Famulatur Kardiologie
Bordeaux 1999
Sabine
Abschlußbemerkungen
Was ich auf meiner Station schade fand, war die doch insgesamt mangelndeKommunikation zwischen Studenten und Ärzten. Viele Externes wursteltenirgendwie vor sich hin, um ihr Cahier auszufüllen und hinterfragten nurselten, warum eigentlich was getan wird, obwohl von Prof. Choussat großerWert darauf gelegt wird, daß man auch versteht was man tut und dieAbschlussprüfung sehr hart sein soll. Aber es war meistens soviel zuerledigen und auch die Internes waren sehr beschäftigt, so daß dasNachfragen bei Problemen doch zu kurz kam. Beim EKG-Auswerten war ich sehrfroh um den freiwilligen EKG-Kurs, den ich in Tübingen ein Semester langbesucht hatte und um das Lehrbuch, das wir mitgenommen hatten. Bei besondersschwierigen Fällen war allerdings immer jemand zu finden, den man fragenkonnte, meine Kritik bezog sich jetzt eher auf das Alltägliche. Insgesamthabe ich aber durch meine Famulatur sehr viel gelernt, viel Praxis gehabtund vor allem eine schöne und erlebnisreiche Zeit. Die Menschen in Bordeauxwaren fast alle wahnsinnig freundlich und hilfsbereit, von der Frau amPostschalter über die Sekretärin bis hin zu Prof. Choussat selbst. Amletzten Tag haben wir Croissants und Pain au Chocolat mitgebracht und dasgesamte Ärzteteam und die Studenten haben zusammen über eine Stundegefrühstückt, über medizinische Systeme diskutiert und sich von Prof.Choussats Erzählungen seiner Jugendstreiche unterhalten lassen und sehr vielgelacht!
Für eventuelle Nachahmer die Adresse, an die man sich wenden muß:(geht auch sehr kurzfristig)
Monsieur
P. Henry
Coordinateur des Stages Hospitaliers
Université Victor Segalen
Bordeaux 2