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Uni-Ranking: Innere Medizin

Einer von vielen Teilbereichen

Redaktion (MEDI-LEARN)

Kardiologie. Gastroenterologie. Endokrinologie. Hämatologie. Pneumologie. Nephrologie. Die Liste der Teilbereiche der Inneren Medizin scheint unendlich. Nicht anders verhält es sich mit der Literatur zum Fach. Und die Aspekte, die im Studium behandelt werden, sind längst nicht alle, die zur Inneren Medizin dazu gehören. Bei all der Unüberschaubarkeit ist eins klar: Innere Medizin ist auch für den Studenten vor allem eins: Arbeit.

Und das auch gleich im doppelten Sinne, denn neben den theoretischen Grundlagen wird es hier auch praktisch. Körperliche Untersuchungen, EKG und Blutdruckmessungen, Sonographien, Endoskopien bis hin zu Biopsien…..das alles will gelernt werden. Am Ende kommen die Klausuren und wer seine Freizeit bis dahin nicht dem ausgiebigen Heimstudium gewidmet hat, wird nun bestraft.

Innere Medizin gilt wohl zu Recht als Königsdisziplin. An ihr kommt kein Medizinstudent vorbei und wer meint, ohne sie Arzt werden zu können, der irrt sich gewaltig. Statistisch gesehen scheitern aber nur wenige Studierende an ihr, jedenfalls wenn bestandene Prüfungen als Maßstab genommen werden. Deswegen wollte MEDI-LEARN wissen, als wie schwer Medizinstudenten das Fach Innere Medizin empfinden.

Mehr als 55 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die entsprechenden Kurse noch gar nicht absolviert haben und dementsprechend keine Angaben machen können. Die restlichen 45 Prozent sind überwiegend der Meinung, Innere Medizin sei „mittelmäßig“ vom Anspruch her. Wer diese Meinung nicht vertritt, entscheidet sich fast gleichwertig für „sehr leicht“ und „leicht“ oder „schon schwerer“, „schwer“ und „sehr schwer“.

Bei dem Blick auf die Ergebnisse der einzelnen Universitäten fällt auf, dass sich gegen den allgemeinen Trend an den Unis Erlangen und Kiel besonders viele Studenten finden, die Innere Medizin vom Schweregrad her als „sehr leicht“ einstufen. Dagegen finden sich an der Uni Freiburg ganze 15 Prozent, die das Prädikat „sehr schwer“ abgeben.

Spitzenreiter in Sachen Leichtigkeit ist die Uni Halle-Wittenberg, denn keiner der dort befragten Studierenden schätzt den Schweregrad der Inneren Medizin höher ein als „mittelmäßig“. In München und Freiburg dagegen bekommt die Innere Medizin von den Studenten nie ein besseres Prädikat als „mittelmäßig“, das heißt sie empfinden sie als schwer.

Für die überwiegende Mehrheit der Universitäten zeigt sich aber eine Verteilung über die Skala, sodass der Schweregrad des Faches wahrscheinlich nicht von der Universität, sondern möglicherweise eher von den Begabungen und Interessen der Studenten bestimmt wird. „Mittelmäßig“ als Durchschnittsangabe spricht dafür, dass Innere Medizin zwar viel Lernstoff ist, aber durchaus machbar. Auch von jenen, die sich weniger für sie interessieren.