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Berge, stutz* und tolles Teaching (Teil 1)

Karrierestart in der Schweiz - Gastartikel Via medici

Lucia Hagmann - Via medici Volontärin

Ein weißes Kreuz auf rotem Grund ziert die Schweizer Flagge. Umgedreht erinnern diese Farben an ein bekanntes Erste-Hilfe-Symbol. Für viele junge Mediziner aus Deutschland ist das Programm: Sie gehen in die Schweiz, weil sie dort Rettung vor heimischen Verhältnissen erhoff en. Doch ist die Schweiz wirklich das „gelobte Medizinerland“?

Henning ist nervös. Heute hat der deutsche PJler aus Freiburg seinen ersten Tag als Unterassistent in der Kardiologie eines Schweizer Spitals. Die morgendliche Visite ist in vollem Gange. Gespannt folgt er dem ihn betreuenden Oberarzt in eines der Patientenzimmer. Kritisch begutachtet der Schweizer den Urinbeutel des ersten Patienten und murmelt schließlich: „De Urinsack schmöckt aber gar nöd guat.“ Entsetzt sieht Henning den erfahrenen Mediziner an. Hat er einen Moment nicht aufgepasst? Hat der Oberarzt etwa tatsächlich mit der Zunge an dem Urinbeutel …? Würde man Ähnliches von ihm erwarten? Doch die deutsche Krankenschwester kann ihn aufklären: Das Wort „Schmecken“ gebrauchen die Schweizer für „Riechen“. Hennings Miene hellt sich auf. Sein Bild von dem zivilisierten Land mit der modernen Hightech-Medizin ist wiederhergestellt.

Verblüffende Ähnlichkeit

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