, Heft 33, 2010). Er wurde mit freundlicher Genehmigung der Redaktion MMW Fortschritte der Medizin hier präsentiert.

unser Tipp

MMW

3 Monate MMW gratis testen

Du kannst die MMW Fortschritte der Medizin jetzt im kostenlosen Test-Abo ausführlich auf Herz und Nieren prüfen - sichere dir noch heute dein Gratis-Test-Abo und lass dich Woche für Woche aus allen Bereichen der Medizin umfassend informieren. Du erhältst dann gratis für 12 Wochen alle 7 Tage die neuesten Informationen aus der Welte der Medizin in lesenswerter Form!



 

Die Webseite von MEDI-LEARN wird unterstützt von

     © MEDI-LEARN, Elisabethstraße 9, 35037 Marburg/Lahn 1996-2011