Zudem müsse man über die Möglichkeiten der Zulassung der Studenten zum Medizinstudium reden. In Vorträgen und Podiumsdiskussionen wird dort am kommenden Freitag der Frage nachgegangen, auf welchen neuen Wegen in der Aus- und Weiterbildung ein Beitrag zur Nachwuchsförderung geleistet werden kann. Etwa 150 Mediziner werden teilnehmen.
Medizinische Fakultäten und Ärztekammern seien gefordert, sich im Rahmen ihrer jeweiligen Bildungszuständigkeit noch intensiver als bisher der aktiven Nachwuchsentwicklung zu widmen, so Windhorst. „Dies ist eine Investition in die Zukunft. Wir müssen es schaffen, die jungen Kolleginnen und Kollegen im Land und in der kurativen Medizin zu halten.“
Dabei müsse man auch den Mut und die Kreativität haben, neue Wege zu beschreiten. Windhorst: „Es gehört alles auf den Prüfstand: angefangen bei der Zulassung zum Medizinstudium, über die universitäre Wissens- und Kompetenzvermittlung bis hin zur fachärztlichen Spezialisierung nach dem Berufseinstieg. Wir als Kammer bringen uns stärker in Fragen der ärztlichen Ausbildung ein, von A wie Allgemeinmedizin als eigenständiger Lehrstuhl bis Z wie Zulassung zum Medizinstudium. Auch die Weiterbildung müssen wir noch wichtiger nehmen als bisher. Wir brauchen beispielsweise auch Mentoren, die die Kolleginnen und Kollegen in ihrer Weiterbildung begleiten.“ Die aktuellen Beschlüsse der Gesundheitsministerkonferenz hätten die bedeutende Rolle der Ärztekammern in der ärztlichen Weiterbildung nochmals bestätigt und hervorgehoben.
Die Ärztekammer habe mit der Koordinierungsstelle Aus- und Weiterbildung (KoStA) eine wichtige Institution zur Förderung der Weiterbildung geschaffen. Sie stelle eine zentrale Anlaufstelle dar für Studierende, Absolventen, Ärztinnen und Ärzte, Weiterbildungsbefugte und Weiterbildungsstätten, die an einer Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin interessiert seien.
„Weiterbildung ist ein zentrales Arbeitsfeld der Ärztekammer. Hier wollen wir alle Verbesserungspotenziale erschließen und nutzen, um den Nachwuchs in der Weiterbildung zu fördern“, so der Kammerpräsident.
Quelle: www.aekwl.de/