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Das PJ in New Orleans

Innere und Pädiatrie in den USA

Anett Koch

Erste Schritte

In New Orleans angekommen, erhält man in der Office of Student Affairs seinen Rotationsplan und ein welcome package mit Sicherheitshinweisen, Lageplänen und T3-survival manual, das über die zahlreichen, anfangs rätselhaften Abkürzungen des Klinikalltages Aufschluß gibt und Hinweise zum Schreiben einer progress note und von Anamnese & Status (history & physical) sowie viele wichtige Telefonnummern enthält. Die Mitarbeiter des Büros für Studienangelegenheiten sind auch beim Tauschen von Rotationen behilflich, vorausgesetzt, es existiert ein freier Platz. Ansprechpartner für Gaststudenten ist Charlotte Steger
(E-mail: [email protected])

In Innerer Medizin entschied ich mich für die Rotationen InfectiousDiseases, Pulmonary Diseases, Hematology / Oncology und Cardiology. Insgesamt habe ich das Arbeitsklima in den einzelnen Rotationen als sehr angenehm empfunden, die Studenten werden voll in das Team integriert. Besonders interessant waren für mich die Monate in Infectious Diseases und Cardiology, wobei die Therapie von Patienten mit AIDS und Sepsisnach i.v.-Drogenabusus für mich vollkommen neu war. Auch Patienten mit Tuberkulose und atypischen Mykobakteriosen wurden von unserem Team betreut. Hervorheben möchte ich hier die mikrobiologischen Fallvorstellungen, die einmal pro Woche durchgeführt wurden und sowohl differentialdiagnostische Überlegungen als auch praktisches Mikroskopieren trainierten.
In Pädiatrie wählte ich Cardiology, Gastroenterology, Nephrology und eine subinternship General Pediatrics, wovon mir die Rotationen in Kardiologie und Allgemeiner Pädiatrie am besten gefielen. 


2. Anerkennung der Studienleistungen

Vor der Abreise habe ich mich bei Frau Gutzeit vom Landesprüfungsamt Halle über mögliche Schwierigkeiten bei der Anerkennung erkundigt, da ja in der Regel nur ein Tertial im Ausland genehmigt wird. Dieses Programm ist jedoch eine Ausnahme, da von der Universität organisiert und angeboten.
Außerdem habe ich mir die notwendigen, zweisprachig abgefaßten Formulare vom Landesprüfungsamt schicken lassen, das Certificate Concerning Practical Training und eines über die Gleichstellung mit amerikanischen Studenten. 


3. Unterkunft

Gewohnt habe ich im Wohnheim (204 S.Saratoga, New Orleans, LA 70112), direkt downtown und neben dem Tulane Hospital. Das ist sicher und bequem, aber recht teuer. Für ein Appartement, bestehend aus einem Wohnraum mit Küche, Bad, einer kleinen Vorratskammer und 2 Schlafräumen, das man mit einem anderen Studenten teilt, bezahlt man monatlich $545.
Mit etwas Verhandlungsgeschick kann man mit der Managerin Mrs. Martha Dees eventuell eine Minderung um $100 bis $145 vereinbaren. Telefonkosten betragen $20 im Monat, wobei diese nur Stadtgespräche decken. Für long distance calls kauft man sich eine Telefonkarte.
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