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Bericht über ein PJ-Tertial

Universitätsklinik Siena (Italien) - Gefäßchirurgie

Frank Oellig

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Siena
Informationen rund um die Universität in Siena.

Ein Tag von 8 bis 8

Die OP-Tage waren so geplant, dass zwischen 8:00 und 8:30 begonnen wurde und meistens gegen 20:00 fertig war. Wenn ich nicht am Tisch stand, habe ich zugekuckt. An den anderen Tagen war Visite um 8:30. Danach konnte man am Dienstag (und auch am Donnerstag) ins Ambulatorium gehen und bei Verbandswechseln mithelfen. Ansonsten standen Echodoppleruntersuchungen, Entlassungen und Aufnahmen auf dem Programm. Die meisten Ärzte blieben bis 20:00h. Die Ärzte waren sehr nett und ließen mich Doppleruntersuchungen und die Verbandswechseln während oder nach der Visite eigenständig machen (frei nach dem Motto: „See one, do one, teach one.“).

Am Anfang war die Kommunikation mit den Ärzten und den Patienten nicht ganz einfach, besserte sich aber von Tag zu Tag. Man kann aber nicht darauf hoffen, dass die alle Italiener Englisch oder Französisch sprechen (auch die Ärzte nicht). An den Wochenenden kam mir mein Auto sehr zu gute. Wir haben fast jedes Wochenende etwas unternommen (Florenz, Pisa, Lucca, Rom, Neapel um nur einige Stätte zu nennen). Die ERASMUS-Gruppe und die Universität für Ausländer haben auch ein Programm angeboten. Mit dem sind wir nach Venedig gefahren. Durch den Sprachkurs hatte ich sofort Kontakt zu vielen anderen Studenten, die leider zum großen Teil auch deutschsprachig waren. Aber auch zu Franzosen, Holländern, Belgiern, Dänen, Norwegern etc. Da alle ungefähr den gleichen Stand hatten, konnten wir uns in unserer Freizeit im Italienischen üben.


Mein Fazit

Unterm Strich muss ich sagen, dass mir das Tertial sehr gut gefallen hat. Ich denke, dass ich nicht so viel wie in Deutschland gearbeitet habe. Dafür habe ich sehr viel vom Land, von den Leuten und deren Mentalität gelernt. Auch was die Arbeit anging, hatte ich nicht das Gefühl ausgenutzt zu werden, sondern dass die Ärzte mir immer etwas beibringen wollten.
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