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Halbes Tertial Neufundland

Chirurgie in Kanada

Katrin Blum

Chirurgie in Kanada - © Gregor B./ PIXELIO

Motivation: Da ich schon einmal längere Zeit in Kanada gewesen bin und mir das Land damals schon sehr gut gefallen hatte, wollte ich unbedingt noch mal eine Zeit dort verbringen. Ausserdem hatte ich gehört, dass man als Student in Kanada vor allem praktisch um einiges mehr lernt und nicht nur zum Blut abnehmen und Haken halten da ist. Daher entschied ich mich, mich für ein Auslandstertial in Kanada zu bewerben.

Wie plant man denn so ein Auslandstertial?

Am besten, man fängt einfach mal an, und dann macht man immer ein Stück weiter. So fing ich dann an, mich im Internet über mögliche Uni´s zu informieren. Es gibt ja auch einige Berichte, die einen mehr oder weniger weiterbringen (DAAD, MEDI-LEARN, dfa ...). Wenn man im Internet auf den Seiten der Universitäten schaut, sollte man immer nach „undergraduate student“, „foreign student“, „clerkship“ oder „elective“ suchen. Die meisten Uni´s haben dann oft ihre erforderlichen Formulare in's Netz gestellt oder man kann sich direkt an den „elective coordinator“ wenden. Das ist im Fall der Uni Neufundland Ruth Alivio (ralivio@mun.ca). Man muss sich allerdings im Klaren sein, dass man nicht erst ein paar Tage vorher da anfragen kann. Die meisten Uni´s haben Bewerbungsfristen und die sollte man einhalten. Das heisst hier im vorliegenden Fall, man muss sich 10-12 Monate vorher bewerben. Und dann gilt das Prinzip, wer sich zuerst bewirbt, der bekommt den Platz. Bevor man jetzt anfängt, sich zu bewerben, sollte man mit dem LPA und mit dem Dekanat klären, ob das alles so durchführbar ist.

So, jetzt hatte ich mir also die Formulare runtergeladen und wollte mich fleissig an's Ausfüllen machen. Doch beim Durchgehen der Formulare fiel mir auf, dass da auch Impfnachweise erforderlich sind. Man kann sich das, glaube ich, von jedem Arzt bestätigen lassen, an manchen Uni´s macht es auch das Institut für Immunologie. Danach ging es zum Dekanat, um bestätigen zu lassen, dass man Student der Universität ist.

Ist man dann schon mal so weit, ist man schon fast am Ziel. Wäre da nur nicht diese Sache mit der Botschaft und dem Visum. Man kann zwar mit einem Besuchervisum einreisen, und das machen auch viele, aber eigentlich muss man ein spezielles Visum haben. Für dieses Visum (nähere Infos bei der kanadischen Botschaft) muss man sich einer medizinischen Untersuchung von einem von der kanadischen Regierung anerkannten Arzt unterziehen. Das hört sich jetzt alles ziemlich aufwendig an - es ist aber nicht soooo schlimm - und man weiss ja wofür! Deshalb: Nur Mut!!!
Wegen der Unterkunft in Neufundland sollte man sich keine Sorgen machen. Krankenhäuser ausserhalb von St. John´s stellen, soweit ich weiss, Zimmer und in St. John´s gibt es eine Reihe von Angeboten. Unter anderem hat Ruth Alivio ein Haus mit 5 Zimmern, in dem es sich sehr angenehm wohnen lässt. Hier trifft man bestimmt den einen oder anderen deutschen Student. Daher heisst das Haus unter den kanadischen Studenten auch „the german embassy“. Die Liste mit den Unterkunftsmöglichkeiten werden einem übrigens gleich zusammen mit der Zusage zugeschickt. Und dann geht´s los.
P.S. Wenn man früh genug dran ist, kann man sich beim DFA und der Allianz für ein Stipendium bewerben - ist allerdings nicht ganz leicht, da heran zu kommen.

Checkliste

 

     

  • Heimatuni und Landesprüfungsamt
     

  • Memorial University
     

  • Botschaft
     

  • Flug
     

  • Unterkunft
     

  • Evtl. Stipendium
     

 

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