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Handwerkszeug für deinen Mediziner-Alltag

Der Untersuchungskurs bereitet auf die praktische Arbeit vor

Redaktion (MEDI-LEARN)

Nach dem Physikum erwartet dich der klinische Abschnitt des Studiums und damit endlich Patientenkontakt. Hast du bisher vor allem aus Büchern und in Hörsälen Biochemie, Histologie und Physiologie gelernt, erwirbst du als nächstes im Untersuchungskurs (kurz: U-Kurs) erstes praktisches Handwerkszeug für den späteren Mediziner-Alltag. Denn viele Krankheiten erkennt der erfahrene Arzt allein durch Anamnese und Untersuchung.

Fit für Famulatur, UaK und Praktisches Jahr 

Der U-Kurs liegt meist im ersten oder zweiten klinischen Semester, damit du bei den folgenden Famulaturen, dem Unterricht am Krankenbett und im Praktischen Jahr fit bist in Perkussion, Palpation und Gebrauch des Reflexhammers. Er wird auch „interdisziplinärer  U-Kurs“ genannt, denn ihr werdet verschiedene Fachbereiche durchlaufen: Neurologie, Pädiatrie, Augenheilkunde, HNO, Psychiatrie, Dermatologie und diverse Stationen der großen Fachgebiete Chirurgie und Innere Medizin. Für den gesamten Kurs stehen nur wenige Wochen zur Verfügung, sodass der Unterricht sehr intensiv ist und der Lernerfolg vom Engagement des Einzelnen abhängt. Parallel wird in der Regel eine Vorlesung angeboten.

In kleinen Gruppen in die Patientenzimmer

Eine Unterrichtseinheit dauert 90 bis 120 Minuten und beginnt mit einer kurzen theoretischen Einführung. Im praktischen Teil übst du an deinen Mitstudenten, Modellen oder an Patienten, die die Ärzte nach Krankheitsbild, Bereitschaft zur Befolgung der Therapievorschriften („Compliance“) und nicht zuletzt aufgrund ihrer Einwilligung zur Mitwirkung am U-Kurs ausgesucht haben. In einer kleinen Gruppe mit meist deutlich weniger als zehn Kommilitonen wirst du in die Patientenzimmer geschickt. Nach und nach lernt ihr dort gemeinsam erst die Normalbefunde und dann pathologische Befunde kennen. Häufig wissen die zuständigen Ärzte nicht, was ihr schon könnt. Sprecht sie deshalb darauf an, was ihr wissen und sehen wollt, und stellt viele Fragen. Lieber jetzt mal ahnungslos wirken, als in der Famulatur oder als Arzt wirklich ahnungslos dazustehen.

Üben, fragen, ärztlich tätig sein

Formell gehört der U-Kurs zum „Blockpraktikum Innere Medizin“, einem von fünf Blockpraktika im Laufe der klinischen Semester. An fast allen Universitäten hat der U-Kurs die studentenfreundliche Eigenschaft, unbenotet zu sein. Zum Teil ist ein erfolgreich absolvierter U-Kurs Voraussetzung, um für andere Kurse zugelassen zu werden. An einigen Hochschulen ist es erlaubt, den praktischen Teil an anderen Kliniken oder sogar im Ausland zu absolvieren. In welchem Krankenhaus auch immer, der Kurs ist auf jeden Fall eine gute Gelegenheit, Abdomen zu tasten, Lungen abzuhören, dich mit dem Anamnesebogen anzufreunden und alle möglichen Reflexe zu prüfen.

Ausrüstung: Kittel, Kuli, Stethoskop

Zur Ausrüstung gehören hauptsächlich ein Kittel und ein Kugelschreiber. Spätestens zu Beginn des U-Kurses ist außerdem die Zeit gekommen, dir ein eigenes Stethoskop zu kaufen oder schenken zu lassen. Du wirst es im Studium und darüber hinaus noch oft brauchen. Weitere Anschaffungen für die Ewigkeit sind ein Reflexhammer (schön schwer), ein EKG-Lineal sowie eine Pupillenleuchte. Goniometer (Winkelmesser), Otoskop und fachspezifische Ausrüstung sind nicht unbedingt erforderlich. Je nach Bedarf kannst du dir noch ein passendes Lehrbuch oder Skript besorgen.

Gelauscht (Foren)

Wenn Du auf der Suche nach Stethoskopen und Reflexhämmern bist, könnten Dir diese Tipps und Erfahrungsberichte von Forenusern vielleicht helfen:

Start der Karriere als Diagnosesteller 

Der U-Kurs ist nur der Einstieg in deine Karriere als Untersucher und Diagnosesteller. Die Zeit pro Fach ist knapp und wird nicht zum Vertiefen der Techniken reichen. Die zuständigen Ärzte sind in den normalen Stationsablauf eingebunden, sodass die wichtigsten Dinge nur kurz gezeigt werden und du sie nur kurz üben darfst. Fortgeschrittenere Tätigkeiten wie Blutentnahme, Aufnahmegespräch, chirurgische Knotentechniken oder Sonografie lernst du nicht im U-Kurs, sondern frühestens in der Famulatur. Im U-Kurs geht es darum, einerseits eine gewisse Routine in den grundlegenden Techniken der  Anamnese und der körperlichen Untersuchung zu entwickeln, andererseits unvoreingenommen an jeden neuen Patienten heranzugehen und zu erkennen, was wichtig ist und was nicht. Tipps anderer Studenten lauten: eine feste Reihenfolge beim Untersuchen angewöhnen, die Patientenbeobachtung schulen und jede Gelegenheit zum Üben nutzen. 

Um einen Überblick über alles Wesentliche zum Untersuchungskurs zu bekommen, kann dir die folgende Seite eine Hilfe sein.

unser Tipp

An vielen Hochschulen besteht die Möglichkeit, die notwendigen Utensilien wie Stethoskop und Reflexhammer über die Fachschaft oder aber z.B. die Studentische Einkaufsgemeinschaft Medizin (www.seg-med.de) günstiger zu beziehen. Informieren bei älteren Semestern lohnt sich!
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