Was, wann, wie und wie viel: Das Kreuz mit dem Kreuz...
Lernen wie die Profis Teil VI
Redaktion (MEDI-LEARN)
Wenn Sie ein Kapitel aus einem Buch gelesen haben, sollten die entsprechenden Fragen in der Schwarzen Reihe einen Tag später bearbeitet werden. Wenn Sie z.B. montags die Biochemie des Muskelgewebes aus dem Buch gelesen haben, sollte dieses Kapitel erst am Dienstag gekreuzt werden. Nachdem Sie anhand der Fragen gesehen haben welche Schwerpunkte das IMPP setzt, sollten Sie diese Schwerpunkte vertiefen.
Es ist wichtig, dass Sie sich bei dem was Sie Lernen eng an den Altfragen orientieren. Sie sollten daher auch nicht frustriert sein, wenn Sie zunächst gar nicht so viele „Punkte holen“. Wichtig ist, dass Sie erst in Kenntnis der IMPP-Schwerpunkte, die sie durch die Bearbeitung der Altfragen erfahren, die Themengebiete vertiefen.
Die vorherige Lektüre eines Kurzlehrbuches dient also nicht der Vollständigen Erfassung des Lernstoffes, sonder soll zum Verständnis der Systematik des Faches beitragen.
Sie sollten in diesem Arbeitsschritt also noch nicht den Anspruch haben anschließend möglichst viele Fragen in der schwarzen Reihe richtig zu beantworten.
Sollten Sie diese Vorkenntnisse schon aus Ihrem Studium mitbringen, so kann auch auf die vorherige Lektüre der Themen verzichtet werden und gleich mit der Bearbeitung der Schwarzen Reihe begonnen werden, damit sich die Lerninhalte eng an den inhaltichen Forderungen der Fragen orientieren.
Die Fragen der gelben Reihe
Die Fragen der Gelben Reihe (Examensbände) werden sinnvollerweise erst dann gekreuzt, wenn ein Fach beim Lernen bereits vollständig abgeschlossen ist. Die Abschnitte Biochemie der Gelben Reihe werden also bearbeitet, nachdem Sie zuvor das Lehrbuch und die Schwarze Reihe bearbeitet haben.
Sie können die Gelbe Reihe entweder in den Abendstunden kreuzen, nachdem Sie tagsüber bereits mit einem anderen Fach begonnen haben, oder Sie heben sich die Gelbe Reihe für die Wiederholungszeit auf.
Beim Kreuzen der Schwarzen und Gelben Reihen sollte Sie zunächst zehn Fragen am Stück bearbeiten und dann erst die Lösungen und die Kommentare nachsehen. Sind Sie damit fertig, geht es an die nächsten zehn Fragen.
Es ist sehr zeitraubend und für Ihr Gedächtnis belastend, wenn Sie alle Kommentare nachlesen. Deshalb sollten Sie nur dann den Kommentar nachlesen, wenn Sie bei einer Frage nicht wissen, warum die gesuchte Lösung richtig ist. Wenn Sie wissen, warum diese Lösung zutrifft und Ihnen sind lediglich einige Falschantworten nicht klar, brauchen Sie den Kommentar nicht zu bearbeiten. Falschantworten sind bei fast allen Fragen unnötiger Ballast!
Es ist auch nicht sinnvoll, einen Kommentar vollständig zu lesen. Meistens genügt es, wenn Sie sich lediglich auf den Teil konzentrieren, der die gesuchte Lösung erläutert. Ziel bei der Bearbeitung der Fragen sollten 40 - 60 Fragen pro Stunde einschließlich Kommentar sein.
Das Pensum langsam steigern
Erfahrungsgemäß wird dieses Ziel von den meisten Studenten nicht gleich zu Beginn der Lernzeit erreicht. Stellen Sie sich eine Uhr auf den Schreibtisch und versuchen Sie zu ermitteln, wie viele Fragen Sie in etwa pro Stunde schaffen. Liegen Sie z.B. noch bei 20 Fragen, versuchen Sie, das Pensum allmählich Tag für Tag zu steigern bis Sie ein Pensum von 40 Fragen pro Stunde erreichen.
Sollten Sie deutlich mehr als 60 Fragen pro Stunde schaffen, sind Sie zu schnell und arbeiten zu flüchtig. Drosseln Sie in diesem Fall Ihr Tempo! Vermeiden Sie bitte, zur Wiederholung die Fragen noch einmal zu kreuzen, die Sie im ersten Durchgang falsch gemacht haben. Sie prägen sich nämlich auf diese Weise nur die besonders schwierigen Fakten ein und vernachlässigen die Wiederholung punkteträchtiger, wichtiger Fragen. Außerdem werden Sie in der Prüfung noch genau erinnern, dass Sie sich mit dieser Frage öfter beschäftigt haben, können aber wieder nicht erinnern, was denn nun eigentlich die richtige Lösung war.