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Uni-Ranking: Hörsäle

Uni-Ranking

Redaktion (MEDI-LEARN)

Der Hörsaal, unendliche Weiten. Ort der Wissensvermittlung, an dem der Grundstein für deutsche Spitzenplätze in der Forschung gelegt wird. Hier teilen kluge Köpfe ihre Erkenntnisse, oft unter Zuhilfenahme multimedialer Techniken, und aufmerksame Studenten notieren jedes Wort. Traum einer jeden Universität.

Klapprige Holzkonstruktionen, fehlende Sitze, Kaugummireste überall und Schimmel an den Wänden – herzlich willkommen in deutschen Hörsälen! Vor Jahrzehnten erbaut und seitdem kaum gepflegt rotten sie langsam vor sich hin. Glaubt man den zahlreichen Beschwerden, ist der Zustand der meisten Hörsäle absolut untragbar und das Studieren dort eine Zumutung.
Wie bewerten die Studierenden selber den Zustand ihrer Hörsäle? Handelt es sich bei ihnen an der Uni um neue Räume, die die ideale Atmosphäre zur Wissensvermittlung unterstützen oder um veraltete Säle, deren Einsturzgefährdung die Studenten vom Lernen abhält? MEDI-LEARN fragte unter Medizinstudierenden nach, um das herauszufinden und die Ergebnisse zu einem Ranking zusammen zu stellen.

Bundesweit betrachtet beurteilen knapp 80 Prozent der Umfrageteilnehmer den Zustand ihrer Hörsäle positiv. Gut 11 Prozent berichten über neue Hörsäle, während 14,4 Prozent wussten, dass ihre Hörsäle kürzlich renoviert wurden. Eine große Mehrheit von 52,9 Prozent findet den Hörsaal-Zustand „gut“. Allerdings finden sich auch negative Stimmen: 17,2 Prozent geben an, ihre Hörsäle seien renovierungsbedürftig. Etwas mehr als 4 Prozent betrachten ihre Hörsäle als veraltet und 0,6 Prozent meinen gar, der Zustand sei „nicht tragbar“.

Auch an den einzelnen Unis findet sich diese positive Bewertung wieder. Die TU München und die Uni Hamburg schnitten am besten ab, dort gaben jeweils mehr als 50 Prozent der Befragten an, dass die Hörsäle in einem neuen Zustand sind. Bezieht man in die Bewertung auch die Angabe „gut“ mit ein, dann liegt die TU München weit und unangefochten an der Spitze, dicht gefolgt von den Unis Mannheim, Greifswald und Dresden. Dort gab es kein einziges Mal eine Aussage schlechter als „gut“.

Trotz der insgesamt so positiven Bewertung der Hörsaal-Zustände finden sich auch negative Beispiele. So wurde der Zustand der Hörsäle der Uni Bochum kein einziges Mal besser als „gut“ bewertet, gleichzeitig sahen über 50 Prozent der Teilnehmer Renovierungsbedürftigkeit. Dicht gefolgt wird die Uni Bochum in dieser Negativbewertung von den Unis Saarbrücken, Marburg, Mainz und Berlin, wo ebenfalls bis zu 50 Prozent der Befragten den Hörsaal-Zustand mit „renovierungsbedürftig“ angaben.

Hörsäle sind besser als ihr Ruf, und auch wenn es an einigen Unis noch Verbesserungsbedarf gibt, so ist der weit überwiegende Teil der Studierenden doch zufrieden mit den Hörsälen. Dort ist ein angenehmes Arbeiten gewährleistet und kluge Köpfe können ihr Wissen mitteilen, um die Spitzenwissenschaftler von morgen auszubilden.