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Innere Medizin in Wien am AKH

Erfahrungsbericht Famulatur

Anne

Innere Medizin in Wien

© istock
Wien ist eine der schönsten Städte Europas. Mir schien es eine gute Idee, dort zu famulieren und gleichzeitig diese schöne Stadt zu erkunden. Da dies meine erste Famulatur werden sollte und ich noch nicht viele Erfahrungen in der Klinik hatte, entschied ich mich für die Innere Medizin.

Das Allgemeine Krankenhaus in Wien (AKH)

Das AKH ist das große Universitätsklinikum in Wien. Es verfügt über mehr als 2000 Betten. Für den Famulaturplatz brauchte ich nur eine Email schreiben und bekam sogleich eine Zusage. Für die ersten 2 Wochen wurde ich auf einer onkologischen Station eingeteilt und die letzten 2 Wochen verbrachte ich auf der Hämatologie. Weiße Kleidung bekommt man gegen ein Pfand von 25 Euro gestellt. Essensmarken gibt es leider keine. Das Krankenhaus verfügt aber über einen eigenen Bäcker und einen kleinen Supermarkt, die Alternativen zum teuren Kantinenessen bieten.

Klinikalltag im AKH

Die Ärzte auf meinen Stationen waren sehr nett. Mein Arbeitstag fing morgens um 8 Uhr an und endete meist gegen 13:00 Uhr. Neben Blut abnehmen und Zugänge legen habe ich vor allem Aufnahmen gemacht, die ich dann anschließend an den Oberarzt übergeben musste und in den Computer eingetragen habe. Im AKH gehörte ebenfalls zu jeder Aufnahme ein EKG. Während der Visite herrschte immer eine angenehme Atmosphäre und mir wurde sehr viel beigebracht.


Unterkunft

Ich habe mir mit einer Freundin, die ebenfalls eine Famulatur im AKH gemacht hat, ein Doppelzimmer in einem Studentenwohnheim geteilt. Ein Großteil der Studentenwohnheimplätze in Wien wird über "WIHAST" http://www.wihast.at vergeben. Beworben haben wir uns im April; die Vergabe der Plätze erfolgte dann im Mai/Juni. Wir hatten uns für das „Haus Vindobona“ entschieden. Dieses Haus befindet sich im 8. Bezirk und liegt 5 Minuten zu Fuß vom AKH. Pro Monat zahlte man im Haus Vindobona 218 Euro. Eine Kaution von 250 Euro bekam man nach den 4 Wochen zurück. Das Haus Vindobona verfügt über 230 Betten. In allen Zimmern gibt es ein eigenes kleines Bad mit Toilette, Dusche und Waschbecken. WLAN konnte man ebenfalls freischalten lassen. Das Haus selber schien sehr leer. Die meisten Studenten ziehen in den Semesterferien aus. Unser Doppelzimmer war mit ca. 18 qm eher sehr klein. Wir hatten einen Schrank, 2 Betten und 2 Schreibtische. Die Etagenküche war sehr dreckig, aber es gab einen Wasserkocher und eine Mikrowelle. Leider konnten wir wegen der begrenzten Gepäckmitnahme beim Flug keine Töpfe etc. mitbringen.

Wien

Die Stadt Wien ist wirklich sehr schön. Es gibt unzählig viele Dinge zu besichtigen. Wir haben uns für 48 Euro ein Monatsticket für Bus und Bahn gekauft und waren somit recht flexibel. Neben den „Standards“, wie der Hofreitschule und Schönbrunn, sind noch sehr zu empfehlen: die Oper, in der bei jeder Vorstellung Restplätze für 2 Euro an Studenten vergeben werden, eine Parlamentbesichtigung für 2 Euro und ein Ausflug auf den Kahlenberg, von wo aus man die ganze Stadt bewundern kann.

Fazit

Dank der Billigfluglinien ist Wien von vielen Städten Deutschlands aus inzwischen gut und günstig zu erreichen und dank der Möglichkeit einer Unterkunft im Studentenwohnheim waren die vier tollen Wochen eine gute Gelegenheit, eine interessante Stadt genauestens unter die Lupe zu nehmen.

Kontakt:

Allgemeines Krankenhaus - Universitätskliniken
1090 Wien, Währinger Gürtel 18-20
Telefon: (+43 1) 404 00-0
http://www.akhwien.at/

 

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