Klinikum Fuerth Fachabteilung Innere Medizin
Innere Medizin in Fuerth
Natalia Renner
Innere Medizin in Fürth war mein zweites Terzial, zwischen dem ersten Terzial in Tasmanien und dem dritten in der Schweiz (Berichte folgen). Leider war das nicht das beste Terzial. Das gute daran war, dass die Aerzte auf der Station sehr nett waren und mir viel erklärt hatten. (Dafür bin ich ihnen sehr dankbar).
Von den Professoren in Cardio und Gastro haben wir nur jeweils ein Unterricht in 16 Wochen bekommen! Gut, dass es ein paar engagierte Oberärzte gab, die fuer uns ab und zu wunderbare Vorlesungen über EKG, Onkologie und der klinischen Chemie gemacht haben. Ansonsten war ich fast den ganzen Tag mit der blöden Arbeit beschäftigt: z.B. 2 Schleusen ziehen nach dem Herzkateter - gleich sind 2 Stunden weg. Dazu noch 2 Stunden Blutabnahmen am Morgen und 1 Stunde 24 St.-EKG Geräte anhängen : schnell ist der Tag vorbei. Noch ein paar Aufnahmen, und der Tag ist erledigt. Am Anfang habe ich noch Bücher mitgebracht, aber ich kam überhaupt nicht dazu, während des Tages etwas zu lesen. Gut, dass es am Ende des Terzials Lerntage gab! Ein paar Patienten konnte ich selbst führen, von der Aufnahme bis zum Entlassungsbrief. Das hat mit sehr viel Freude bereitet, v.a. weil wir zum Teil sehr interessante Fälle hatten. Es ist auch bemerkenswert, dass Klinikum Fürth den PJ-lern und Famulanten das Essen bezahlt.
Das war eine angenehme Ueberraschung. Auch die Kleidungsübergabe, eigenes Fach und das Namenschildchen waren gut organisiert. Die Arbeitszeit (auch für Aerzte) war von 8 bis 16, meistens ging ich zwischen 16 und 17 Uhr nach Hause. Ich denke, mehr Fortbildungen und mehr Möglichkeiten zum Selbststudium würden mein PJ-Abschnitt in Fürth etwas mehr empfehlenswert machen.