Hämmer - nicht das Gewicht, sondern Feeling und Flexibilität sind wichtig
Welcher Reflexhammer ist der Richtige
Christian Weier
Nach unserem Bericht in der letzten Onlinezeitung über Stethoskope wollen wir uns diesmal den weiteren Handwerkszeugen des Mediziners widmen. Gerade in der Neurologie, aber auch in der Inneren und allen anderen Fächern, gehört der neurologische Status präsens zum Standardprogramm der Untersuchung.
Vor allem die Reflexe, aber auch die Sensibilität und die Schmerzempfingungwerden geprüft. Für diese Untersuchung benötigt man einen Hammer sowie optimaler Weise einen Pinsel und eine Nadel. Manche Ärzte (gerade die Neurologe) nutzen desweiteren gerne eine Stimmgabel, eine Sehtafel und weitere Hilfsmittel. Für den Untersuchungskurs sollte die zuerst genannte Ausrüstung (Pinsel und Nadel) jedoch genügen, die bei manchen Hämmernintegriert ist. Bei der Auswahl des Hammers ansich sollte man unbedingt darauf achten, dass dieser gut in der Hand liegt und seinen Schwerpunkt am Kopf hat, damit man den Hammer nicht "schlagen" muss, sondern ihn fallenlassen kann. Das hat den positiven Vorteil, dass die Sehne beim Auslösen der Reflexe immer mit der gleichen Kraft berührt und so die Reaktion objektiv vergleichbar wird.
Die bekannteste Marke (quasi der Littmann im Reflexhammerbereich) sind Hämmer der Firma Troemmer. Diese sind in verschiedener Ausführung vorhanden. Alle haben sehr schwere Köpfe und sind damit gut geeignet. Mit dem Griff lassen sich gleichzeitig Reflexe wie der Babinski (Reflex beim Bestreichender äußeren Fußsohle) gut auslösen. Leider haben die Troemmerhämmer keine integrierte Nadel und auch keinen Pinsel. Der Troemmerhammer wird in verschiedenen Gewichtsstufen angeboten, bei denen vor allem der Kopfunterschiedliche Werte auf der Wage erkennen läßt. Es empfiehlt sich, die mittlere Stufe (175 g) zu wählen. Dieser Hammer ist auf jeden Fall schwer genug, und man will ja auch nicht zuviel Gewicht mit sich herumschleppen.
Hammer
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Eine sehr gute Alternative zum Troemmer ist der Varioflex. Dieser ist im Verhältnis relativ leicht, hat jedoch proportional gesehen einen sehr schweren Kopf. De sweiteren sind in ihm Pinsel und Nadel integriert; mit dem Griff lassen sich ebenfalls Babinski und Co auslösen. Ein Zentimetermaß auf dem Griff rundet das "Angebot" ab. Ich habe selbst mit diesem Hammer gearbeitet und war sehr zufrieden, das Feeling passt einfach. Viele Studenten und Kollegen in meinem Umfeld arbeiten sehr gern mit dem Troemmer. Eine weitere, günstige Alternative ist der DocChekc Reflexhammer, der in der Studentenversion mit 15,66 EUR zu Buche schlägt. Er ist ebenfalls mit einem genügend schweren Kopf ausgestattet und beinhaltet Pinsel und Nadel. Welcher Hammer der richtige ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, fällt die Entscheidung auf einen der genannten, so liegt man auf jeden Fall im grünen Bereich. Die folgenden Preise sind exemplarisch und unterliegen Schwankungen - bitte schaut im Shop, wieviel die Reflexhämmer zur Zeit kosten.