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Famulatur in Vellore, Südindien

Famulatur im Lande Mahatma Ghandis

Elias Engelking

Bewerbung/Organisation

Ich habe mich mehr als 6 Monate im voraus direkt bei mehreren Kliniken in Indien beworben. Es zeigte sich, daß die Zeit etwas knapp war, denn man benötigt eine Genehmigung vom indidischen Gesundheitsministerium. Ich hatte Glück und habe ein Zimmer im Hopital Anexe (auf dem Kliniksgelände) mit einem Australier geteilt. So waren die Wege zur Klinik, zum YMCA Canteen und in die Stadt sehr kurz. Es fällt eine wöchentliche Studiengebühr von 20 US$ an und eine einmalige Einschreibegebühr von ca. 40 US$. Das Zimmer kostet pro Tag 150 Rs, zu zweit also ca. 3,50 DM für mich.
Vellore Lonely Planet schreibt „Vellore, 4.5km from Chennai, is a dusty, semi-rural bazaar town“. Staub ist wirklich überall und Lärm auch, da fand ich die Beschreibung im Buch schon fast harmlos. Die Menschen auf den Straßen sind ein sehr buntes Volk aus hauptsächlich Hindus, Christen und Moslems, die aus ganz Indien und darüber hinaus das CMC aufsuchen.

CMC Hospital

Das CMC Hospital bildet ein gewisses Zentrum in Vellore. 7 km außerhalb, in Bagayam, befinden sich der Uni-Campus und weitere Unterkunftsmöglichkeiten auf einem idyllischen Grüngelände. Das CMC bildet pro Jahr 70 Studenten aus. Es ist eines der besten Krankenhäuser und Medical Schools Indiens mit allen Fachrichtungen und einer großen Poliklinik. Die Unterrichtssprache und die Kommunikation der Ärzte und Schwestern ist Englisch, auch wenn der Akzent erst einmal gewöhnungsbedürftig ist. Ich habe je zwei Wochen in der Chirurgie und Pädiatrie famuliert.

Chirurgie

Die Station auf der ich famulierte, ist hauptsächlich gefäßchirurgisch mit vielen Krampfadern, Hernien, Laparoskopien und mit sehr vielen diabetischen Amputationen und Wundheilungsstörungen. Zwei mal die Woche sind in der Chirurgie OP Tage. Aber durch die Vielzahl der Studenten war es nur selten möglich, daß ich assistieren konnte. Zwei weitere Tage der Woche sind dem Outpatient Department (Ambulanz) vorbehalten, in denen man jede Menge „Humps and Bumps“, Hernien und natürlich Wundheilungsstörungen en masse sieht. OPD ist immer ein reines Chaos, wo teilweise mehrere Patienten gleichzeitig auf kleinstem Raum untersucht werden.
Nur durch permanentes Nachfragen meinerseits, was der Patient in Tamil, Hindi oder Telgul gesagt hat, konnte ich einigermaßen die Anamnese mitverfolgen. Der Kontakt zu den Patienten war dadurch sehr eingeschränkt. Die anderen zwei Tage der Woche sind Grand Round (Große Visite), also nur zuschauen und Verbände wechseln.

Child Health Care

In der Pädiatrie sind drei Tage OPD, die durch die Kinder noch chaotischer verlaufen, als in der Chirurgie. Das CMC ist in der Pädiatrie sehr für seine Erfolge in der Onkologie bekannt und hat hierfür eine eigene OPD und Station. Die anderen drei Tage sind Rounds, die sehr langwierig sind und man sich auch hier nur durch konstantes Nachfragen ein Bild machen kann. Die Hauptdiagnosen waren die verschiedensten pulmologischen Erkrankungen mit besonders vielen Bronchitiden und Empyemen. In der Zeit, als ich in Child Health war, grasierte in Vellore eine Dengue-Fieber-Epedemie mit den entsprechenden Patientenzahlen auf der Station und den manchmal tragischen Verläufen.

Gelauscht (Foren)

Chirugie

RUHSA

Zwei Tage habe ich noch in RUHSA verbracht, eine Out-Klinik, 50 km von Vellore entfernt, wo man das ganze Spektrum der Krankheiten sieht. Jeden Tag ist OPD und an mehreren Tagen werden kleine OPs unter „primitiven“ Bedingungen gemacht: Sectios, viele Tuben Ligaturen und Hernien. Hier konnte ich immer assistieren und bei den Tuben Ligaturen auch Skalpell und Nadelhalter selbst in die Hand nehmen.

Abschlussbemerkung

Insgesamt ist das CMC für indische Verhältnisse eine sehr moderne und gut organisierte Klinik. Die Ärzte besitzen ein hervorragendes Können, besonders bei der Diagnose mit wenigen technischen Untersuchungen. Aber leider war es nur selten möglich, mich in das Geschehen zu integrieren. Meist war ich nur Zuschauer.


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