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Pädiatrie an der Uni (Münster) kann auch interessant sein

Krankenhaus: Unikinderklinik Münster - Fachabteilung: Onkologie/Säuglingstation

Peter Enns

Die Kinderklinik hat einen guten Ruf an der Uni Münster und auch Deutschlandweit. Aus mehreren Gründen machte ich mein Wahlfach hier. Die Klinik (http://medweb.uni-muenster.de/institute/paed/) besteht aus mehreren Stationen: Frühgeborenen- und Säuglingsstation, Intensiv, Kardiologie, Schulkinderstation, Onkologie/Hämatologie, Neuropädiatrie, Infektionsstation, Psychosomatische Station.

Der Einsatz der PJ-ler erfolgt auf einer Rotationsbasis. Meistens wechselt man 1 mal. Pro Turnus sind ca. 8-10 PJ-ler in der Klinik. Die PJ-ler werden von Prof. Ritter (Onkologie) betreut. Während des Terzials war ich auf der Onkologie/Hämatologie und auf der Frühgeborenen- und Säuglingsstation. Die Arbeit mit Krebskranken Kindern war eine Herausforderung. Niemals zuvor habe ich Erfahrungen in diesem Bereich sammeln können. Hier sah ich manche interessante, seltene Fälle aber auch viel Leukämien und Osteosarkome.

Da Münster eine Studienzentrale mehrerer onkologischer Studien ist, hat man hier die einmalige Gelegenheit sich mit den Grundlagen der Onkologie und den aktuellsten Therapieformen auseinanderzusetzen. Viele Fortbildungen und Seminare helfen enorm sich in das große Gebiet einzuarbeiten. Ich konnte die jeweilige Symptomatik, Diagnostik, Stagingverfahren und Therapien für das Osteosarkom, Ewing-Sarkom, AML, ALL, Nephroblastom, etc. kennenlernen. Praktisch konnte man leider nicht so viel machen: da die Kinder meist einen Port haben, nimmt man Blut da heraus, die Chemotherapien werden nur von Ärzten angehängt.

Was man machen darf, ist untersuchen, untersuchen, untersuchen...
Insgesamt ein interessantes Gebiet aber etwas zu speziell und schwierig um es in 6-7 Wochen kennenzulernen. Viel interessanter und praktischer war es auf der Frühgeborenen- und Säuglingsstation. Hier durfte fast alles machen: Kinder aufnehmen, die U1, U2, Ux durchführen, Blut abnehmen, Zugänge legen, „eigene“ Kinder haben um die man sich kümmerte und sogar LP’s machen.

Der zuständige Oberarzt diskutierte gerne mit Studenten über die einzelnen Patienten, notwendige Diagnostik und Therapie. Die Visiten waren sehr hilfreich!! Besonders hervorzuheben ist das gute Klima und die netten Ärzte in der Klinik (was nicht selbstverständlich ist für eine Uniklinik). Die fast tägliche Fortbildungen waren meist gut und brauchbar.

 

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