Benutzername:

Passwort:

Jetzt registrieren

Passwort futsch!?

;-)

Famulatur in Spanien

Traumatologie und Orthopädischer Chirurgie

Frank Syré

Interessante Fälle

Die Fälle sind meist sehr interessant, da es sich bei der Dexeus um eine Privatklinik handelt, die sich fast ausschließlich damit beschäftigt, Operationsresultate anderer Kliniken zu revidieren. Daher sieht man hier weniger die Erstversorgung, sondern eher orthopädische, funktionelle und ästhetische Nachbereitung. Mittwoch um 9:00h ist Chefsprechstunde; der Chef Dr. Vilarrubias ist eine absolute Koryphäe im Lande und spezialisiert auf doppelte Kreuzbandplastiken in einer OP und sämtliche Arten von Umstellungsosteotomien.Ich habe bei einer OP zugeschaut, in der er erst eine doppelte Kreuzbandplastik gemacht hat und dann sowohl den Oberschenkel als auch den Unterschenkel osteotomiert hat. Absolut ergreifend! Er besitzt noch eine eigene Klinik in der Nähe von Gerona, in welcher er ausschließlich Hüft- und Kniegelenksprothesen einsetzt. Fußballer-Spezialist und absoluter Promi!

Um 14:00h ist Besprechung in der Bibliothek für die gesamte Trauma mit Vorstellung aller geplanten OPs für die kommende Woche. Ab 16:00h laufen wieder OPs; Sendeschluß 23:00h. Donnerstagvormittag ab 9:00h Sprechstunde des Knie-Teams (meist Indikationen zur endoskopischen Arthroskopie). Ab 16:00h wieder Handsprechstunde bis 19:00h, danach frei. Freitagvormittag ist je nach weiterem Terminplan von Prof Dr.Mir-Bullo entweder Sprechstunde oder gar nichts. Und ab 16:00 laufen meist noch 1-2 Hand-OPs. Das ist so eine normale Woche; Abweichend davon kann man natürlich immer in den OP, sofern Operationen stattfinden.Falls einer sich fragt wann Visiten der Trauma sind, so ist zu sagen, daß die Patienten in dieser Klinik so kurz wie nur irgend möglich bleiben. Das bedeutet, daß sie meist 1 Tag vor OP kommen und am 3.Tag post OP die Klinik wieder verlassen.

Um die Patienten auf den Zimmern kümmert sich der Assistenzarzt im Durchschnitt 1h pro Tag, für Analgetika-, Antibiotikaanordnungen (in Spanien generell sehr großzügig!).
 

Eine lohnenswerte Famulatur

Oft sieht man die Patienten nur zur Entlassungsbriefübergabe oder 1 Woche später zur Wiedervorstellung. (Man bedenke, daß ich hauptsächlich in der Handchirurgie gearbeitet habe.) Ich habe oft assistieren dürfen, viele verschiedene Leute und Krankheitsbilder gesehen und viel über das Verhalten im OP gelernt. Alles in Allem eine lohnenswerte Famulatur insbesondere fachlich als auch sprachlich, als auch von den Kontakten. Für die Anerkennung des Zeugnisses, habe ich eine Übersetzung gemäß dem Wortlaut des LPA angefertigt und mir beide bestätigen lassen. No Probs!

(Der Famulaturbericht ist zwar von 1996, da ich in dieser Klinik 1999 auch ein Tertial meines Praktischen Jahres absolviert habe, konnte ich die Angaben erneuern bzw. bestätigen! Der Bericht soll nicht als 08/15-Vorlage für eine Famulatur dienen, sondern beschreibt bewußt meinen persönlichen Eindruck)

-> Anmerkung der Redaktion:

Wir haben Frank noch gefragt wie es mit der Sprache geklappt hat, ob man spanisch unbedingt sprechen muss, oder englisch auch reicht.

Hier seine Antwort: "Ja, ich spreche spanisch, mit Englisch wirst Du nicht zurechtkommen; alle Spanier über 30 hatten kein Englisch in der Schule und daher hat man nur bei Akademikern Glueck mit Englisch.
Besser noch als spanisch wäre Catalá. ein Mittelalterlicher Latein-Dialekt, nun eine eigene Sprache (klingt wie franzoesisch deutsch ausgesprochen) und wird an der ganzen Costa Brava und im Langue dOc im Sueden Frankreichs gesprochen."
Weiter
auf Seite

 

Die Webseite von MEDI-LEARN wird unterstützt von

     © MEDI-LEARN, Elisabethstraße 9, 35037 Marburg/Lahn 1996-2011